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Für die Landesregierung zählt die Veranstaltung zu den "HeldeN!-Taten"

Das Karlsruher Nachhaltigkeits-Barcamp freut sich über einen weiteren prominenten Teilnehmer: Umweltminister Franz Untersteller wird am kommenden Samstag Gast auf der von der Karlshochschule und der Unternehmerinitiative Fairantwortung organisierten Veranstaltung sein. Diese befasst sich mit den beiden Zukunftsthemen Nachhaltigkeit und Digitalisierung und findet statt am

Samstag, 20. Mai 2017 von 09.00 - 18.00 Uhr
Karlshochschule, Karlstrasse 36-38, 76133 Karlsruhe

Der Besuch von Umweltminister Franz Untersteller ist für 13.00 Uhr angekündigt.

Das Nachhaltigkeits-Barcamp ist von der Landesregierung in die Liste der "HeldeN!-Taten" aufgenommen worden und ist damit Teil der vom 18. bis 21. Mai dauernden fünften Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg.

Beim zweiten Nachhaltigkeitscamp in Karlsruhe diskutieren Entscheider, Querdenker, Visionäre, Aktivisten, Kreative, Unternehmer und Bürger über die gesellschaftlichen Großtrends Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Und sie tun dies in einer ganz besonderen Art und Weise und zwar in Form eines Barcamps. Ein Barcamp ist eine "Unkonferenz", eine seit vielen Jahren etablierte Form des Ideen- und Wissensaustausches, die einen kreativen Gegenpol zu klassischen Konferenzformaten bildet. Das Beste: alle können mitmachen und Themen vorschlagen.

Die Teilnahme am Nachhaltigkeitscamp steht allen Interessierten durch eine vorab getätigte Anmeldung kostenfrei zur Verfügung. Anmeldung und weitere Information finden sich unter www.nachhaltigkeitscamp.de.

Zukunftsweisendes Handeln sichtbar und erlebbar machen - das ist das zentrale Anliegen der von der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg veranstalteten Aktionstage. Die Präsidentin der Karlshochschule, Eveline Lemke, dazu: "Ich freue mich, dass die Karlshochschule ein wichtiger Player in der Region für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ist und wir gerade in Zeiten von Fake-News Formate anbieten, die auch aus wissenschaftlicher Sicht für Klarheit sorgen, weil wir im direkten Gespräch mit den Menschen sind." Das Programm ist im zehnten Jubiläumsjahr der Nachhaltigkeitsstrategie so bunt wie noch nie: über 1000 Privatpersonen, Vereine, Unternehmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen werden an den vier Tagen unter dem Motto "HeldeN! der Tat" landesweit aktiv.

Unter www.n-netzwerk.de finden Sie alle Aktionen der Nachhaltigkeitstage. Sie können sich einzelne Aktionen über verschiedene Filtereinstellungen nach Ihren Bedürfnissen heraussuchen (Ort, Umkreissuche, Aktionsart, Datum, etc.) und als Text und in Kartenform anzeigen lassen.

Die Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg, die unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann stehen, sind eine von vielen Initiativen der Nachhaltigkeitsstrategie Baden- Württemberg. Diese wurde im Jahr 2007 gestartet und versteht sich als eine Plattform, um wichtige Fragen nachhaltiger Entwicklung in Baden-Württemberg zu debattieren und umzusetzen - in einer Kooperation aus Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Die aktuelle Landesregierung hat die Nachhaltigkeitsstrategie neu ausgerichtet mit dem Ziel, Nachhaltigkeit zum zentralen Entscheidungskriterium von Regierungs- und Verwaltungshandeln zu machen. 2017 feiert die Nachhaltigkeitsstrategie unter dem Motto "Mehr TateN! - Mehr Zukunft" ihr zehnjähriges Bestehen. Näheres dazu unter www.nachhaltigkeitsstrategie.de.


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Elefanten und Mäuse

Eine Geschichte, die man da immer wieder hört und die offensichtlich auch nicht totzukriegen ist, ist folgende: Elefanten haben keine Angst vor Löwen, haben keine Angst vor Tigern, aber wenn sie einer kleinen Maus begegnen würden, dann hätten sie die Hosen (wenn sie denn welche anhätten) gestrichen voll. Die Ursache für die überaus großen Ängste der gewaltigen grauen Riesen vor den winzigen Mäusen, sei in der Tatsache zu suchen, dass Mäuse nicht lieber täten, als in den Rüssel von Elefanten zu krabbeln. Von dort aus würden sie  dann schnurstracks zum Gehirn hochklettern und dort den armen Elefanten durch gezielte Bisse in die Hirnwindungen langsam, aber sicher, in den Wahnsinn treiben. So interessant sie klingt, an dieser Geschichte ist nichts, aber auch gar nichts Wahres dran. Mäuse haben wirklich etwas Besseres zu tun, als ausgerechnet einem Elefanten in den Rüssel zu kriechen.

Und wenn jetzt tatsächlich mal eine verängstigte, in Panik geratene Maus, die Öffnung eines Rüssels mit einem Mauseloch verwechseln würde, dann würde doch wirklich ein einziger kräftiger Nieser des Elefanten genügen, um diese lästige Maus regelrecht aus dem Rüssel zu katapultieren. Und vielleicht noch ganz nebenbei bemerkt: Der Rüssel vom Elefanten, mündet nicht im Gehirn, sondern im Rachenraum. Will heißen: Eine Maus könnte, selbst wenn sie es wollte, gar nicht das Gehirn des grauen Riesen anknabbern. Das ist nämlich ähnlich gelagert, wie bei uns Menschen. Wenn uns einmal zufällig einmal ein kleiner Käfer ins Nasenloch grabbelt, kitzelt das zwar furchtbar und wenn wir es nicht vorher entfernen, würde das kleine Insekt letztendlich in unserem Rachenraum landen. An unser Gehirn würde der Käfer (zumindest wenn er keine Säge dabei hat) aber auf keinen Fall rankommen. Das ist nämlich gleich durch mehrere Körperwände vom Rachenraum getrennt.

Und Elefanten haben auch keine Angst vor Mäusen. Vor vielen Jahren hat Bernhard Grzimek, der legendäre Direktor des Frankfurter Zoos, in Sachen „elefantöse Mäusefurcht“ einmal die Probe aufs Exempel gemacht und einem Elefanten gleich mehrere Mäuse, wirklich im wahrsten Sinne des Wortes, vor die Nase, bzw. vor den Rüssel gesetzt. Das Ergebnis dieses kleinen Experiments  war eindeutig. Der Elefant ist nicht etwa, in Panik, vor den Mäusen geflohen, sondern beschnupperte zunächst einmal die Mäuse neugierig und sehr intensiv mit weit geöffnetem Rüssel. Danach hat er eine Weile nachgedacht  und hat dann in aller Ruhe versucht, die Mäuse mit seinen großen Füssen  zu zertreten. Also nicht gerade ein Zeichen übermäßiger Angst. Die Nager waren dem Dickhäuter offensichtlich einfach nur lästig.

Eine Mäusephobie existiert bei Elefanten nicht. Aber es gibt durchaus Tiere, die Elefanten beunruhigen können. Und zwar Tiere, die wir alle kennen: Schweine. Eine Tatsache, die schon seit vielen hundert Jahren bekannt ist. So berichtet der römische Schriftsteller Plinius der Ältere (24 -79 n. Chr.) im achten Buch seiner weltberühmten „Naturgeschichte“, dass man Schweine ganz ausgezeichnet, als äußerst effektive Waffe, gegen feindliche Kriegselefanten einsetzen könne, da die Borstentiere mit ihrem lauten Quieken die Elefanten in Panik versetzen würden.

Und es gibt noch einige weitere Tierarten, in deren Gegenwart sich Elefanten ziemlich unwohl fühlen:  Als Prof. Grzimek nämlich nach den Mäusen, einen Dackel und ein paar Kaninchen in das Elefantengehege des Frankfurter Zoos schickte, fanden die Dickhäuer das alles andere, als lustig. Ganz im Gegenteil: Die grauen Riesen verzogen sich angstschlotternd in eine Ecke ihrer Behausung und bewarfen die unwillkommenen Gäste aus sicherer Entfernung mit dem Rüssel mit Sand und kleinen Steinchen. Und warum lösen ausgerechnet so kleine und  vor allem harmlose Tiere, wie Kaninchen und Dackel bei Elefanten Panik aus? Es gibt manchmal Fragen, die können auch die klügsten Professoren nicht beantworten.


Dr. Mario Ludwig ist Deutschlands Experte für alles Tierische. Keiner vermittelt die wunderbare und mitunter kuriose Welt der Tiere so fundiert und gleichzeitig so humorvoll wie der promovierte Biologe. www.mario-ludwig.de
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Es hat sich gelohnt. Erstmals durfte Fairantwortung Teil der Unternehmensprojekten der Karlshochschule sein. Das Resultat waren viele neue Ideen und Anregungen für die zukünftige Arbeit von Fairantwortung. Und ein ganz neuer und wirklich sehenswerter Film über Fairantwortung und Nachhaltigkeit (https://youtu.be/g0G4GqMxY-Y ). Nicht umsonst gehört die Karlshochschule mit einem Spitzenplatz im CHE-Ranking zu den führenden Fachhochschulen für Management in Deutschland.

Die Unternehmensprojekte sind ein Angebot der Karlshochschule. Dabei beschäftigen sich zwei studentische Teams mit einer von Unternehmen vorgegebenen Aufgabenstellung. Die aus jeweils vier bis sechs Personen bestehenden Teams analysieren, recherchieren und erarbeiten über mehrerer Wochen hinweg ein Konzept, eine Strategie hinsichtlich der Aufgabenstellung. Dabei kann es sich um eine Markt- oder Wettbewerbsanalyse, eine Produkt- oder Servicestrategie, eine  Event- oder Veranstaltungskonzeption, eine Unternehmensinitiative, ein Trainingsprogramm, ein Recruitingkonzept, eine Prozessoptimierung, eine PR- oder Marketingstrategie oder eine Social-Media-Kampagne handeln. Im Falle von Fairantwortung ging es darum, die Marktchancen für eine FairAcademy zu eruieren und darauf aufbauend, entsprechende Inhalte für eine solche Fort- und Weiterbildungs-Einrichtung zu entwickeln.

Und wie schon erwähnt, befand sich darunter einiges an Nachdenkenswertem. Einige der eigenen Vorstellungen fanden ihre Bestätigung, einiges wurde auch kritisch hinterfragt und es gab zahlreiche zusätzliche Ansätze für die Weiterentwicklung für Fairantwortung. Für Fairantwortung hat sich die Teilnahme an den Unternehmensprojekten auf jeden Fall gelohnt.

 

Mitmachen kann dabei jeder, ob Branchenprimus, Mittelstand, Großkonzern oder Non-Profit-Organisation. Weitere Informationen unter www.karlshochschule.de 


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Die berühmte Weinregion Baden reicht über nahezu 400 km. Das Herzstück bildet dabei die Ortenau – zwischen Ettenheim und Baden-Baden gelegen. Letztere Stadt ist seit 15 Jahren meine Wahlheimat – und sie ist einfach traumhaft schön! Ich liebe die Lichtentaler Allee mit ihren wunderschönen Blumenanlagen. Kinder sind mit Rollern unterwegs oder lassen Drachen steigen, die mittlere Generation geht joggen, während die Älteren flanieren, Hunde werden Gassi geführt… – ein wirklicher Treffpunkt für Jung und Alt. Richtige Juwelen sind das auch international geschätzte Festspielhaus, das Burda Museum oder das älteste Spielcasino Deutschlands. Oder auch die herrlichen Thermen – Caracalla oder Friedrichsbad. Überbleibsel aus der Römerzeit sind inbegriffen – so haben Sie noch einen kulturellen Punkt abgearbeitet. Anschließend laden natürlich die ausgezeichneten Restaurants ein. Dort können Sie dann auch einen echt Baden- Badener Wein vom Jagdhaus Hubertus trinken. Heinz J. Knapp baut unter anderem einen ganz wunderbaren leichten Rosé aus, der schon sehr an die Weine aus der Provence erinnert. Bevor Heinz J. Knapp sich der Baden-Badener Weinberge annahm, die er jetzt mit Riesling, Sauvignon Blanc und Grünem Veltliner bestockt hat, gründete er Mitte der 80er Jahre das Weingut L’Arnaude in der Provence. Im nächsten Jahr soll ein neuer Keller folgen und sehnsüchtig wird erwartet, wann die Neubestockungen zum Tragen kommen.

Aber auch sonst gibt es jede Menge neues aus der Region zu berichten. Das Weingut Kopp in Sinzheim hat Sohn Johannes mit großem Erfolg übernommen. Sein Chardonnay „S“  und Spätburgunder Klosterbergfelsen Reserve wurde schon mit den höchsten Meriten bedacht. Gerade im Winter sind die Burgunderrebsorten unschlagbar gut. Mit ihrem Schmelz und ihrer runden, geschmeidigen Art passen sie perfekt zu allen Sahne – und Buttersaucen. Speziell der Chardonnay neigt ja bekanntlich zu weniger Säure und einem etwas höheren Alkoholgehalt, sodass er schon opulenter wirkt. Mich erinnert er immer an eine üppig gebaute Frau – so wie sie Rubens gemalt hätte.
 
Richtig spannend sind auch gerade die vier Rieslinge aus dem ganz neu gegründeten „Boutique-Weingut Sven Nieger in Varnhalt“. Der junge Diplomingenieur sammelte unter anderem Erfahrungen in Neuseeland, Österreich und in der Pfalz, bevor er im vergangenen Jahr den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit wagte. „Neue Schätze aus Baden“ lautet sein Motto und mit seinem Logo und öffentlichen Auftritt sorgt er schon für Furore. Über Twitter und Facebook werden Sie immer über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufendenden gehalten, oder Sie können sich natürlich auch selber am Geschehen beteiligen. Für mutig halte ich auch seine Preisgestaltung: der Einstiegsriesling für 10.- €, Riesling Stich den Buben 15.- €, Klosterberg 20.-€ und Mauerberg – na? Klaro 25.- € - das ist konsequent! Letzterer wurde auch ganz aktuell im Weinmagazin mit 95 von möglichen 100 Punkten bewertet. Wow – ein grandioser Start! Aus meiner Sicht profitiert eine Region davon, wenn ein frischer Wind weht.

Apropos – Veränderungen gibt es in der Region ganz ordentlich: Das ebenfalls noch relativ junge Weingut Schloss Eberstein hat den Besitzer gewechselt. 2002 fing Jörg Overlack an, mit viel Liebe und Akribie den historischen Weinberg wieder neu zu bestocken – und trotz junger Rebanlagen konnte sich das Ergebnis schnell zeigen lassen! Vom wunderbaren frischen Rieslingsekt über Riesling, Weißer Burgunder , Sauvignon Blanc zum Spätburgunder  - die Weine bestechen mit ihrer so klaren Art und Brillanz. Am besten lassen sie sich die Weine natürlich im zauberhaften Ambiente des Schlosses und zur Gourmetküche von Bernd Werner genießen. Zu den Highlights gehört im Herbst das Fest im Weinberg, da wird dann schon mal ein ganzes Weidelamm am Grill gedreht. Damit es auch in den nächsten Jahren dynamisch weitergeht, haben Jürgen Decker, ehemals Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Kappelrodeck und Ernst Möschle – Unternehmer für Edelstahlbehälter (natürlich auch für die Weinbereitung) das Weingut übernommen.

Schlössertour
Ähnlich verhält es sich im Schloss Neuweier: 2012 wurde das Weingut von der Familie Schätzle übernommen. Die Geschicke der extremen Steillagen liegen in den Händen des Diplomingenieurs Robert Schätzle, der zuvor im Weingut Franz Keller und Weingut Dr. Heger sein Geschick unter Beweis gestellt hat. Auch hier haben die Vorgänger Familie Joos aus Frankfurt enorm viel renoviert – und vor allem investiert! Von Grund auf wurde das ehemalige Wasserschloss  aus dem 13. Jahrhundert restauriert. Richtigen Kult in den englisch sprachigen Ländern genießt ihr Jagdzimmer, welches zur Weltausstellung 1889 in Paris präsentiert wurde - oder ihre 6000 alten Bücher, die ausschauen als hätten sie im Film „der Name der Rose“ mitgespielt.
Gleich hinterm Schloss liegen wie bei einer Filmkulisse die Rieslinghänge. Extrem steil, so dass sie sich einer Monoradbahn bedienen, um die Rebstöcke pflegen zu können. Auch hier gilt: am besten trinken Sie die vorzüglichen Rieslinge im Ambiente des Schlossrestaurants mit der mediterranen Küche von Armin Röttele. Zuletzt sind auch noch ein paar Gästezimmer hinzugekommen.

Nicht weit vom Schloss Neuweier finden Sie Weine mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis: Weingut Dütsch. Holger Dütsch gründete 2004 mit seiner Frau sein eigenes Weingut. Seine große Passion sind ebenfalls die Rieslinge, die sich dann auch „Finesse“ nennen. Neben dem typischen Spätburgunder baut er auch spannenderweise Lemberger aus. Wie in Österreich bezeichnet er ihn als Blaufränkisch. Nur schade, dass der Lemberger noch immer so verkannt wird. Dabei strotzt er schon mit seiner dunklen Farbe, duftet nach dunklen Beeren und Pfeffer und wirkt so richtig kraftvoll – ganz wie man sich einen Kaminrotwein vorstellt.

Ballerina
Wenn es um Rotwein geht, darf ich Ihnen ein Weingut natürlich nicht vorenthalten: das Weingut Jacob Duijn im Bühlertal. Der gebürtige Holländer lebt ganz und gar für seine Spätburgunder. Als Autodiktat (na ja – so ganz ohne Vorkenntnisse war nicht, schließlich arbeitete er als Sommelier im Schloßhotel Bühlerhöhe und war später als Geschäftsführer bei einer alteingesessenen Weinhandelsfirma lange tätig) begann er mit seinem Weingut, dass nur auf Spätburgunder spezialisiert ist. Seit einigen Jahren befasst er sich intensiv mit der biologisch-dynamischen Arbeitsweise. Die Weinpreise wirken stolz, allerdings sind die roten Tropfen den Weinen aus dem Burgund auch ebenbürtig. Sie sind an Finesse und mit ihrer grazilen Art kaum zu übertreffen. Geschliffen, nicht vordergründig fruchtig, eher ein Wein den man sich erarbeiten muss. Bei Spätburgunder kommt bei mir immer die Assoziation zu einer Ballerina  - wie Marcia Haydée auf.

Eigentlich lässt sich noch von ganz vielen Weinen aus der Region berichten, aber am besten planen Sie demnächst ein Wochenende in Baden-Baden ein. Und nicht zu vergessen: es lässt sich dort auch ganz wunderbar shoppen….


Natalie Lumpp ist Deutschlands führende Weinexpertin und Verfasserin zahlreicher Bücher über den Wein. Unter dem Motto Wein erleben bietet die aus vielen Medien bekannte Sommelière Weinevents, Weinseminare, Weinproben bis hin zu Weinreisen an. www.natalie-lumpp.de
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Die Tankstellenkette Aral etwa berechnet seit Anfang Februar in den gesellschaftseigenen Tankstellen Kunden, die ihren eigenen Becher mitbringen, 10 Cent weniger. Auch in den McCafés von McDonald's und bei der Bäckereikette Kamps ist der Kaffee im eigenen Becher 10 Cent billiger. Starbucks gibt sogar 30 Cent Rabatt. Auch viele kleiner Cafés haben längst ähnliche Angebote.

„Solche Aktionen stärken das Image. Die Kunden erwarten heute, dass sich die Unternehmen für die Umwelt einsetzen. Das gilt gerade für die jüngere Generation“, erklärt der Marketing-Experte Martin Fassnacht von der Wirtschaftshochschule WHU das Engagement der Unternehmen.
Thomas Fischer von der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die seit langem gegen die Kaffeebecher-Flut Front macht, begrüßt die Offerten. Dass „die Unternehmen ein Anreizsystem nutzen, ist schon der richtige Weg“, meint er. Doch ganz zufrieden ist er nicht. Den Umweltschützer ärgert, dass die Angebot von vielen Unternehmen nicht aktiv im Laden beworben werden, sondern eher ein Schattendasein fristen. In den Augen des DUH-Experten ist das dann weniger Umweltschutz als „Greenwashing“, also der Versuch, sich ein grünes Mäntelchen umzuhängen.
Auch der zum Rewe-Konzern gehörende Discounter Penny versucht, seine Kunden mit kleinen Belohnungen zu umweltfreundlichem Verhalten zu bewegen. Penny hat nicht nur - wie einige andere Lebensmittelhändler - die Plastiktüten abgeschafft. Wer stattdessen mit der Penny-Permanenttragetasche aus Recyclingmaterial zum Einkaufen kommt, erhält jedes Mal zehn Cent Rabatt. Und die gleiche Summe spendet das Unternehmen noch einmal an Projekte zur Kinder- und Jugendförderung.

„Wir wollen den Kunden auf die Permanenttragetasche hinlenken, denn sie hat die beste Umweltbilanz“, erklärt Firmensprecher Andreas Krämer. DUH-Experte Fischer hält das für eine gute Idee. Viel zu oft werde die Plastiktüte einfach durch eine Papiertüte ersetzt, die bei der Herstellung sogar noch mehr Ressourcen verbrauche. „Darum ist der Ansatz Rabatt für Mehrweg sehr gut“, meint er. Eines ärgert Fischer aber doch: „Das Konzept wäre noch deutlich besser und hätte nicht so ein Geschmäckle, wenn das Angebot nicht nur für Penny-Tragetaschen gelten würde. So kommt man sich vor wie ein Werbeträger.“
Auch einige Textilhändler spielen inzwischen die Umweltkarte: So nimmt beispielsweise H&M in seinen Filialen „Altkleider aller Marken und in jedem Zustand“ entgegen, um sie dem Recycling zuzuführen. Die Kunden erhalten dafür einen Rabatt-Gutschein über 15 Prozent. Ein ganz ähnliches Angebot gibt es auch bei der eher auf ältere Zielgruppen ausgerichteten Modekette Adler. Hier gibt es Einkaufsgutscheine für das Adler-Sortiment.

„Das Hauptziel solcher Aktionen ist es, die Kunden dazu zu bewegen, etwas Neues zu kaufen“, urteilt allerdings Handelsexperte Fassnacht. Fischer von der Deutschen Umwelthilfe kann ihnen dennoch etwas Gutes abgewinnen - vorausgesetzt, „es ist ernst gemeint und ein möglicher Gewinn kommt Sozialprojekten zugute“. Er glaubt, das Beispiel der Vorreiter könnte in absehbarer Zeit auch bei anderen großen Textilhändlern Nachahmer finden.

dpa


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