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Öko-Bauern arbeiten ohne chemisch-synthetische Pestizide.
Sie fördern die Selbstregulationsmechanismen der Pflanzen und beugen mit geeigneten Kulturmaßnahmen Erkrankungen vor. Hierzu gehören eine angepasste Standort- und Sortenwahl, schonende Bodenbearbeitung, weite Fruchtfolgen,konsequente Pflanzenhygiene, gezielte Düngung und Förderung von Nützlingen. Dreh- und Angelpunkt jeder landwirtschaftlichen Nutzung im Öko-Landbau ist die Gesunderhaltung des Bodens -eine Pflanze kann nur auf einem gesunden Boden gesund heranwachsen. Als Saatgut verwenden Öko-Bauern gesundes und widerstandsfähiges Material. Wenn möglich wird - wie bei den Kartoffeln- das Saatgut vorgekeimt. So bekommt die Nutzpflanze ausreichend Vorsprung vor konkurrierenden Wildkräutern und Krankheiten wie die Krautfäule.

Ökologische Pflanzenschutzmittel
Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, greift auch der Öko-Bauer auf Pflanzenschutzmittel zurück.Dies sind natürlich vorkommende Stoffe auf naturstofflicher Basis wie Extrakte des Neem-Baumes oder auf mikrobieller Basis wie Pilzsporen.Besonders starker Krankheits- oder Schädlingsbefall kann dabei vereinzelt zu Ertragseinbußen führen.Diese natürliche Form des Pflanzenschutzes verursacht jedoch keine Rückstände in Lebensmitteln,schont die Umwelt und bewahrt die biologische Vielfalt.

Sonderfall Kupfer
Eine besondere Rolle nehmen Kupferpräparate im ökologischen und im konventionellen Landbau ein,die sehr wirksam gegen Pilzkrankheiten wie den falschen Mehltau,Schorf oder Krautfäule wirken. Im ökologischen Wein-, Hopfen- und Obstbau gibt es zurzeit keine geeignete Alternative. Kupfer ist für Mensch, Tier und Pflanze ein lebensnotwendiger Mikronährstoff, der in Mangelsituationen sogar gedüngt werden muss. Da sich das Metall nicht abbaut,besteht die Gefahr, dass es sich bei regelmäßiger Anwendung im Boden anlagert und in zu ohen Konzentrationen bestimmte Organismen schädigen kann.

Suche nach Alternativen
Seit über 15 Jahren arbeiten Bauern und Forscher daran, mit neuen Verfahren die benötigte Kupfermenge so weit zu reduzieren, dass sie dem Bedarf der Pflanze entspricht. Kupferanlagerungen können dann ausgeschlossen werden. Bei Hopfen und Kartoffeln deuten sich erste Erfolge an. Geforscht wird auch an Verbesserungen der Wirksamkeit und der Anwendungstechniken von Pflanzenstärkungsmitteln.Die Öko-Anbauverbände wie Naturland und Demeter begrenzen bereits heute die Aufwandsmenge auf 3 bzw. 4 kg bei Hopfen pro Hektar/Jahr, die EU-Öko-VO auf 6 kg/ha. In der konventionellen Landwirtschaft sind die drei bis vierfachen Mengen zulässig.

Was würde ein Verbot von Kupfer bedeuten?
Viele Öko-Betriebe könnten bestimmte ökologische Kulturen nicht mehr erzeugen. Es wäre fraglich, ob es dann beispielsweise Bier und Wein noch in ökologischer Qualität zu kaufen gäbe. Die betroffenen Betriebe würden wieder konventionell umstellen und dürften höhere Kupfermengen und alle zugelassenen chemisch-synthetischen Pestizide einsetzen.Dies hätte für den Öko-Landbau und unsere Umwelt dramatische Folgen.

Konventionelle Pflanzenschutzmittel
Die Chemischen Untersuchungsämter in Baden-Württemberg kamen für 2007 zu dem Ergebnis,dass konventionelles Gemüse 32-mal so stark und konventionelles Obst 6,5-mal so stark mit Pestiziden belastet sind wie Öko-Waren. Die Rückstände in den Öko-Lebensmitteln stammen i.d.R. ebenfalls aus der konventionellen Landwirtschaft. Auch die Grenzwerte für die chemisch-synthetischen Pestizide sind sehr umstritten: Allein 2006 kam es zu 188 Höchstwert-Anhebungen, im Schnitt um das 3-Fache! Seit September 2008 gilt für den krebsverdächtigen Wirkstoff "Boscalid" nicht mehr der Höchstwert von 0,01 mg/kg sondern von 40 mg/ kg und für den giftigen Stoff "Cyprodinil" statt 0,05 mg/kg nun 10 mg/kg.Fazit: Es gibt auch beim Pflanzenschutz heute keine Alternative zum Öko-Landbau. Die Öko-Bauern sind sich ihrer besonderen Verantwortung und des ihnen entgegengebrachten Vertrauens bewusst. Sie werden auch zukünftig daran arbeiten,gesunde Lebensmittel zu erzeugen und dabei die Umwelt nach bestem Wissen und technischem Stand zu schonen.

Quelle: Naturland – Verband für ökologischen Landbau e. V.

 

 


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In den Chefetagen geht es in Sachen Frauenanteil voran: Dem neuen Führungskräftemonitor des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge hat sich der Anteil von Frauen in Führungspositionen zwischen 1995 und 2015 um rund zehn Prozentpunkte vergrößert - auf nun etwa 30 Prozent. Jedenfalls ist das dann der Fall, wenn man nicht nur Vorstände und Aufsichtsräte, sondern auch niedrigere Führungspositionen mit berücksichtigt. Allerdings bleiben die Frauen in den Chefetagen damit noch immer deutlich in der Minderheit.

 

Die Studie basiert auf Daten des sozio-ökonomischen Panels und damit auf einer repräsentativen Befragung der immer gleichen Haushalte, die in regelmäßigen Abständen wiederholt wird.

Die Studie basiert auf Daten des sozio-ökonomischen Panels und damit auf einer repräsentativen Befragung der immer gleichen Haushalte, die in regelmäßigen Abständen wiederholt wird. Sie verrät zudem viele Eigenschaften und Lebensgewohnheiten deutscher Chefs. Etwa, wie lange sie arbeiten. Frauen in Führungspositionen schaffen es häufiger, pünktlich nach Hause zu gehen oder gar ihre Position in einer Teilzeitstelle auszuüben: Viel mehr weibliche als männliche Führungskräfte gaben an, weniger als 35 Stunden in der Woche zu arbeiten. Dagegen gaben viel mehr männliche als weiblich Führungskräfte an, mehr als 50 Stunden in der Woche am Schreibtisch zu sitzen. Im Mittelfeld, zwischen 35 und 50 Stunden, waren Männer und Frauen etwa gleich häufig unterwegs.

Die Daten geben auch Aufschluss über das Alter und die Herkunft der Führungskräfte: Weibliche Chefs sind demnach im Durchschnitt mit 41 Jahren knapp drei Jahre jünger als männliche. Die Führungskräfte hierzulande sind noch immer in der großen Mehrzahl deutsch. Der Anteil an Führungskräften mit Migrationshintergrund ist aber gestiegen: Zuletzt betrug er unter den männlichen Chefs 22 Prozent und unter den weiblichen 27 Prozent.

Frauen in Führungspositionen sind seltener verheiratet und leben auch seltener mit ihrem Partner zusammen als Männer in Führungspositionen. Und nur selten leben Führungskräfte mit Kindern unter 16 Jahren in einem Haushalt - besonders bei Führungsfrauen ist das die Ausnahme. 73 Prozent der befragten weiblichen Chefs und 65 Prozent der befragten männlichen Chefs gaben an, kinderlos zu sein oder schon ältere Kinder zu haben. 13 Prozent der Führungskräfte beschäftigen eine Haushaltshilfe - das gilt für Männer wie für Frauen.

Trotzdem machen die weiblichen Führungskräfte noch mehr selbst im Haushalt als die männlichen: 86 Prozent der Frauen machte zusätzlich zum Job täglich noch mindestens eine Stunde Hausarbeit. Nur bei 58 Prozent der Männer war das der Fall; dafür wendeten die Männer mehr Zeit für Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten im Haushalt auf.

 

 

 

 


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Die Coffee-to-go-Mentalität ist im Alltag und damit auch in den Mülleimern angekommen. Öffentliche Plätze ertrinken in der Flut der entsorgten Einwegbecher. In acht Städten wurde mit Mehrweg-Pfandsystemen der Einwegbecherflut der Kampf angesagt.

Tchibo ist jetzt auch dabei: Nachdem inzwischen immer mehr Cafés Mehrwegkaffeebecher verkaufen, will jetzt auch die Kaffeekette ihre Kunden dazu bewegen, auf die üblichen Einwegbecher zu verzichten – mit einem besonders günstigen Mehrwegbecher zum Einführungspreis von 1,50 Euro. Wer seinen Kaffee darin füllen lässt, bekommt einen Preisnachlass von 10 Cent.

Die Aktion zeigt: Die negativen Auswirkungen der Coffee-to-go-Einwegbecher rücken immer mehr in das Bewusstsein der Unternehmen und Konsumenten. Pro Stunde werden in Deutschland rund 320.000 Einwegbecher verbraucht. Die Produktion erfordert einen immensen Ressourcen- und Energieverbrauch, jährlich entstehen CO2-Emissionen von rund 83.000 Tonnen sowie 31.000 Tonnen Abfall. Und das alles für einen Kaffeegenuss, der in der Regel nicht länger als zehn Minuten dauert.

Die Benutzung eines Mehrwegbechers ist der erste Schritt, um die Müllflut einzudämmen. Zwar ist die Herstellung mit einem höheren Rohstoff- und Energieeinsatz als bei einem Einwegbecher verbunden. Da Mehrwegbecher aber bis zu 1.000 Mal wiederverwendet werden können, sind die Umweltauswirkungen bei der Produktion über seine gesamte Produktlebensdauer vergleichsweise gering. Jede Wiederbefüllung ersetzt die Neuproduktion, den Abfall eines neuen Einwegbechers und spart 430 ml Wasser, 0,1 Kilowattstunden und 21 Gramm CO2. Für die ökologische Bewertung ist also die Zahl der Wiederbefüllungen entscheidend.

Die nachhaltigste Lösung: Ein Mehrwegbecher-Pfandsystem
Laut der Deutschen Umwelthilfe ist die nachhaltigste und verbraucherfreundlichste Alternative zum Coffee-to-go-Einwegbecher ein Mehrweg-Pfandsystem. Auch daran arbeitet Tchibo und ist Mitbegründer der Hamburger Initiative „Pfandsystem für Kaffeebecher“, um zu diskutieren, wie ein Mehrwegbecher-System in Hamburg funktionieren könnte. „Der Herausforderung „Mehrwegbecher im Pfandsystem“ nehmen wir uns – mit der Beteiligung an der Gemeinschaftsinitiative – gerne an. Denn sie ist eine ökologische und logistische Innovation, die es für Kundinnen und Kunden künftig noch einfacher macht, ihren Kaffee umweltfreundlich „To Go“ zu genießen“, sagt Achim Lohrie, Direktor der Unternehmensverantwortung bei Tchibo.

Das System ist simpel: Kaffeevertreiber verwenden in ihren Filialen oder Cafés dieselben Mehrwegbecher. Der Kunde nimmt sein Getränk in einem Mehrwegbecher mit und kann ihn bei einem anderen Pfandsystem-Partner wieder abgeben, wo er anschließend gespült und wieder dem Kreislauf hinzugefügt wird. Damit die Becher möglichst häufig wiederverwendet und abgegeben werden, wird in der Regel ein Pfand auf den Becher erhoben, den man bei der Rückgabe wieder ausgezahlt bekommt. Um die breite Masse anzusprechen, soll das System möglichst flexibel und unkompliziert sein: Statt sich immer darum zu bemühen, den eigenen Mehrwegbecher dabei zu haben und auszuspülen, kann man seinen Becher schnell wieder loswerden.

Für das unkomplizierte und verbraucherfreundliche Funktionieren des Pfandbechersystems bedarf es einer ausgereiften Infrastruktur. In vielen Städten, Kommunen und Start-up-Büros wird derzeit schon ausgeklügelt, wie man das System am besten umsetzen kann.

Die folgenden acht Städte sind weiter und zeigen, wie erste Umsetzungen eines Mehrwegbecher-Pfandsystems erfolgreich funktionieren.

 

1. Freiburg
Wer steckt dahinter? Im November letzten Jahres startete die Freiburger Abfallwirtschaft mit Cafébetreibern das Pfandsystem mit dem „FreiburgCup“. Es ist damit deutschlandweit das erste Pfandsystem, das von der Stadt konzipiert und umgesetzt wurde.

Wer macht mit? Das Projekt begann mit 14 Cafés und Bäckereifilialen in der Innenstadt, inzwischen zählen 72 Kaffeebetriebe zu den Partnern. Die Liste mit den teilnehmenden Kaffeevertreibern gibt´s hier.

2. Rosenheim
Wer steckt dahinter? Das Start-up „reCup“ führte ebenfalls im November letzten Jahres mit einem selbst entwickelten und designten Mehrwegbecher ein Pfandsystem in Rosenheim ein.

Wer macht mit? Zu Beginn waren es 17 Partner, inzwischen sind es 22 Kaffeebetreiber, die sich am Pfandsystem beteiligen.  

3. München
Wer steckt dahinter? Nach dem Erfolg in Rosenheim erobern die Macher von „reCup“ München. Seit Mai findet man nun auch dort die „reCups“. Das Besondere: Seinen in München gekauften „reCup“ kann man auch in Rosenheim zurückgeben.

Wer macht mit? Stolze 60 Cafés sind Teil des Pfandsystems, die sich vor allem im Glockenbachviertel und rund um die Uni befinden. Eine App hilft dabei, immer das nächste Café zu finden, wo man den „reCup“ bekommt bzw. zurückgeben kann. 

4. Berlin
Wer steckt dahinter? Ende letzten Jahres startete das Pfandsystem des Start-ups „Just Swap it“ in Kreuzberg und Neukölln. Im März fusionierte „reCup“ mit „Just swap it“ und macht gemeinsam unter dem Namen „reCup“ weiter.

Wer macht mit? Nach der Fusion arbeitet „reCup“ derzeit am Aufbau eines größeren Pfandsystems in Berlin. In Zukunft sollen dann in Berlin gekaufte „reCups“ auch in München oder Rosenheim zurückgegeben werden können.

5. Hamburg
Wer steckt dahinter? El Rojito, ein Verein zur Förderung der deutsch-lateinamerikanischen Beziehungen, vertreibt fair gehandelten Kaffee und betreibt ein Café in Hamburg Ottensen. Letzten November führte der Verein das Pfandsystem „Refill it!“ inklusive eigener Mehrwegbecher ein.

Wer macht mit? 17 Cafés, die alle auch den fair gehandelten Kaffee des Vereins beziehen, sind in Hamburg Teil des Pfandsystems. Neu dabei ist auch ein Café in Leipzig. 

6. Göttingen
Wer steckt dahinter? Göttinger Berufsschüler entwickelten den „Fair-Cup“. Seit Februar wird unter dem Verein „Fair-Cup Dachverband“ ein Mehrwegbecher-Pfandsystem angeboten. Bei Auszahlungsverzicht wird der Becher-Pfand automatisch an Fair-Trade-Projekte gespendet.

Wer macht mit? 64 Partner sind Teil des Pfandsystems, darunter zahlreiche Filialen von Bäckereiketten, die Berufsschule und die Kantine des Landgerichts. Zudem gibt es zwei Anlaufstellen in Hannover. 

7. Düsseldorf
Wer steckt dahinter? Der private Anbieter „CupForCup“ stellt mit seinem „Good Cup“ seit Mai ein öffentliches Pfandsystem in Düsseldorf bereit. Die GmbH bietet zudem Kooperationen für Betriebsgastronomien, lokale Initiativen oder Kommunen an, die Mehrwegbecher oder ein eigenes Pfandsystem einführen wollen.

Wer macht mit? Teilnehmende Partner gibt es 32 Mal in Düsseldorf, darüber hinaus vier Mal in Dortmund und zwei Mal in Wuppertal. 

8. Mainz
Wer steckt dahinter? Das junge Unternehmen „Con-Cup“ führte im Mai ein Pfandsystem mit dem „Con-Cup“-Mehrwegbecher ein.

Wer macht mit? Aus anfangs 19 Partnerbetrieben sind inzwischen 24 geworden, darunter auch jeweils ein Partner in Wiesbaden und in Bad Sobernheim. „Con-Cup“ arbeitet bereits an Ausbauplänen, um in Zukunft auch Anlaufstellen in Bad Kreuznach, Bingen, Rüdesheim und Frankfurt anbieten zu können. 

Neben der Hamburger Initiative „Pfandsystem für Kaffeebecher“ wird auch in anderen Städten beziehungsweise Landesparlamenten über die Einführung einheitlicher stadtweiter Pfandsysteme diskutiert. In Berlin wurde die Umsetzung auf Antrag der Regierungskoalitionen bereits beschlossen. Ob die Stadt mit den privaten Anbietern zusammen am Ausbau eines Pfandsystems arbeiten wird, bleibt noch offen. In Mainz ruhen vorerst die städtischen Projekte, sagte Umweltdezernentin Katrin Eder dem Magazin „Mainz&“. Mehrere Systeme in einer Stadt würden wenig Sinn machen und es sei nicht Aufgabe der Stadt, einem Jungunternehmer wie „Con-Cup“ Konkurrenz zu machen. Stattdessen werde man mit den Betreibern in Kontakt treten und ausloten, inwiefern man kooperieren oder das Unternehmen unterstützen könne.

Vieles läuft gut, trotzdem kann das System verbessert werden
Die recht jungen Pfandsysteme arbeiten noch daran, das Interesse bei den Kunden zu wecken, um sich im Alltag einzupendeln. Eine erste Zwischenbilanz des Mehrweg-Pfandsystems kommt indes aus Freiburg. Seitens der Stadt wird bestätigt, dass der ökologische Impuls der „FreiburgCups“ viele Coffee-to-go-Kunden erreicht habe. Der Rücklauf der Becher müsse noch verbessert werden, zum Beispiel mithilfe einer App, über die man die teilnehmenden Geschäfte abrufen kann.

Eine Recherche der Badischen Zeitung kommt zum Ergebnis, dass viele Kunden den Becher nicht mehr zurückbringen oder sogar einen Becher ohne Getränk kaufen. Vor allem Touristen nutzen diese Variante, um den Mehrwegbecher mit Freiburg-Design als Souvenir mit nach Hause zu nehmen. Deshalb musste schon früh nach Einführung des Pfandsystems eine Ladung der „FreiburgCups“ nachproduziert werden.

Das System funktioniere vor allem mit Büro-Belegschaften, die täglich für die ganze Truppe Kaffee holen und die Becher gesammelt wieder abgeben, bei Studierenden und bei Pendlern, die in der Regel als Stammkunden den Becher des morgendlichen Kaffees nach Feierabend wieder abgeben. Als essentiell stellt sich die Mitarbeit des Thekenpersonals heraus: Mit einer aktiven Beratung und der Aufklärung über die umweltfreundliche Alternative können noch mehr Kunden gewonnen werden.

Auf Nachfrage bei „reCup“ spricht das junge Unternehmen von einer erfolgreichen Etablierung des Pfandsystems in Rosenheim. In München findet ein reger Austausch mit den Cafés statt, um das System stetig zu verbessern. Dort wird auch daran gearbeitet, immer mehr Partner mit ins Boot zu holen, um die „reCups“ stadtweit und auch im Umland anbieten zu können. In Berlin ist die Arbeit in vollem Gange, dort soll das Pfandsystem bald starten. Ob man in der Hauptstadt mit der Regierung hinsichtlich deren Pläne eines stadtweiten Pfandsystems kooperieren wird, ist noch offen. „reCup“ würde sich über eine Zusammenarbeit freuen, man beobachte jetzt aber erstmal, was passiert. Für die Zukunft träumt das Start-up von einem flächendeckenden System in ganz Deutschland, wofür die zur Zeit bereits mit weiteren Städten im Gespräch sind.

TEXT: Julia Merkle
Quelle: Enorm-Magazin


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Rund 100 Radsportler und Freizeitradler applaudierten begeistert, als das grüne Band symbolisch durchgeschnitten wurde: Mit der offiziellen Einweihung der NaturRADtour Karlsruhe am 25. Juni 2017 ist die Fahrradstadt Karlsruhe um eine touristische Aktion reicher: Gäste und Karlsruher  können nun auf 48,8 Kilometern rund um den Stadtkern die Natur erleben und entlang der Strecke sieben Naturschutzgebiete mit seltenen Pflanzen und Tierarten entdecken.

„Die NaturRADtour ist in dieser Form einzigartig in Deutschland“, sagte Klaus Stapf, Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, „in keiner anderen Stadt gibt es eine Radtour, die die urbane Nähe zur Natur derart verbindet. Die NaturRADtour Karlsruhe als erste touristische Radroute durch Karlsruhe ist eine willkommene Ergänzung zum Radnetz der Stadt.“

Die Idee zur NaturRADtour entstand bereits vor mehr als zwei Jahren, erzählte Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der KTG Karlsruhe Tourismus GmbH: „Tatsächlich wurde das Projekt bei einer Tasse Kaffee mit dem Leiter des Forstamtes Karlsruhe Ulrich Kienzler geboren. In Karlsruhe laden ja zahlreiche Wald- und Naturschutzgebiete sowie die drei Naturräume Rhein, Hardtwald und Kinzig-Murg-Rinne zur aktiven Freizeitgestaltung ein. Die Frage war nun, wie können wir es den Touristen und den Karlsruhern ermöglichen, diese Natur nah, intensiv und ursprünglich zu erleben – und gleichzeitig den Kriterien für den Anspruch ‚nachhaltiger Tourismus‘ zu entsprechen. Da gab es in der Fahrradstadt Karlsruhe eigentlich nur eine Lösung.“

„Bis zur Entstehung der neuen Radroute war es jedoch ein langer Weg“, erinnert sich Christian Büttner, 1. Vorsitzender des ADFC Karlsruhe und dankte allen beteiligten Partnern für das große Engagement. Von der Stadt Karlsruhe beteiligten sich neben dem Forstamt, das Amt für Umwelt und Arbeitsschutz, das Liegenschaftsamt und das Amt für Stadtentwicklung außerdem das Naturschutzzentrum Rappenwört sowie weitere Partner. Zahlreiche Sitzungen, Proberadtouren und immer wieder neue Überlegungen zur neuen NaturRADtour gab es, bis die endgültige Route feststand.

Nun bietet die NaturRADtour Karlsruhe einen deutlichen Mehrwert in Sachen Naherholung: Sie verbindet einige der schönsten Naturräume Karlsruhes und macht die Lage Karlsruhes an Rhein und Alb erlebbar. „Einfach großartig!“, war denn auch die einhellige Meinung der Teilnehmer der Premierenfahrt am 25. Juni.

Neu: Die NaturRADtour Karlsruhe

Rheinauen, Hardtwald, Hochgestade & Co. – die neue NaturRADtour verbindet auf rund 48 Kilometer Rundfahrt die eindrucksvollsten Landschaften im Karlsruher Stadtgebiet. So erleben die Radler unterwegs insgesamt sieben Schutzgebiete und drei Naturräume und erfahren dabei Spannendes über die heimische Flora und Fauna. Mit nur wenigen Höhenmetern und einem ebenen Streckenverlauf ist die NaturRADtour Karlsruhe, auf mehrere Etappen verteilt, auch ideal für Familien. Erhältlich zur neuen Radstrecke ist eine Broschüre, die die zehn Etappen erläutert und die Besonderheiten der einzelnen Naturschutzgebiete beschreibt.

Zahlreiche Ausflugsziele liegen entlang der Strecke wie beispielsweise das Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört oder der Tierpark Oberwald. Auch für „Genussradler“ ist gesorgt: Entlang des Weges gibt es viele Einkehrmöglichkeiten wie beispielsweise das „Vogelbräu“. Der Rundkurs der NaturRADtour startet hinter dem Karlsruher Schloss und hat als erste touristische Radtour durch Karlsruhe seine eigene, markante Ausschilderung.

Die NaturRADtour Karlsruhe und Region für geübte Radfahrer

Sportskanonen erweitern die NaturRADtour zur „Großen Route“ – NaturRADtour Karlsruhe und Region. Dabei geht es durch insgesamt neun Schutzgebiete und fünf Naturräume, wie das Europäische Schutzgebiet nördlicher Hardtwald oder den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, zwei Erweiterungen zu fahren. Zum einen die Erweiterung Ettlingen-Grünwettersbach-Turmberg – sie führt über Felder und Wiesen durch das Schutzgebiet Pfinzgau West und zum Turmberg, dem Hausberg der ehemaligen badischen Markgrafenstadt Durlach. Hier schließt der Routenverlauf wieder an die „Große Route“ an. Über die Erweiterung Durlach-Turmberg gelangen die Radler über den Geigersberg und den Rittnerhof ebenfalls zum Turmberg.

Quelle:www.durlacher.de
von pm/cg veröffentlicht am 27.06.2017


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Acht, zehn oder mehr Stunden im Büro  an fünf Tagen in der Woche?
Das ist heute für viele Menschen kein erstrebenswertes Lebensmodell mehr.
Enorm-Magazin stellt acht Firmen vor, die umgestiegen sind:

Die Generation-Y muss oft effizienter und optimierter arbeiten, dafür legt sie offenbar aber auch mehr Wert auf Work-Life-Balance und ein nicht nur durch Arbeit erfülltes Leben. Für Unternehmen ist diese neue Haltung eine Herausforderung. Immer mehr entdecken aber auch die Chancen, die darin liegen, und den Vorteil von neuen Arbeitszeitmodellen.

1. MediaEvent Services
Land: Deutschland.
Arbeitszeit: Vier Tage die Woche, acht Stunden am Tag.
Seit 2011.
www.mediaevent.services

Das Unternehmen für digitale Medienanwendung bietet seinen Arbeitnehmern Flexibilität und kürzere Arbeitszeiten. Seit 2011 kommen die Mitarbeiter nur noch an vier Tagen in der Woche. Ihre 32 Stunden können sie darauf verteilen. CTO Christian Becker sagt in ZEIT Campus: „Für uns als kleines Unternehmen mit acht festen und zwei freien Mitarbeitern ist das eine gute Möglichkeit. So sind wir viel flexibler und haben nicht die vollen Kosten für alle Stellen.“ Das Gehalt der Mitarbeiter wurde durch die verkürzten Arbeitszeiten um (nur) fünf Prozent gekürzt.


2. Tandemploy
Land: Deutschland.
Arbeitszeit: Vier Tage die Woche.
Seit 2013.
www.tandemploy.com

„Wir wollten unseren ganz pragmatischen und konkreten Beitrag dazu leisten, dass unsere Arbeitswelt ein flexiblerer und lebensfreundlicherer Ort wird, dass Arbeit wieder ins Leben der Menschen passt – und nicht andersherum“, heißt es auf der Website von Tandemploy. Diese Idee setzt das 2013 gegründete Jobsharing-Unternehmen auch in seinem Berliner Büro um. An vier Tagen in der Woche wird hier nach Aufgaben anstatt nach Stunden gearbeitet und die Arbeitseinteilung der Mitarbeiter ist offen und flexibel.


3. Filimundus
Land: Schweden.
Arbeitszeit: Fünf Tage die Woche, sechs Stunden am Tag.
Seit 2014.
www.filimundus.com

Die schwedischen App-Entwickler Filimundus aus  Stockholm strichen die Zeit, die während eines typischen Arbeitstages unproduktiv blieb, einfach aus ihrer Arbeitszeitplanung. So blieben sechs Stunden, die am Stück und an einem Tag produktiv genutzt werden. CEO Linus Feldt sagt in einem Gespräch mit FastCompany, sich acht Stunden am Stück auf eine Sache zu fokussieren, sei eine Riesen-Herausforderung und somit sei der Acht-Stunden-Tag wohl gar nicht so effektiv wie gedacht.


4. Brath
Land: Schweden. Arbeitszeit:
Fünf Tage die Woche, sechs Stunden am Tag.
Seit 2012.
www.brath.com

Die Suchmaschinen-Optimierer des Start-Ups Brath streben ein fokussiertes und effizientes Arbeiten. So sind Beruf- und Privatleben der Mitarbeiter stark voneinander getrennt. Ausschließlich nach dem frühen Feierabend unterhalten sie sich über Privates. Was erst mal strikt klingt, scheint gut zu funktionieren. Laut ZEIT Campus war Brath in ihrem Bereich 2015 eines der schnellst wachsenden Unternehmen Schwedens. Für die Zukunft stellt sich Brath weitere, flexiblere Arbeitsmodelle vor.


5. Tower
Land: USA.
Arbeitszeit: Fünf Tage die Woche, fünf Stunden am Tag.
Seit 2015.
www.towerpaddleboards.com

Die aktuell wohl innovativste Arbeitszeitreform ist dem US Amerikanischen Gründer und CEO Stephan Aarstol zuzuschreiben, der in seiner Standup-Paddle Firma Tower 2015 den 5-Stunden Tag eingeführt und zugleich den Stundenlohn seiner Mitarbeiter um fast das Doppelte erhöht hat. Die einzige Bedingung: die Mitarbeiter sollten die gleiche Arbeit verrichten die sie auch zuvor geschafft hatten. Das klappt. 2015 steht Tower auf der Liste Amerikas am schnellsten wachsender Unternehmen und das Team verlässt nach eigenen Angaben jeden Tag um 13:30 Uhr gut gelaunt den Arbeitsplatz.

6. The Atticism
Land: Australien.
Arbeitszeit: Drei Tage die Woche, 6,5 Stunden am Tag.
Seit 2016.
www.theatticism.com

Nur noch Dienstag, Mittwoch und Donnerstag arbeiten, 20 Stunden insgesamt. Es gehe nicht darum, weniger zu arbeiten, sondern besser zu arbeiten, sagt Renae Smith, die Gründerin der australischen PR-Firma The Atticism mit Sitz in Sydney. Aus diesem Grund checken ihre Mitarbeiter montags und freitags nicht einmal ihre E-Mails. Im September 2016 verkürzte Smtih die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter und erhöhte deren Stundenlohn. Heute, im Jahr 2017 ist sie Finalistin zweier Auszeichnungen in Ihrem Bereich und ihre Mitarbeiter sind glücklicher. "Wir arbeiten fokussierter in weniger Zeit. Das ist der Schlüssel", erzählen sie in einem Gespräch mit Openwork.

7. Frische Fische
Land: Deutschland.
Arbeitszeit:: Vier Tage die Woche, 10 Stunden am Tag.
Seit 2015.
www.frische-fische.com

Bei der Kommunikationsagentur Frische Fische dreht sich alles um Flexibilität. 2015 kam die Idee zur Vier-Tage-Woche auf und seither arbeitet jeder, wie und wann er gerne mag. Gründer und Geschäftsführer Jan Eppers sagt im Interview mit ZEIT Online: "Bei uns bedeutet die Vier-Tage-Woche für Vollzeitmitarbeiter vier Tage à zehn Stunden Arbeit, also weiterhin 100 Prozent Lohn. Wobei jeder Mitarbeiter die Wahl hat, vier oder fünf Tage zu arbeiten und auch von einem Modell ins andere wechseln kann." Das Prinzip scheint zu funktionieren. Jan Eppers sieht bessere Resultate seiner Mitarbeiter, mehr Eigenverantwortung, und dabei keine Gesundheitsprobleme. Allerdings habe seine Agentur auch vorher schon Wert auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz gelegt: So solle etwa jeder aufstehen, wenn er die Möglichkeit hat, und im Besprechungsraum gebe es eine Liege.

8. BikeCitizens
Land: Österreich.
Arbeitszeit: Vier Tage, neun Stunden am Tag.
Seit 2014.
www.bikecitizens.net

Für die Fahrradnavigations-App BikeCitizens arbeiten 20 Mitarbeiter in Österreich, Deutschland und Großbritannien zurzeit neun Stunden pro Tag, an vier Tagen in der Woche. Der Umstieg von fünf auf vier Tage im Jahr 2014 habe am Anfang viele Zweifel mit sich gebracht; aber die Auswirkungen seien positiv geblieben, so Gründer Andreas Stückl laut GründerSzene. "Es gibt weniger Krankheit und mehr gute Laune", erklärt Stückl, der smarter anstatt länger arbeiten möchte. Unwichtige Dinge wie überflüssige Meetings habe er deshalb gekürzt; und zusammen mit einer besseren Organisation habe das die Vier-Tage-Woche am Ende möglich gemacht.

Quelle: Enorm Magazin
Text: Stella Dikmans


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