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Nach Taschen aus LKW-Planen und Segeltüchern kommt jetzt ein Rucksack aus ausgedienten Airbags und Sicherheitsgurten

 

Ein Rucksack muss als unser treuer Begleiter so einige Strapazen aushalten. Von den täglichen Bahnfahrten bis hin zu Reisen und Festivals, Sonne, Schnee und Regen muss er allen Situationen gewachsen sein. Was bietet sich da eher an, als einen Rucksack aus Stoffen zu machen die für extreme Belastung gemacht wurden?

 

Das dachten sich auch Michael Widmann und Adrian Goosses, die sich während ihres Masterstudiums „Strategic Entrepreneurship“ in Rotterdam kennenlernten, als sie auf einem Schrottplatz nach Upcycling-Ideen für einen Unikurs suchten.

 

Kurzerhand nahmen sie ein paar alte Airbags und Sicherheitsgurte mit und noch am selben Abend entstand daraus in der gemeinsamen WG der erste „Airpaq“ getaufte Rucksack. Obwohl keiner der Beiden vorher jemals Nadel und Faden in der Hand gehabt hatte, war das Feedback ihrer Kommilitonen ermutigend genug, um weiterzumachen.

 

Was als Uni-Projekt begann ist mittlerweile ein marktreifes Konzept, das nicht nur Kommilitonen in einem Unikurs überzeugt: Jeder Rucksack besteht aus zwei Airbags, vier Sicherheitsgurten und einem Gurtschloss. Da alle Materialien als Einzelstücke von Schrottplätzen kommen, handelt es sich bei jedem Stück um ein Unikat. Bis auf das prägnante Gurtschloss erinnert kaum noch etwas an den einstigen Ursprung der Materialien.

 

Jeder Rucksack ein Unikat

 

Der Anspruch ist klar: Funktionalität und Ästhetik kombinieren und einen Rucksack herstellen, der nicht nur durch Upcycling, sondern auch durch seine lange Haltbarkeit Ressourcen schont. Diese Idee kommt so gut an, dass Goosses und Widmann bei einem Crowdfunding auf der Plattform Kickstarter ihr Finanzierungsziel von 10.000 Euro problemlos erreichten – nach nur zwei Stunden. Innerhalb weniger Tage hatten sie diese Schwelle bereits um das Sechsfache übertroffen. Ab Ende August sollen die Airpaq-Rucksäcke, in blau, gelb, rot und schwarz in Produktion gehen, für November sind die ersten Lieferungen geplant.

 

So gut der Upcycling-Ansatz klingt, wirft die Wahl Rumäniens als Produktionsort die Frage auf, ob man nicht auch in Deutschland Kooperationspartner hätte finden können. Schrottplätze gibt es auch hierzulande genug, letztlich scheinen aber die geringeren Produktionskosten in Osteuropa entscheidend gewesen zu sein. Dass die Arbeitsbedingungen vor Ort aber gut und die Löhne fair sind, davon haben sich die Jungunternehmer von Airpaq selbst überzeugt. Zur Prozess- und Produktentwicklung verbrachten sie mehrere Monate bei ihren Partnern in Rumänien. Sie alle produzieren nach europäischen Standards und sind zudem nach SA8000 zertifiziert, ein internationaler Sozialstandard mit dem Ziel, faire und sichere Arbeitsbedingungen zu fördern.

 

Dass die Priorität auf Nachhaltigkeit liegt, spiegelt sich auch in den gemeinsamen Anstrengungen wider, den gesamten Produktionsprozess so ressourcenschonend wie möglich zu gestalten, beispielsweise durch die Reduzierung von Plastik- und Papierresten in den Schneidereien. Und selbst die Stoffreste, die übrig bleiben, bekommen auch noch ein sinnvolles Weiterleben: Aus ihnen werden Portemonnaies gefertigt.

Quelle: enorm magazin / Elena Boeck


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10 Jahre Deutscher Nachhaltigkeitspreis.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist die nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Mit sechs Wettbewerben, über 800 Bewerbern und 2.000 Gästen zu den Abschlussveranstaltungen ist die Auszeichnung mit Abstand die größte ihrer Art in Europa.

Der Preis wird seit 2008 jährlich vergeben von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen. Die Prämierung vorbildlicher Akteure und Projekte will den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft unterstützen. Sie zeigt, wie „Sustainability made in Germany“ erfolgreich den Herausforderungen der Nachhaltigkeit begegnen und gleichzeitig Wettbewerbschancen eröffnen kann.

Das Jubiläum wird am 7. und 8. Dezember 2017 mit einer zweitägigen Veranstaltung in Düsseldorf begangen. Höhepunkt ist die Gala zur Verleihung des 10. Deutschen Nachhaltigkeitspreises, die in diesem Jahr in einem neuen Format stattfindet.

 

Diese Ziele verfolgt der Deutsche Nachhaltigkeitspreis:

Wandel unterstützen:
Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis unterstützt den Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Er bestärkt die relevanten Akteure aus Wirtschaft, Kommunen und Forschung in nachhaltigem Handeln und trägt dazu bei, die Grundsätze nachhaltiger Entwicklung in der öffentlichen Wahrnehmung stärker zu verankern.

 

Exzellenz fördern:
Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis fördert Nachhaltigkeitsexzellenz, indem er Spitzenleistungen Aufmerksamkeit verschafft, die Besten prämiert und Fortschritte dokumentiert.

 

Gründer voranbringen:
Der Next Economy Award verschafft Startups Rückenwind, deren Geschäftsmodelle soziale und ökologische Verbesserungen anstreben,

macht Innovation für Nachhaltigkeit „made in Germany“ bekannter und bietet eine Anreizfunktion für nachhaltige Gründungen oder entsprechende Investitionen.

 

Expertenwissen abbilden:
Er strebt als lernendes Projekt selbst nach Exzellenz; insbesondere die Wettbewerbsmethodik wird fortlaufend geprüft und fortentwickelt, um aktuelles Expertenwissen abzubilden.

 

Akteure einbinden:
Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis bindet in die Suche nach den Besten und die Diskussion der Erkenntnisse im Sinne einer Multistakeholder-Initiative fortlaufend alle relevanten Stakeholdergruppen mit Einfluss und Stimme ein. Die Organisatoren verstehen sich als unabhängige Moderatoren und sind keinerlei Partikularinteressen verpflichtet.

Kommunikation ermöglichen: Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis basiert auf digitalen Medien. Daneben wird eine Plattform für die persönliche Begegnung von Experten aller Felder geschaffen. Hier spielt N100 als „Community der Besten“ eine besondere Rolle. Die Preisverleihung steht für gemeinschaftliche Wertschätzung von herausragenden Leistungen.

 

Nachhaltig produzieren:
Die gesamte Produktion wird umfassend an Grundsätzen nachhaltiger Veranstaltungsproduktion ausgerichtet. Konsequentes Vermeiden von Umweltbelastungen geht vor Kompensieren. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist ein klimaneutrales Projekt.

 

www.nachhaltigkeitspreis.de


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Das Projekt Juniorenfirmen auf dem Weg zum nachhaltigen Wirtschaften ist im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung angesiedelt, mehrfach ausgezeichnet und bietet jungen Menschen die Möglichkeit, schulbegleitend in Kleingruppen an einem eigenen Projekt in einem nachhaltigen Unternehmen zu arbeiten. Bereits seit 2010 wird das Projekt vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert und begleitet. Projektträger ist der Bundesverband der grünen Wirtschaft, UnternehmensGrün e.V.

Im Rahmen der Zusammenarbeit erhalten die Junior_innen bereits vor Berufseintritt ein grundlegendes Verständnis von der Verantwortung für ökonomische, ökologische und soziale Ziele in der Wirtschaft. Neben der praktischen Projektbearbeitung im Unternehmen bieten wir für die Schüler_innen Fachworkshops im Themenbereich nachhaltiges Wirtschaften an. Für Sie als Praxispartner_innen aus der Wirtschaft ergeben sich neue Sichtweisen, die die Teilnehmer_innen in die Unternehmen einbringen – ein Ansatz also, von dem Schulen, Unternehmen und junge Menschen gleichermaßen profitieren!

UnternehmensGrün kooperiert seit einigen Jahren mit zwei Schulen in Karlsruhe, sie bieten das Projekt in Form eines abiturrelevanten Seminarkurses an. Die teilnehmenden Schüler_innen sind zwischen 16 und 18 Jahre alt.

Werden Sie Praxispartner_innen und begleiten Sie eine Schülergruppe (4-5 Schüler_innen) gemeinsam mit uns!
Bei Interesse melden Sie sich bei der Projektleiterin Sabine Reichert reichert@unternehmensgruen.de.

Weitere Informationen finden sie 

 

Kontakt:

UnternehmensGrün e.V.
Bundesverband der grünen Wirtschaft
Unterbaumstraße 4
10117 Berlin

Telefon: +49 (0) 7237 2787107
In Berlin: +49 (0) 3034 3955 51
mobil: +49 (0) 172 3229819
reichert@unternehmensgruen.de


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WeGreen bietet die Möglichkeit Produkte zu finden, deren Herstellung weder der Umwelt noch anderen Menschen unnötig Schaden zufügt. Der Marktplatz bietet eine Auswahl aus etlichen Millionen Produkten hunderter Anbieter, die in den angeschlossenen Partnershops eingekauft werden können. Die Wegreen Nachhaltigkeitsampel zeigt dabei an, wie nachhaltig ein Produkt und dessen Hersteller ist.

Einfach umweltbewusst und fair einkaufen!
Mit der WeGreen Nachhaltigkeitsampel können Sie die Nachhaltigkeit von 4 Millionen Produkten aus 180 Shops vergleichen. So finden Sie ganz leicht die guten Produkte.

Was steckt hinter der Nachhaltigkeits-Ampel?
Mit unserer WeGreen® Nachhaltigkeitsampel möchten wir Ihnen zeigen, wie nachhaltig ein Produkt und dessen Hersteller tatsächlich ist. Allein in Deutschland gibt es über 400 Nachhaltigkeitssiegel und zahlreiche Rankings, welche die Nachhaltigkeit von Produkten und Unternehmen analysieren.

Wir bewerten Produkte und Hersteller nicht selbst, sondern überprüfen die Glaubwürdigkeit der vorhandenen Institutionen und gewichten sowie bündeln alle Informationen in der WeGreen® Nachhaltigkeitsampel. Die WeGreen Nachhaltigkeitsampel nimmt dem Verbraucher damit die schwierige Informationsbeschaffung und Bewertung ab. Dieses Prinzip finden Verbraucherverbände und Stiftungen so gut, das wir schon mehrfach ausgezeichnet wurden.

Was will WeGreen ändern?
Wir möchten es jedem ermöglichen, sich ganz einfach über umweltfreundliche und faire Produkte zu informieren und diese zu kaufen. Die endlose Informationssuche soll ein Ende haben. Unsere Vision ist es, für unsere Nutzer genügend Informationen über jedes Produkt und jeden Hersteller zu sammeln und mit unserer Nachhaltigkeitsampel auszuzeichnen.

Was bietet WeGreen an?
Auf dem WeGreen® Marktplatz können unsere Nutzer ein breites und vielfältiges Angebot verschiedenster Onlineshops auf einem Blick vergleichen. Produkte aus über 180 Onlineshops können bereits über den WeGreen® Marktplatz eingekauft werden. WeGreen® stellt außerdem verschiedene Dienstleistungen und Datenschnittstellen zur Verfügung.

Wo liegt die Innovation?
WeGreen® hat eine Methode entwickelt, um dem Verbraucher verständlich eine Orientierung im Siegeldschungel zu ermöglichen. Durch die Ampelfarben – grün bedeutet gut, gelb mittelmäßig und rot schlecht, weiß jeder schnell, wie umweltfreundlich, fair und transparent Produkte und deren Hersteller sind. Wir sammeln dazu automatisiert alle verfügbaren und relevanten Nachhaltigkeitsinformationen zu einzelnen Produkten und deren Herstellern und geben sie in gebündelter Form als Ampel wieder. Mehr als 100 Millionen Produkte und 20.000 Hersteller können so bewertet werden.

Die Berechnung der WeGreen® Nachhaltigkeitsampel basiert auf einem komplexen Algorithmus, der an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin entwickelt und verifiziert wurde.

Wie berechnet WeGreen seine Nachhaltigkeitsampel?
Die WeGreen® Nachhaltigkeitsampel setzt sich zu gleichen Teilen (je 50%) aus produktspezifischen und herstellerbezogenen Informationen zusammen.

Erstere können Nachhaltigkeitssiegel (z.B. FairTrade, GOTS), zusätzliche Produkteigenschaften (z.B. vegan, gebraucht) oder auch direkte Produktbewertungen wie zum Beispiel die CSR-Tests der Stiftung Warentest beinhalten. Die Herstellerbewertungen beziehen wir aus unabhängigen Bewertungsquellen wie z.B. Forschungsinstitutionen, Ratingagenturen, Verbraucher Initiativen oder NGOs.

Quelle: www.wegreen.de


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Wer kommt schon auf die Idee, einen Wald um 90 Grad zu drehen und auf Wände und Fassaden von Gebäuden zu packen? Alina Schick. Sie und ihr Team vom Start-up Visioverdis haben den GraviPlant entwickelt, mit dem Bäume horizontal aus Wänden wachsen können.

Warum und welchen Nutzen das hat, erklärt die Unternehmerin im Interview mit dem Enorm-Magazin: https://enorm-magazin.de/ein-ganzer-wald-einer-wand

Vertikaler Garten? Wer hierbei nur an Efeufassaden und Spalierobst denkt, der irrt. Denn mittlerweile ist der Trend des Vertical Gardenings auch in Deutschland angekommen und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Was ein Vertical Garden nun konkret ist und worauf zu achten ist, wenn Sie einen solchen anlegen wollen, lesen Sie hier.

Was ist ein Vertical Garden überhaupt?
Unter dem Begriff Vertical Garden versteht man generell alle Bepflanzungen, die vertikal angebracht sind und/oder wachsen.

So sind Spalierobst oder mit Efeu oder wildem Wein bepflanzten Häuserfassaden altbekannte Arten des vertikalen Gärtnerns, aber in letzter Zeit kommen immer mehr ausgeklügelte Systeme auf den Markt, die es ermöglichen, auch Beete in die Höhe zu pflanzen. Denn insbesondere in Großstädten, wo oft nur wenig Garten- und Balkonflächen zum Gärtnern zur Verfügung stehen, gilt es den Platz, den man hat, sinnvoll zu nutzen. Was also nicht in der Breite geht, muss in die Höhe wachsen. So sind vertikal angebrachte Pflanzkübel auf Ständern oder an der Hauswand, mehrstöckige Hochbeete sowie bepflanzbare Säulen schnell umgesetzte Projekte des vertical gardenings, die nicht nur platzsparend, sondern dekorativ zugleich sind.

Die sicherlich spektakulärste Variante und Königsdisziplin des vertikalen Gärtnerns sind die nicht bodengebundenen und autarken Wandsysteme, die mehrere Quadratmeter Wand als dichter Pflanzteppich bedecken. Diese Systeme sind anders als Efeuwände oder Spaliere sind nicht direkt mit dem Boden verbunden und können daher auch nicht Wasser und Nährstoffe direkt aus dem Boden ziehen. Daher bedürfen diese eines eigenen Bewässerungssystems.

Der französische Botaniker, Patrick Blanc, vielfach als Pionier des vertical gardenings bezeichnet, hat sich seit Ende der 1980er Jahre mit seinen Fassadenbegrünungen und grünen Kunstwerken drinnen wie draußen weltweit einen Namen gemacht. Diese auch als living walls benannten Pflanzteppiche wirken sich als begrünte Fassaden positiv auf die energetischen Eigenschaften des Hauses aus, da bei Kälte weniger Wärme über die Wand nach außen verloren geht, und an heißen Tagen angenehme Verdunstungskälte entsteht. Zudem filtern die Pflanzen Schadstoffe aus der Luft, ein nicht zu unterschätzender Vorteil in dicht besiedelten und stark abgasbelasteten Großstädten.

Mittlerweile werden begrünte Wände oder Raumteiler gerade aus diesem Grund auch für den Innenbereich immer interessanter, da sie den Raum nicht nur optisch aufwerten, sondern das Raumklima im Innern maßgeblich verbessern. So bieten Dienstleister weltweit in diesem Bereich ausgeklügelte Wandsysteme an, die mittels Sensoren und Software überwacht und mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden.
Nicht nur aufgrund der Dimensionen der begrünten Wände, sondern auch, weil diese Systeme hohe Anschaffungs- und Folgekosten aufgrund der Bewässerung der Pflanzen bedeuten, ist ein derartiger Vertical Garden oft teuer. Wer zuhause nur wenig Platz zur Verfügung hat und deshalb gerne in die Höhe gärtnern will, muss sich aber nicht zwingend in immense Kosten stürzen. Denn auf dem Markt sind mittlerweile zahlreiche Systeme in allen Größen und Preisklassen zu haben: Seien es fertige modulare Systeme zum Bepflanzen, Filzteppiche oder spezielle Pflanzkästen zur Befestigung an Hauswänden. Oder aber man wird selbst kreativ und baut sich selbst aus Fensterläden, Bilderrahmen, halben Rohren oder Paletten den Unterbau für einen eigenen Vertikal Garden.


Augen auf bei der Pflanzenwahl!
Grundsätzlich empfiehlt es sich, auf Pflanzen zurückzugreifen, die starke Wurzeln haben, damit diese sich schon mal einigermaßen aus eigener Kraft in der Befestigung halten können. Dies gilt weniger für Pflanzen in vertikal angebrachten Pflanzkübeln, sondern vor allem für Pflanzen, die nahezu oder komplett horizontal in einer Verankerung stecken und somit nur wenig zusätzlichen Rückhalt haben.

Zudem sollten Sie bei der Pflanzenwahl auf den perfekten Grad der Flexibilität achten. Das heißt, die Pflanzen sollten nicht zu holzig sein, da diese dazu neigen, kerzengerade in die Horizontale zu wachsen. Je nach Wuchshöhe, könnte die gerade auf einem Balkon oder bei wenig Platz ein Hindernis darstellen und die gewonnene Fläche im freien so wieder eingeschränkt werden. Zu dünne und damit biegsame Pflanzenstängel jedoch tendieren auf der anderen Seite dazu – auch aufgrund des Eigengewichts – schlapp herabzuhängen und insgesamt ein tristes Bild abgeben können. Generell bieten sich sämtliche buschige und krautartige Pflanzen an, da diese weder zu starr noch zu weich sind.

Die 8 besten Pflanzenarten für Vertikales Gärtnern

  • Begonien (Begonia)
  • Stauden wie Hostas
  • Moose
  • Sukkulenten
  • Wachsblumen wie Hoya carnosa
  • Bubiköpfchen (Soleirolia soleirolii)
  • Bromelien (Bromeliaceae)
  • Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium perlatum)


Achten Sie darauf, Pflanzen, die ein ähnliches Lichtbedürfnis haben, dicht nebeneinander zu pflanzen. Außerdem gilt hier: Je höher das Bedürfnis nach Licht, desto weiter oben sollte die Pflanze stehen. Je mehr Schatten bevorzugt wird, desto niedriger sollte hingegen die Pflanze stehen. Auch sollte in diesem Zusammenhang die Wuchsgeschwindigkeit der gewählten Pflanzen beachtet werden. Denn unterschiedliche Wuchsgeschwindigkeiten ergeben im Laufe der Zeit nicht nur ein unruhiges Gesamtbild, sondern es entsteht vor allem das Problem, dass schnell wachsende Pflanzen kleineren Pflanzen, die unter Umständen sogar mehr Licht brauchen, das notwenige Licht nehmen.


Nicht alle Pflanzen werden es vielleicht auf Anhieb schaffen und wenn Pflanzen verwelken oder rausfallen, entstehen unschöne Lücken. Gerade in einem großen dichten Pflanzteppich fallen diese Lücken sofort ins Auge. Haben Sie daher immer ein paar Exemplare in der Hinterhand, um die Lücken schnell wieder aufzufüllen.
Warum sich nicht mal an einem vertikalen Gemüsebeet versuchen? Rankenden Pflanzen, wie Bohnen, Tomaten, Paprika oder Gurken wachsen grundsätzlich gern an Stangen oder Gestellen empor. Aber auch nicht rankende Pflanzen wie Salatpflanzen können im Sinne eines vertikalen Gartens angebaut werden. Verwenden Sie hierzu schmale Pflanzenkübel und befestigen Sie diese übereinander an einer Wand. Oder bepflanzen Sie aufgeschnittene Rohre. Das macht nicht nur optisch was her, sondern ermöglicht den heimischen Gemüseanbau auch bei wenig Platz im Garten oder auf dem Balkon.


Tipps zur Bewässerung eines Vertical Garden

Ein vertikaler Garten hat einen vergleichbar hohen Wasserbedarf wie Kübelpflanzen. Hinzu kommt jedoch, dass dieser aufgrund seines erhöhten Standorts deutlich mehr Sonne und Wind ausgesetzt ist. Daher brauchen die Pflanzen grundsätzlich etwas mehr Wasser als klassische Kübelpflanzen am Boden. Hierbei gilt die Regel: Je höher die Pflanze angebracht ist, desto höher ist auch der Wasserbedarf. Aber viel hilft nicht immer viel, da gerade bei vertikalen Beeten oder übereinander hängende Pflanzkübeln es dazu kommen kann, dass untere Pflanzenreihen dabei überwässert werden. Daher sollten in diesen unteren Reihen grundsätzlich Pflanzen vorhanden sein, die generell mehr Wasser vertragen oder ohnehin viel Wasser brauchen. Moose und Farne beispielweise kommen kurzzeitig mit einem Zuviel an Wasser recht gut klar.
Grundsätzlich ist es jedoch bei einem Vertical Garden jeder Art besser, lieber öfter und wohldosiert zu gießen anstatt unregelmäßig und viel auf Vorrat. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch zu erwähnen, grundsätzlich Blumenerde zu verwenden, da diese Feuchtigkeit besser speichert und dementsprechend nicht so schnell austrocknet.


Wer ein wirklich großes vertikales Beet an einer Hauswand, das nicht bodengebunden ist, anlegen möchte, sollte außerdem über ein eigenes Bewässerungssystem, z.B. aus Tropfschläuchen, nachdenken. Denn so können Sie auch an schwer erreichbaren Stellen eine Wasserversorgung gewährleisten und durch automatische oder halb-automatische Systeme viel Zeit einsparen. Lassen Sie sich hierzu am besten schon vor dem Anlegen des großen Pflanzteppichs von einem auf vertikales Gärtnern spezialisierten Gärtner beraten, um später nicht auf Probleme und vor allem auf welke Pflanzen zu stoßen.

Quelle: Garten & Freizeit


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