Gefiltert nach Kategorie Handel Filter zurücksetzen

Avatar of Redaktion

Jedes Jahr verschwenden in Deutschland Großverbraucher, Handel und wir Privathaushalte 11 Millionen Tonnen Lebensmittel. Vieles wäre vermeidbar – eine neue Website soll helfen, Lebensmittel besser zu wertschätzen.

Lebensmittelverschwendung ist ein reales Problem: Deutschland hat sich daher dem Ziel der Vereinten Nationen verpflichtet, bis 2030 die Lebensmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene zu halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Nahrungsmittelverluste einschließlich Nachernte-Verlusten zu verringern.

 Das gelingt nur, wenn alle Betroffenen in allen Bereichen mitmachen – und wenn das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln wieder steigt.

Lebensmittel wertschätzen muss wieder erlernt werden

Utopia arbeitet mit Beiträgen aller Art schon seit fast zehn Jahren gegen Lebensmittelverschwendung an, jetzt bringt auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zu diesem Thema eine Internet-Plattform auf den Weg.

Die neue Website liefert über 80 konkrete Verbesserungsideen für die gesamte Wertschöpfungskette in den Bereichen Produktion, Handel, Außer-Haus-Verpflegung und Gesellschaft, dabei gibt es Checklisten und Kalkulationstabellen ebenso wie Schulungsmaterial.

Zur Website: lebensmittelwertschaetzen.de

 Ob essbare Landschaften, innovative Produkte oder Initiativen und Organisationen gegen Verschwendung – die vorgestellten Aktivitäten zeigen, wie unterschiedlich man sich dem Thema „Lebensmittel wertschätzen“ widmen kann. Per Regionalfilter lässt sich außerdem herauskriegen, ob in der Nähe Projekte stattfinden, bei denen man mitwirken kann.

Quelle: Utopia.de

 

 

 


Avatar of Redaktion

64 Prozent der Deutschen nutzen Bonusprogramme, bei denen es lediglich darum geht, möglichst viele Produkte einzukaufen. Zwei Studenten aus Bonn haben dieses System umgedacht: die App „Wertewandel“ vergibt Bonuspunkte an Kunden, die nachhaltige Produkte kaufen

Gesünder, sozialer, besser für Pflanzen, Tiere und überhaupt für die ganze Welt – Gründe, Bio- oder Fairtradeprodukte zu kaufen, gibt es eigentlich schon genug. Die App „Wertewandel“ bietet mit ihrem Bonusprogramm einen neuen Anreiz und belohnt den Kauf von ökologischen Produkten und grünen Dienstleistungen.

Das Prinzip der App ist sehr simpel: Über eine Karte kann das nächste Geschäft, das Produkte der Wertewandel-Marktpartner führt, gefunden werden. Nach dem Einkauf muss nur noch der Kassenbon abfotografiert werden und dem Kunden werden seine Bonuspunkte gutgeschrieben

Aber was macht man nun mit diesen Punkten? Wie auch bei anderen Bonusprogrammen können diese in Form einer Prämie oder eines Einkaufgutscheins bei den Partnerunternehmen eingelöst werden. Und wer schon immer einmal etwas bewegen wollte, aber nicht genau wusste wie: Mit einem einzigen Klick können die Bonuspunkte, in Form einer Geldspende, an gemeinnützige Projekte übermittelt werden.
Zuletzt konnten außerdem acht weitere Handelsketten, unter anderem Denn's Biomarkt, Basic, Rossmann und Real als Partner aufgenommen werden. Damit gibt es deutschlandweit schon über 5.000 Geschäfte und Marken, die an dem nachhaltigen Bonusprogramm teilnehmen. Wertewandel arbeitet zudem mit über 50 Online-Shops zusammen. Das heißt: man kann auch beim Onlineshopping fleißig Punkte sammeln und einlösen.
 
Die App „Wertewandel“ ist kostenlos erhältlich, für Android im Google Play Store und für iOS im App Store.

Text: Xenia von Polier/Karina Nasaeva
Quelle: Enorm Magazin


Avatar of Redaktion

Endlich der eigene Chef sein: Wer sich dazu entschließt, sein eigenes Unternehmen aufzuziehen, ist in der Fächerstadt goldrichtig. Denn die Karlsruher Gründerszene boomt! Mit zahlreichen namenhaften Bildungs-, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen ist Karlsruhe zu Recht auch als Stadt der Entrepreneure bekannt. Denn insgesamt zehn Gründerzentren unterstützen Karlsruher Startups auf ihrem Weg an die Spitze und bieten Gründern alles, was das Herz begehrt.

Aber was ist denn überhaupt wichtig für eine erfolgreiche Gründung? Ganz einfach: die Chance, die eigene Idee mit anderen zu teilen, sich kritisches Feedback einzuholen und sich ein Netzwerk aus erfahrenen Partnern aufzubauen, die mit Tipps und Verbesserungsvorschlägen zu einem erfolgreichen Start beitragen können. Genau dabei erhalten junge Gründer Unterstützung von Einrichtungen wie dem CyberForum e.V., der PionierGarage und dem Center for Interdisciplinary Entrepreneurship (CIE) am KIT. Denn: Neben Coaching und Beratung veranstalten diese Initiativen auch regelmäßig Networking Events, Hackathons oder Gründerwettbewerbe. Es gibt also genug Möglichkeiten, um von Mentoren und anderen Gründern zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen – um so einen gelungenen Start in der Startupszene hinzulegen. Dass das in der Fächerstadt besonders gut funktioniert, zeigen Karlsruher Startups wie die Campus Jäger oder Fluffy Fairy Games. Ihr Geheimrezept: GROW.

Einmal im Jahr organisiert die PionierGarage den Gründerwettbewerb GROW, der studentischen Gründerteams aus der TechnologieRegion Karlsruhe den Schritt in die Gründung vereinfacht und damit gleichzeitig als Sprungbrett in die Sphären des Startuphimmels dient. Von der Idee bis zur Entwicklung des fertigen Prototyps haben die teilnehmenden Gründerteams jedoch nur elf Wochen Zeit! Diese elf Wochen teilen sich in drei Etappen: KickOff (Auftaktveranstaltung), Midterm (Halbfinale) und Finale. Der KickOff dient in erster Linie als Teamfindungs-Event. Teilnehmer, die bereits mit einer Idee in den Wettbewerb starten, können ihre Idee das erste Mal vorstellen und Mitgründer oder neue Teammitglieder dafür begeistern. Fünf Wochen später präsentieren die Teams ihre Ideen beim Midterm dann erstmals vor einer hochkarätigen Jury – und nur die besten zehn Teams dürfen dann sechs Wochen später im Finale antreten. In die Bewertung fließen dabei die klassischen Kriterien, wie zum Beispiel der Kundennutzen, ein – noch wichtiger ist aber der Fortschritt, der in den vergangenen elf Wochen erzielt wurde!

Diejenigen Gründerteams, die die Jury überzeugen konnten, haben die Chance auf ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.500 Euro und erhalten zudem kostenlose Arbeitsplätze im Launchpad der PionierGarage. Und was am wichtigsten ist: Alle teilnehmenden Teams können wertvolle Kontakte in die Karlsruher Gründerszene knüpfen und ihre Idee bekannt machen – und das ist für einen erfolgreichen Start als Gründer Gold wert…


Neugierig geworden? Wer Lust hat, selbst am Gründungswettbewerb der PionierGarage teilzunehmen, der kann sich auch jetzt noch unter grow.pioniergarage.de für den KickOff am 9. November im CyberForum anmelden.

Jede Idee ist erwünscht!

PS: GROW ist gerade auch für Zuschauer ein superspannendes Event! Im letzten Jahr lauschten allein beim Finale über 250 Karlsruher Studierende, Gründer, Unternehmer und Investoren den Ideen der Neugründer. Vorbeikommen lohnt sich – vielleicht lernt ihr ja die Top-Startups von morgen kennen!


Avatar of Redaktion

Zürich – Das Chief Investment Office (CIO) von UBS Wealth Management lanciert ein White Paper «Business with Impact» zu neuen Modellen unternehmerischer Nachhaltigkeit

  • Unternehmen waren in der Vergangenheit bestrebt, die grundlegenden Nachhaltigkeitskriterien als Mittel zur Kontrolle der operativen und Reputationsrisiken zu erfüllen. Das White Paper des CIO zeigt aber, dass Unternehmen ihre Performance verbessern können, indem sie verbesserte Standards einhalten und nachhaltige Geschäftschancen aktiver nutzen. 
  • Dieser «Business with Impact»-Ansatz dürfte Millennials und anderen Investoren zusagen, die mehr Gewicht auf Nachhaltigkeit und verwandte Bereiche wie Impact Investing legen, das soziale und ökologische sowie finanzielle Erträge anstrebt.
  • Lösungen zu mit der Nachhaltigkeit verbundenen Herausforderungen benötigen Investitionen von USD 5–7 Bio.1, wodurch Nachfrage nach damit verbundenen Produkten und Dienstleistungen entsteht.


Zürich – Das Chief Investment Office von UBS Wealth Management hat heute ein White Paper lanciert mit dem Titel «Business with Impact: From corporate social responsibility to corporate societal returns. Der Bericht gelangt zum Schluss, dass Unternehmen wahrscheinlich besser abschneiden und die Erwartungen ihrer Anleger besser erfüllen, wenn sie die Nachhaltigkeit als eine Chance zur Gewinnung einer attraktiven Rendite und zur Erzielung einer messbaren sozialen oder ökologischen Wirkung erachten statt lediglich die Nachhaltigkeitsrisiken zu kontrollieren. Der Bericht enthält auch Fallstudieninterviews mit Unternehmensführern, darunter Paul Polman, Chairman of the World Business Council for Sustainable Development und CEO von Unilever sowie Tan Sri Dr. Lim Wee Chai, Executive Chairman von Top Glove Corporation.

Das Anlegerinteresse an Nachhaltigkeits- und damit verbundenen Geschäftschancen hat in den letzten Jahren stark zugenommen und Auftrieb erhalten durch die Lancierung der Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen und deren breite Unterstützung. Die gemäss nachhaltigen Anlagekriterien verwalteten Vermögen erhöhten sich von USD 18,3 Bio. im Jahr 2014 auf USD 22,9 Bio. im Jahr 2016 (2).

Nachhaltigkeitsinitiativen zeugen von der Fähigkeit, die Unternehmensgewinne zu verbessern sowie die Risiken zu vermindern, was für einen «Business with Impact»-Ansatz spricht. Ein jüngstes Beispiel hierfür ist das «SCORE Supply Chain»-Programm der Internationalen Arbeitsorganisation. Die Zulieferer konnten dadurch überschüssige Bestände deutlich abbauen, indem sie die Produktivität erhöhten, Abfälle reduziertensowie den Arbeitnehmerschutz deutlich verbesserten. Auf lange Sicht dürfte die Einhaltung der Nachhaltigkeitsziele jährliche Investitionen (1) von USD 5–7 Bio. erfordern, was die Nachfrage nach nachhaltigkeitsorientierten Produkten und Dienstleistungen ankurbelt.

Ein «Business with Impact»-Ansatz dürfte insbesondere Millennials und Anlegerinnen sowie anderen unternehmerischen Anspruchsgruppen mit einem wachsenden finanziellen Einfluss zusagen. So ist die Wahrscheinlichkeit bei unter 35-jährigen Personen doppelt so hoch, eine mit negativen Nachhaltigkeitsaspekten (3) verbundene Anlage zu verkaufen, während 65% der Frauen eine Investition nach ihrem sozialen, politischen oder ökologischen Ergebnis beurteilen, gegenüber lediglich 42% der Männer (4)

Mark Haefele, Global Chief Investment Officer bei UBS Wealth Management, dazu: «Aufgrund des gestiegenen Drucks von Investoren und anderen Anspruchsgruppen können die Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsherausforderungen am besten angehen, indem sie diese als Chancen verstehen. Mit einem «Business with Impact»-Ansatz können sie nicht nur ihren sozialen und ökologischen Fussabdruck verbessern, sondern auch ihre finanziellen Erträge.»

Simon Smiles, Chief Investment Officer für «Ultra High Net Worth»-Kunden bei UBS Wealth Management, erklärt: «Unsere vermögendsten Kunden konzentrieren sich bei ihren Investitionen und ihren Unternehmen vermehrt auf Nachhaltigkeit. Wir gehen davon aus, dass sie bei Transaktionen mit ihren eigenen Unternehmen sowie bei Firmen, in die sie investieren, verstärkt auf einen «Business with Impact»-Ansatz setzen werden.»

Paul Polman, Chairman of the World Business Council for Sustainable Development und CEO von Unilever, dazu: «Die Nachhaltigkeit eröffnet den Unternehmen Chancen sowie Potenzial für Effizienzsteigerungen und Innovationen. Sie ermöglicht es den Unternehmen, Mitarbeiter, Kunden und Investoren zu gewinnen und zu binden und ihre Lizenzen und Reputationen zu sichern. Entsprechend florieren nachhaltige Unternehmen und erzielen für ihre Aktionäre attraktive Renditen.»

Tan Sri Dr. Lim Wee Chai, Executive Chairman von Top Glove Corporation, hierüber: «Unternehmen, die eine grössere Nachhaltigkeit anstreben, jedoch dafür nicht über ausreichend Ressourcen verfügen, sollten schrittweise mit kleineren Investitionen in den produktivsten Bereichen beginnen, um soziale und finanzielle Erträge zu generieren. Unternehmen sollten Bereiche wie den Arbeitnehmerschutz angesichts der möglichen zugrunde liegenden Vorteile als prioritäre langfristige Anlagen erachten.»

Empfehlungen: Wie Unternehmen «Businesses with Impact»- werden können

  • Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, um wirkungsvolle Geschäftsansätze zu erproben, Kundenbedürfnisse zu erfüllen und interne Einschränkungen zu überwinden. Wichtige Fallstudien beinhalten eine C&A-Partnerschaft in den letzten Jahren mit C&A Foundation, GIZ, TBM Consulting Group, Giving Evidence und Solutions Matrix.
  • Nutzung privater Unternehmen und von Family Offices, um soziale und ökologische Erträge in angemessener Weise in Geschäfte zu integrieren. Gemäss einer Studie von 2016 zur Philanthropie von Familienunternehmen (5) sind nahezu die Hälfte der Family Offices mit 501 bis 5000+-Mitarbeitenden bereits stark im Impact Investing engagiert, desgleichen mehr als ein Drittel der Unternehmen mit bis zu 500 Angestellten.
  • Erkenntnisse für langfristige Investitionen aus den Erfahrungen von nachhaltigkeitsorientierten Kunden und Investoren ziehen. Beispiele hierzu umfassen ausgewählte Teilnehmer im Impact-Investing-Bereich mit dem Ziel, die messbare soziale und ökologische Wirkung zu maximieren und attraktive finanzielle Erträge zu generieren.
  • Erstellung digitaler Plattformen, um Verbindungen mit gleichgesinnten Anlegern und geeignete «Business with Impact»-Chancen zu ermöglichen. Neben Netzwerkchancen könnten solche Netzwerke relevante Informationen liefern und Investitionsanreize schaffen sowie unabhängige Beurteilungen durch Dritte erleichtern.

Business with Impact: Engagements von UBS

  • UBS ist ein globaler Marktführer im Bereich der Nachhaltigkeit. Das Unternehmen belegte im dritten Jahr in Folge den ersten Platz in der Branchengruppe «Diversified Financials Industry» der Dow Jones Sustainability Indizes (DJSI) und erzielte unter den Mitbewerbern das beste Ergebnis in allen drei Kriterien (Wirtschaft, Umwelt und Soziales)
  • UBS ist ein globaler Marktführer bei nachhaltigen Anlagen und im Impact Investing. Kundengelder von mehr als CHF 1 Bio. werden von UBS nach nachhaltigen Prinzipien verwaltet, was rund einem Drittel der konzernweit verwalteten Vermögen entspricht. UBS hat sich verpflichtet, binnen fünf Jahren USD 5 Mrd. für Impact Investing in Verbindung mit den Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Vereinten Nationen zu beschaffen.


Um das ganze White Paper einzusehen, gehen Sie zu www.ubs.com/cio.

Diskussionen rund um den Bericht auf den sozialen Medien finden Sie unter #YouCanAdapt auf Facebook, LinkedIn und Twitter. (UBS/mc/ps)

1 Brookings Institute, 2016 
2 Global Sustainable Investment Alliance, 2016 
3 Morgan Stanley, 2015 
4 US Trust, 2013 
5 E&Y, Universität St Gallen, 2016

Über UBS
UBS bietet vermögenden, institutionellen und Firmenkunden weltweit sowie Privatkunden in der Schweiz finanzielle Beratung und Lösungen an. Die operative Struktur der Gruppe besteht aus unserem Corporate Center und fünf Unternehmensbereichen: Wealth Management, Wealth Management Americas, Personal & Corporate Banking, Asset Management und der Investment Bank. Die Strategie von UBS beruht auf den Stärken aller Unternehmensbereiche und fokussiert auf Bereiche, in denen sich UBS auszeichnet. Gleichzeitig möchte die Bank die überzeugenden Wachstumsaussichten in den Geschäftsbereichen und Regionen nutzen, in denen sie tätig ist, um attraktive und nachhaltige Renditen für ihre Aktionäre zu erzielen. Alle ihre Unternehmensbereiche sind kapitaleffizient und profitieren von einer starken Wettbewerbsposition in ihren anvisierten Märkten. UBS ist an allen wichtigen Finanzplätzen der Welt in mehr als 54 Ländern mit Niederlassungen vertreten. Rund 34% ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Amerika, 35% in der Schweiz, 18% im Rest Europas, im Nahen Osten und in Afrika sowie weitere 13% im asiatisch-pazifischen Raum tätig. UBS Group AG beschäftigt weltweit rund 60’000 Mitarbeiter. Die Aktien des Unternehmens sind an der SIX Swiss Exchange und an der New York Stock Exchange (NYSE) kotiert.

Quelle: Moneycab.com/2017/09/09


Avatar of Redaktion

Nach Taschen aus LKW-Planen und Segeltüchern kommt jetzt ein Rucksack aus ausgedienten Airbags und Sicherheitsgurten

 

Ein Rucksack muss als unser treuer Begleiter so einige Strapazen aushalten. Von den täglichen Bahnfahrten bis hin zu Reisen und Festivals, Sonne, Schnee und Regen muss er allen Situationen gewachsen sein. Was bietet sich da eher an, als einen Rucksack aus Stoffen zu machen die für extreme Belastung gemacht wurden?

 

Das dachten sich auch Michael Widmann und Adrian Goosses, die sich während ihres Masterstudiums „Strategic Entrepreneurship“ in Rotterdam kennenlernten, als sie auf einem Schrottplatz nach Upcycling-Ideen für einen Unikurs suchten.

 

Kurzerhand nahmen sie ein paar alte Airbags und Sicherheitsgurte mit und noch am selben Abend entstand daraus in der gemeinsamen WG der erste „Airpaq“ getaufte Rucksack. Obwohl keiner der Beiden vorher jemals Nadel und Faden in der Hand gehabt hatte, war das Feedback ihrer Kommilitonen ermutigend genug, um weiterzumachen.

 

Was als Uni-Projekt begann ist mittlerweile ein marktreifes Konzept, das nicht nur Kommilitonen in einem Unikurs überzeugt: Jeder Rucksack besteht aus zwei Airbags, vier Sicherheitsgurten und einem Gurtschloss. Da alle Materialien als Einzelstücke von Schrottplätzen kommen, handelt es sich bei jedem Stück um ein Unikat. Bis auf das prägnante Gurtschloss erinnert kaum noch etwas an den einstigen Ursprung der Materialien.

 

Jeder Rucksack ein Unikat

 

Der Anspruch ist klar: Funktionalität und Ästhetik kombinieren und einen Rucksack herstellen, der nicht nur durch Upcycling, sondern auch durch seine lange Haltbarkeit Ressourcen schont. Diese Idee kommt so gut an, dass Goosses und Widmann bei einem Crowdfunding auf der Plattform Kickstarter ihr Finanzierungsziel von 10.000 Euro problemlos erreichten – nach nur zwei Stunden. Innerhalb weniger Tage hatten sie diese Schwelle bereits um das Sechsfache übertroffen. Ab Ende August sollen die Airpaq-Rucksäcke, in blau, gelb, rot und schwarz in Produktion gehen, für November sind die ersten Lieferungen geplant.

 

So gut der Upcycling-Ansatz klingt, wirft die Wahl Rumäniens als Produktionsort die Frage auf, ob man nicht auch in Deutschland Kooperationspartner hätte finden können. Schrottplätze gibt es auch hierzulande genug, letztlich scheinen aber die geringeren Produktionskosten in Osteuropa entscheidend gewesen zu sein. Dass die Arbeitsbedingungen vor Ort aber gut und die Löhne fair sind, davon haben sich die Jungunternehmer von Airpaq selbst überzeugt. Zur Prozess- und Produktentwicklung verbrachten sie mehrere Monate bei ihren Partnern in Rumänien. Sie alle produzieren nach europäischen Standards und sind zudem nach SA8000 zertifiziert, ein internationaler Sozialstandard mit dem Ziel, faire und sichere Arbeitsbedingungen zu fördern.

 

Dass die Priorität auf Nachhaltigkeit liegt, spiegelt sich auch in den gemeinsamen Anstrengungen wider, den gesamten Produktionsprozess so ressourcenschonend wie möglich zu gestalten, beispielsweise durch die Reduzierung von Plastik- und Papierresten in den Schneidereien. Und selbst die Stoffreste, die übrig bleiben, bekommen auch noch ein sinnvolles Weiterleben: Aus ihnen werden Portemonnaies gefertigt.

Quelle: enorm magazin / Elena Boeck


Kontaktieren Sie uns
captcha

Tel.: 0721 - 915 461 - 50

E-Mail: info@fairantwortung.org
Internet: www.fairantwortung.org