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Die Tankstellenkette Aral etwa berechnet seit Anfang Februar in den gesellschaftseigenen Tankstellen Kunden, die ihren eigenen Becher mitbringen, 10 Cent weniger. Auch in den McCafés von McDonald's und bei der Bäckereikette Kamps ist der Kaffee im eigenen Becher 10 Cent billiger. Starbucks gibt sogar 30 Cent Rabatt. Auch viele kleiner Cafés haben längst ähnliche Angebote.

„Solche Aktionen stärken das Image. Die Kunden erwarten heute, dass sich die Unternehmen für die Umwelt einsetzen. Das gilt gerade für die jüngere Generation“, erklärt der Marketing-Experte Martin Fassnacht von der Wirtschaftshochschule WHU das Engagement der Unternehmen.
Thomas Fischer von der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die seit langem gegen die Kaffeebecher-Flut Front macht, begrüßt die Offerten. Dass „die Unternehmen ein Anreizsystem nutzen, ist schon der richtige Weg“, meint er. Doch ganz zufrieden ist er nicht. Den Umweltschützer ärgert, dass die Angebot von vielen Unternehmen nicht aktiv im Laden beworben werden, sondern eher ein Schattendasein fristen. In den Augen des DUH-Experten ist das dann weniger Umweltschutz als „Greenwashing“, also der Versuch, sich ein grünes Mäntelchen umzuhängen.
Auch der zum Rewe-Konzern gehörende Discounter Penny versucht, seine Kunden mit kleinen Belohnungen zu umweltfreundlichem Verhalten zu bewegen. Penny hat nicht nur - wie einige andere Lebensmittelhändler - die Plastiktüten abgeschafft. Wer stattdessen mit der Penny-Permanenttragetasche aus Recyclingmaterial zum Einkaufen kommt, erhält jedes Mal zehn Cent Rabatt. Und die gleiche Summe spendet das Unternehmen noch einmal an Projekte zur Kinder- und Jugendförderung.

„Wir wollen den Kunden auf die Permanenttragetasche hinlenken, denn sie hat die beste Umweltbilanz“, erklärt Firmensprecher Andreas Krämer. DUH-Experte Fischer hält das für eine gute Idee. Viel zu oft werde die Plastiktüte einfach durch eine Papiertüte ersetzt, die bei der Herstellung sogar noch mehr Ressourcen verbrauche. „Darum ist der Ansatz Rabatt für Mehrweg sehr gut“, meint er. Eines ärgert Fischer aber doch: „Das Konzept wäre noch deutlich besser und hätte nicht so ein Geschmäckle, wenn das Angebot nicht nur für Penny-Tragetaschen gelten würde. So kommt man sich vor wie ein Werbeträger.“
Auch einige Textilhändler spielen inzwischen die Umweltkarte: So nimmt beispielsweise H&M in seinen Filialen „Altkleider aller Marken und in jedem Zustand“ entgegen, um sie dem Recycling zuzuführen. Die Kunden erhalten dafür einen Rabatt-Gutschein über 15 Prozent. Ein ganz ähnliches Angebot gibt es auch bei der eher auf ältere Zielgruppen ausgerichteten Modekette Adler. Hier gibt es Einkaufsgutscheine für das Adler-Sortiment.

„Das Hauptziel solcher Aktionen ist es, die Kunden dazu zu bewegen, etwas Neues zu kaufen“, urteilt allerdings Handelsexperte Fassnacht. Fischer von der Deutschen Umwelthilfe kann ihnen dennoch etwas Gutes abgewinnen - vorausgesetzt, „es ist ernst gemeint und ein möglicher Gewinn kommt Sozialprojekten zugute“. Er glaubt, das Beispiel der Vorreiter könnte in absehbarer Zeit auch bei anderen großen Textilhändlern Nachahmer finden.

dpa


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seit 2016 produziert der Hobbychocolatier Hendrik Reimers mit seinem Unternehmen fairafric feinste Schokolade direkt in Afrika. Während bei konventioneller und Fairtrade Schokolade die Produktion und somit die Wertschöpfung in Europa stattfinden, sorgt fairafric für den Anbau und die Fertigung direkt im westafrikanischen Ghana. Damit schafft das deutsch-ghanische Startup vor Ort Strukturen für nachhaltigen und dauerhaften Wandel, denn durch die Verlagerung der Produktion nach Ghana entstehen gut bezahlte und hoch qualifizierte Arbeitsplätze über die Landwirtschaft hinaus. Bisher kann eine 70%ige Zartbitterschokolade bei einem der 100 Partnerhändler oder im hauseigenen Onlinestore für 2,99€ das Stück erworben werden.

„Eine Tafel Fairtrade Schokolade schafft in dem Ursprungsland zwischen 0,7 und 1,4 Cent zusätzliches Einkommen verglichen mit konventioneller Schokolade, davon muss man noch die Zertifizierungskosten abziehen.“ erläutert Gründer Hendrik Reimers und hebt hervor: „Bei uns sind es insgesamt mindestens 70 Cent pro Tafel, die nach Ghana fließen, und damit 50 Cent mehr als bei konventioneller Schokolade.“

Um das Sortiment um weitere sechs Sorten zu vergrößern und eine Bio Zertifizierung zu erlangen, hat fairafric seine zweite Kickstarter Kampagne gestartet, die noch 22 Tage unterstützt werden kann. Unterstützern winken als Belohnungen neben leckerster Schokolade in Bioqualität als Geschenksets oder frei zusammenstellbar winken den Unterstützern der besonders fairen Schokolade auch in ihrem Namen gepflanzte Bäume in Ghana. 


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Eine Stelle für zwei Mitarbeiter: Theoretisch ist Jobsharing verlockend. Arbeitnehmer reduzieren die Stunden – Arbeitgeber nutzen die Talente zweier Kräfte. Doch in der Praxis setzt sich das Modell nur selten durch.

Die Stellenanzeige klingt verlockend: Eine exponierte Führungsposition samt Personalverantwortung, die man sich mit einem zuverlässigen Partner teilt. In jeglicher Hinsicht teilt: Bei der Stundenzahl, beim Gehalt, den Entscheidungen und den Aufgaben. Nicht nur beim Pharmakonzern Novartis hofft man, auf diese Weise erfolgreiche Mitarbeiter halten zu können, die etwa nach einer Elternzeit weniger arbeiten wollen, ohne ihre Führungsposition aufgeben zu müssen. Jobsharing heißt das Modell, das in Personalabteilungen gerade in aller Munde ist. Allein: Es kommt extrem selten zur Anwendung.

Auf den Kongressen der Personaler ist das Thema hip. „Am Anfang mussten wir viel Aufklärung und Informationsarbeit leisten“, schildert Jana Tepe von der Vermittlungsplattform Tandemploy. „Jetzt merken wir, wie sich der Markt total öffnet dafür.“ Als Grund nennt sie die wachsende Nachfrage nach flexiblen Arbeitsmodellen.

Im Gegensatz zur Teilzeitquote von nur neun Prozent seien etwa ein Drittel der Jobsharing-Interessenten Männer, berichtet Tepe. „Es sind vor allem Führungspositionen und komplexe Aufgaben, IT-Jobs, Marketing, Beratung – also vor allem Stellen, die bisher als typische Vollzeitjobs gegolten haben, bei denen der Chef die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, wenn man sagt, dass man reduzieren möchte.“

Sie zählt auch die Vorteile aus Unternehmenssicht auf: Eine höhere Produktivität, extrem hohe Eigenmotivation, bei Abwesenheit gibt es keinen Entscheidungsstillstand. Und: Zusammen könnten zwei Bewerber mit unterschiedlichen Talenten tatsächlich die „eierlegende Wollmilchsau“ sein, die in Stellenanzeigen gerne gesucht werde.

Joanna Kolb von Novartis ergänzt weitere Vorzüge: „Wenn sich der eine morgen entschließt, das Unternehmen zu verlassen, habe ich keinen Wissensverlust. Außerdem bekomme ich eine optimale Auslastung, umgedreht aber auch Entlastung, wenn etwa jemand krankheitsbedingt ausfällt oder jemanden pflegen muss.“ Aus eigener Erfahrung fügt sie noch an: „Und man hat zwei Hirne – man tauscht sich aus und findet gemeinsame Ideen.“

Die Nachteile wiegen schwer
Kolb ist die Personalerin, die für Novartis die eingangs skizzierte Stelle besetzen sollte. Allerdings ohne Erfolg: „Bei Führungspositionen haben wir noch keinen idealen Partner gefunden, der auch persönlich gepasst hat. Ein Tandem funktioniert nicht, wenn man zu unterschiedlich ist. Man kann unterschiedliche Fähigkeiten mitbringen, das ist sogar sehr gut, aber ein gleiches Grundverständnis und den gleichen Anspruch an seine Arbeitsleistung muss man haben.“

Fragt man in Unternehmen nach, zeigt sich dann auch, dass Jobsharing kaum verbreitet ist. Und das hat Gründe: „Das Ganze ist nicht kostenneutral. Wer das glaubt, lebt nicht in der Realität“, betont Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability der Hochschule Ludwigshafen. Damit das Modell funktioniert, reicht es nicht aus, wenn beide Tandem-Partner zusammen 100 Prozent arbeiten. Nötig sind mindestens 10 oder besser 20 Prozent mehr, weil sich die beiden intensiv austauschen müssen, um jederzeit bei allen Projekten auf dem aktuellen Stand zu sein.

Auch Holger Bonin, Arbeitsmarktforscher beim Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim, sieht Jobsharing kritisch. „Da ist die ungeklärte Verantwortungsfrage. Was passiert, wenn einer einen Fehler macht? Was ist mit Leistungsprämien? Wie sichert man sich ab, dass der eine nicht ausbaden muss, wenn der andere nicht zuverlässig ist? Was passiert, wenn jemand Geld unterschlägt? Was, wenn jemand entlassen werden muss? Muss der andere dann mitgehen? Wenn man das Modell ernst nimmt, ist das dem Arbeitgeber egal, weil der nur die Stelle bewertet.“

Arbeitgeber lassen sich deshalb nur selten und nur dann auf Jobsharing ein, wenn ein wichtiger Mitarbeiter ansonsten mit Kündigung drohe, betont auch Rump. „Aber das muss ein Mitarbeiter sein, der diese Stelle perfekt ausfüllt, erfolgskritisches Wissen für diese Stelle und dieses Unternehmen mitbringt und von seiner Persönlichkeit und Loyalität zum Unternehmen passt.“ Unterm Strich sind sich die beiden Fachleute daher einig: Jobsharing ist ein Nischenphänomen – und wird es angesichts der vielen Alternativen zur Arbeitszeitreduzierung auch bleiben.

Quelle: Handelsblatt 20.04.2017


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Das Karlsruher Start-up e-volo feierte vom 05.-08.04.2017 auf Europas größter Messe der Allgemeinen Luftfahrt AERO in Friedrichshafen die Weltpremiere des ersten Serienmodells eines manntragenden Multicopters. Nach einer Entwicklungszeit von sechs Jahren präsentierte e-volo dort den Volocopter 2X, ein serienfähiges, senkrechtstartendes Fluggerät (VTOL) mit reinem Elektroantrieb für 2 Passagiere. Der Volocopter zeichnet sich besonders durch seine hohe Ausfallsicherheit, sein emissionsfreies Fliegen und seine geringe Lärmentwicklung aus. 

Der Volocopter 2X ist die konsequente Weiterentwicklung des Prototyps VC200 in Richtung Alltagseinsatz. Sein Batterie-Wechselsystem ermöglicht den zügigen Austausch und macht ihn in nur wenigen Minuten wieder einsatzbereit. Das Design des Volocopters ist geprägt durch eine Rotorebene und eine Kanzel, in der 2 Erwachsene komfortabel Platz nehmen können.

Das Lufttaxi ist für die Zulassung als Ultraleichtfluggerät entwickelt und soll in der neu zu schaffenden deutschen UL-Kategorie „Multicopter“ im Jahr 2018 seine Musterzulassung erhalten. Mit einer Sportpilotenlizenz (SPL) für Multicopter wird jedermann den Volocopter 2X fliegen dürfen, und dies dank seiner automatischen Höhen- und Lageregelung sehr einfach und sehr sicher.

Mit Erteilung der Musterzulassung beginnt die Serienproduktion des Volocopter 2X für den deutschen Luftsport-Markt. Bis dahin sollen mehrere Vorserienmodelle für Testflüge und Vorführungen eingesetzt werden.

Der Volocopter 2X wurde nicht nur für den Einsatz als Luftsportgerät entwickelt, sondern er dient auch als Demonstrator für zukünftige urbane Mobilitätssysteme. Schon im Jahr 2018 können die ersten Exemplare mit Sondergenehmigung als Lufttaxi bei Pilotprojekten eingesetzt werden. Dabei erlaubt die Technik auch ferngesteuerte und sogar autonome Flüge. Bei e-volo geht man davon aus, dass bei den ersten Flugtaxi-Pilotprojekten aufgrund der aktuell geltenden Regularien die Volocopter 2X noch von Piloten gesteuert werden. Ferngesteuerte oder autonome Taxiflüge können bei Bedarf zunächst auch unbemannt durchgeführt werden.

Für die Zukunft strebt e-volo eine kommerzielle Zulassung der Volocopter an, welche Taxiflüge mit gewerblichem Personentransport ermöglicht. Die Entwicklung eines 4-Sitzer Volocopters mit internationaler Zulassung (EASA/FAA) ist einer der nächsten geplanten Schritte in der Firmenentwicklung von e-volo.

Quelle: Eine Pressemitteilung der e-volo GmbH


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Achtsamkeit ist mehr als nur ein Modewort – sie hilft, unseren Alltag zu entschleunigen und Stress zu reduzieren. Utopia zeigt, was hinter dem Konzept steckt, wie es unsere Lebensqualität verbessert und wie du achtsamer leben kannst.Im Alltag hetzen wir meist von einer Situation zur nächsten, denken beim Frühstück daran, was in der Arbeit ansteht und in der Arbeit planen wir, was am Abend noch erledigt werden muss. Wenn wir ehrlich sind, sind wir selten mit unseren Gedanken tatsächlich im Hier und Jetzt. Das verursacht Stress, der sich negativ auf unsere Gesundheit auswirkt. Im Extremfall kann das zu Burnout, Depressionen, Angstzuständen oder Panikattacken führen. Die Achtsamkeitsmeditation soll ein Weg sein, diesem Stress zu begegnen, um ausgeglichener, entspannter und gesünder zu leben.

Innehalten

Innezuhalten bietet sich zwischen den verschiedenen Abschnitten unseres Tages an, um kurz zur Ruhe zu kommen. Nimm dir deshalb zwischendurch immer mal wieder eine Minute Zeit dafür.Setze oder stelle dich bequem hin und beobachte deinen Atem ein paar Atemzüge lang. Wende dich dann deinem Körper zu – wo spürst du ihn? Wende dich schließlich deinen Gefühlen zu: Wie fühlst du dich gerade?Beobachte nur, bewerte nicht.

Bewusst gehen
Gehen ist eine so automatisierte Bewegung, dass wir sie kaum bewusst wahrnehmen. Bei der Gehmeditation geht es nun genau darum.Konzentriere dich auf dem Weg zur U-Bahn oder beim nächsten Spaziergang auf dein Gehen. Nimm wahr, wann deine Füße den Boden berühren, welche Muskeln sich an- und entspannen. Beobachte dein Tempo: Wirst du langsamer oder schneller?Auf diese Weise manövrierst du dich bewusst ins Hier und Jetzt und verschaffst deinen Sorgen eine Pause – das wirkt entspannend.

Bewusst atmen
Nimm dir für diese Übung etwa 10 bis 20 Minuten Zeit. Setze dich aufrecht, aber entspannt hin, schließe deine Augen. Konzentriere dich auf deinen Atem: Beobachte ihn, ohne ihn zu kontrollieren oder zu verändern. Nimm wahr, wo er am deutlichsten zu spüren ist, wie er sich beim Ausströmen aus deinen Nasenlöchern anfühlt. Achte auf das Auf und Ab deines Brustkorbs.Sobald du merkst, dass deine Gedanken abschweifen, lass sie ziehen und kehre wieder zur Beobachtung deines Atems zurück.Versuche dabei nicht zu bewerten, beobachte nur.

Achtsam essen
Essen ist genauso wie Gehen ein automatisierter Vorgang – und genau deswegen perfekt dafür geeignet, sich in Achtsamkeit zu üben. Denn oft schlingen wir unsere Mahlzeiten schnell herunter, ohne wirklich wertzuschätzen, was auf unserem Teller liegt.Höre beim achtsamen Essen schon vor der Mahlzeit in dich hinein: Spürst du Hunger oder Appetit? Wie ist deine Stimmung? Betrachte dann dein Essen: Wie sieht es aus? Aus was setzt es sich zusammen? Nimm den Geruch deines Essens wahr. Nimm wahr, wie du es zum Mund führst, wie es sich im Mund anfühlt, wie es schmeckt. Kaue bewusst und langsam

Dankbar sein
Diese Achtsamkeitsübung eignet sich besonders für die Zeit kurz vor dem Schlafengehen.Gehe deinen Tag in Gedanken durch: Überlege, was dich bewegt hat und für welche Erlebnisse, Menschen und Dinge du heute Dankbarkeit verspürst. Konzentriere deine Wahrnehmung dann für jeweils mindestens 20 Sekunden auf die Sachen, für die du dankbar bist. Das entspannt und erhöht künftig deine Achtsamkeit für die vielen schönen Dinge, die dir im Alltag begegnen
Quelle: Utopia 


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