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Lies dir bitte das oben stehende Zitat nochmals durch. Wie findest du ihn? So lautete meine eigene Definition von Erfolg, die ich in meinem Buch „EXTREM – Die Macht des Willens“ zum Besten gab. Gute vier Jahre später denke ich diesbezüglich ein klein wenig anders.

Das Thema Erfolg ist nach wie vor richtig in Mode. Jeder möchte erfolgreich sein. Erfolgreich im Beruf, erfolgreich als Ehemann oder Ehefrau, erfolgreich in den Hobbys, erfolgreich als Vater oder Mutter. Doch was bedeutet Erfolg? Wie lautet deine persönliche Definition von Erfolg? Das neueste iPhone zu besitzen, gesund zu sein, eine intakte Familie zu haben, die Fußballmeisterschaft zu gewinnen, Millionär zu werden? Wie definierst du Erfolg? Der Beste zu sein, wie es besonders von den Medien häufig suggeriert wird? Die Nummer eins auf deinem Gebiet zu sein? Zur absoluten Weltspitze zu gehören?

Sicher ist es bewundernswert, wenn ein Mensch es schafft, in seinem Bereich die Nummer eins zu sein. Wenn jemand Rekorde aufstellt, Medaillen gewinnt und Bestzeiten erzielt. Meine Hochachtung vor solchen Leistungen. Doch für wie viele Menschen spielt es wirklich eine Rolle, zur absoluten Spitze in ihrem Bereich zu zählen? Es geht nicht darum, in einem Bereich der Beste, der Schnellste, der Größte zu sein. Es geht auch nicht darum, die Nummer eins zu werden. Ausschlaggebend ist, das Beste aus sich herauszuholen. Der Beste zu werden, der du werden kannst. Erfolg ist eine sehr persönliche Angelegenheit. Jeder definiert Erfolg anders. Nur du entscheidet, was Erfolg bedeutet.

Für mich als Extremsportler sind nicht Bestzeiten, irgendwelche Platzierungen oder Rekorde entscheidend. Ich habe, außer einem 5-Kilometer-Volkslauf als Jugendlicher noch keinen einzigen Wettkampf gewonnen. Das stört mich nicht, solange ich meine persönlich gesteckten Ziele erreichen kann. Nicht die Wettkämpfe sind für mich entscheidend, nicht auf das Sammeln von Marathonläufen kommt es mir an und nicht irgendwelche Medaillen und Pokale motivieren mich. Ich gewinne bei meinen Laufabenteuern auf eine ganz andere Art und Weise: ich laufe für mich und meine eigenen Ziele. Für mich stehen die persönlichen Erfahrungen bei meinen Laufabenteuern im Vordergrund. Die sehr intensiven Lebensmomente, sich an seine persönlichen Grenzen heranzuwagen und diese zu überwinden und zu erfahren, was du alles im Leben erreichen kannst. Das bedeutet für mich Erfolg.

„Erfolg ist, wenn du deine persönlich gesteckten Ziele verfolgst.“ Daran glaube ich. Besonders das letzte Wort in diesem Satz ist bedeutsam. Denn erfolgreich bist du schon, sobald du dein eigenes Ziel verfolgst. Wenn du dich auf dem Weg dorthin befindest. Wenn du deine eigenen Ziele gefunden hast und ihnen nachgehst. Ob du dein Ziel schlussendlich auch erreichst, ist gar nicht so entscheidend.


Norman Bücher ist ein deutscher Extremsportler. Er mit 22 Jahren fand er zum Laufsport; bereits ein Jahr später lief er die 100 Kilometer von Biel. Seitdem nahm er an mehr als 100 Marathon- und Ultramarathonläufen teil. Über seine extremen Abenteuer schrieb er mehrere Bücher und hält Vorträge. www.norman-buecher.de
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Endlich der eigene Chef sein: Wer sich dazu entschließt, sein eigenes Unternehmen aufzuziehen, ist in der Fächerstadt goldrichtig. Denn die Karlsruher Gründerszene boomt! Mit zahlreichen namenhaften Bildungs-, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen ist Karlsruhe zu Recht auch als Stadt der Entrepreneure bekannt. Denn insgesamt zehn Gründerzentren unterstützen Karlsruher Startups auf ihrem Weg an die Spitze und bieten Gründern alles, was das Herz begehrt.

Aber was ist denn überhaupt wichtig für eine erfolgreiche Gründung? Ganz einfach: die Chance, die eigene Idee mit anderen zu teilen, sich kritisches Feedback einzuholen und sich ein Netzwerk aus erfahrenen Partnern aufzubauen, die mit Tipps und Verbesserungsvorschlägen zu einem erfolgreichen Start beitragen können. Genau dabei erhalten junge Gründer Unterstützung von Einrichtungen wie dem CyberForum e.V., der PionierGarage und dem Center for Interdisciplinary Entrepreneurship (CIE) am KIT. Denn: Neben Coaching und Beratung veranstalten diese Initiativen auch regelmäßig Networking Events, Hackathons oder Gründerwettbewerbe. Es gibt also genug Möglichkeiten, um von Mentoren und anderen Gründern zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen – um so einen gelungenen Start in der Startupszene hinzulegen. Dass das in der Fächerstadt besonders gut funktioniert, zeigen Karlsruher Startups wie die Campus Jäger oder Fluffy Fairy Games. Ihr Geheimrezept: GROW.

Einmal im Jahr organisiert die PionierGarage den Gründerwettbewerb GROW, der studentischen Gründerteams aus der TechnologieRegion Karlsruhe den Schritt in die Gründung vereinfacht und damit gleichzeitig als Sprungbrett in die Sphären des Startuphimmels dient. Von der Idee bis zur Entwicklung des fertigen Prototyps haben die teilnehmenden Gründerteams jedoch nur elf Wochen Zeit! Diese elf Wochen teilen sich in drei Etappen: KickOff (Auftaktveranstaltung), Midterm (Halbfinale) und Finale. Der KickOff dient in erster Linie als Teamfindungs-Event. Teilnehmer, die bereits mit einer Idee in den Wettbewerb starten, können ihre Idee das erste Mal vorstellen und Mitgründer oder neue Teammitglieder dafür begeistern. Fünf Wochen später präsentieren die Teams ihre Ideen beim Midterm dann erstmals vor einer hochkarätigen Jury – und nur die besten zehn Teams dürfen dann sechs Wochen später im Finale antreten. In die Bewertung fließen dabei die klassischen Kriterien, wie zum Beispiel der Kundennutzen, ein – noch wichtiger ist aber der Fortschritt, der in den vergangenen elf Wochen erzielt wurde!

Diejenigen Gründerteams, die die Jury überzeugen konnten, haben die Chance auf ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.500 Euro und erhalten zudem kostenlose Arbeitsplätze im Launchpad der PionierGarage. Und was am wichtigsten ist: Alle teilnehmenden Teams können wertvolle Kontakte in die Karlsruher Gründerszene knüpfen und ihre Idee bekannt machen – und das ist für einen erfolgreichen Start als Gründer Gold wert…


Neugierig geworden? Wer Lust hat, selbst am Gründungswettbewerb der PionierGarage teilzunehmen, der kann sich auch jetzt noch unter grow.pioniergarage.de für den KickOff am 9. November im CyberForum anmelden.

Jede Idee ist erwünscht!

PS: GROW ist gerade auch für Zuschauer ein superspannendes Event! Im letzten Jahr lauschten allein beim Finale über 250 Karlsruher Studierende, Gründer, Unternehmer und Investoren den Ideen der Neugründer. Vorbeikommen lohnt sich – vielleicht lernt ihr ja die Top-Startups von morgen kennen!


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Emotionen beeinflussen unser Handeln. Darüber sind sich Sozialwissenschaftler einig. Auch virtuelle Realitäten haben das Potenzial Gefühle bei uns zu wecken. Ob diese digitale Innovation uns auch dabei helfen kann, bewusst und nachhaltig zu handeln, hat die Jugendinitiative der Nachhaltigkeitsstrategie BaWü in einem Selbstversuch getestet

Jeder von uns hat wahrscheinlich schon mal den Begriff VR oder Virtual Reality gehört. Eine nicht allzu neue digitale Erfindung, die dennoch erst seit drei Jahren ausgereift genug ist, um sie uns den Konsumenten, als Verkaufsbereit hinzustellen.

Wozu brauchen wir die virtuelle Realität?
Besonders bei Gamern erfreuen sich VR-Brillen wie die Oculus Rift oder die HTC Vive immer größerer Beliebtheit. Doch auch weltweit operierende Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen haben das Potenzial der virtuellen Realität für sich entdeckt. Die Vereinten Nationen verleihen mittlerweile Samsung VR-Brillen, im Rahmen ihrer Kampagne zu den Sustainable Development Goals. Die Albert Schweitzer Stiftung tourt mit ihrem iAnimal 360°-Erlebnis durch Deutschland, um für den Tierschutz zu werben. Ziel dabei ist es stets den Betrachter emotional wachzurütteln und so zum Handeln zu motivieren.

Ressourcenschonend durch die Welt reisen
Besonders verlockend scheint das Potenzial, weit entfernt liegende Orte unseres Planeten virtuell zu bereisen. Alles möglich, ohne auch nur einen Schritt vor die Tür zu setzen. Selbst die hohen CO2-Emissionen eines Fernstreckenflugs sparen wir uns auf diese Weise.

In unserem VR-Selbstversuch, haben wir uns ein kostengünstiges und ressourcenschonendes Cardboard zugelegt. Nach Installation einer entsprechenden App aus dem App-Store kann es losgehen. Wir schwimmen mit Haien und lernen dabei etwas über deren Anatomie. Wir schweben in den Baumwipfeln des Amazonas und überblicken von einem Baumriesen aus den dicht bewachsenen Dschungel. Tierlaute verleiten uns dazu unseren Kopf dort hinzudrehen, wo wir Geräusche wahrgenommen haben. Die 360°-Rundumsicht macht’s möglich. Beim Besuch eines griechischen Flüchtlingslagers fühlen wir uns als Teil des Geschehens und somit den betroffenen Menschen sehr nah.

Motion Sickness wie beim Achterbahnfahren
Nach 15 Minuten nehmen wir die Brille wieder ab. Angekommen in der Realität ist uns noch etwas schwindelig. Die sogenannte Motion Sickness scheint eine Begleiterscheinung der Technik zu sein. Doch wir sind begeistert. Begeistert über die Nähe zu den gesehenen Inhalten. Selbst gut gemachte Dokumentarfilme können da nicht mithalten. Wenn man bedenkt, dass wir mit dieser digitalen Technik noch relativ am Anfang stehen, fragen wir uns, ob sich das wahre Potenzial erst noch zukünftig zeigen wird.

Handeln wir jetzt nachhaltiger?
Eines ist klar: Die virtuelle Realität hat uns emotional bewegt. Entweder waren wir fasziniert oder geschockt von den gesehenen Bildern und der gefühlten Nähe zum Gesehenen. Das VR-Erlebnis ist auf jeden ein Anlass, um mit Freunden oder Familie über die wahrgenommenen Inhalte zu sprechen. Wichtige soziale und ökologische Themen können wir so wieder in unser Bewusstsein rücken. Doch ob daraus eine echte Verhaltensveränderung in der realen Realität resultiert, hängt letztendlich nicht von der Technik, sondern von jedem Einzelnen von uns ab.

Text und Foto: Jugendinitiative der Nachhaltigkeitsstrategie BaWü


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Es ist eine Geschichte, die einfach nicht totzukriegen ist: In den 1930er Jahren sollen New Yorker Floridaurlauber ihren daheim gebliebenen Sprösslingen aus dem Sommerurlaub niedliche kleine Alligatoren mitgebracht haben, die sie dann später, als die Kinder ihres lebenden Spielzeugs überdrüssig geworden waren, einfach  über die Toilette in die Kanalisation entsorgt hätten. Dort hätten die Reptilien sich an Ratten bzw. Hundeleichen derart gütlich getan, dass sie sich in wenigen Jahren sprunghaft vermehrt hätten. Und auch heute noch würde den Reptilien der eine oder andere unvorsichtige Kanalarbeiter zum Opfer fallen. Und es scheinen sogar  lebende Beweise für diese Existenz  „Kanalalligatoren“ in der Weltmetropole zu existieren. Erstaunlicherweise tauchen in New Yorks Straßen nämlich immer wieder nachweislich Krokodile auf: In den letzten hundert Jahren hat die New York Times insgesamt über fünfzehn mal über Alligatoren, Krokodile oder Kaimane berichtet, die sich in und um New York herumgetrieben haben. Zum Beispiel  sorgte im Juni 2001 ein rund 70 Zentimeter großer Kaiman, der von Reptilienexperten vor laufenden Fernsehkameras lebend aus einem See im Central Park gefischt wurde für Furore: „Damon the caiman“, der heute in einem Zoologischen Garten in Florida zu Hause ist. Im November 2006 wurde dann ein 60 Zentimeter  langer Kaiman vor einem Apartmentgebäude in Brooklyn eingefangen. Nach Angaben von Polizisten „zischte er und schnappte nach Ihnen“.  2010 war dann der Stadtteil Queens an der Reihe, wo ein ebenfalls nur siebzig Zentimeter großer Alligator unter einem parkenden Auto entdeckt worden ist.
Nachforschungen ergaben, jedoch, dass es sich bei all diesen Krokodilen nicht etwa um „Kanalkrokodile“ sondern um ehemalige „Terrarienkrokodile“ handelte, die nach einigen Jahren offensichtlich  für die Wohnungshaltung zu groß geworden waren, und deshalb von ihren Besitzern in den Parks der Stadt ausgesetzt worden waren.
Und was sagt die Wissenschaft zu der Möglichkeit, dass Krokodile in der New Yorker Kanalisation hausen? Die meisten Reptilienkundler halten es gleich aus mehreren Gründen für unmöglich, dass Alligatoren über einen längeren Zeitraum in der Ney Yorker Kanalisation überleben können: Zum einen bevorzugen Krokodile  warme Gebiete und scheuen Kälte und kaltes Wasser. Alligatoren und Kaimane können zwar Kälte deutlich besser vertragen, als zum Beispiel Nil- oder Leistenkrokodile.  Ein Mississippi-Alligator  kann sogar über einen kurzen Zeitraum selbst Minusgrade unbeschadet überstehen. Aber  fünf Monate New Yorker Winter, das hält selbst der stärkste Alligator nicht aus. Zum anderen sind Krokodile in erster Linie Fleisch- und keine Aasfresser und außer Ratten gibt es in der Kanalisation kaum etwas, womit die großen Echsen auf Dauer ihren Appetit stillen könnten.
Nicht gerade förderlich für die Gesundheit unterirdisch lebender Panzerechsen wäre auch der, im Untergrund herrschende, permanente Mangel an Sonnenlicht, das  die Reptilien nicht nur brauchen, um sich aufzuwärmen, sondern auch, um in ihrer Haut  das, für die Knochenbildung so wichtige, Vitamin D zu bilden. Ohne Vitamin D könnten die Krokodile nämlich kein Kalzium aus dem Darm aufnehmen und in ihr Skelett einlagern. Die Folgeerscheinungen wären für die Echsen äußerst unangenehm: Eine schmerzhafte Knochenerweichung, die zu Muskelschwächen, Skelettdeformationen und damit letztendlich zum Tod führen würde.
Intime Kenner der New Yorker Kanalisation  nennen noch einen vierten Grund, warum ein Alligator auf keinem Fall im Kanalsystem der Millionenmetropole überleben kann: Das Kanalisationswasser ist nämlich derart mit giftigen Schadstoffen belastet, dass die Echsen darin innerhalb kürzester Zeit jämmerlich zu Grunde gehen würden.
Übrigens:  Erkundigt man sich heute beim für die New Yorker Kanalisation zuständigen "Department of Environmental Protection“ nach den Untergrundalligatoren, bekommt man stets zu hören, dass in den unteririschen Kanälen der Metropole zwar durchaus eine ganze Menge seltsamer Dinge auftauchen würde, darunter wären aber niemals Alligatoren. Eine Tatsache, die die New  Yorker  Behörde jedoch keineswegs davon abhält, mit großem Erfolg in ihrem Geschenkshop T-Shirts zu verkaufen, auf denen unter dem Slogan  „Die Legende lebt“ ein fröhlich lächelnder Kanalisationsalligator abgebildet ist.


Dr. Mario Ludwig ist Deutschlands Experte für alles Tierische. Keiner vermittelt die wunderbare und mitunter kuriose Welt der Tiere so fundiert und gleichzeitig so humorvoll wie der promovierte Biologe. www.mario-ludwig.de
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Ein wenig archaisch sieht das Etikett mit dem Adler schon aus. Gut Hermannsberg wurde ursprünglich 1902 als „Königlich-Preussische Weinbaudomäne Niederhausen-Schloßböckelheim gegründet“. Ich sage Ihnen: diese Rieslinge von der Nahe sind absolut Kult! Ein Kollege schrieb: „wie Phönix stieg der Betrieb aus der Asche!“ – damit hat er die Übernahme im Jahr 2009 exakt beschrieben. Dr. Christine Dinse und Jens Reidel haben seit dem Kauf des monumentalen Weinguts nicht nur viel investiert, sondern vor allem den Stil der Weine geändert. Die Rieslinge strotzen vor Kraft, Terroir und Mineralität! Es sind wirklich großartige Weine mit Langlebigkeit aus altberühmten Lagen, wie Schloßböckelheimer Kupfergrube (der Adler dann auf kupferfarbenem Etikett) oder Niederhäuser Hermannsberg. Letztere hat dann auch zur neuen Namensgebung „Gut Hermannsberg“ geführt. 
Zu der Kräuterküche mit neuen Kartoffeln kann ich Ihnen den 2011er Niederhäuser Riesling trocken empfehlen. Es ist kein „tutti frutti“ Wein, also fruchtig nett – nein viel mehr wirkt er schon im Duft ausdrucksstark. Sie werden das Gefühl haben, den Tonschieferboden zu riechen. Obwohl so ein kompakter Wein - zeigt er sich trotzdem geschliffen, fein und elegant. Er erinnert im Bukett an Pampelmusen, Äpfele und weiße Blüten. Beim Trinken haben Sie ebenfalls den Eindruck, dass der Wein das Terroir wiederspiegelt, anspruchsvoll – mineralisch. Anfangs muss man sich schon etwas mit ihm auseinandersetzen, er lebt eben nicht von der Fruchtnummer, sondern vielmehr zeigt er sich trocken und puristisch. Danach kommen für eine Steigerung allerdings nur noch wenige Weine infrage. Am besten gönnen Sie sich dann ein „Großes Gewächs“ aus dem Hermannsberg.
Nun ist das Weingut Hermannsberg schon immer etwas Besonderes gewesen. 15 m hohe Felsen und Kuppen wurden ursprünglich abgetragen um Platz für die Rieslingreben zu schaffen. Nach dem Entstehungsjahr 1902 wurden anfangs 80 anschließend sogar 200 Strafgefangene einquartiert und eingesetzt um intensive Forschungsarbeiten rund um den Wein zu betreiben. Die Liste berühmter Staatsleute, die in den Genuss dieser Weine kamen, ist lang! 1998 kam dann die erste große Wende, dass das Traditionsweingut in private Hände der Familie Maurer überging, die schon viel renoviert und das ehemalige Direktorenhaus in wunderschöne Gästezimmer umgestaltet haben. Knapp zwanzig Jahre später kommen Dr. Christine Dinse und Jens Reidel in den  Besitz dieses Kleinods. Zum 110jährigen Jubiläum haben sie ein großartiges Buch mit der gesamten Geschichte herausgegeben. 
Übrigens bin ich immer wieder überrascht, dass bei vielen Weinliebhabern die Weine der Nahe noch so unterschätzt werden! Wenn international von den besten Deutschen Weinen gesprochen wird, gehören ganz selbstverständlich die Naheweine dazu!


Natalie Lumpp ist Deutschlands führende Weinexpertin und Verfasserin zahlreicher Bücher über den Wein. Unter dem Motto Wein erleben bietet die aus vielen Medien bekannte Sommelière Weinevents, Weinseminare, Weinproben bis hin zu Weinreisen an. www.natalie-lumpp.de
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