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Wein & Schokolade

Man mag es ja kaum glauben – aber jahrzehntelang wurde den Sommeliers gepredigt, dass Wein und Schokolade auf keinen Fall miteinander harmonieren! Die große Ausnahme war dabei schon immer der rote Dessertwein Banyuls aus Südfrankreich. Dieser Wein aus dem Roussillon riecht und schmeckt schon wie flüssige Schokolade. Wenn Sie dann auch noch einen lauwarmen Schokoladenkuchen dazu probieren, werden Sie ganz begeistert sein. 
Mich wollte das nie so richtig überzeugen; und so habe ich erst angefangen, zu Schokoladendesserts Ruländer Beerenauslesen oder Trockenbeerenauslesen zu reichen. Im Übrigen passen rote Portweine auch ganz exzellent dazu. Diese können Sie heute in kleinen 0,375 l Flaschen kaufen. Wenn die einmal geöffnet ist, sollten Sie diese schon in den nächsten Wochen auch trinken, es wäre nämlich schade, wenn der Wein oxidiert (das riecht und schmeckt dann ein bissl’ wie Pflaumenmus). Im Winter eignet sich so ein Glas Port auch herrlich als Aperitif – vielleicht haben Sie sogar einen offenen Kamin? 
Entschuldigen Sie, jetzt bin ich ja ganz weggekommen von der Schokolade! Die ersten Kombinationen hatte ich mit einem Koch zusammen gezaubert. Er hatte tolle Gerichte mit etwas Schokolade zubereitet, und das war richtig klasse zum Wein: - Rehrücken in dunkler Schokoladensauce und dazu einen Merlot. In den letzten Jahren kam ja dann immer mehr das Thema „Wein & Schokolade“ auf. Dazu muss natürlich gesagt werden, dass zu dieser Zeit auch die hochwertigen Schokoladen in Deutschland den Markt erobert haben. Wenn Sie eine der populären Industrieschokoladen nehmen, sind diese allerdings meist nicht unbedingt zum Wein gedacht. Vollmilchschokoladen und besonders solche mit viel Zucker passen besser pur oder zum Kaffee oder zur warmen Milch.
Die hochwertigen Schokoladen bringen dagegen oft einen höheren Kakaoanteil mit und entsprechend weniger Zucker. Da ich die dunklen Schokoladen vorziehe, habe ich auch schnell herausgefunden, dass Rotweine im Barrique gereift, besonders gut dazu passen. Bei Weißweinen und Schokoladen war ich ehrlich gesagt ziemlich skeptisch. Umso mehr hat mich vor Jahren Eberhard Schell von der gleichnamigen Schokoladenmanufaktur in Gundelsheim überrascht und überzeugt! Er kreierte sogar eigens für Riesling die passende Schokolade – eine Milchschokolade mit Orangen- und Zitronenzesten, sowie grobem Meersalz, was wiederum die Mineralität im Wein aufnimmt. Oder zu Grauen Burgundern gehen gerade Schokoladen mit Nüssen ganz hervorragend. 
Weiße Schokoladen - habe ich festgestellt - harmonieren super mit edelsüßen Weinen.
Mittlerweile bin ich zu einem der größten Fans von Wein & Schokoladen mutiert. Unvergesslich wird mir immer bleiben, wie ich nachts von einer Veranstaltung nach Hause kam. Meine Schwägerin Erika war zu Besuch und saß noch mit meinem Mann in der Küche. Da wollte ich einmal die Probe aufs Exempel starten: ich hatte eine dunkle Schokolade mit frischen Thymian und dazu den für mich absolut passenden Rotwein aus dem Languedoc. Dazu muss festgehalten werden, wir alle drei essen ganz selten Schokolade, und wir trinken eher Weißwein. Sie werden es nicht glauben – die Schokolade war in ungefähr drei Minuten aufgeputzt und der Wein war zehn Minuten später auch leer. Es war einfach in dieser Kombination ein gigantisch harmonisches Geschmackserlebnis – etwa so wie ein Blumenstrauß in den passenden Farben -, sodass man immer wieder noch einen Schluck Wein, noch ein Stück Schokolade nehmen musste! Selten habe ich erlebt, dass eine Schokolade den Wein wirklich noch um drei Etagen nach oben katapultiert.
Seither suche ich immer wieder nach neuen ebenso tollen Kombinationen – und immer wieder mit großem Erfolg! 
Ich kann Ihnen auch versichern, dass ich seither trotzdem noch nicht zugenommen habe. Gerade bei den dunklen Schokoladen reichen ja schon  kleine Mengen aus, um einen schnellen Sättigungsgrad zu erreichen. Wenn ich Seminare zu Wein und Schokolade gebe, merke ich jedes Mal, dass das Weinglas in einer solchen Verbindung viel schneller ausgetrunken wird. Dazwischen machen wir manchmal eine Gulaschsuppe zur Stärkung…


Der lateinische Name Theobroma cacao – übersetzt der Kakaobaum- bedeutet „Speise der Götter“.
Bei den Römern und Griechen galt der Wein als göttlich! Daher wurden auch bei den Griechen Dionysos, beziehungsweise Bacchus bei den Römern als Gott des Weines verehrt.

Wie der Wein enthält auch die Schokolade Polyphenole. Diese Antioxidanzien gelten als sehr gesund, sie schützen vor allem vor Zellschädigungen, und sie wirken entzündungshemmend. Zudem muss man auch die positiven Effekte der Omega-3- Fettsäuren erwähnen, welche das schlechte LDL- Cholesterin senken und das gute HDL- Cholesterin unterstützen. Diese stammen aus der Kakaobohne, und sie sind deshalb besonders stark in den dunklen Schokoladensorten vertreten.
Weithin ist ja zweifellos auch bekannt, dass Schokolade glücklich macht! Schokolade enthält nämlich die Aminosäure Tryptophan, aus der Serotonin gebildet wird – das Glückshormon. Und dass ein Gläschen Wein sehr entspannend wirken kann, brauche ich Ihnen gar nicht erst zu erzählen; also ran die Schokolade und an den Wein… 


Natalie Lumpp ist Deutschlands führende Weinexpertin und Verfasserin zahlreicher Bücher über den Wein. Unter dem Motto Wein erleben bietet die aus vielen Medien bekannte Sommelière Weinevents, Weinseminare, Weinproben bis hin zu Weinreisen an. www.natalie-lumpp.de
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Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben"(Konfuzius, 551 bis 470 v. Chr.)

 

 

 

Im Jahr 2008 entschied ich mich, meinen sicheren und gutbezahlten Job als Unternehmensberater an den Nagel zu hängen und künftig mein Geld als Extremsportler und Vortragsredner zu verdienen. Das Ganze war natürlich mit einem großen Brocken Risiko behaftet, überhaupt keine Frage. Als Unternehmensberater hatte ich jeden Monat mein sicheres und gutes Einkommen. Dieses war von einem Monat auf den anderen nun weg. Ich musste mich zu Beginn meiner Selbstständigkeit mehr als einmal fragen, wie ich den kommenden Monat finanziell überstehen und wie es überhaupt weitergehen kann. In den Anfangsjahren musste ich auf jeden Euro achten und war über jeden einzelnen Vortrag glücklich, den ich halten durfte. Meine Lauf-Expeditionen waren, speziell zu Beginn meines Unternehmertums, zum Erfolg verdammt. Ein Scheitern konnte ich mir fast nicht leisten. Ich musste meine sportlichen Projekte zunächst komplett aus eigener Tasche vorfinanzieren. Finanzsponsoren, die bekannte Extrembergsteiger unterstützen, hatte ich nicht. Deshalb musste ich zunächst in Vorleistung gehen und hoffen, dass die sportlichen Projekte am Ende das Geld in Form von Vorträgen und Büchern wieder hereinholten. Das brachte mir mehr als nur eine schlaflose Nacht. Doch nur weil ich ein Risiko einging und kurzfristig Verzicht übte, kam ich langfristig auf den für mich richtigen Weg.

Nur weil ich meine Komfortzone verlassen und auf kurze Sicht Opfer gebracht habe, führe ich heute ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben. Mein Wille und meine Selbstkontrolle haben mich dorthin gebracht, wo ich heute stehe. Es gab Tausend Dinge, die dagegen sprachen, mich dem „Beruf Extremsportler“ zu widmen. Unzählige Gründe hätten den Aufbau eines eigenen Unternehmens verhindern können: Absagen, Zurückweisungen, Liquiditätsprobleme und andere Risiken. Aber meine langfristige Perspektive sah ich persönlich eben positiv. Und genau diese Perspektive, aus meiner großen Leidenschaft einen Beruf zu machen, ließ mich immer wieder meine persönliche Komfortzone verlassen und auch schwierige, unangenehme Aufgaben in Angriff nehmen. Wenn es kritisch wurde, dachte ich fünf bis sechs Jahre voraus und stellte mir vor, wie ich als Unternehmer erfolgreich bin.

Einige Menschen sind bereit, den Preis für ihren Erfolg zu bezahlen. Und zwar lange bevor er in Sichtweite kommt. Sie denken langfristig. Die meisten Menschen aber besitzen einen kurzen Zeithorizont. Sie streben nach unmittelbarer Belohnung und legen oft Verhaltensweisen an den Tag, die langfristig negative Folgen haben. Diese Menschen verweilen lieber in ihrer Komfortzone. Warum ist das so? Weil der Mensch über ein zweipoliges Antriebssystem, eine Art inneres Betriebssystem, verfügt: Freude und Schmerz. Grundsätzlich versucht unser Gehirn stets, Schmerzen zu vermeiden und Freude zu erfahren. Dabei ist das Bedürfnis, Schmerzen zu vermeiden, der stärkere von beiden Faktoren. Wenn wir uns nun beispielsweise vornehmen, mit Sport anzufangen, müssen wir zunächst die Hürde „kurzfristiger Schmerz“ bei den ersten Trainingsstunden überwinden, um mittel- bis langfristig das Ziel „Freude“ beim Sport erlangen zu können. Und das erfordert die Überwindung des berühmten inneren Schweinehundes. Zumindest zu Beginn. Deshalb ziehen viele Menschen lieber die kurzfristige Freude (Schokolade) der langfristigen (schlanke Figur durch Sport) vor und bleiben in ihrer Komfortzone.

Erfolgreiche Menschen sind bereit, in den sauren Apfel zu beißen. Sie tun dies, weil ihnen ihre Ergebnisse und langfristige Perspektive wichtig sind. Weniger erfolgreiche Menschen sind bestrebt, möglichst angenehme Methoden zu finden, um durch das Leben zu gehen. Sie suchen Entspannung, liegen in der Sonne, lenken sich ab, verlieren sich in alltäglichen Banalitäten, während erfolgreiche Menschen bestrebt sind, an sich und ihren Zielen zu arbeiten.

Mein Impuls

Kurzfristige Opfer sind der Preis, den du für langfristige Sicherheit bezahlen musst. Verzögerte Belohnung ist der Schlüssel zum Erfolg. Denk immer an die langfristigen Folgen deines Tuns! Das erfordert Disziplin und Selbstkontrolle. Und diese Fähigkeiten sind jedem Menschen möglich.

Wenn es dir gelingt, dich selbst zu kontrollieren und nicht jedem Verlangen sofort nachzugehen, musst du zwar kurzfristig Verzicht üben, hast jedoch auf lange Sicht viele Vorteile. Das Maß, in dem es dir gelingt, den Preis des Erfolgs im Voraus zu bezahlen und auf Belohnungen zu verzichten, bis du dein Ziel erreicht hast, entscheidet über den wahren (langfristigen) Erfolg.


Norman Bücher ist ein deutscher Extremsportler. Er mit 22 Jahren fand er zum Laufsport; bereits ein Jahr später lief er die 100 Kilometer von Biel. Seitdem nahm er an mehr als 100 Marathon- und Ultramarathonläufen teil. Über seine extremen Abenteuer schrieb er mehrere Bücher und hält Vorträge. www.norman-buecher.de
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Unternehmerinitiative Fairantwortung setzt ein sichtbares Zeichen der Nachhaltigkeit

Die Allee der Nachhaltigkeit ist komplett. 26 Bäume prägen nun die Pflugfeldstraße im Baden-Badener Stadtteil Oos. Aber nicht irgendwelche Bäume wurden dort gepflanzt. Sondern ausschließlich solche, die der Klimawandel nichts anhaben kann. "Im Sommer müssen sie langen, heißen Trockenperioden widerstehen und im Winter die Kälte oder den Starkregen. Nicht jeder mitteleuropäische Baum ist für diese Spannbreite auf Dauer resistent genug", erklärte Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen. Deshalb stammen die Bäume aus allen Kontinenten, ausgesucht von Experten. Zwölf davon wurden vor einem Jahr gepflanzt, 14 weitere folgten nun. Ermöglicht hat dies die Unternehmerinitiative Fairantwortung. Damit wolle man ein Zeichen setzen, sagte Vorstand Andrea-Alexa Kuszák. „"Jeder spricht über Nachhaltigkeit, aber in Wirklichkeit sieht und hört man kaum etwas davon", beschreibt sie die Idee hinter der Allee. "Wir wollten Sichtbarkeit schaffen. Hier kann man den Bäumen quasi beim Wachsen zusehen."

„Besonders erfreulich ist es, für dieses Vorhaben, zahlreiche Unternehmen und Persönlichkeiten aus Baden-Baden wie der gesamten Region gewonnen zu haben“, freut sich Alexa-Andrea Kuszák. Fairantwortung setzt sich für ein Miteinander von Mensch und Natur ein. „Wirtschaftlicher Erfolg und Umweltbewusstsein sind kein Widerspruch“, machte sie deutlich. Dafür wirbt die in Karlsruhe gegründete und rund 120 Mitglieder und Unterstützer zählende Initiative. „Zum anderen ist es uns ein Anliegen, sichtbar zu machen, dass in der Wirtschaft, in den Unternehmen schon sehr viel in Sachen Nachhaltigkeit passiert, ohne dass darüber gesprochen wird. Und für beide Ziele ist diese Allee der Nachhaltigkeit ein sichtbares Zeichen und ein nachahmenswertes Beispiel.“

Lobende Worte für das Projekt fand auch Margret Mergen. „Das zeigt, dass sich die Wirtschaft sehr wohl mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit und damit der Bewahrung der Schöpfung verbunden fühlt", betonte sie und fügte hinzu: "Ich bin dankbar, weil es auch für die Stadt Baden-Baden eine Bereicherung ist."

 

Bei den gepflanzten Bäumen handelt es sich um Arten aus verschiedenen Erdteilen, unter anderem um Exemplare der Silberlinde, des Eisenholzbaums, der Stadtulme, der Baummagnolie oder der japanischen Zelkove und der ungarischen Eiche. Für die gesamte Allee hat Fairantwortung entsprechende Baumpaten organisiert, die für den Erwerb der Bäume wie für die Pflege aufkommen.

Fairantwortung setzt sich für ein Miteinander von Mensch und Natur ein. „Wirtschaftlicher Erfolg und Umweltbewusstsein sind kein Widerspruch“, machte sie deutlich. Dafür wirbt die in Karlsruhe gegründete und rund 120 Mitglieder und Unterstützer zählende Initiative. „Zum anderen ist es uns ein Anliegen, sichtbar zu machen, dass in der Wirtschaft, in den Unternehmen schon sehr viel in Sachen Nachhaltigkeit passiert, ohne dass darüber gesprochen wird. Und für beide Ziele ist diese Allee der Nachhaltigkeit ein sichtbares Zeichen und ein nachahmenswertes Beispiel.“

Für alle Aktivitäten von Fairantwortung gilt dabei ein Grundprinzip: „Fairantwortung ist pragmatisch und nicht ideologisch“, machte Andrea-Alexa Kuszák deutlich. Den erhobenen Zeigefinger gibt es bei der Initiative nicht. Es geht darum, möglichst viele mit auf die Reise der Nachhaltigkeit zu nehmen und das Bewusstsein dafür zu schärfen. „Dieser Ansatz bringt für das Miteinander von Mensch und Natur deutlich mehr als Gebote und Verbote“, führte sie weiter aus.

Besonders dankte Andrea-Alexa Kuszák der Oberbürgermeisterin von Baden-Baden: „Sie sind eine Unterstützerin der ersten Stunde von Fairantwortung. Und auch bei diesem Projekt kam sofort die Zusage.“ Ebenso herzlich dankte sie den Fördern und Unterstützern: „Ohne sie wäre diese Allee der Nachhaltigkeit nicht möglich gewesen.“ 


Alexandra und Ralph Suikat (Ettlingen), Biologische Heilmittel Heel (Baden-Baden), die neue Welle (Karlsruhe), Etherington E2R Consulting (München), E. Wertheimer GmbH (Baden-Baden), Fairantwortung gAG (Karlsruhe), Henriette und Paul Heinze (Baden-Baden), Stiftung Sparkasse Baden-Baden (Baden-Baden), Termotek GmbH (Baden-Baden), Rolf J. Wertheimer (Baden-Baden), RIZZI & Co. (Baden-Baden), Mercedes Benz Werke (Gaggenau und Rastatt), Canbaum GmbH (Baden-Baden), Grenke AG (Baden-Baden), HaLog MCI GmbH & Co. KG (Baden-Baden), Ebner Stolz (Karlsruhe), Heike Schauz und Eric Brieden (Baden-Baden).

 

Fairantwortung:

Fairantwortung ist eine Unternehmerinitiative und ein Bürgerforum gleichermaßen. In Karlsruhe 2013 gegründet, steht Fairantwortung mit seinen rund 120 Mitgliedern und Unterstützern für ein Miteinander von Mensch und Natur.  Ökonomisches Denken und „fairantwortliches“ Leben und Handeln sind kein Widerspruch – das zeigen wir an konkreten Lösungen auf, verstehen uns dabei als Ideengeber, Informationsplattform und Mitmachgemeinschaft. Fairantwortung handelt Heute für Morgen.

Dabei geht es uns nicht um Verbote. Es geht nicht um Verzicht. Es geht nicht um den erhobenen Zeigefinger. Fairantwortung will zeigen, dass man Gutes für Mensch und Natur tun kann, ohne auf Lebensqualität, auf Genuss, auf gewohnte Standards zu verzichten. Das gilt im Privaten wie bei der Arbeit. Es geht darum, zu sensibilisieren und Alternativen aufzuzeigen.

Ökonomisch. Ökologisch. Logisch!  

 

 

 

 


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„Helles Fleisch – heller Wein und dunkles Fleisch – dunkler Wein“ – das war über Jahre der Kennertipp. Aber spätestens seit wir wissen, dass die Sauce das Gericht mehr beeinflusst als das Fleisch, gehen wir ganz andere Wege. Ich selber hatte da mein großes Aha-Erlebnis mit einem Wildhasenfilet in einer Spekulatiussauce, welches für mich mit einem gereiften süßen Riesling unvergesslich wurde!

Beim Kochen ist für mich ein Wein in einer Sauce ja fast unverzichtbar! Der Wein bringt eine feine Säure mit - und damit eine Dimension, wie man sie sonst fast nicht hinbekommt. Sie brauchen auch wegen des Alkohols keine Sorge zu haben, der verkocht vollständig, sodass auch die Kinder getrost mitessen können.

Oft bekomme ich gesagt, dass der Wein mitgekocht werden soll, der auch anschließend dazu getrunken werden soll. Das kann ja teuer werden! Aber im Ernst, wenn der Wein verkocht, tut es wohl auch eine einfachere Qualität. Mit dem erfahrenen Koch Vincent Klink bin ich übereingekommen, dass wenn jemand Wert darauf legt, den passenden Wein mit hinein zu kochen, dann geben wir ganz zum Schluss einen kleinen Schluck von dem Trinkwein hinein. Wobei sich andererseits auch nicht leugnen lässt, dass ein guter Wein auch in der Sauce schmackhaft ist. Zu Sahnesaucen, sowie zu weißen Saucen finde ich einen Schluck Süßwein (Spätlese, Auslese, etc.) grandios gut! Bitte unbedingt ausprobieren!

Eine super Alternative dazu wäre etwas Sherry, Madeira oder Marsala. Bei roten Saucen bringt Portwein eine feine Süße und auch ein komplexes Geschmackserlebnis mit.

Zu den Rezepten:

Die klassische braune Sauce verlangt regelrecht nach einem Rotwein. Mit der Himbeer-Balsam -Sauce gehen kräftige Weine mit üppiger Frucht exzellent, wie zum Beispiel ein Merlot. Sobald ein gebratenes oder gegrilltes Steak dabei ist, kommen die  Barrique gereifte Weine besonders zum Zuge. Die Röst– und Grillaromen vom Steak verschmelzen regelrecht mit den Röstaromen des Barriqueausbaus! Ein absoluter Hammer ist in dieser Hinsicht der „Schwarze Bulle“ eine trockene Rotweincuvée vom Weingut Metzger in der Pfalz! Tiefschwarz mit einem verführerischen Duft an Amarenakirschen, Lakritz und Kokos erinnernd. Mit seiner kraftvollen, aber dabei auch runden und geschmeidigen Art kann er auch locker bei den Überseeweinen mithalten!

Zur klassischen Buttersauce braucht es unbedingt einen runden Burgunderwein. Ob Chardonnay, Auxerrois, Weiß – oder Grauburgunder – sie heben jedes Gericht mit Buttersauce. Von Natur aus bringen die Burgunderrrebsorten weniger Säure mit, dafür mehr Schmelz und Cremigkeit. Beim Ausbau im kleinen Eichenholzfass sorgen viele Kellermeister für den malolaktischen Säureabbau, das heißt mittels Michsäurebakterien wird die etwas „räsche“ Äpfelsäure in die weiche und cremige Milchsäure umgewandelt. Diese Weine können Sie wirklich als Gaumenschmeichler bezeichnen – cremig und rund. Und dann noch zur Butter – oder Sahnesauce – hmmh…

Da kommt der „Weiße Bulle“ vom Weingut Metzger wie gerufen. Eine Cuvée von Weissburgunder und Chardonnay, ein kleiner Teil wurde im Barrique ausgebaut. Trotz seiner so geschmeidigen Art wirkt er frisch und sehr elegant.

Das Weingut Metzger aus Grünstadt- Asselheim startet seit zwei Jahren so richtig durch! Sie haben sich etwas vergrößert, tolle neue Etiketten – und richtig klasse Weine! Wenn Sie ein paar Tage Zeit haben: dort können Sie auch einkehren und übernachten.

Weil die Weine so Spaß machen, haben wir das Paket mit dem „Flying Pig“ – einem Secco Rosé ergänzt. Der trinkt sich zum Aperitif oder „pur“ genossen genial gut!


Natalie Lumpp ist Deutschlands führende Weinexpertin und Verfasserin zahlreicher Bücher über den Wein. Unter dem Motto Wein erleben bietet die aus vielen Medien bekannte Sommelière Weinevents, Weinseminare, Weinproben bis hin zu Weinreisen an. www.natalie-lumpp.de
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