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Erstmals hat Fairanwortung einen Preis für beispielhaftes Unternehmertum gestiftet. Die Auszeichnung ging an Sigmund Kiener und wurde übergeben bei der Verleihung des Impulspreises in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Mit dem Impulspreis würdigt das Medienhaus die neue welle seit sechs Jahren Menschen, Vereine, Institutionen, die sich in besonderer Weise zum Wohle der Gesellschaft einbringen.

Der Baden-Badener Unternehmer Sigmund Kiener hat mit seiner gleichnamigen Stiftung die Kinder-Musikwelt Toccarion ins Leben gerufen. Das „schönste Kinderzimmer Deutschlands“ haben bisher bereits mehr als 30.000 Kinder besucht und sich dort musikalisch „ausgetobt“. „Damit steht Herr Kiener beispielhaft für ein verantwortungsvolles Unternehmertum. Er engagiert sich für die Gemeinschaft und damit für uns alle“, sagte Andrea-Alexa Kuszák, Vorstand von Fairantwortung.

Laudator Wolfram Weimer beschrieb Sigmund Kiener mit folgenden Worten: „Die Lebensleistung eines Menschen erkennt man daran, was er neben dem unternehmerischen Wirken noch alles bewegt hat.“ Und diese Lebensleistung verdiene unser aller Respekt. „Mäzenatentum ist etwas Schönes. Und kommt dann noch diese Verliebtheit ins Gelingen hinzu, entsteht so etwas wundervolles wie das Toccarion.“ Es gehe ihm ausschließlich um die Sache, betonte Sigmund Kiener in seinen Dankesworten: „Es geht darum, Kinder an die Musik heranzuführen und sie dauerhaft dafür zu begeistern.“ Zumal die Kinder im späteren Leben von der Musikerziehung in jungen Jahren profitieren. „Solche Kinder sind kommunikativer, fantasievoller und selbstbewusster. Das zeigen verschiedene Studien“.


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Digiconomy.de – das Magazin für digitale Transformation – hat den Gründer und Initiator von Fairantwortung, Ralph Suikat, interviewt. Dabei ging es um die Digitalisierung und die Folgen für die Arbeitswelt

Die Digitalisierung wird unser Leben in vielen Bereich verändern – insbesondere im Arbeitsleben. Welche Chancen oder Risiken wird dieses für Unternehmen und ihre Angestellten haben?
Das ist eine sehr spannende Frage. Und eine sehr vielschichtige. Vielleicht zunächst zur Situation der Arbeitnehmer. Im Moment sehen viele in der Digitalisierung vor allem ein Risiko. Tatsächlich fürchten sich viele Arbeitnehmer, aber auch Selbständige, dass ihr Job im Laufe ihres Arbeitslebens „wegdigitalisiert“ wird.
Arbeiten, die heute noch von Menschen erledigt werden, werden in Zukunft immer mehr von Maschinen ausgeführt. Für körperlich schwere Arbeit gilt das ja schon länger. Hinzu kommen in einem immer größer werdenden Umfang auch Routinearbeiten und geistige Tätigkeiten. Von daher können die verbleibenden Arbeitsplätze weniger anstrengend, potentiell interessanter und im positiven Sinne anspruchsvoller sein.
Zwei spannende Themen werden uns in den nächsten Monaten beschäftigen:
1    Wird es überhaupt noch genügend Arbeitsplätze geben oder führt die Digitalisierung zu einer massenhaften Vernichtung von Arbeitsplätzen?
2    Ist unser Bildungssystem darauf ausgelegt, die Qualifikationen, aber auch die Mindsets für die Jobs der Zukunft hervorzubringen?
Wendigen Unternehmen bietet die Digitalisierung sowie die damit verbundenen Chancen zur Veränderung und Modellierung des eigenen Geschäftsmodells durchaus neue Möglichkeiten. Auch können Markteintrittsbarrieren gesenkt werden, so dass Newcomer in bestimmten Bereichen Chancen haben.
Für Unternehmen bringt die Digitalisierung natürlich auch zusätzliche Herausforderungen. Wichtige Fragen in diesem Kontext sind:
▪    Ist mein Unternehmen gerüstet für die Wettbewerbs-Veränderungen, die im Rahmen der Digitalisierung auf mich zukommen können? Hier können plötzlich neue Wettbewerber auf den Plan treten. Denken Sie daran wie Uber die Taxibranche, challenged oder AirBnB die Hotelbranche aufmischt. Das sind Mitbewerber, die vor zehn Jahren niemand auf dem Schirm hatte; es gab sie noch nicht.
▪    Habe ich eine Führungskultur, die es mir erlaubt, schnell genug auf die sich ergebenden Veränderungen zu reagieren?
▪    Habe ich die technischen Kompetenzen, um die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung zu beurteilen?
▪    Habe ich eine Innovationskultur, welche die bestehenden Prozesse, aber auch Produkte und Dienstleistungen nicht nur verbessert, sondern auch komplett hinterfragt?


Herr Suikat, Sie hatten es ja gerade angedeutet – oft wird behauptet, die Arbeit wird weniger. Welche Veränderungen wird es in der Arbeitswelt geben? Geht uns die Arbeit aus oder wird sie komplexer?
Diese oben beschriebene Angst der Arbeitnehmer vor dem Jobverlust wird durch unterschiedliche Studien gestützt. Die Universität Oxford hat letztes Jahr eine Studie vorgestellt, nach welcher 47% der Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten in den kommenden zehn oder 20 Jahren durch Automatisierung wegfallen sollen. Auf europäische Verhältnisse übertragen, sollen es laut einer Studie der London School of Economics (LSE) 51,1% der Jobs in Deutschland sein. Das ist schon ein Wort. Die Meinungen gehen weit auseinander, wie viel davon durch die veränderte Demographie und/oder neue, in der Regel höher qualifizierte Jobs, aufgefangen werden können. Ich denke, dass am Ende nicht genügend Arbeitsplätze übrig bleiben werden.
Fakt ist, dass Rechnerkapazitäten nach wie vor exponentiell wachsen, Speicherplatz immer billiger wird und Maschinen immer mehr und immer schneller selbst lernen. Das wird eine Menge Bewegung in unser (globales) Wirtschaftssystem bringen.
Als ich Kind war – also so vor rund 40 Jahren – war eine Phantasie oder Vision dahingehend, dass Roboter alle wesentlichen Aufgaben erledigen, für mich etwas uneingeschränkt Positives.
Das heute viele Menschen Angst vor einem Jobverlust haben liegt daran, dass wir es als (Welt-) Gesellschaft bislang nicht geschafft haben, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von der Arbeit zu entkoppeln. Wer keinen (gutbezahlten) Job hat, hat wenig Geld und in aller Regel auch wenig Ansehen in unserer Gesellschaft. Er kann für sich und seine Familie kein würdiges Leben mit Perspektive gewährleisten.
So hart es klingt, aber aus Sicht eines profitorientierten Unternehmens sind Mitarbeiter zunächst einmal im Wesentlichen ein notwendiges Mittel zum Zweck, um den Gewinn zu erwirtschaften. Je weniger Mitarbeiter, umso besser. Nachdem Arbeitsplätze bislang in der Hauptsache im Rahmen der Globalisierung in Billig- bzw. Niedriglohnländer abgewandert sind, steht in Zukunft immer mehr Arbeitnehmern auch „Kollege“ Roboter im Kreuz, der irgendwann den eigenen Job billiger, zuverlässiger, mit flexibelsten Arbeitszeitregelungen und ohne in der Gewerkschaft organisiert zu sein, erledigt.
Aus Sicht des Unternehmers wird Digitalisierung also in erster Linie weitere Möglichkeiten bringen, Kosten zu senken. Auf der einen Seite Lohnkosten, auf der anderen Seite aber auch Effizienzgewinne im Unternehmen selbst oder in der Zusammenarbeit mit Partnern und Kunden.
Was die Arbeitnehmer anbelangt, sieht die Langfrist-Perspektive meines Erachtens nicht nur positiv aus. Ich denke, wir können nicht davon ausgehen, dass die Erfahrungen aus den vergangenen industriellen Revolutionen in die Zukunft transportiert werden können. Bislang wurden zwar immer Arbeitsplätze wegrationalisiert, aber auch neue Arbeitsplätze geschaffen. Diese waren häufig „etwas“ qualifizierter und körperlich weniger belastend.
Wurde in der Vergangenheit im Wesentlichen körperliche Leistung ersetzt, geht es jetzt mehr und mehr auch um geistige Leistungen. Deswegen sind nunmehr Jobs von LKW- und Taxi-Fahrern genauso bedroht, wie diejenigen von Ärzten, Buchhaltern und Rechtsanwälten.

Befördert die Digitalisierung die soziale Ungleichheit?
Ich teile die Befürchtung, dass die fortschreitende Digitalisierung Potential hat, die schon bestehende soziale Ungleichheit zu befördern. Schon heute sind z.B. freiberufliche Wissensarbeiter dank internationaler Vermittlungsplattformen wie www.upwork.com oder www.fiverr.com einem globalen Wettbewerb ausgesetzt. Die dadurch erwirtschafteten Honorare reichen oft nicht aus, um einen Lebensunterhalt in Deutschland zu bestreiten. Die insgesamt wenigen Jobs, die durch die Digitalisierung entstehen, befinden sich überwiegend an den Extremen der Einkommensskala. Es werden hoch qualifizierte Jobs zum Beispiel im Management oder im Bereich der Programmierung geschaffen, deren Anforderungen jedoch nur sehr wenige erfüllen können.
Auf der anderen Seite der Einkommensskala werden wir die Logistiker (sog. Picker) wie bei Amazon & Co und immer mehr „Selbstständige“ ohne jegliche Sozialversicherung, wie z.B. die Uber-Fahrer, bekommen. Mit dem Lohn aus diesen Tätigkeiten kann ein Arbeitnehmer in den wenigsten Fällen seine Familie ernähren.
Zudem besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass viele dieser Jobs der nächsten Runde der Digitalisierung komplett zum Opfer fallen werden.

Das heißt, wir müssen andere Konzepte finden, um Menschen zu qualifizieren und zu fördern? Nur so können wir sie in Arbeit bringen?
Häufig hört man von Experten die Aussage, wir müssen die Menschen „nur“ besser qualifizieren, dann können sie auch anspruchsvollere Jobs erledigen und alles wird gut. Unabhängig davon, dass meiner Einschätzung nach die Jobs ohnehin weniger werden, ist die Qualifikation von Menschen ein sehr anspruchsvolles Thema.
Schon heute gelingt es uns häufig nicht, den über 50%-igen Anteil der jungen Menschen mit einem Haupt- oder Realschulabschluss in ein Berufsleben zu bringen, welches nicht im Niedriglohnsektor angesiedelt ist. Ein mit vielen Unsicherheiten verbundenes Leben ist die Folge. Eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist – wenn überhaupt – nur mit großen Einschränkungen möglich.

In diesem Zusammenhang wird immer wieder ein Grundeinkommen gefordert. Ist dieses eine Möglichkeit, den sozialen Frieden zu gewährleisten?
Ja, davon bin ich überzeugt. Es ist doch ganz einfach so, dass wir uns als Gesellschaft etwas überlegen müssen, wie wir damit umgehen, dass es nicht mehr genug (bezahlbare) Arbeit für alle geben wird. Das Grundeinkommen kann eine Lösung für diese Herausforderung sein. Im Vergleich zu der aktuellen Hart IV- Politik gibt es den Menschen ihre Würde zurück. Menschen müssen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, auch wenn sie keinen (bezahlten Vollzeit-) Job haben.
Mit der Forderung nach einem Grundeinkommen bin ich ja nicht alleine. Götz Werner, der Gründer von dm, ist sicher einer derjenigen, der sich am längsten sehr engagiert für ein solches Grundeinkommen einsetzt. Es scheint, dass seine Rufe langsam nicht nur in der Mitte der Gesellschaft, sondern auch im Top-Management von IT-Unternehmen und in der Politik angekommen sind. Sowohl Telekom Chef Timotheus Höttges, als auch der SAP Vorstand Bernd Leukert sowie der US-Ökonom und Ex-Arbeitsminister Robert Reich sind prominente Fürsprecher für ein Grundeinkommen.

Ein häufig genanntes Argument gegen ein Grundeinkommen lautet: „Dann arbeitet ja keiner mehr“. Wie stehen Sie Herr Suikat hierzu?
Ich bin davon überzeugt, dass nur wenige Menschen deswegen Zuhause bleiben werden, weil es ein Grundeinkommen gibt. Arbeit hat weit mehr Funktionen als nur Geldverdienen. Menschen möchten etwas beitragen. Innerhalb ihrer Familie, aber auch innerhalb der Gesellschaft. Sie möchten etwas leisten, auf etwas, was sie gemacht haben, stolz sein. Sie möchten mit anderen Menschen zusammenarbeiten, etwas gemeinsam erreichen.
Das Bild von dem rein am Eigennutz orientierten homo oeconomicus ist ein Zerrbild. Das haben viele Untersuchungen gezeigt. Schauen Sie sich das ehrenamtliche Engagement in Deutschland an. Im Jahr 2015 haben sich rund 13,5 Millionen(!) Menschen freiwillig und ohne Bezahlung als Übungsleiter in Sportvereinen, in sozialen Organisationen oder in Bürgerinitiativen engagiert.
Mit dem Grundeinkommen hätten Menschen die Chance, dass zu machen, was ihnen wichtig ist. Was eine Herzensangelegenheit für sie ist. Ich bin davon überzeugt, dass wir nach dem enormen technischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte nun auch sozialen Fortschritt brauchen. Das wird uns wieder mehr zum Menschsein bringen.
Und das ist dringend nötig!

Digitalisierung und Freiheit ist dieses nicht Utopie, da wir immer mehr in allen Bereichen kontrolliert, überwacht und reguliert werden?
Bei allen Vorteilen, die die Digitalisierung mit sich bringt, sind wir als Gesellschaft aufgefordert, ein paar Leitplanken zu setzen. Bei dem Thema Arbeit besteht langsam aber sicher ein Problembewusstsein, bei dem Thema Freiheit leider nicht. Ich war sehr betroffen, als ich den Film Citizenfour über Edward Snowden gesehen habe. Hier wird hautnah berichtet, wie ein ganz normaler Mensch sich entscheidet, sein Leben in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Er konnte seine Tätigkeit für die NSA nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren und sah sich aufgerufen, aufzuklären über das, was im Rahmen der Digitalisierung an Daten über uns anfällt, aber vor allem von den Geheimdiensten gesammelt und verknüpft wird.
Noch betroffener bin ich über die Reaktionen. Sowohl von unserer Regierung, aber auch von uns allen. „Ich habe ja nichts zu verbergen“ ist ein Satz, der in diesem Zusammenhang gerne fällt. Das mag für den Moment richtig sein. In einer gut funktionierenden Demokratie sind die Gefahren vermutlich tatsächlich eher gering. Wie schnell die Dinge sich ändern können, müssen wir derzeit in der Türkei beobachten. Rund 100.000 Menschen ließ Staatspräsident Erdoğan bislang entlassen, verhaften oder suspendieren. Solche Säuberungsaktionen sind nicht zuletzt dank der Digitalisierung schnell und effizient zu organisieren.
Alles was wir im Internet tun, hinterlässt Spuren. Jede Google-Suche, jeder Beitrag in einem Forum, unsere Facebook-Freunde sind ebenso bekannt wie unseren letzten Einkäufe. Wie oft wir die Seite unserer Bank angesurft haben und welche Themen uns insgesamt interessieren. Das alles nur aus einem Grund: Um uns eine perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Werbung zukommen zu lassen und uns so zum Kauf von noch mehr Produkten zu bewegen. Wenn man mal genauer darüber nachdenkt: Ist das nicht irgendwie krank? Obwohl ich keinen Facebook-Account habe, verfolgt Facebook mich nahezu auf jeder Website.
Zurück zu den Geheimdiensten. Spätestens seit Edward Snowden wissen wir alle, dass die Geheimdienste darauf aus sind, möglichst viele Daten zu speichern. Die Digitalisierung spielt den Geheimdiensten in mehrerlei Hinsicht zu. Zum einem wird unser Leben immer digitaler, allein in unseren Smartphones ist alles enthalten, um ein detailliertes Profil von uns zu erstellen. Smartmeter zuhause sammeln in Zukunft Daten, aus welchen man unsere Lebensgewohnheiten ablesen kann.
Zum anderen werden die Internetkonzerne immer einfallsreicher, was unsere Verfolgung im Internet aber auch zunehmend mehr in Geschäften, im öffentlichen aber auch privaten Raum anbelangt. In den Augen von den großen (Internet-) Konzernen verkommen wir mehr und mehr zu konsumierenden Objekten, die man in möglichst vielen Lebenssituationen mit möglichst präzisen Angeboten und Manipulationstechniken auf Basis der unter fragwürdigen Methoden gewonnenen Daten zu immer mehr Produktkäufen animieren möchte.
Last but not least werden dank der Digitalisierung Speicherplatz und Rechnerkapazitäten immer billiger. So macht es aus Sicht der Geheimdienste durchaus Sinn, erst einmal alles zu speichern und sukzessive immer bessere Auswertung über die von uns gesammelten Big Data zu fahren.
Allein der Gedanke daran bringt eine Unfreiheit mit sich. Manche Dinge googelt man nicht, weil man Angst hat, sich verdächtig zu machen. Oder das das irgendwann einmal gegen einen verwendet werden könnte. Wir verhalten uns mehr und mehr so, wie es von uns erwartet wird. Nicht so, wie wir es in absoluter Freiheit tun würden.
Harald Welzer beleuchtete die Gefahren in seinem aktuellen Buch „Die smarte Diktatur“ sehr eindringlich. Auch wenn ich grundsätzlich eine positivere Grundhaltung habe, halte ich es für dringend erforderlich, dass wir uns auch und gerade in der digitalen Gesellschaft für Freiheit engagieren.

Die spannendste Frage am Schluss Herr Suikat. Was muss passieren, damit die Digitalisierung ein Gewinn für alle wird? Und wie soll der Gewinn für Unternehmen und Mitarbeiter genau aussehen?
Global betrachtet kann die Digitalisierung nur dann ein Gewinn für alle werden, wenn sie nicht auf die hoch industrialisierten Länder beschränkt bleibt. Wenn insbesondere die Erträge aus der Digitalisierung nicht im Wesentlichen bei denjenigen verbleiben, die schon jetzt überproportional privilegiert sind. Anderenfalls führt sie zur weiteren Spaltung der Welt, dann gibt es nicht nur eine dritte, dann gibt es eine vierte, fünfte Welt.
Wenn wir den Fokus enger, auf Europa und Deutschland legen, sind wir als Gesellschaft aufgefordert, die Auswirkungen der Digitalisierung insgesamt breiter zu diskutieren. Und vor allem gemeinsam zu gestalten. Als Unternehmer, als Mitarbeiter und Bürger. Wir dürfen die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen nicht nur den großen Unternehmen überlassen.
Wir haben schon jetzt sehr unfaire Wettbewerbsbedingungen. Unabhängig davon, dass die großen Unternehmen schon alleine auf Basis der Größe massive Skalierungsvorteile haben, zeigen diese sehr häufig auch im Vergleich zu mittelständischen Unternehmen deutlich weniger Verantwortung für die Gesellschaft.
Wir müssen dafür kämpfen, dass nicht nur die mittelständischen Unternehmen ihre Steuern zahlen, während die Konzerne Steueroasen nutzen. Wir müssen uns dafür engagieren, dass die in den Unternehmen erwirtschaften Gewinne nicht nur einer kleinen Anzahl (reichen) Personen zufließen.
Wir müssen uns dafür einsetzen, dass das Kartellrecht konsequent eingehalten, vielleicht sogar auch verschärft wird.
Wir müssen den Geheimdiensten zeigen, dass wir für das Schlagwort „Terrorbekämpfung“ unsere Freiheit nicht aufgeben möchten.
Wenn wir die richtigen Leitplanken setzten und gleichzeitig die Chancen der Digitalisierung in die Mitte der Gesellschaft holen, dabei dafür Sorge tragen, dass insbesondere mittelständische Unternehmen davon partizipieren können, haben wir die Chance auf eine langfristig freie, ebenso moderne wie stabile Gesellschaft. Diese kann durch eine Vielzahl von smarten, resilienten Unternehmen mit wertschätzenden Arbeitsplätzen sowie einem Grundeinkommen Wohlstand für alle bringen. So könnte von Deutschland als eine der führenden Industrienationen ein wichtiges Signal ausgehen, wie zukunfts- und enkelfähiges Wirtschaften gestaltet werden kann.


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Der Gründer, Initiator und Vorsitzender des Aufsichtsrats von Fairantwortung, Ralph Suikat, ist von den Machern der Internetseite „startups-im-internet.de“ interviewt worden. Hier der genaue Wortlaut:
Heute stellen wir Ihnen Herrn Ralph Suikat vor. Herr Suikat hat erfolgreich ein Startup im Bereich der IT und Recht aufgebaut und dieses über 20 Jahre geleitet. Heute beschäftigt er sich rund um das Thema „Nachhaltige Unternehmensführung“ und mit der Verantwortung, die Unternehmer oder Entrepreneurs für Ihr Unternehmen tragen.

Herr Suikat, aus welchem Grund beschäftigen Sie sich mit dem Thema Nachhaltige Unternehmensführung?
Ich habe für einen Unternehmer einen eher untypischen Lebenslauf. Nach meinem Studium zum Dipl. Verwaltungswirt (FH) war ich zunächst 9 Monate im öffentlichen Dienst tätig. Da war es mir irgendwie zu eng, so dass ich in die Privatwirtschaft gewechselt bin. Zum 1.1.1993 habe ich mich mit meinem Geschäftspartner im Bereich von Softwarelösungen für Rechtsanwälte selbständig gemacht. Aus privaten Gründen, der Krankheit meiner Frau, habe ich mich im Sommer dieses Jahres von meinen Firmenanteilen getrennt.
Mir war es immer ein Anliegen, dass möglichst alle Beteiligten im Umfeld des Unternehmens sich wohl fühlen. Natürlich muss ein Unternehmen Gewinne erwirtschaften, aber das ist nicht alles. Darüber hinaus besteht meines Erachtens auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Das gilt natürlich in erster Linie für die Mitarbeiter, aber auch faire Beziehungen zu unseren Lieferanten waren mir wichtig.
In Zeiten, in denen gerade bei Konzernen Gewinnmaximierung und Steueroptimierung über allem stehen, bleiben immer mehr Mitarbeiter, die Gesellschaft und nicht zuletzt die Umwelt auf der Strecke.
Ich finde, hier können wir nicht einfach zusehen. Das war für mich auch eine Motivation, die als gemeinnützige AG organisierte Unternehmerinitiative Fairantwortung www.fairantwortung.org ins Leben zu rufen. Hier geht es darum, gemeinsam mit anderen Unternehmern an einem faireren Wirtschaftssystem zu arbeiten.

Die Startup Branche ist ja meist ja mit schillernden Persönlichkeiten gut in der öffentlichen Wahrnehmung vertreten, aber nicht mit dem Thema nachhaltige Unternehmensführung verbunden. Warum ist hier das Thema nicht von Interesse?

Das ist eine gute Frage. Auf der einen Seite ist das Thema Nachhaltigkeit in aller Munde, es gibt ja fast kein Produkt mehr, das nicht in irgendeiner Weise als nachhaltig beschrieben wird; kein Unternehmen, welches sich nicht nachhaltig positioniert. Auf der anderen Seite genießen die Unternehmer, die gründen, um die Welt zu ändern, derzeit noch zu wenig Aufmerksamkeit.
Derzeit fallen bei den Beobachtern der Startup-Szene vor allem diejenigen auf, die laut sind und deren Geschäftsmodell am besten skaliert. Am interessantesten sind in der Regel die Startups, die mit denen sich am meisten Geld verdienen lässt. Der Impact der Startups auf die Gesellschaft genießt eine absolut untergeordnete Bedeutung.
Sich um Nachhaltigkeit und eine bessere Zukunft für unsere Kinder zu kümmern, gilt im Moment nur in kleineren Kreisen als sexy. Meist sind diejenigen, die das tun, auch nicht so erpicht, in der Öffentlichkeit aufzutreten. Ein weiterer Grund, warum die öffentliche Wahrnehmung gering ist.

Herr Suikat, erkennen Sie eine Entwicklung im Bereich Startup, bei der das Thema nachhaltige Unternehmensführung anderes angegangen wird? In einem älteren Beitrag hatten wir ja schon das Thema Demokratische Führung von Startups.
Erfreulicherweise gibt es ja zahlreiche Plattformen wie zum Beispiel Ashoka oder andere  zur Förderung von Social Entrepreneurs. Auch die Agentur für soziale Innovationen, die in den Social Impact Labs auch Social Startups aktiv unterstützt  oder auch die Venture-Capital Firma BonVenture, die ähnlich wie auch Ananda Venture Kapital für Social Enterprises zur Verfügung stellt. Dennoch ist es so, dass die Schlagzeilen von den auf maximalen Profit fokussierten Startups beherrscht werden.
Außer Muhammad Yunus, dem Vater des Mikrofinanzkonzepts, und Bas van Abel, dem Gründer von Fairphone, kennt vermutlich kaum jemand einen Sozialunternehmer.
Ein schönes Beispiel, was passieren kann, wenn man die Sache in den Vordergrund stellt, ist das niederländische Unternehmen Buurtzorg. Unter dem Leitspruch „humanity above bureaucracy“ hat der sympathische Jos de Blok zunächst einfach nur einen Pflegedienst gründen wollen, in dem er als Krankenpfleger seiner Berufung nachkommen und für die zu Pflegenden da sein konnte. Genervt von der Bürokratie in dem Pflegedienst, in welchem er selbst angestellt war, trat er 2007 mit drei Mitstreitern an, in dem von ihm gegründeten Pflegedienst die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.
Die Erfolgsstory ist einzigartig. Heute sind bei Buuertzorg knapp 10.000 (!) Menschen beschäftig, die sich in kleinen Teams von 10-12 Mitarbeitern weitestgehend selbst organisieren. Ein Team von rund 50 Mitarbeitern übernimmt alle administrativen Aufgaben, so dass die Pflegeteams sich ganz auf die Pflege konzentrieren können. Eine mittlere Managementebene gibt es nicht.
Jos de Blok macht mit diesem Konzept eine erstaunlich große Anzahl von Menschen glücklich. Da sind zum einen die jährlich rund 70.000 Pflegebedürftigen, die davon profitieren, dass oberstes Ziel von Buuertzorg die Sicherstellung eines möglichst selbstbestimmten und selbstständiges Leben des Betreuten ist. Auch der Spaß kommt nicht zu kurz, wenn zum Beispiel ein Rollator-Wettrennen ausgeschrieben wird. Aber auch die rund 10.000 Mitarbeiter scheinen sehr glücklich zu sein. 2015 wurde Buurtzorg zum fünften Mal als Arbeitgeber des Jahres in den Niederlanden ausgezeichnet. Das darüber hinaus auch die Krankenkassen sehr zufrieden mit der Arbeit von Buurtzorg sind, sei nur am Rande vermerkt. Durch die höhere Selbständigkeit der Patienten fallen insgesamt weniger Pflegekosten an.
Jetzt kommt ein weiterer interessanter Punkt. Natürlich gibt es auch für Buurtzorg die unliebsamen Dokumentationspflichten und administrative Tätigkeiten. Da diese von den Pflegemitarbeitern nicht wirklich geschätzt werden, hat man sich sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie IT das Leben aller Beteiligten leichter machen kann. Alle haben sich eingebracht und überlegt, wie das optimale System aussehen müsste.
Das eigens entwickelt buurtzorgweb ist CRM/ERP-System und Austauschplattform in einem. Jede Pflegekraft hat ein Tablet für die erforderlichen Dokumentationen. Dadurch sind alle Teammitglieder immer sofort und umfassend über den aktuellen Status und Besonderheiten bei einzelnen Patienten informiert. Ebenso findet ein intensiver Wissensaustausch über die Plattform statt. Sobald ein Team eine Idee zur Verbesserung der Betreuung (z.B. Sturzprävention) erarbeitet hat, steht diese allen anderen Teams zur Verfügung.
Einstein hat einmal gesagt, dass wir die Probleme nicht mit derselben Denkweise lösen können, durch die sie entstanden sind.
Von daher finde ich grundsätzlich alle Ansätze spannend, die sich der Gründung oder Führung von Unternehmen unter anderen Aspekten nähern. Die von Ihnen angesprochenen Überlegungen von Dr. Andreas Zeuch, mit welchem ich mich in einem engen Austausch befinde, zur Demokratisierung von Unternehmen ist ein solcher Ansatz. Konsequent zu Ende gedacht, bräuchte ein umfänglich demokratisches Startup auch eine andere Art von Investoren. Nämlich solche, die die Idee des Unternehmens, aber auch die demokratisch erfolgten Entscheidungen mittragen.

Wenn man diese Erfolgsstory hört – wie können deutsche Startups davon profitieren?

Ich denke, dass ganz Entscheidende ist: Mach als Gründer Dein Ding! Überlege Dir, warum Du Dein Unternehmen gründest. Was Du damit an positivem Impact auf die Gesellschaft erreichen willst. Welches Problem Du bei Deinen Kunden lösen willst. Natürlich bedarf es eines soliden Businessplans, mach den aber in allererster Linie für Dich und erst in zweiter Linie für etwaige Investoren. Außerdem ist echt wichtig, dass genug Zeit für die eigentliche Leistungserbringung bleibt. Buuertzorg ist auch deshalb so erfolgreich geworden, weil die IT die Routineaufgaben bestmöglich unterstützt.

Die Digitalisierung gibt also den Startups mehr Chancen?
Ja, absolut. Viele Geschäftsmodelle von Startups gäbe es ohne die Digitalisierung nicht. Aber auch bei Startups die -wie buurtzorg- zunächst vordergründig nichts mit IT zu tun haben, ist die IT ein wichtiger Erfolgsfaktor. Sie erlaubt es den Gründern, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und dem größer werdenden Team „in the loop“ zu bleiben.
Die Digitalisierung bietet große Vorteile, wenn es um die Erledigung von Routineaufgaben geht. Es gibt immer mehr und bessere Lösungen, aber auch gute Services, die Gründern bei Standardthemen wie Buchhaltung, Personalabrechnungen etc. entlasten können. So kann man sich viel besser auf das eigentliche Business und vor allem die Kunden konzentrieren.

Herr Suikat, wie wollen Sie das Thema nachhaltige Unternehmensführung und Digitalisierung zusammen bringen?
Ich freue mich sehr, dass ich von Markus Besch, dem Initiator des SocialMedia Institutes anlässlich der fokussierten Ausrichtung und Umfirmierung seines Unternehmens in die nextDBI AG nach einer Unterstützung in Form einer Tätigkeit im Aufsichtsrat angefragt worden bin. Dass die nextDBI AG mittelständischen Unternehmern auf Grund der jahrzehntelangen Erfahrungen im Bereich der digitalen Welt umfassende Unterstützung bei der Transformation zur Verfügung stellen kann, steht außer Frage.
Markus hatte mich dann aber zusätzlich auch mit seinem Engagement für den Impact Hub in Stuttgart geködert. Über den Impact Hub werden insbesondere Social Startups gefördert. Darüber hinaus ist Markus mit seinen eigenen Erfahrungen, aber natürlich auch mit seinem Team und dem sehr großen Netzwerk bestens dafür aufgestellt, sozial motivierte Startups zu begleiten.
Meinen Part als aktiven Aufsichtsrat sehe ich darin, das Thema Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung noch stärker in die Leistungspalette zu integrieren. Ebenso wie etablierte Unternehmen profitieren auch Startups in den allermeisten Fällen durch ein höheres Maß an Resilienz.
Erfreulicherweise kann die nextDBI auch und gerade Startups ein umfassendes Leistungsspektrum anbieten. Von der Unterstützung bei der Erstellung des Businessplans über Business-Development hin zu Kontakten zu Investoren deckt Markus mit seinem Team alles ab. Aber auch ganz profane und operative Fragen sind bei nextDBI gut aufgehoben. Zum Beispiel welches Tool sich in welcher Phase am besten eignet, um das Team und die Stakeholder auf dem Laufenden zu halten. Oder mit welcher SocialMedia-Strategie die größte Aufmerksamkeit zu erwarten ist. In Fällen mit einem besonderen sozialen Impact ist auch ein schnelles und unkompliziertes Direktinvest aus dem Gesellschafterkreis der nextDBI denkbar.

Das hört sich ja als Chance an für jedes Startup an. Was möchten sie Gründer zum Abschluss noch mit auf den Weg geben?
Liebe Gründer, toll, dass ihr Verantwortung übernehmt. Denkt bei Euren Geschäftsmodellen auch an deren Impact auf die Gesellschaft. Geld verdienen ist wichtig, keine Frage. Manchmal merkt man erst später, dass Reichtum und Macht am Ende recht wackelige Säulen von Glück und Zufriedenheit sind. Lasst Euch nicht blenden, zieht aus und macht die Welt gemeinsam mit anderen Social Entrepreneurs zu einem besseren Ort. Es ist dringend erforderlich!


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Egal ob als Selbstständiger oder Angestellter  - daheim im Büro zu arbeiten ist Segen und Fluch zugleich.
Sie haben niemanden, mit dem Sie kurz eine Kaffeepause abhalten können, keiner fragt, ob Sie mit in die Mittagspause gehen. Sie müssen nicht Punkt 8 da sein, können um 14.00 Uhr Feierabend machen....

Naja – schön wär´s!

Oft erweist sich zudem die Ablenkung durch den Haushalt oder Familienangehörige als massive Störung im geplanten Büro-Tagesablauf.

Wie oft sehe ich folgende Situationen: Entweder ist der Schreibtisch nur ein Teilbereich des Esszimmers und steht in der Ecke mit Blick auf die Wand, oder das vorhandene Arbeitszimmer ist notdürftig im Keller untergebracht. Ich sehe aber auch „richtige“ Büros – voll mit Zeitschriften und Büchern, die einen fast erschlagen.

Home Office Gestaltung nach Feng Shui

Wie kann ich denn kompetent und konzentriert arbeiten, wenn mein Büro von Gerümpel überquillt?
Neben der finanziellen Investition für das Heimbüro bedarf es  also vor allem eigener psychischer Energie, hoher Eigenverantwortung und viel Disziplin.

Deshalb mein Rat:

Trennen Sie beruflich und privat!


Generell ist es immer besser, wenn das Arbeitszimmer ein geschlossener Raum ist und nicht nur eine kleine Ecke im Schlafzimmer.

Wo sollte mein Schreibtisch stehen?

Am besten positionieren Sie Ihren Schreibtisch so, dass Sie die Tür im Blick haben und das Fenster seitlich liegt. Auf keinen Fall sollten Sie mit dem Rücken zur Tür sitzen, denn nur eine feste Wand bietet Schutz. Denken Sie an das Blocken einer etwaigen Tür-Fensterlinie! Die Feng-Shui-Lehre gibt optimale Blickrichtungen vor. Diese werden durch das Geburtsdatum bestimmt. Wichtiger ist aber auf jeden Fall die Position der Stärke. Ausblick – Weitblick – Überblick!
 
Welche Farben sollte ich wählen?
Auch dazu gibt es im Business-Feng Shui Antworten. Hier gibt das Geburtsdatum sogenannte „stärkende Farbtöne“ vor. Diese Farbtöne können auch mit einem tollen Wandbehang oder der passenden Tapete eingebracht werden.
 
Was muss ich bei der Auswahl der Büromöbel beachten?
Der Schreibtisch sollte abgerundete Ecken haben. Das habe ich am Anfang auch nicht wahrhaben wollen, aber es arbeitet sich anders. Ist dies jedoch nicht möglich, weil der Geldbeutel oder der Platz das einfach nicht erlauben, dann kann auch mit  Alternativen gearbeitet werden.

Sowieso gilt: Der Mix muss stimmig sein. Man braucht auch feste Kanten. Blocken Sie evtl. „angreifende Ecken mit Pflanzen.“ Stabilität ist bei den Möbeln sehr wichtig. Die Schreibtischplatte sollte deshalb nicht aus Glas sein, sonst fehlt die solide Basis. Eine Arbeitsplatte aus Holz ist optimal. Denken Sie an genügend geschlossene Schränke mit dementsprechendem Stauraum.
 
Beleuchtung und Pflanzen

Sorgen Sie für einen gut ausgeleuchteten Arbeitsplatz. Pflanzen haben ebenfalls einen positiven Einfluss, denn sie reinigen die Luft und dienen als sogenannte Qi-Auffrischer und teilweise „Blocker“ bei Tür-Fensterlinien oder eckigen Kanten. Denken Sie daran, aufstrebende, nach oben wachsende Pflanzen ohne Spitzen zu nutzen. Sie symbolisieren neben den anderen guten Eigenschaften zusätzlich Ihr Streben nach Erfolg und guten Geschäften.
 
Unterschiedliche Türschilder
Sie symbolisieren und unterstreichen noch einmal die berufliche und private Trennung.
 
Büromäßige Kleidung
Es macht weder für Sie noch für Ihr Unterbewusstsein einen guten Eindruck, wenn Sie von morgens bis abends im Jogging-Anzug am Schreibtisch sitzen. Sich selbst bewusst sein macht im Beruf alles aus. Also seien Sie sich morgens bewusst, dass Sie jetzt in Ihr Büro gehen, Ihrer Arbeit nachgehen. Machen Sie sich zurecht – nein Kostüm und Anzug müssen es nicht sein, aber „Casual Friday“ trifft es ziemlich.
 
Halten Sie konsequent Ordnung!
Entrümpeln ist das A und O. Und das regelmäßig. Nichts ist so schlimm wie ein unordentlicher Arbeitsplatz, voll belegte Schränke – Bücher auf dem Fußboden und Chaos im PC. Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich spreche. Von Natur aus ordentlich veranlagt, miste ich konsequent alle 6 Wochen komplett aus und bin immer wieder überrascht, wie viel da zusammenkommt.

  • Benutzen Sie Ihren Arbeitsplatz nur für die Arbeit. Das Büro ist kein Kinderzimmer.
  • Räumen Sie auf dem Schreibtisch auf – jeden Tag!
  • Gewöhnen Sie sich eine kontinuierliche Ablage an. Tun Sie es gleich!
  • Sortieren und bearbeiten Sie die Post am gleichen Tag. Benutzen Sie eine Mappe mit Datum zur baldigen Wiedervorlage. Bilden Sie keine Stapel.
  • Beantworten Sie E-Mails möglichst noch am gleichen Tag und setzen Sie sich dafür ein festes Zeitlimit.
  • Sortieren Sie wichtige Mails direkt in die dazugehörigen Ordner im PC.
  • Löschen Sie Unwichtiges und leeren Sie auch den Papierkorb im PC regelmäßig.
  • Kaufen Sie geschlossene Schränke. Wenn Sie Bücherregale benutzen, stellen Sie die Bücher vorne an die Kante.
  • Werfen Sie alte Zeitschriften konsequent weg („Sind die ausgeschnittenen Artikel wirklich so wichtig?“).
  • Arbeiten Sie mit  To Do Listen. Das macht den Kopf frei und man hat das schöne Gefühl abends „richtig was erledigt zu haben“.

Heike Schauz gilt als DIE Business Feng Shui Expertin in Deutschland. Die Baden-Badenerin ist Unternehmerin, Autorin und eine der ersten Frauen mit Meistertitel im Maler-Handwerk. Sie schafft Wohlfühlorte nach der von ihr entwickelten apprico®-Methode in Industrie- und Geschäftsgebäuden, Büros, Hotels und Arztpraxen – komplett ohne esoterische Hilfsmittel. Ihr Fachwissen um den bewussten Einsatz von Farben, Formen, Materialien und Licht gibt sie in Vorträgen, Seminaren, ihrer E-Book-Ratgeberreihe und auf ihrem Blog weiter. Mehr Details und zahlreiche Praxisbeispiele unter www.apprico.de.
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Die Schweizerische Post führt Tests mit selbstfahrenden Lieferrobotern durch, um deren Eignung für die Warenzustellung auf der letzten Meile zu prüfen. Zum Einsatz kommen dabei Modelle des Herstellers Starship Technologies, die eine Nutzlast von bis zu 10 Kilogramm über eine Distanz von rund 6 Kilometern befördern können. Die Lieferroboter könnten in Zukunft die Zustelllogistik ergänzen und eine Marktlücke füllen, die die Post bisher nicht bedient hat.

Die Schweizerische Post testet ab September 2016 den Lieferroboter als zusätzliche Zustellform, um die Paketzustellung in Zukunft punktuell zu ergänzen. Konkrete Einsatzgebiete sieht die Post bei Spezialsendungen, die flexibel, schnell und günstig in einer lokalen Umgebung ausgeliefert werden müssen. Unter anderem sind Anwendungen denkbar in den Bereichen Same day und Same hour delivery, für Essenslieferungen oder auch bei Hauslieferungen von medizinischen Produkten. Diese Ad-hoc-Logistik auf der letzten Meile wird aktuell durch den Pöstler nicht abgedeckt. Deshalb könnten Lieferroboter künftig eine sinnvolle Erweiterung der Logistikkette der Post darstellen. Abhängig von den Ergebnissen der Tests rechnet die Post mit ersten kommerziellen Einsätzen in frühestens drei Jahren.

Die Lieferroboter fahren auf Gehsteigen und in Fussgängerzonen im Schritttempo, navigieren autonom zu ihrem Ziel und weichen Hindernissen und Gefahrenstellen automatisch aus. Durch die begrenzte Reichweite eignen sich Lieferroboter für Sendungen, die flexibel, schnell und günstig in einer lokalen Umgebung befördert werden müssen. Im Unterschied zu Lieferrobotern bieten Drohnen mit ihrer höheren Reichweite und Geschwindigkeit Vorteile beim Transport von hoch prioritären Sendungen oder für die Belieferung von Menschen, die abgeschieden wohnen. Aufgrund der individuellen Vorteile können die beiden Technologien hervorragend kombiniert werden.

Die Tests der Lieferroboter werden in den Gemeinden Bern, Köniz und Biberist durchgeführt, um Erfahrungen in unterschiedlichen Situationen zu sammeln. Mit den Starship Lieferrobotern kommt dabei ein technologisch weit entwickeltes Produkt zum Einsatz, das gegenwärtig auch durch Unternehmen in Deutschland und in Grossbritannien in verschiedenen Einsatzgebieten getestet wird. Die Navigation erfolgt über eine Mischung aus Ortungssignalen (z.B. GPS) und visueller Erkennung der Umgebung über mehrere Kameras. An heiklen Stellen und bei Unsicherheiten wird ein sogenannter Remote-Operator hinzugeschaltet, um den Paketroboter aus der Distanz zu steuern. Mit jeder Fahrt «lernt» der Paketroboter dazu und steigert dadurch seinen Grad an Autonomie. Auf den Testfahrten werden die Lieferroboter durchgehend von einer Person begleitet und überwacht, damit möglichst viele Informationen zum Betrieb gesammelt werden können.


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