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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Caritas und Diakonie in Baden-Württemberg schreiben Mittelstandspreis für soziale Verantwortung aus

Stuttgart, 3. Januar. In Baden-Württemberg ist es schon lange gute Tradition, dass kleinere und mittlere Unternehmen für soziale und gesellschaftliche Belange Verantwortung übernehmen. Um dieses herausragende Engagement zu würdigen, loben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sowie Diakonie und Caritas in Baden-Württemberg zum elften Mal den Mittelstandspreis für soziale Verantwortung aus. Sie würdigen damit den engagierten Beitrag der Unternehmen im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) und unterstreichen den unverzichtbaren Beitrag des Mittelstands für ein gelingendes Miteinander in unserer Gesellschaft. Land, Caritas und Diakonie verleihen mit dem Preis als Auszeichnung auch die Lea-Trophäe. Sie steht für Leistung, Engagement und Anerkennung. Alle Unternehmen im Land mit maximal 500 Beschäftigten können sich ab sofort für den Mittelstandspreis für soziale Verantwortung bewerben. Voraussetzung ist, dass sie sich in Kooperation mit Wohlfahrtsverbänden, sozialen Organisationen, Initiativen, Einrichtungen oder (Sport-) Vereinen in einem Projekt gemeinsam gesellschaftlich engagieren. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 31. März 2017.

„Sehr viele mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg haben ein großes gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein. Sie setzen sich mit ihren CSR-Projekten für das Wohl der Menschen im Land ein. Diese Unternehmen sind fest in ihren Regionen verankert und aktiver Teil der Zivilgesellschaft Baden-Württembergs. Wir wollen mit dem Lea-Mittelstandspreis möglichst viele Unternehmen im Land motivieren, sich in diesem Bereich zu engagieren“, sagt Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau.

„Das Bedürfnis, ein Stück Zuversicht in die Gesellschaft zu tragen, rührt bei den Unternehmern aus Verantwortung und Verbundenheit“, so die beiden Caritasdirektoren Pfarrer Oliver Merkelbach (Stuttgart) und Monsignore Bernhard Appel (Freiburg). Auf konstruktive Weise baue der Mittelstand Brücken - innerhalb der Gesellschaft und auch innerhalb der eigenen Unternehmen. „Jedes Engagement ist ein Puzzlestück, das für eine funktionierende Welt und zu einem menschlichen Umfeld im Südwesten beiträgt.“

„Diakonie und Caritas sind Anwalt der Menschen, die Hilfe benötigen. Ein Weg aus der Not wird oft nur gefunden, wenn alle zusammen wirken. Deshalb freuen wir uns über das Engagement der Mittelständler und wollen die vielfältigen Kooperationen mit sozialen Organisationen fördern und bekannter machen“, erklären die beiden Vorstandsvorsitzenden der Diakonischen Werke Oberkirchenrat Dieter Kaufmann (Württemberg) und Oberkirchenrat Urs Keller (Baden).

Caritas, Diakonie und Ministerium wollen sich mit dem Mittelstandspreis für soziale Verantwortung dafür bei den Unternehmen im Land bedanken. Mit der öffentlichen Anerkennung dieser Leistungen sollen zugleich andere Unternehmen motiviert werden, ihr bisheriges soziales Engagement fortzusetzen. 

Zusammen mit den Landesbischöfen Dr. h. c. Frank Otfried July (Evangelische Landeskirche Württemberg), Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh (Evangelische Landeskirche Baden) sowie den Bischöfen Dr. Gebhard Fürst (Diözese Rottenburg-Stuttgart) und Erzbischof Stephan Burger (Erzdiözese Freiburg) hat die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Nicole Hoffmeister-Kraut, die Schirmherrschaft für den bundesweit teilnehmerstärksten Wettbewerb im Bereich Corporate-Social-Responsibility von kleinen und mittleren Unternehmen übernommen. Die Bischöfe sind sich einig, dass dieser Preis Mut und Freude zum Mitwirken macht: „Nicht nur den Unterstützten ist geholfen. Auch die Unternehmen leben Werte, die Sinn stiften und  Menschlichkeit fördern. Sie tragen ihren Teil dazu bei, damit für gesellschaftliche Probleme Lösungen entstehen können. Wir ermutigen jeden Mittelständler, sich zu engagieren und dadurch Verantwortung in unserer Gesellschaft zu übernehmen.“
 
Geschäftsstelle Mittelstandspreis
c/o DiCV Rottenburg- Stuttgart e.V.
Inci Wiedenhöfer
Strombergstraße 11
70188 Stuttgart
Telefon: 0711/2633-1147
info@mittelstandspreis-bw.de

 
Eine Bewerbung ist online möglich unter www.lea-bw.de. Eine Jury mit anerkannten Vertretern aus der Fach-, Wirtschafts- und Medienwelt entscheidet über die Vergabe der Preise, die am 5. Juli 2017 im Rahmen einer feierlichen Festveranstaltung im Neuen Schloss in Stuttgart verliehen werden.



Ministerium für Wirtschaft   
Arbeit und Wohnungsbau
Pressestelle WM                
Tel: 0711/123-2869       
pressestelle@wm.bwl.de   

Caritas in Baden-Württemberg
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Eva-Maria Bolay
Tel: 0711/2633-1288
bolay@caritas-dicvrs.de

Diakonie Baden-Württemberg
Pressestelle Diakonie Württemberg
Andrea Schlepper
Tel: 0711/1656-118
pressestelle@diakonie-wuerttemberg.de

 

 


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Nach 2010 haben die Stadtwerke zum zweiten Mal den Umweltpreis des Landes Baden-Württemberg gewonnen. „Dieser Preis wird an Unternehmen verliehen, die mutig und vorbildlich auf betrieblichen Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften setzen“, so Umweltminister Franz Untersteller in seiner Rede. „Die nominierten Unternehmen und Preisträger sind Vorbilder. Sie beweisen eindrucksvoll unternehmerischen Mut sowie ökologische und soziale Verantwortung. Wer mit Umweltmanagement seinen Energie- und Rohstoffverbrauch senkt, stärkt die eigene Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit. Und er trägt dazu bei, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu sichern“, so der Umweltminister weiter.

„Ich freue mich mit den Stadtwerken über diesen außerordentlichen Erfolg. Er ist das Ergebnis jahrelanger intensiver Bemühungen um den Umwelt- und Klimaschutz. Dieses Engagement der Stadtwerke kommt der gesamten Stadt zugute und hilft uns, unsere ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erreichen“, so Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz.
Insgesamt zeichnete das Land Umweltpreisträger in vier verschiedenen Kategorien aus. Die Preise sind mit je 10.000 Euro dotiert, die in den betrieblichen Umweltschutz investiert werden müssen. Beworben hatten sich 51 Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg. „Aus so vielen Wettbewerbern als Sieger hervorzugehen ist schon etwas Besonderes. Ich freue mich mit unserem Referat Umweltschutz und mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über diesen Sieg, denn letztendlich ist ein intensives Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz nur möglich, wenn das gesamte Unternehmen dahinter steht“, betonte Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Karl Roth bei der Preisverleihung.

Die Begründung der Jury für die Verleihung des Preises an die Stadtwerke Karlsruhe ist vielschichtig. Zunächst sind die Stadtwerke Karlsruhe Umweltmanagement-Pioniere und haben schon vor 20 Jahren ein systematisches Umweltmanagementsystem eingeführt. Seither wurden über 360 Umweltmaßnahmen angestoßen. Positiv gewertet wurden auch die ambitionierten Klimaschutzziele in Anlehnung an das Klimaschutzkonzept der Stadt. Demnach wollen die Stadtwerke bis 2020 ihren Endenergieverbrauch und die CO2-Emissionen jährlich um zwei Prozent reduzieren sowie den Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung verdoppeln. Bei allen drei Zielen ist das Unternehmen auf einem guten Weg.

Die Stadtwerke überzeugten auch mit ihrem Fernwärmekonzept und der Nutzung industrieller Prozessabwärme aus der Mineraloelraffinerie Oberrhein (MiRO). Die Stadtwerke nutzen die Abwärme schon seit 2010 im Fernwärmenetz und bauen dieses zudem konsequent aus. Mit der zweiten Ausbaustufe der Abwärmenutzung, die 2015 abgeschlossen wurde, stammt nun mehr als die Hälfte der Fernwärme aus der Raffinerie. Dadurch hat die Karlsruher Fernwärme, mit der rund 20 Prozent der Wohnungen in der Stadt beheizt werden, einen sehr niedrigen Primärenergiefaktor von 0,26. Über 100.000 Tonnen CO₂ werden durch die Nutzung der Raffinerieabwärme pro Jahr vermieden.

Als wichtiger Baustein auf dem Weg zum Erreichen der selbstgesteckten Klimaschutzziele haben die Stadtwerke außerdem im Jahr 2012 das Projekt „Klimafreundliches Stadtwerk“ in Zusammenarbeit mit dem Öko-Institut aus Freiburg ins Leben gerufen. Sie sind Mitglied in der Exzellenzinitiative „Klimaschutz“ der deutschen Wirtschaft, sanieren momentan ihre Firmenzentrale energetisch und werden dadurch in Zukunft rund 30 Prozent Energie einsparen. Auch die Förderung klimafreundlicher Mobilität im Unternehmen durch Dienst-Pedelecs und Carsharing-Modelle überzeugte die Jury.


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Fairantwortung schenkt der Kurstadt 26 dem Klimawandel trotzende Bäume

„Das aufstrebende Gewerbegebiet Oos wartet mit einer weiteren Innovation auf“, freute sich Oberbürgermeisterin Margret Mergen über die erste Allee der Nachhaltigkeit in Baden-Baden. 26 Bäume zählt diese und sie alle verbindet eines: Sie sind zukunftsfähig. „Den ausgesuchten Arten kann der Klimawandel nichts anhaben“, führte das Stadtoberhaupt weiter aus. Zudem stammen diese aus allen fünf Kontinenten und stehen daher symbolhaft für die Internationalität der Kurstadt.

Dahinter steckt ein Projekt der Unternehmerinitiative Fairantwortung. „Die Idee ist es, Bäume zu pflanzen, die den kommenden Klimawandel überstehen“, sagte Vorstand Andrea-Alexa Kuszák und ergänzte: „Das verstehen wir unter Nachhaltigkeit.“ Zwölf Bäume wurden nun in einem ersten Schritt – 14 weitere folgen in kommenden Jahr – im Stadtteil Oos gepflanzt. Bei den verwendeten Arten handelt es sich unter anderem um Exemplare der Silberlinde, des Eisenholzbaums, der Stadtulme, der Baummagnolie oder der japanischen Zelkove und der ungarischen Eiche. Für die gesamte Allee hat Fairantwortung entsprechende Baumpaten organisiert, die für den Erwerb der Bäume wie für die Pflege aufkommen. „Besonders erfreulich ist es, für dieses Vorhaben, zahlreiche Unternehmen und Persönlichkeiten aus Baden-Baden wie der gesamten Region gewonnen zu haben“, freut sich Alexa-Andrea Kuszák.

Fairantwortung setzt sich für ein Miteinander von Mensch und Natur ein. „Wirtschaftlicher Erfolg und Umweltbewusstsein sind kein Widerspruch“, machte sie deutlich. Dafür wirbt die in Karlsruhe gegründete und rund 120 Mitglieder und Unterstützer zählende Initiative. „Zum anderen ist es uns ein Anliegen, sichtbar zu machen, dass in der Wirtschaft, in den Unternehmen schon sehr viel in Sachen Nachhaltigkeit passiert, ohne dass darüber gesprochen wird. Und für beide Ziele ist diese Allee der Nachhaltigkeit ein sichtbares Zeichen und ein nachahmenswertes Beispiel.“

Für alle Aktivitäten von Fairantwortung gilt dabei ein Grundprinzip: „Fairantwortung ist pragmatisch und nicht ideologisch“, machte Andrea-Alexa Kuszák deutlich. Den erhobenen Zeigefinger gibt es bei der Initiative nicht. Es geht darum, möglichst viele mit auf die Reise der Nachhaltigkeit zu nehmen und das Bewusstsein dafür zu schärfen. „Dieser Ansatz bringt für das Miteinander von Mensch und Natur deutlich mehr als Gebote und Verbote“, führte sie weiter aus.

Ihr Dank galt der Oberbürgermeisterin von Baden-Baden: „Sie sind eine Unterstützerin der ersten Stunde von Fairantwortung. Und auch bei diesem Projekt kam sofort die Zusage.“ Als besondere Wertschätzung erhielt Margret Mergen stellvertretend für die Stadt Baden-Baden ein nachhaltiges Emaille-Schild mit der Aufschrift „Baden-Baden übernimmt Fairantwortung“ überreicht. „Ohne sie wäre diese Allee der Nachhaltigkeit nicht möglich gewesen.“
Mit diesen Worten dankte Andrea-Alexa Kuszák den Baumpaten Alexandra und Ralph Suikat (Ettlingen), Biologische Heilmittel Heel (Baden-Baden), die neue Welle
(Karlsruhe), Etherington E2R Consulting (München),
E. Wertheimer GmbH (Baden-Baden), Fairantwortung gAG
(Karlsruhe), Henriette und Paul Heinze Stiftung (Baden-Baden), Stiftung Sparkasse Baden-Baden (Baden-Baden), Termotek GmbH (Baden-Baden), Rolf J. Wertheimer (Baden-Baden), RIZZI & Co. (Baden-Baden).


Fairantwortung:
Fairantwortung ist eine Unternehmerinitiative und ein Bürgerforum gleichermaßen. In Karlsruhe 2013 gegründet, steht Fairantwortung mit seinen rund 120 Mitgliedern und Unterstützern für ein Miteinander von Mensch und Natur.  Ökonomisches Denken und „fairantwortliches“ Leben und Handeln sind kein Widerspruch – das zeigen wir an konkreten Lösungen auf, verstehen uns dabei als Ideengeber, Informationsplattform und Mitmachgemeinschaft. Fairantwortung handelt Heute für Morgen.
Dabei geht es uns nicht um Verbote. Es geht nicht um Verzicht. Es geht nicht um den erhobenen Zeigefinger. Fairantwortung will zeigen, dass man Gutes für Mensch und Natur tun kann, ohne auf Lebensqualität, auf Genuss, auf gewohnte Standards zu verzichten. Das gilt im Privaten wie bei der Arbeit. Es geht darum, zu sensibilisieren und Alternativen aufzuzeigen.
Ökonomisch. Ökologisch. Logisch!   



    
 


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Einem Wissenschaftlerteam ist es gelungen, die Entwicklung von umweltbewusstem Handeln im wirtschaftlichen Entwicklungsprozess zu erklären. Die Forscher der Universität Greifswald und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) entwickelten ein dynamisches Modell, welches zeigt, wie nachhaltiges Wachstum gelingen kann. Dabei sind die Gründe für das umweltfreundlichere Verhalten entscheidend.

Die Forschungsarbeit von Prof. Susanne Soretz von der Greifswalder Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät und Prof. Ingrid Ott (KIT) verdeutlicht die Abhängigkeiten zwischen wirtschaftlichen Entwicklungsprozessen und den Quellen des Umweltbewusstseins. Antriebe für umweltfreundlicheres Verhalten können Wohlstand und Umweltverschmutzung sein. Das entwickelte Modell berechnet, wie nachhaltiges Wachstum erfolgt, wenn die individuelle Verantwortlichkeit für Umweltschäden sich einerseits mit steigendem Wohlstand und andererseits mit zunehmender Umweltverschmutzung verbessert.

Wenn zunehmender Wohlstand ursächlich ist für Umweltverantwortung, erfolgt die Entwicklung erwartungsgemäß. Eine langfristige Entwicklung zu nachhaltigem Wachstum ist gegeben durch immer weniger Umweltschädigung. Wird das Umweltbewusstsein jedoch aufgrund von Umweltverschmutzung ausgelöst, kann das die Entwicklung zu nachhaltigem Wachstum verlangsamen. Die anfänglich positive Entwicklung erwirkt gleichzeitig einen negativen Effekt. Die Verbesserung der Umweltqualität kann das Umweltbewusstsein auf diese Weise abschwächen und unter realistischen Bedingungen die positive Wirkung auch vollständig kompensieren. So können die Bemühungen um die Umwelt sehr schnell wieder nachlassen, wenn eine gewisse Verbesserung eingetreten ist. Ein weiterer Grund kann die Einstellung der älteren Generation sein. Bejahrte Menschen lassen sich teilweise nur schwer von Umweltschutz überzeugen, da sie mitunter die Ansicht vertreten, die Umwelt wäre sehr viel sauberer als noch einige Jahrzehnte zuvor.

Das Testmodell des Wissenschaftlerteams ist ein dynamisches allgemeines Gleichgewichtsmodell. Bei diesem wurden Beobachtungen verwendet, die aus den Eurobarometern verschiedener Jahre seit 2000 stammen. Das Eurobarometer ist eine repräsentative EU-weite Meinungsumfrage, welche regelmäßig von der Europäischen Kommission erstellt wird. Die empirischen Untersuchungen zeigen, dass die Bürger der Europäischen Union sich zunehmend umweltbewusst verhalten. Ihnen ist eine nachhaltige Wirtschaftsweise wichtig und vor allem empfinden sie eine zunehmende persönliche Verantwortung für den Zustand der Umwelt. Gründe dafür sind steigende Bildung und steigender Wohlstand sowie zunehmende Umweltverschmutzung.

Da umweltpolitisches Handeln oft aus den spürbaren Konsequenzen der Umweltverschmutzung resultiert, ist es bedeutsam, die langfristigen gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Umweltverhalten und wirtschaftlicher Entwicklung besser zu verstehen. Die Forschungsarbeit ist das Resultat eines mehrjährigen gemeinsamen Forschungsprozesses.


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App gegen Lebensmittelverschwendung
„Make a deal, save a meal!” Unter diesem Motto steht die App MealSaver des gleichnamigen Berliner Start-ups. Gastronomiebetriebe können überschüssig zubereitete Speisen günstiger verkaufen, statt in der Abfalltonne zu entsorgen. Die Portionen kosten zwischen zwei und vier Euro und werden von den Nutzern per App gekauft, bezahlt und beim jeweiligen Anbieter nach Vereinbarung abgeholt. In Berlin machen bereits über 100 Restaurants, Cafés und Bäckereien mit. Die kulinarische Vielfalt reicht dabei von thailändischer Küche über griechische Delikatessen hin zu französischen Macarons. Die App steht ab sofort im App-Store von Google und Apple kostenlos zum Download bereit.

Die App ist einfach zu handhaben, sowohl für Gastronomen als auch für Nutzer. Restaurants und Cafés geben in der App ein, wie viele Portionen Essen übrig sind, wie viel sie kosten und in welchem Zeitfenster sie abgeholt werden können. Eine Portion entspricht dabei einer Box, die „MealSaver“ den Restaurants zur Verfügung stellt. Die Take-Away-Boxen sind aus nachwachsendem Zuckerrohr und biologisch abbaubar.
Nutzer der App sehen, welche Restaurants in ihrer Nähe sind und wie viele Portionen zu welchem Preis angeboten werden. Bezahlt wird direkt über die App, entweder mit Kreditkarte, per Lastschrift oder über PayPal. Bei Abholung zeigen die Nutzer den Restaurants ihren in der App hinterlegten Coupon und können ihre Box abholen oder vor Ort selbst befüllen. „Die Restaurants zum Mitmachen zu überzeugen, war einfach,“ sagt Mai Olesen, Geschäftsführerin von MealSaver. Mittlerweile würden sogar Restaurantbesitzer auf sie zukommen, weil sie mitmachen wollen. „Zunächst starten wir mit MealSaver in Berlin“, sagt Olesen. Das Ziel sei allerdings MealSaver in jede größere deutsche Stadt zu bringen.

Die Verschwendung von Lebensmitteln weltweit, insbesondere aber hierzulande, war Anlass für die Gründung von MealSaver. „Vor allem in der Gastronomie wird immer noch viel weggeschmissen“, sagt Olesen. Allein in Deutschland landen laut einer Studie der Universität Stuttgart aus dem Jahr 2012 mindestens eine Million Tonnen Lebensmittel jährlich in den Mülleimern von Gastronomen. Die Abfälle verursachen zudem einen erheblichen Anteil an Treibhausgasen. „Deswegen haben wir uns überlegt: Warum nicht dort ansetzen, wo es so einfach ist, etwas Gutes für die Umwelt zu tun und den Einzelnen zu motivieren, sein Verhalten zu verändern“, so die studierte Umwelttechnologin.

„Es bleiben hin und wieder ein, zwei Portionen über“, sagt Eva Fischer, Inhaberin des Restaurants Fellfisch in Berlin-Neukölln. Mal ist es ein Kuchen, mal ein Eintopf. Die Problematik der Lebensmittelverschwendung beschäftigt sie als Inhaberin regelmäßig. „Wir versuchen zu kalkulieren, wie viel Essen konsumiert wird." Das habe nicht nur wirtschaftliche Gründe. „Essen wegzuschmeißen, tut mir im Herzen weh“, so Fischer. Das ist auch der Grund, warum sie als Partnerrestaurant bei MealSaver mitmacht. „Ich freue mich, wenn jemand anders das noch frische Essen mitnimmt und es nicht in der Tonne landet“.

Unterstützung erhält das Berliner Start-up von Ananda Ventures über den Social Venture Fund. Der Investor finanziert europaweit Sozialunternehmen. Ziel ist es, durch Kapital adäquate Beratung und Wissenstransfer, soziale Innovationen zu skalieren und somit eine positive Wirkung für die Gesellschaft zu erreichen. „Wir freuen uns, mit MealSaver ein Unternehmen zu unterstützen, das eine der größten Herausforderungen unserer Gesellschaft adressiert: den verantwortlichen Umgang mit Nahrungsmitteln“, so Dr. Bernd Klosterkemper, Investment Director Ananda Ventures.

Pro verkaufte Box geht ein Euro an MealSaver, um laufende Kosten wie die Weiterentwicklung der App, Boxen und Kundenservice zu finanzieren. Als nachhaltiges Start-up investiert MealSaver den Gewinn in den Ausbau des Unternehmens, um ein besseres Angebot für die Nutzer zu schaffen und letztendlich Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen.


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