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In Hamburg führen die Fahrten vieler Busse ihre Gäste nach Hogwarts, Narnia oder zur geheimnisvollen Insel. Die Reisenden werden in fremde Welten entführt, kämpfen gegen Drachen, lösen spektakuläre Kriminalfälle oder erleben die Romanze des Jahrhunderts. Seit 2010 hat der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) nämlich in 150 Bussen Bücherregale verbaut, die, regelmäßig mit Second-Hand-Büchern ausgestattet werden.

 

Buchhaltestellen mit Second-Hand-Büchern

Für die Bereitstellung der vielen Bücher sorgt der Gebrauchtwarenhandel Stilbruch. Dieser ist ein Tochterunternehmen der Hamburger Stadtreinigung und rettet jeden Tag mehrere LKW-Ladungen voller Möbel, Kleidung, Elektrogeräte und eben Büchern vor dem Sperrmüll. Viele der Dinge, die hier landen, stammen aus Haushaltsauflösungen oder von privaten Spendern. Seit acht Jahren stattet Stilbruch die VHH-Busse nun mit passenden Büchern aus. Von Krimi über Romanze bis hin zum Sachbuch – hier ist für jeden etwas Passendes dabei.

 

Keine Leihgebühr

Um die 50 Bücher stehen in jedem vollen Regal der 150 Busse, die mit einer der sogenannten „Buchhaltestellen“ ausgestattet sind. Viele regelmäßige Fahrgäste steuern die roten Bücherregale direkt nach dem Einsteigen an und durchstöbern das aktuelle Angebot. Wenn ein Buch dabei ist, das gefällt, suchen sie sich einen Sitzplatz und fangen an zu lesen. Wer nicht bis nach Buxtehude fährt, wird es wohl kaum schaffen, ein Buch während der Busfahrt durchzulesen. Kein Problem, denn die Bücher können nach dem Aussteigen einfach mit nach Hause genommen werden. Dafür muss man sich nirgends anmelden und auch nichts eintragen – hier funktioniert alles nach Vertrauen.

 

Das geliehene Buch kann, wenn man es ausgelesen hat, einfach zurück in ein Regal der Bücher-Busse gestellt oder aber direkt in einer der Filialen von Stilbruch abgegeben werden. Viele Hamburger nutzen auch das Angebot, selbst aussortierte Bücher in die Regale zu stellen. Immer öfter sieht man Menschen mit einem Stapel Bücher unter dem Arm in den Bus ein- und ohne sie wieder aussteigen.

 

Die Reise der Bücher

1,2 Millionen Bücher haben so in den letzten Jahren neue Leser gefunden. Etwa 40 Kisten voller gebrauchter Krimis, Romane, Sachbücher und Co. kommen jede Woche zusammen und landen in den roten Bücherregalen der VHH-Busse. Das einzigartige Projekt des VHH in Zusammenarbeit mit Stilbruch ermöglicht einen ganz neuen Umgang mit gebrauchten Büchern – diese sollen mit den Bussen nicht nur auf Tour durch Hamburg gehen, sondern eine Reise durch viele verschiedene Taschen und Bücherregale machen und so mehrere Leser in andere Welten entführen. So sind die Bücher auch mit Stickern beklebt, die dazu auffordern, die Bücherreise nicht abbrechen zu lassen. Leider haben Hamburger und Besucher nicht immer das Glück, einen der Bücher-Busse zu erwischen – die größten Chancen darauf hat man aber in den Bezirken Bergedorf, Hamburg Mitte und Osdorf. Gute Reise!


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pfele - so schmackhaft

Mittlerweile begegnen sie einem überall, wo es gute Qualitäten gibt: die Fruchtsäfte der Firma van Nahmen. Die sind wirklich der mega Hammer! Apfelsorten wie Jonagold, Sternrenette, Kaiser Wilhelm, Elstar, Boskop, Rubinette oder einfach Apfel von Streuobstwiesen werden alle separat ausgebaut und abgefüllt. Letztere beide sind gerade meine Favoriten – und ich empfehle Ihnen, sie zu probieren. Zu den herrlichen Apfelrezepten passen sie wirklich wunderbar!

Aber auch der feinherbe Apfelcidre mit 4 % Alkohol. Er riecht schon wie frisch aufgeschnittene Äpfele, wirkt sehr ehrlich, also nicht irgendwie grün und aufgesetzt, eher an etwas Zimt erinnernd. Mit seiner feinen Süße wirkt er auch nicht säuerlich, sondern leicht, erfrischend – und einfach köstlich! Mein Eindruck ist, dass Cidre gerade in Deutschland sich immer größerer Beliebtheit erfreut. In Nordspanien (Sidra) und Nordfrankreich werden Sie gar nicht umhin kommen, Cidre zu trinken. In Frankreich bekommen Sie in aller Regel den Cidre in zwei Varianten: „doux“, also süß und meist mit nur 2 % Alkohol oder „brut“- ganz trocken und herzhaft ausgebaut mit 4-5 % Alkohol. In England bekommt man in fast jeder Bar den Cider, aber Vorsicht, dort hat er meist zwischen 5 und 8 %.

Nun ist Cidre bei uns nicht neu, so kennt man ihn beispielsweise in Hessen als Ebbelwoi oder im Saarland oder Rheinland-Pfalz als Viez. Aber so fein und elegant war man die Apfelweine nicht immer gewohnt. Kein Wunder, ist van Nahmen mit seinem Cidre und Säften in fast jedem namhaften Restaurant gelistet. Wobei das Sortiment auch Traubensäfte wie Dornfelder oder Riesling umfasst – oder Stachelbeere, Johannisbeere, Rhabarber, wilde Pflaume und viele andere. Peter van Nahmen führt mit seinem Vater Rainer den traditionellen Betrieb schon in vierter Generation fort. In Hamminkeln am Niederrhein gelegen, setzen sie alles für die Erhaltung alter Streuobstwiesen ein. Zudem liegen ihnen alte Obst Kultursorten ganz besonders am Herzen. Wer weiß, wenn sich van Nahmen nicht so einsetzen würde, könnten uns die alten Sorten schon bald verloren gehen.


Natalie Lumpp ist Deutschlands führende Weinexpertin und Verfasserin zahlreicher Bücher über den Wein. Unter dem Motto Wein erleben bietet die aus vielen Medien bekannte Sommelière Weinevents, Weinseminare, Weinproben bis hin zu Weinreisen an. www.natalie-lumpp.de
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In die Fantasiewelten zwischen ihren Leder- und Leineneinbänden sind wir scho nmehr als einmal abgetaucht. Doch jetzt stehen sie bereits seit Jahren ausgelesen im Regal. 

Zeit, um für unsere dicksten Lieblingsbücher ein neues Daseinskapitel aufzuschlagen: als Pflanzenübertöpfe für Sukkulenten und Kanonierblumen.

Wir haben die genügsamen, pflegeleichten Dickblattgewächse mit Kakteenerde in kleine eckige Schüssel gepflanzt. Die Gefäße sollten in Höhe, Länge und Breite weniger Zentimeter messen, als die alten Wälzer. Nun entweder auf dem Buchdeckel oder auf der ersten Seite des aufgeschlagenen Buches mit einem Bleistift die Außenumrisse der Schüsseln vorzeichnen und mit einem Stanleymesser ausschneiden. Dann durch den gesamten Buchblock vorarbeiten, der hintere Buckdeckel bleibt ganz. Die Pflanztöpfe in den Ausschnitt stellen und die Erde mit Kiesel bedecken.

Unsere alten Wälzer zeigen sich jetzt von einer völlig neuen Seite!

Quelle: Servus
Text: Alice Fernau & Laura Winkler
Foto: Michaela Gabler

 

 


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Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel"

               (Konfuzius,  551-470 v. Chr.)

Verdammt, ist das ärgerlich! Eben ist mir beim Bergablaufen ein winzig kleiner Stein in den Schuh gerutscht. Bei meinem rechten Schuh hat sich vor einer Stunde meine Gamasche gelöst, die dafür sorgt, dass der Schuh frei von Steinen bleibt. Halb so wild, denke ich mir. Ich habe schon fast 90 Kilometer zurückgelegt. Noch über 70 trennen mich vom Ziel. Ich sollte kurz anhalten und den Schuh ausziehen. Doch dann verliere ich Zeit, kommt es mir gleich in den Sinn. Ist ja nur ein kleiner Stein, relativiere ich den Zustand. Beim nächsten Verpflegungspunkt reicht es ja noch aus. 

So laufe ich weiter, ignoriere den Stein und erfreue mich an der herrlichen Landschaft. Kurze Zeit später spüre ich eine leichte Druckstelle an der Sohle des rechten Fußes. Dieses Gefühl verstärkt sich mit jedem gelaufenen Meter. Mir wird augenblicklich klar, was dieser Schmerz bedeutet: eine Blase hat sich gebildet. Unangenehm! Und vor allem überflüssig. Als ich am nächsten Checkpoint in Arnuva meine Socken ausziehe, erschrecke ich ein wenig darüber, was sich da unter meinem Fuß gebildet hat: eine riesengroße Blase!

Kleine Dinge können irgendwann große Auswirkungen haben. „Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel“, sagte einst Konfuzius. Wir scheitern häufig nicht an den großen Aufgaben, sondern an Kleinigkeiten. Scheinbar Nebensächliches bringt uns von unserem Ziel ab.

Das Problem dabei ist, dass wir solche Kleinigkeiten häufig nicht oder zu spät wahrnehmen. Denn vieles im Leben entwickelt sich langsam und schleichend. Das ist gefährlich. Wenn du morgen aufwachen würdest und hättest 120.000 Euro Schulden, wärst du dann beunruhigt? Natürlich. Aber wenn sich die Dinge langsam entwickeln: unnötige 4,50 Euro heute, 12,50 Euro morgen, dann neigen wir dazu, das nicht ernst zu nehmen. Doch alles in unserem Leben addiert sich auf. Wenn du morgen auf der Waage plötzlich 25 Kilogramm Übergewicht hättest, wärst du dann beunruhigt? Vermutlich! Doch wenn du diesen Monat ein Kilogramm zunimmst und im nächsten Monat 1,5 Kilogramm, dann neigen wir dazu, das nicht so dramatisch zu sehen. Unterschätze nie die Bedeutung und Wirksamkeit von Kleinigkeiten, denn diese summieren sich. Jede Aktivität bringt uns unserem Ziel näher oder entfernt uns von ihm. Es gibt kein neutral. Es scheint keine Rolle zu spielen, ob wir heute eine Tafel Schokolade oder einen Apfel essen. Ob wir ein gutes Buch lesen oder im Fernsehen Seifenopern anschauen. Ob wir zehn Euro sparen oder sie ausgeben. Aber nach fünf oder zehn Jahren ist ein großer Unterschied sichtbar. Unser Leben ist die Summe aller getroffenen Entscheidungen.

Mein Impuls

Kleine Dinge können irgendwann große Auswirkungen haben. Deshalb: Achte auf Kleinigkeiten und vermeintlich Unbedeutendes.

Was sind deine Stolpersteine im Leben? Mach dir diese bewusst und schreibe sie auf.


Norman Bücher ist ein deutscher Extremsportler. Er mit 22 Jahren fand er zum Laufsport; bereits ein Jahr später lief er die 100 Kilometer von Biel. Seitdem nahm er an mehr als 100 Marathon- und Ultramarathonläufen teil. Über seine extremen Abenteuer schrieb er mehrere Bücher und hält Vorträge. www.norman-buecher.de
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Jagen und Gründen auf dem Campus

Studium zu theoretisch, Praktikum zu oberflächlich und der Nebenjob geht nicht so ganz in die richtige Richtung? So mancher Student fühlt sich nicht gut auf den Berufsalltag vorbereitet, weiß nicht, was er mit dem Gelernten anfangen soll und freut sich darauf, wenn es „richtig“ losgeht. Wer nicht so lange warten will, dem helfen wir, die Campusjäger, genau den richtigen Job zu finden.

Die Suche nach einem Praktikum oder Nebenjob kann sich oft als richtig schwierig erweisen. Zeitlich machbar muss es sein, zumindest ein wenig mit dem Studium zu tun haben und möglichst gut bezahlt. Sowas zu finden kostet Zeit – und ist umso frustrierender, wenn die Antwort ausbleibt. Das haben wir auch sehr schnell gemerkt und kurzerhand die Idee für Campusjäger gehabt. Eine Plattform, die es Studierenden ganz einfach macht, einen Job zu finden. Hier bekommst du Stellenangebote angezeigt, die auf deine Qualifikationen und Wünsche zugeschnitten sind. Auf Angebote, die du interessant findest, kannst du dich mit ein paar Sätzen bewerben, das Anschreiben fällt somit weg. Und da wir in jedem Unternehmen persönliche Ansprechpartner haben, ist eine Antwort garantiert.

Die Gründer

Aber wer sind eigentlich “wir”? Jannik, Martin und Matthias. Allesamt Wirtschaftsingenieure. Gründen wollten wir schon zu Beginn unseres Studiums am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Nicht nur theoretisches Wissen ansammeln, sondern gleich in die Praxis starten, das war der Plan! Dabei ist es nun nicht unbedingt üblich, parallel zum Studium auch noch ein Unternehmen aufzubauen. Aber Karlsruhe bietet dafür alles, was das Gründerherz begehrt. Eines der größten Hindernisse ist immerhin, dass neben dem Studium oft gar keine Zeit für sowas bleibt. Leugnen lässt es sich auch nicht, dass ein eigenes Unternehmen zusätzlichen Aufwand bedeutet. Ganz ohne das ein oder andere Opfer geht es halt nicht. Zum Glück lässt sich das Studium am KIT recht flexibel gestalten, sodass sich beides relativ gut miteinander verbinden lässt und die Freizeit nicht so sehr darunter leidet.

Das Geld war nochmal eine ganz andere Sache. Unsere ersten Ausgaben haben wir gedeckt, indem wir eines unserer WG-Zimmer über Airbnb vermietet haben. Gewohnt und gearbeitet haben wir im verbleibenden Zimmer. Nicht sehr gemütlich, dafür praktisch! Ganz alleine steht man hier aber auch nicht da. Das KIT selbst und auch einige Hochschulgruppen wie die PionierGarage unterstützen und engagieren sich für studentische Gründer. Dabei gewann unser Geschäftsmodell mehrere Wettbewerbe, wie den Gründungswettbewerb GROW der PionierGarage und den Gründerpitch des KIT, veranstaltet von der Gründerschmiede. Hier konnten wir wichtige Kontakte knüpfen und es zeigte sich schnell, dass Interesse und Potenzial vorhanden sind. Daher konnte auch jeder recht schnell wieder sein eigenes Zimmer beziehen.

Starthilfe von Experten

Der nächste große Schritt war das erste „eigene“ Büro. Dieser Traum wurde mit dem Einzug in das CyberLab der Hoepfner Burg in Karlsruhe wahr. Ein Gründerzentrum, das gerade neuen Unternehmen unter die Arme greift. Verschiedene Startups arbeiten hier gleichzeitig an ihrem Erfolg, ständig unterstützt durch erfahrene Gründer und Mentoren, die mit vielen Tipps zur Seite stehen und ihr Wissen weitergeben. Bewerben kann sich jedes Startup aus der IT- und Hightech-Branche, über den Einzug entscheidet letztlich eine Jury. Wer mit viel Engagement und Leidenschaft dabei ist, hat gute Chancen auf einen Platz! Neun Monate konnten wir hier wachsen und vor allem lernen, oft auch aus Fehlern. Dann wurde es Zeit, auf eigenen Füßen zu stehen.

Nun unterstützen wir bereits seit über drei Jahren Studierende und Absolventen dabei, passende Jobs zu finden und vereinfachen umgekehrt die Mitarbeitersuche für Arbeitgeber. Ohne die Unterstützung von unterschiedlichen Seiten hätte das alles jedoch nicht so schnell geklappt – vielleicht sogar überhaupt nicht. Im Laufe der Zeit hat sich aber auch noch jede Menge getan: Wir haben viele neue Mitarbeiter, vor allem aber Freunde gewonnen, sind in ein neues Büro umgezogen und hatten jede Menge Spaß bei Teamevents wie Go-Kartfahren, dem Ausbrechen aus dem EscapeRoom und gemeinsamem Flammkuchenessen.

Würden wir es nochmal machen?

Auf jeden Fall! Auch wenn es anstrengend ist und manchmal wirklich gar keinen Spaß gemacht hat. Gerade am Anfang musste öfter mal eine Nacht durchgearbeitet werden, in der Klausurenphase hatte ein Arbeitstag schnell 13 Stunden und mehr und auch jetzt müssen wir noch manchmal für einige Stunden aus dem Büro verschwinden, um zur Uni zu gehen. Aber missen wollten wir es auch nicht mehr. Was auch an unserem tollen Team liegt. Fast alle Campusjäger sind noch Studenten, so wie wir. Okay, es gibt ein paar Ausnahmen, zum Beispiel hat Matthias mittlerweile seinen Bachelor in der Tasche. Aber die meisten sind als Praktikanten oder Werkstudenten dabei. Dadurch sind wir ganz nah dran und wissen genau, was sich als Praktikum, Nebenjob oder auch als Berufseinstieg eignet.

Bist du jetzt neugierig geworden? In unserem Büro gibt es immer noch viel Platz und wir suchen eigentlich immer nach Verstärkung! Schau dir einfach mal unsere aktuellen Stellenangebote an – bestimmt ist auch das Richtige für dich dabei. Und falls nicht, kannst du dir auch Praktika bei anderen Startups anschauen. Vielleicht gefällt es dir so gut, dass du selbst bald Gründer bist?!

Fakten zu den Campusjägern:

  • Studentische Personalvermittlung
  • Großes Arbeitgeber-Netzwerk
  • Übersichtliche Online-Stellenbörse für Praktika und Absolventenjobs
  • Für Bewerberinnen und Bewerber kostenfrei
  • campusjaeger.de | www.facebook.com/campusjaeger


Quelle: Karlsruhe Blog


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