Chemikalien in Erzeugnissen: EU-Life-Projekt AskREACH gestartet

Einige Stoffe sind schädlich für Mensch und Umwelt. Das Projekt AskREACH sensibilisiert europaweit Bevölkerung, Handel und Industrie für sogenannte „besonders besorgniserregende Stoffe“ in Erzeugnissen. Über eine Smartphone-App können sich Verbraucher über solche Stoffe informieren oder Lieferanten dazu anfragen. Die europäische Chemikalienverordnung REACH setzt dazu den gesetzlichen Rahmen.

„Besonders besorgniserregende Stoffe“ – oder Substances of Very High Concern, SVHC – sind beispielsweise krebserregend, hormonell wirksam oder solche, die als besonders kritisch für die Umwelt angesehen werden. Die europäische Chemikalienverordnung REACH legt Informationspflichten für SVHC fest. Ist ein SVHC in einem Erzeugnis in einer Konzentration über 0,1 % enthalten, muss diese Information von jedem Lieferanten an jeden kommerziellen Kunden in der Lieferkette weitergegeben werden. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen auf Anfrage ebenfalls informiert werden und sind damit in der Lage, bewusste Kaufentscheidungen zu treffen.

Um das REACH-Verbraucherrecht in der europäischen Bevölkerung bekannter zu machen, startet das mweltbundesamt zusammen mit 20 Projektpartnern aus 13 EU-Mitgliedstaaten das EU LIFE Projekt AskREACH.

Bis eine europäische Datenbank aufgebaut ist und Apps aus dem AskREACH Projekt verfügbar sind, können Verbraucherinnen und Verbraucher die Apps benutzen, die in Dänemark (TjekKemien) und Deutschland (Scan4Chem, ToxFox) bereits angeboten werden. 

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