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"How to build Smart Energy Regions“ - Konzepte für eine nachhaltige Energiepolitik von Städten und Regionen lautet das Ziel der internationalen Konferenz in Ettlingen, veranstaltet von der Europäischen Kommission gemeinsam mit der TechnologieRegion Karlsruhe unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg.

 

Schlüsselrolle für Regionen

„Regionen kommt bei der Energiewende zunehmend eine Schlüsselrolle zu. Das haben die Ergebnisse des Weltklimagipfels von Paris noch einmal eindrücklich bestätigt“, betont Karlsruhes Oberbürgermeister als Vorsitzender der TechnologieRegion Karlsruhe die Bedeutung der lokalen und regionalen Ebene. „Mit unseren führenden Hochschulen und Forschungseinrichtungen wollen wir in diesem Prozess als Modellregion eine Plattform bieten und zukunftsfähige Antworten auf Fragen nach Versorgungssicherheit, Effizienz, Steuerung und Integration von erneuerbaren Energien entwickeln“.

 

Dazu werden Fachleute aus Wissenschaft, lokaler und regionaler Politik, Netzwerken und weiteren Organisationen mit dem Themenschwerpunkt Energie aus 20 Ländern zwei Tage lang wirtschaftliche, wissenschaftliche und strukturelle Rahmenbedingungen diskutieren und sich über die notwendige Unterstützung auf nationaler und europäischer Ebene austauschen.

 

Mehr erneuerbare Energien anwenden

Karlsruhe will Energie einsparen, mehr erneuerbare Energien anwenden und so zum Klimaschutz beitragen. „Bei einem Projekt wird beispielsweise, das Gas, das am Müllberg entweicht, genutzt, um eine Werkstätte der Verkehrsbetriebe mit Energie zu versorgen“, sagt Mentrup. „Das ist eine ganz unmittelbare Nutzung von Energie, die sonst nur daneben in die Luft gehen würde.“ Solche Beiträge sollen künftig noch mehr gefördert werden.

„Wir erhoffen uns jetzt von der europäischen Ebene, dass es hier Anreize gibt, Entwicklungsstrategien für Energieversorgung in der Region zu entwickeln“, sagt er. Dazu müssen Wissenschaft, Wirtschaft, die Verwaltung und die Stadtwerke zusammengebracht werden. Doch dazu brauche es einen Anreiz von außen. „Sonst bleibt die Politik in ihren Strukturen und arbeitet Thema für Thema ab und es wird nicht in einer Gesamtstrategie vernetzt“, erklärt der TRK-Vorsitzende, der von der Konferenz erwartet, dass es solche Förderungen nun gibt. „Es gibt schon erste Programme der EU, die wir direkt abrufen können und die nicht über das Land oder die Bundesrepublik gehen müssen, weil auch die EU erkannt hat, dass man am Ende bei den Bürgern ankommen muss – sonst hat man nichts erreicht“, sag Mentrup, der von einem baldigen Start ausgeht.

 

Land will vorne mitspielen

Karl Greißing, Abteilungsleiter der Abteilung 6 Energiewirtschaft im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, ist froh, dass der Kongress in Ettlingen stattfindet. „Es kann nicht sein, dass jeder vor sich hinforscht und andere nichts davon wissen“, sagt er. Der Kongress habe für die Landesregierung eine große Bedeutung. Das Land habe den Anreiz vorne mitzuspielen. „Wir müssen versuchen, mit der ganzen Komplexität zu Recht zu kommen“, so Greißing. „Entscheidend ist, was an Ideen vor Ort umgesetzt wird und, was auf Akzeptanz stößt.“

 

Geistes- und Sozialwissenschaften müssen mit Naturwissenschaften Hand in Hand gehen

Auch Karl-Friedrich Ziegahn, Bereichsleiter "Natürliche und gebaute Umwelt", Karlsruher Institut für Technologie (KIT), findet es wichtig, dass der Kongress die Menschen zusammenbringt und sie sich austauschen können. Miteinander in engen Dialog zu treten und sich auszutauschen sei laut Ziegahn unerlässlich, um die internationale Zusammenarbeit zu festigen. Erst gestern sei man wieder mit der Fahrzeitverkürzung des ICE auf der Strecke zwischen Karlsruhe und Paris ein Stück enger zusammengerückt. „Für uns ist Frankreich sicherlich ein Primärpartner“, sagt Ziegahn. Er betont, dass die Geistes- und Sozialwissenschaften mit den Naturwissenschaften Hand in Hand gehen müssen. „Das funktioniert auf internationaler, aber auch auf regionaler Ebene sehr gut.“

 

„Eine ganz tolle Mischung“

Ziegahn erwartet von der Konferenz zum einen den Ausbau der persönlichen Kontakte, aber auch einen guten Gedankenaustausch zwischen Bürgermeistern, Regionalpolitikern sowie Wissenschaft und Forschung. „Ich denke, bevor ich Tausend Bücher lese, rede ich hier zwei Tage auf der Konferenz mit den Kollegen aus ganz Europa“, sagt er. „Der eigentliche Pluspunkt ist: Es sind hier Praktiker und Wissenschaftler und Forscher beieinander – dazu noch Politiker, europäische Vertreter, das Land Baden-Württemberg und die Kommunen, das ist eine ganz tolle Mischung.“

 

TRK als Modellregion

Die TRK verknüpft die Interessen der verschiedenen Kommunen, die alle ein Interesse haben: Sie wollen ein attraktives, lebenswertes Wohnumfeld bieten. Sie möchten der Industrie gute Standorte bieten. „Wir sind in der TRK aber auch unmittelbarer Nachbar zu Frankreich“, stellt Ziegahn fest. „Wir sind in der Lage eine kleine Modellregion Europa zu sein und das spielen wir hier sehr stark in unseren Kooperationen mit unseren französischen Freunden und mit den Freunden aus Rheinland-Pfalz – in dieser Region sind wir ein Mini-Europa.“

 

Die Projekte mit den Bürgern weiterentwickeln

Natürlich sei die TRK bemüht, den Anteil an erneuerbaren Energien auszubauen. „Aber erneuerbare Energien sind natürlich stark witterungsabhängig – entweder die Sonne scheint, oder sie scheint nicht. Entweder weht der Wind, oder er weht nicht“, sagt der KIT-Experte. „Wir brauchen daher Speichersysteme. Wir brauchen Batteriespeicher und eine Vernetzung der Möglichkeiten.“ Ein ganz konkretes Beispiel sei es, die Bürger dazu zu bringen, dass sie Eigenverbrauch machen. Sprich: Dass sie den Strom der Photovoltaikanlage selbst nutzen. Dies gehe besser, wenn sie entsprechende Batteriesysteme in den Keller stellen. „So können sie sich stärker unabhängig machen von dem Bezug externer Elektrizität. Solche Projekte versuchen wir in den Quartieren mit den Bürgern gemein weiterzuentwickeln.“

 


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Die hohen Vergütungen für Topmanager werden immer heftiger kritisiert. Verwunderlich ist dies nicht. Fast täglich werden neue Statistiken über die „Schere zwischen Arm und Reich“ präsentiert, gleichzeitig wird berichtet, um wie viel die Vergütungen einzelner Vorstände großer Unternehmen wieder gestiegen sind, schreibt Manfred Lange in der F.A.Z. Zuletzt war von einem Vorstandsmitglied des VW-Konzerns die Rede, der von seinem Arbeitgeber nach seinem Ausscheiden angeblich fünfzig Millionen Euro erhalten haben soll. Auch wenn zu hoffen ist, dass sich dieses Gerücht nicht bewahrheitet, ist es dennoch Wasser auf die Mühlen jener, die sich immer mehr von der Marktwirtschaft, der Globalisierung, ja, von der Demokratie abwenden. Für sie ist der Kapitalismus zwar sehr effektiv bei der Schaffung von Werten, versagt aber bei deren Verteilung. Tragen für diese Bewertung nicht auch die hochbezahlten Manager eine Mitverantwortung?

Millionenvergütungen für Topmanager waren hierzulande vor noch nicht allzu langer Zeit eher die Ausnahme. Begründet wurden sie oft mit Blick auf die Vereinigten Staaten, wo 7-stellige Vergütungen die Regel und 8-stellige nicht die Ausnahme darstellen. Zwar wurde die Auswanderung in die Vereinigten Staaten gelegentlich als Druckmittel eingesetzt; tatsächlich passiert ist es nur in ganz wenigen Fällen.

 

Auch die Globalisierung wird gern als Begründung für höhere Managereinkommen herangezogen. Umgekehrt muss sie als Grund herhalten, wenn Mitarbeitern höhere Lohnabschlüsse verweigert werden. Wegen dieser und anderer Ungereimtheiten, wegen der Auswüchse des verhassten „Finanzkapitalismus“ und wegen der Steuertricks vieler Vermögender kann es nicht verwundern, dass der Normalbürger immer stärker daran zweifelt, ob die Erfolge unserer Marktwirtschaft wirklich gerecht verteilt werden.

 

Manchmal muss der Vorstand nur „ja“ oder „nein“ sagen

Die Rolle des Vorstands einer großen Aktiengesellschaft, vor allem die des Vorsitzenden, kann nicht hoch genug bewertet werden. Er wird zwar von seinen Mitarbeiterteams tatkräftig unterstützt und muss oft nur „ja“ oder „nein“ zu den Vorschlägen des operativen Managements sagen. Aber gerade darin liegt seine persönliche Leistung, denn er lenkt ein Unternehmen (hoffentlich) in die erfolgsträchtige Richtung, er setzt anspruchsvolle Ziele, und er muss ein Gespür dafür haben, was notwendig ist und was nicht. So ist beispielsweise der Erfolg von Porsche ohne das Marktgespür eines Wendelin Wedeking überhaupt nicht vorstellbar. Außerdem laufen Verträge der Vorstände in der Regel nur wenige Jahre. Schließlich tragen sie die persönliche Verantwortung für gravierende Fehler oder Schieflagen im Unternehmen.

Trotz der Leistungen, die von einem Vorstand gefordert werden, und der Risiken, die er eingehen muss, stellt sich die Frage, ob dieser Einsatz wirklich fünf, zehn oder mehr Millionen Euro im Jahr wert ist. Sind dies doch Summen, die auch ein Luxus liebender Mensch kaum selbst verbrauchen kann. Große Teile dieser Vergütungen kommen eines Tages ohnehin nur den Kindern und Enkeln zugute. Hinzu kommen zumeist üppige Pensionszusagen, die einen „standesgemäßen“ Lebensabend, keinesfalls aber zusätzliche Ersparnisse ermöglichen sollten, die wiederum nur den Erben zugutekommen.

Warum verdienen Topmanager also so viel? Ihre Basisgehälter sind zumeist angemessen, übertrieben sind die zusätzlichen Boni. Unter welchen Bedingungen diese ausbezahlt werden, ob in bar oder in Aktien, wird ex ante zumeist genau festgelegt und ex post akribisch kontrolliert. Wie aber errechnet sich deren absolute Höhe? Die Antwort darauf ist ebenso einfach wie verblüffend: Weil andere Manager auch so viel verdienen.

 

Was ist angemessen?

Einen Algorithmus zur Berechnung der Höhe der Vergütungen gibt es leider nicht. Der freiwillig von der Wirtschaft erstellte „Corporate Governance Kodex“ spricht nur von der „Angemessenheit“ der Vergütungen. Was aber ist angemessen? Eine ehrliche Antwort auf diese Frage gab kürzlich der PSA-Peugeot-Citroën-Vorstandsvorsitzende Carlos Tavares, der bei gleichzeitiger Verkündigung eines rigiden Sparkurses die glatte Verdopplung seines Gehalts auf mehr als fünf Millionen Euro damit begründete, dass dieses auch nach der Erhöhung immer noch unter dem Durchschnitt seiner Amtskollegen liege.

Die Hoffnung des Gesetzgebers, die Einkommen der Vorstände durch die Veröffentlichungspflicht einerseits und die Zustimmungspflicht der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat andererseits begrenzen zu können, hat sich bislang nicht erfüllt. Da es immer jemanden geben wird, der noch mehr verdient, wird ein Vorstand, der qua Amt auf Spitzenleistungen getrimmt ist, alle Hebel in Bewegung setzen, ebenfalls dieses Vergütungsniveau zu erreichen. Stimmen die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat dieser Forderung zu, hoffen sie vielleicht, auch ihre eigenen Forderungen eher durchsetzen zu können: Eine Hand wäscht die andere.

Auch bei der Neubesetzung einer hochdotierten Stelle besteht kaum die Chance auf eine geringere Vergütung. Der (potentielle) Nachfolger will sich auf keinen Fall dem Spott der Kollegen aussetzen. Man würde an seiner Qualifikation beziehungsweise an seinem Verhandlungstalent zweifeln, sollte er unter der Vergütung seines Vorgängers abschließen. So reagiert Gianni Infantino derzeit nur mit Spott auf die zwei Millionen Franken, die ihm die Fifa als Gehalt bietet. Sein Vorgänger Sepp Blatter hatte sich zuvor sechs Millionen oder gar noch mehr genehmigt.

Warum aber geben die Aufsichtsräte diesem Drängen nach, dem der Geruch einer „Selbstbedienung“ anhaftet? Laut Gesetz stimmt zwar die Hauptversammlung über die Vorstandsvergütungen ab, da aber dort zumeist Vertreter von Banken und Finanzinstituten das Wort führen, die selbst nicht für bescheidene Vergütungen bekannt sind, ist es letztlich der Aufsichtsrat, der die volle Verantwortung für die Höhe der Vorstandsvergütungen trägt. Hier fällt auf, dass auch die Vergütungen für die Aufsichtsräte während der letzten Jahre überdurchschnittlich gestiegen sind. Gibt es da einen Zusammenhang?

 

Einen Nachfolger zu finden, ist eine ziemlich riskante Aufgabe

Nach der „Prinzipal-Agent-Theorie“ dürfte das eigentlich nicht passieren. Danach besteht eine Abhängigkeit von oben nach unten. In der Realität funktioniert dies aber oft genau umgekehrt. Erstens benötigt der Aufsichtsrat die Sympathie und die Unterstützung des Vorstands, um an die wirklich wichtigen Informationen zu gelangen. Zweitens werden viele Aufsichtsräte von den Vorständen selbst ausgesucht. Drittens wollen die Aufsichtsräte nicht die hohe Motivation des Vorstandes gefährden oder gar dessen Kündigung herausfordern. Einen geeigneten Nachfolger zu finden, der haargenau in das Unternehmen passt und erfolgreiche(re) Geschäftsergebnisse verspricht, ist eine ziemlich riskante und oft langwierige Aufgabe. Misslingt sie, fällt dies rasch auf den Aufsichtsrat zurück, was derzeit bei der Deutschen Bank zu beobachten ist.

Ein weiterer Aspekt fehlt in der bisherigen Diskussion derartiger Auswüchse: Wie wirken sich diese eigentlich auf die Motivation der Mitarbeiter in den betroffenen Unternehmen selbst aus? Wo permanent massive Sparprogramme gefahren werden, wo mäßige Lohn- und Gehaltssteigerungen für alle Mitarbeiter mit der angespannten Marktsituation begründet werden, wo individuelle Gehaltswünsche nur allzu gern aus Kostengründen abgelehnt werden, führen hohe Vorstandsvergütungen und deren überdurchschnittliche Steigerungen wohl kaum zu höherer Leistungsbereitschaft der Belegschaft.

Wie aber könnten die Topgehälter für Topmanager wieder eingefangen und auf ein gesellschaftlich und betriebsintern akzeptierbares Maß reduziert werden? Eine gesetzlich vorgeschriebene Obergrenze, wie sie zurzeit in Frankreich diskutiert wird, hilft vermutlich ebenso wenig wie eine massive Besteuerung von Höchsteinkommen. Starker öffentlicher Druck auf die Verantwortlichen hingegen könnte etwas bewirken, und zwar gleichermaßen auf die Aufsichtsräte, die Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsräten und die Aktionäre und deren Vertreter. Für letztere Gruppe gibt es derzeit durch die Intervention des norwegischen Staatsfonds bei VW ein ermutigendes Beispiel.

 

Stört die Manager der Vorwurf nicht, sie würden nur ihre eigenen Taschen füllen?

Vielleicht hilft auch moralischer Druck auf die Begünstigten selbst. Wollen diese hochbezahlten Vorstände wirklich auf Dauer die Rolle von „Buhmännern der Nation“ und „Totengräbern unseres Wirtschaftssystems“ einnehmen? Stört sie der Vorwurf nicht, sie seien letztlich nur daran interessiert, ihre eigenen Taschen zu füllen? Fürchten sie nicht, sich wegen ihrer abgehobenen Vergütungen von den eigenen Mitarbeitern und der restlichen Gesellschaft zu isolieren?

Wenn es zutrifft, dass Treiber dieser hohen Vergütungen im Wesentlichen der Vergleich mit anderen Vorständen ist, bleibt nur zu hoffen, dass es immer häufiger Kandidaten geben wird, die sagen: „Die Aufgabe interessiert mich, ich traue sie mir auch zu. Ich will dafür mein Bestes geben. Zahlt mir eine Million im Jahr, und wenn das Unternehmen gut läuft, legt eine weitere drauf. Mehr brauche ich nicht!“ Nicht nur die Mitarbeiter würden ihm dies danken, auch die breite Öffentlichkeit würde aufatmen.

 

Manfred Lange war in zahlreichen Vorständen der Lebensmittelindustrie und zahlreichen Aufsichtsräten und Beiräten. Er ist Honorarprofessor an den Universitäten St. Gallen und München.


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Ökonomie neu denken: Peter Hertweck möchte Unternehmen mit konkreten Problemlösungen motivieren, neue Wege zu gehen, im Spannungsfeld von Wirtschaft, Gesellschaft und Mensch. Er entwickelt kreative Konzepte, die ökonomische und menschliche Interessen integrieren. Im Interview erzählt der CSR-Experte, Autor und Vorsitzende von BWS Consultants, wann CSR-Maßnahmen glaubhaft sind und wie sich Fehler in der Kommunikation einfach vermeiden lassen.

 
Das Verständnis von CSR hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Wie definieren Sie Corporate Social Responsibility?
Peter Hertweck: CSR finde ich grundsätzlich sehr gut. Es gilt aber, die Grundhaltung dazu zu betrachten. Wie Augustinus sagte:  Liebe und tue was du willst – wenn ich aus solch einer Haltung heraus handle ist CSR das richtige, wenn die Haltung oder der Geist dahinter der falsche ist, führt das in eine Sackgasse.
 
Menschen und Unternehmen suchen nach Orientierung. Wann sind CSR-Maßnahmen glaubhaft?
Peter Hertweck: Orientierung finden setzt voraus, dass ich die wesentlichen Paramater verstehe, die für meine Zukunftsgestaltung wichtig sind. Das gilt für Privatpersonen ebenso wie für Unternehmen. Auch hier kommt es auf die dahinter stehende Grundhaltung an und da mache ich Fragezeichen. Monsanto macht CSR-Maßnahmen und ist da ordentlich unterwegs. Da Monsanto aber Bauern weltweit ausbeutet und knechtet, wird die CSR zur Farce.
 
Glaubhaftigkeit und Vertrauen sind wichtige Kriterien der CSR. Glauben mit Wirtschaft verbinden – geht denn das?
Peter Hertweck: Das kommt darauf an. Glauben und Vertrauen wirken wechselseitig, verändern und lassen sich meiner Meinung nach in die Wirtschaft integrieren. Die Kultur und das Verständnis dafür braucht es aber, und davon sind wir derzeit weit entfernt. Wir haben heute Sicherheitsmaßnahmen auf Spielplätzen, Arbeitsplätzen und in Schulen und trotzdem nehmen die Panikattacken und Angstsyndrome lawinenartig zu.  85 Prozent der Menschen leiden an Depressionen und Ängsten und das ist eine gesellschaftliche Zeitbombe. Begegnungen mit dem Herzen machen stattdessen vieles leichter und sind eine bewährte Methode gegen Misstrauen, Missgunst und Eifersucht.
 
Strategien hierfür zu entwickeln bedeutet zunächst, sehr breit Informationen zu bedenken um dann dort in die Tiefe zu gehen, wo es sinnvoll erscheint. Nehmen Sie die Commerzbank. Die haben sämtliche Prozesse im Unternehmen hervorragend controlled und das spart eine ganze Menge Geld. Auf der anderen Seite beschäftigt das Unternehmen 50 Psychologen und Sozialarbeiter mit Bruttolohnkosten von 5 Millionen Euro im Jahr, nur um die größten und akutesten seelischen Probleme bei den Mitarbeitern aufzufangen. Krankheitskosten und Fehlzeiten sind darin nicht berücksichtigt. Unter diesen Vorzeichen ist das Unternehmen und das Geschäftsmodell zur Fehlentwicklung oder gar zum Scheitern verurteilt. Und dieser Fehler passiert heute bei so vielen Unternehmen.
 
Was ist das Ziel Ihrer Arbeit? Sie haben jüngst eine Werteakademie gegründet.
Peter Hertweck: Die Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft schreiten voran. Dies ist mir besonders auf meiner Reise nach Israel, mit vielen Gesprächen mit unterschiedlichen Nationalitäten, Religionen, Unternehmern etc., bewusst geworden. In den arabischen Ländern sind 60 Prozent der Menschen unter 16 Jahre alt und bei den Palästinensern haben 95 Prozent keinerlei Bildung. Die Veränderungen für die Zukunft werden deutlich und die bekommen wir auch hier hautnah in unserer Region zu spüren. So gibt es eine Vielzahl von Schulen und Kindergärten, in denen Deutsche längst zur Minderheit geworden sind. Aber auch unter Deutschen hat die Anspruchsmentalität die Verantwortungsethik – es kommt nicht nur darauf an, es gut zu meinen, sondern die Folgen des Handelns richtig abzuschätzen – abgelöst.
 
Mit der WerteAkademie versuchen wir, die Kultur gerade der mittelständischen Unternehmensführung wirtschaftlich nutzbar und erlebbar zu machen. Auf diese Weise soll diese Unternehmenskultur Entwicklungen in Unternehmen, Wirtschaft und Gesellschadt positiv beeinflussen und zu mehr Miteinander führen. Qualifizieren, Know-how- und Generationentransfer sind wichtige Elemente dabei. Die Akademie konzentriert sich auf das Vorhandensein einer sozialen Verantwortung von Unternehmen , das werteorientierte Führen von Mitarbeitern und den respektvollen Umgang mit Kunden, Geschäftspartnern und Gesellschaft. Durch das Hervorheben der Wertewelt und den dadurch entstehenden nachhaltigen Wandel im Denken wird Erfolg für das Unternehmen steuerbar. Die Akademie legt außerdem Wert auf die Persönlichkeiten von Unternehmern, Aus- und Weiterbildung von Führungskräften, die durch das Vorleben von sozialer Verantwortung, Selbst-Bewusstsein und Konsequenz motivierte und loyale Mitarbeiter führen.
 
Mehr über Peter Hertweck und die Werteakademie hier


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Medien und Wissenschaftler machen den Klimawandel für den Starkregen der letzten Tage verantwortlich - dabei sagen Wetterdaten etwas anderes. Sowohl die Medien als auch Wissenschaftler sorgen für falsche Schlagzeilen schreibt Axel Bojanowski auf Spiegel Online: Oft werden Klimaprognosen, die für die kommenden Jahrzehnte vermehrt Starkregen vorhersagen, fälschlich als Beweis für das aktuelle Wetter umgedeutet. Oder es äußern sich Klimaforscher oder Umweltexperten missverständlich oder irreführend gegenüber den Medien.
"Die heftigen Regenfälle und das Hochwasser sind Indizien des Klimawandels und zeigen sehr deutlich, was passiert, wenn sich die Erde infolge von Treibhausgasen weiter erwärmt", sagte ein Forscher in der "Bild". "Die Tendenz zu noch stärkeren Unwettern ist in den Klimamodellen erkennbar", orakelte ein Meteorologe in der "Morgenpost".
"Forscher begründen das Unwetter mit dem Klimawandel", berichtete auch das ZDF im "Heute Journal". Ein Interview mit dem Klimaforscher Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sollte die Behauptung beweisen.
Rahmstorf - ein begehrter Stichwortgeber bei Wetterkatastrophen - sagte in der Sendung: "Auch für Deutschland ist es gut belegt, dass die Gewitter-Starkregenfälle deutlich zugenommen haben."
Eine Karte wurde dazu eingeblendet, die für Mitteleuropa eine Zunahme der Niederschläge zeigte - aber nicht Starkregen. Zwar fällt in Deutschland tatsächlich mehr Regen, allerdings nur im Winter - und dann eben nicht häufiger als früher gefährlicher Starkregen.
Auch ein Geophysiker einer großen Versicherung kommt im "Heute Journal" zu Wort, der auf zunehmende Sachschäden durch Wetterextreme in Deutschland verweist.
Zunehmende Versicherungsfälle verraten allerdings wenig über den Klimawandel, dafür mehr über die Höhe der versicherten Güter und die Auswirkungen von Extremwetter: Auch bei gleichbleibendem Starkregen können die Schäden zunehmen, weil etwa weniger Wasser versickern kann und stattdessen Städte überschwemmt werden.

In sozialen Netzwerken herrscht ebenfalls eine merkwürdige Sehnsucht nach dem Klimawandel: Dort machen Meldungen Furore, die eine Zunahme von Starkregen in den vergangenen 15 Jahren nahelegen - sie legen allerdings eine falsche Fährte: Wetterschwankungen über weniger als 30 Jahre gelten bei Fachleuten nicht als Klimatrend - das Wetter ist allzu variabel, mal geht es in die eine, mal in die andere Richtung.
Der Deutsche Wetterdienst DWD will solch kurzfristigen Schwankungen deshalb kein Gewicht einräumen: "Hinweise auf ein vermehrtes Auftreten von Starkregen in den letzten 15 Jahren", sagt der DWD auf Anfrage, seien lediglich "interessant beim Nachdenken über mögliche Entwicklungen."
Doch auch der DWD macht nicht immer eine gute Figur während der aktuellen Unwetterphase: Im "Deutschlandfunk" sagte ein DWD-Sprecher auf die Frage, ob das Unwetter etwas mit dem Klimawandel zu habe: "Es geht in diese Richtung".
Das Unwetter, sagt der DWD-Mann, sei "ein Indiz" für die verstärkten Auswirkungen des Klimawandels. Man habe "festgestellt in den letzten 10, 20, 30 Jahren, dass diese Starkregen-Ereignisse schon etwas zugenommen haben."
Auch auf sozialen Netzwerken teilte der DWD in den Unwettertagen diverse Postings, die auf zunehmenden Starkregen in Deutschland aufgrund des Klimawandels hinweisen sollten - auch einen Bericht von Sueddeutsche.de, der konstatiert: "Der Deutsche Wetterdienst sieht in Deutschland bereits einen 'Trend zu mehr Tagesniederschlägen von mehr als 30 Litern pro Quadratmeter'".
Die Daten des DWD aber zeigen: Es gibt in Deutschland keinen Trend zu mehr Tagen mit Starkregen von mehr als 30 Liter pro Quadratmeter (oder 30 Millimeter, was derselben Menge entspricht).
"Ein Trend ist klimatologisch nicht nachgewiesen", bestätigt der DWD auf Anfrage. Aber diese simple Botschaft wird während des Unwetters nicht verbreitet.
Ein Bericht des Umweltbundesamts von 2015 kommt zum gleichen Schluss: Es gebe keine erkennbare Zunahme von Starkregen in Deutschland; das Ergebnis gelte auch für den Sommer: "Die Zahl der Tage mit einer Niederschlagssumme von 20 Millimeter und mehr im Sommer ist seit 1951 nahezu unverändert geblieben", heißt es in dem Bericht.
Grundsätzliche Überlegungen lassen gleichwohl vermuten, dass die Klimaerwärmung künftig mehr Starkregen bringen wird - darauf weisen auch die Prognosen der Klimasimulationen hin: Erwärmte Luft kann mehr Feuchtigkeit halten, weshalb es häufiger heftig regnen dürfte. Über den ganzen Globus gesehen meinen Forscher, bereits Hinweise für mehr Extremregen erkennen zu können.
Für Deutschland jedoch fehlt der Nachweis. "Starkniederschläge", schrieb der Deutsche Wetterdienst vor zwei Jahren, "sind durchaus typisch für die Sommermonate bei uns in Mitteleuropa. Dabei kann es in vielen Jahren lokal auch zu hundertjährigen Ereignissen kommen" - also zu extremen Regengüssen, die nur alle hundert Jahre vorkommen.


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Das Jahr 2016 ist das Jahr der Hülsenfrüchte. Grund genug, diesen traditionellen, aber fast in Vergessenheit geratenen Linsen, Kichererbsen, Bohnen und all den anderen Hülsenfrüchten mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Schmackhaft, gesund und ebenso wichtig für das persönliche Wohlbefinden wie für unsere Böden. 

Auch Slow Food möchte die Gelegenheit nutzen, um das Augenmerk der Verbraucher wieder auf diese besondere, oft vernachlässigte Lebensmittelkategorie zu richten: „In den Küchen der Mittelmeerländer, in Südamerika, Afrika und Asien nehmen Hülsenfrüchte seit jeher einen wichtigen Platz ein. In Deutschland dagegen haben traditionelle Gerichte mit Hülsenfrüchten wie Linseneintopf, Erbsensuppe und Bohneneintopf ein negatives Image als „Arme-Leute-Essen“ bekommen und sind immer mehr vom Speiseplan verschwunden. Im Hinblick auf die Notwendigkeit zur fleischreduzierten Kost gewinnen sie als alternative Eiweiß-Lieferanten wieder zunehmend an Bedeutung. Wir sollten daher auch unsere einheimischen Sorten fördern und durch neue Rezeptideen wieder hoffähig machen,“ so Dr. Hanns-E. Kniepkamp, Leiter der Slow Food Archekommission.

Welche kulinarische Vielfalt sich mit Hülsenfrüchten auf den Teller zaubern lässt, zeigt beispielsweise der Blog Culinary Farm. Dort gibt es jeden Monat zahlreiche Rezepte zum Thema – passend zur jeweiligen Jahreszeit. Im April war es unter anderem eine Kombination aus Belugalinsen mit rohem Spargel und Erdbeeren. Ein anderes führte italienische Schwefelbohnen und halbgetrocknete Kirschtomaten sowie gebratene Artischockenherzen zusammen.

Gleich, ob Linsen, Kichererbsen, Bohnen und andere Hülsenfrüchte – sie alle enthalten viel Eiweiß und gedeihen auch auf kleiner Fläche und kargen Böden. So sind sie ein wichtiger Teil der Ernährung für viele Gemeinschaften, vor allem im Globalen Süden. Aber auch bei uns bieten Hülsenfrüchte viel – nicht zuletzt eine Alternative zu tierischen Produkten, und damit eine schmackhafte Möglichkeit, unseren Fleischverzehr zu vermindern, der in seinem derzeitigen Umfang nicht mehr lange  tragbar sein wird. Nicht zuletzt spielen diese Pflanzen auch in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle, denn sie binden Stickstoff in die Erde zurück und tragen damit maßgeblich zu einem gesunden, fruchtbaren Boden bei. 

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2016 zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte ausgerufen, um die Bedeutung dieser bescheidenen Früchte für die globale Ernährungssicherung und eine ökologisch nachhaltige Lebensmittelerzeugung zu unterstreichen, und uns wieder auf den Geschmack dafür kommen zu lassen.

Obwohl Hülsenfrüchte in der deutschen Küche vielerorts nicht im Vordergrund stehen, gibt es in Deutschland so einige autochthone Sorten. Die Slow Food Arche des Geschmacks hat vier Hülsenfrüchte an Bord: die Alblinse (Baden-Württemberg) und die Trockenbohnensorte Ahrtaler Köksje (Nordrhein-Westfalen) aus dem Köln-Bonner Raum, sowie die Paas Lintorfer Frühe (Nordrhein-Westfalen), eine Buschbohne aus dem Rheinland, als auch die Kesselheimer Zuckererbse (Rheinland-Pfalz), die beide im Sommer genutzt werden können.

Die Alblinse wurde auf der Schwäbischen Alb bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts angebaut. Die niedrigen Erträge und der große Arbeitsaufwand bei Ernte und Reinigung waren Ursachen für das völlige Verschwinden dieser uralten Nahrungspflanze in ganz Deutschland. Zwei noch in den fünfziger Jahren aufgeführte Alblinsen-Sorten sind dabei verschollen. Seit 1985 baut zunächst nur der Bioland Hof Mammel, eine Erzeugergemeinschaft, auf der Grundlage der Du Puy Linse, Sorte Anica, die Alb-Leisa wieder an. 

Das Ahrtaler Köksje gehört zu den in Deutschland selten gewordenen Trocken- oder Körnerbohnensorten. Im Gegensatz zu den meisten noch kultivierten Stangenbohnen werden solche Sorten nicht als grüne Hülse in Suppe, Salat oder als Einkochbohne verwendet, sondern ausschließlich getrocknet zur kräftigen Suppengrundlage genutzt. Im Kreis Ahrweiler sowie im Köln-Bonner Raum ist sie die einzige regional nachgewiesene Trockenbohne. Die Bohne ergibt eine sämige, leicht süßliche Suppe, die traditionell von der Ahrweiler Feuerwehr zum jährlichen Feuerfest angeboten wird. Ebenso gut schmeckt sie zum Brotaufstrich verarbeitet oder in einem bunten Salat. 

Die Paas Lintorfer Frühe wurde in den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts von der Firma „Paas & Co. Samenzucht und Samenhandlung“ aus Ratingen-Lintorf bei Düsseldorf gezüchtet und bundesweit vertrieben. Die als Hochzuchtsaatgut seit Mitte der 1940er-Jahre anerkannte und ertragreiche Bohnensorte hat sich in allen Lagen und Bodenarten bewährt. Seit den 1970er-Jahren ist die Paas Lintorfer Frühe allerdings nicht mehr am Markt erhältlich. Der Fortbestand dieser Sorte ist über das Engagement des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V. gesichert worden. Sie wird von sogenannten Paten angebaut, die das Saatgut weitergeben, verbunden mit der Bitte, die Bohnensorte selbst anzubauen und eigenes Saatgut zu gewinnen. 

Süße Schoten aus Koblenz-Kesselheim: die Kesselheimer Zuckererbse ist die bisher einzige belegbare Sorte dieses Gemüses aus dem Koblenzer Raum. An das lokale Klima und die Böden angepasst, wurde sie früher in großen Mengen als Frischgemüse für den lokalen Markt produziert. In den Koblenzer Stadtteilen und auf der Rheininsel Niederwerth hat sich der Gemüseanbau bis heute gehalten. Auf den Markt kommen die Zuckerschoten im Frühsommer, ihr typischer Erbsengeschmack ist ausgeprägter als bei den meisten modernen Sorten. Obwohl sich die Sorte immer noch starker lokaler Beliebtheit erfreut, wird sie hauptsächlich noch in Privatgärten älterer Koblenzer angebaut.

Das internationale Projekt "Arche des Geschmacks" der Slow Food Stiftung für Biodiversität schützt seit 1996 traditionelle Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturpflanzen vor dem Vergessen und Verschwinden, die unter den gegenwärtigen ökonomischen Bedingungen am Markt nicht bestehen oder "aus der Mode" gekommen sind. Die Passagiere der Arche des Geschmacks bringen Abwechslung auf den Teller und erhalten dabei die kulturelle und biologische Vielfalt der Regionen. Schwerpunkt der Arbeit ist das aktive Sammeln, Beschreiben, Katalogisieren und Bekanntmachen der Passagiere. Das Motto lautet: Essen, was man retten will! Denn: Was nicht gegessen wird, wird nicht nachgefragt, kann also nicht verkauft werden und wird deshalb nicht hergestellt. Weltweit gibt es über 2.000 Arche-Passagiere, in Deutschland sind zur Zeit 56: www.slowfood.de/biodiversitaet/arche_des_geschmacks/

www.culinaryfarm.de/iyp-2016/blogevent-huelsenfruechte-zusammenfassung-april/


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