Gefiltert nach Kategorie Tiere Filter zurücksetzen

Avatar of Redaktion

apic.ai gewinnt das Latitude49-Stipendium

 

 

Der Wettbewerb um das Stipendium ist beendet, die mehrköpfige Jury hat das GewinnerTeam gekürt: apic.ai retten Bienen mit künstlicher Intelligenz. Das Start-up hat ein System

entwickelt, das Bienen beim Betreten und Verlassen ihrer Bienenstöcke visuell erfasst. Die Bilddaten werden mit neuronalen Netzen ausgewertet. Damit lässt sich erkennen, ob die

Bienen genug zu fressen finden, wie sich ihr Nahrungsangebot während eines Jahres verändert und wann die Bienen schwärmen. Zudem kann die Software gefährliche Parasiten

auf den Bienen erkennen und „den Imkern helfen, schnell und minimal-invasiv zu arbeiten“, so Gründerin Katharina Luise Schmidt, die die eigene Familientradition der Imkerei auf

moderne Weise fortführt. „Erhalt der biologischen Vielfalt“, so ambitioniert lautet das Ziel von Schmidt, wissenschaftlicher Mitarbeiterin im Gründerlabor der Hochschule Karlsruhe,

und ihren Teammitgliedern Matthias Diehl, Promotionsstudent am Karlsruher Forschungszentrum Informatik und Frederic Jan Tausch, Informatikstudent am KIT.

 

Pitchtraining und Coaching – der Auswahlprozess

Insgesamt zogen sieben herausragende Teams in das Finale um das Latitude49-Stipendium ein. Noch vor dem eigentlichen Pitch wurden die Finalist*innen vom Kooperationspartner CyberForum e.V. darauf vorbereitet, sich der Öffentlichkeit vorzustellen und durften darüber hinaus an einer mehrstündigen Gründerberatung im Rahmen des EXI Gründungsgutscheins 2.0 teilnehmen. Projektleiterin Yella Hoepfner zeigte sich von der Themenvielfalt und dem Anspruch der eingereichten Projekte beeindruckt: „Gemeinsam ist den meisten, dass sie virtuelle Orte schaffen möchten, um Menschen zu verbinden, wie die Bewerber*innen von ato.black, oder Technologien entwickeln, die uns alle voranbringen, wie


Avatar of Redaktion

Die Bienen sterben, aber was bedeutet das eigentlich für uns?
Die Antwort: Viele Dinge würde es ohne die Tiere nicht mehr geben – und das gilt nicht nur für Obst und Gemüse.

Stell dir vor, du willst im Supermarkt einkaufen – doch die Regale sind leer. Es gibt nichts von dem, was auf deiner Einkaufsliste steht: Keine Äpfel oder Himbeeren, keine Gurken, Erbsen oder Bohnen, keine Margarine, keinen Honig, keinen Kaffee, kein Shampoo, keine Gummibärchen oder Schokolade, nicht mal mehr Wattepads liegen im Supermarktregal.

So oder so ähnlich würde es wohl aussehen, wenn es keine Bienen mehr gibt. Denn: Ein Drittel unserer Nahrung ist von der Bestäubung der Bienen und anderer Insekten abhängig. Und die Bestände gehen seit Jahren zurück: Die Hälfte der 450 Wildbienen-Arten in Deutschland ist bedroht oder bereits ausgestorben, der Insektenbestand schrumpft ebenfalls drastisch, um mehr als 75 Prozent in den letzten 30 Jahren. Wenn wir nicht bald etwas gegen das Bienen- und Instektensterben tun, werden die Tiere komplett verschwinden – und mit ihnen diese elf Dinge:

Beeren: Johannisbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren

Erdbeerkuchen, Vanilleeis mit heißen Himbeeren, Blaubeermarmelade, Johannisbeersaft – gäbe es alles nicht mehr, ohne die Bienen. Denn Beeren und viele andere Obstsorten sind zu einem großen Teil von der Bestäubung durch die Bienen abhängig.

Weitere Obstsorten, die es ohne die Bienen nicht mehr gäbe: Aprikosen, Äpfel, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen, Mangos oder Kiwis.

Fruchtsaft

Gibt es kein Obst mehr, gibt es folglich auch keine verarbeiteten Produkte mehr, die Obst enthalten: Apfelsaft und Co. verschwinden ebenfalls, wenn die Bienen sterben.

Damit das nicht passiert, kannst du zum Beispiel die ökologische Landwirtschaft unterstützen, indem du Bio-Säfte kaufst. Hier findest du noch mehr Dinge, die du tun kannst, um den Bienen zu helfen.

Kosmetik: Deo, Cremes und Spülungen

Was haben Kosmetikprodukte mit den Bienen zu tun? In Deos, Cremes und Spülungen sind pflanzliche Inhaltsstoffe etwa aus Zitrusfrüchten oder Shea-Butter enthalten, die von der Bestäubung der Insekten abhängig sind. Viele konventionelle Kosmetikprodukte würden verschwinden – pflanzliche Inhaltsstoffe findet man aber vor allem in zertifizierter Naturkosmetik.  Und das wäre der schlimmere Verlust, denn Naturkosmetik ist gesünder, weniger umweltschädlich und kommt ohne erdölbasierte Inhaltsstoffe aus.

Kakao – und mit ihm alles, in dem Schokolade drin ist

Der Kakaobaum wird überwiegend durch Insekten bestäubt, im intensiven Anbau auch von Hand. Das ist sogar relativ rentabel – ersetzen kann es die Arbeit der Bienen aber nicht. Ohne die Bienen gibt es also keinen Kakao mehr und damit auch keine Schokolade, kein Schokomüsli, keinen Schokokuchen, keine Schokoriegel. Keine schöne Vorstellung, oder?

Gemüse: Gurken, Kürbisse, Auberginen, Avocado

Tatsächlich gäbe es ohne die Bienen noch eine Menge Gemüse: Salat- oder Kohlsorten benötigen zur Ausprägung ihrer Frucht keine Bestäubung bzw. sind nicht auf die Bienen angewiesen, weil sie sich selbst vermehren können oder windbestäubt werden.

Sogenannte Frucht-Gemüsesorten wie Gurken, Kürbisse, Auberginen, Avocado dagegen sind besonders von der Bestäubung durch die Bienen abhängig – weswegen es diese Sorten nicht mehr gäbe. Und damit auch keine Vielfalt bei der Gemüseauswahl.

Gummibärchen

Ohne die Bienen keine Gummibärchen. Klar, wegen der Früchte im Fruchtgummi – oder? Ja, aber nicht nur: Gummibärchen von Haribo & Co. sind mit Bienenwachs beschichtet, damit sie schön glänzen und in der Packung nicht zusammenkleben.

Baumwolle – und damit ein Großteil unserer Kleidung

Die Hälfte der weltweit hergestellten Kleidung besteht aus Baumwolle – und die wird es nicht mehr geben, wenn die Bienen weg sind.

Du hilfst den Bienen, wenn du dich für Kleidung aus Bio-Baumwolle entscheidest, zum Beispiel indem du Mode fairer Labels kaufst. Denn: Bio-Baumwolle schont die Bienen, weil beim Anbau keine Pestizide eingesetzt werden.

Noch besser: Kleidung gebraucht kaufen, leihen oder weniger konsumieren. Auch das hilft am Ende den Bienen: Je weniger Baumwolle produziert wird, desto weniger Monokultur gibt es und desto diverser wird der Lebensraum für die Bienen.

Raps- und Sonnenblumenöl

Raps kann sich zwar selbst bestäuben, es entstehen dann aber nur aus etwa 50 Prozent der Blüten fortpflanzungsfähige Samen. Wenn die Bienen mithelfen sind es 90 Prozent. Ähnliches gilt für Sonnenblumenöl. Hier werden 20 Prozent der Blüten zu Samen, mit den Bienen sind es 90 Prozent.

Raps- und Sonnenblumenöl wird vielseitig einsetzt: In Fertiggerichten und -produkten, in Chips, Kuchen, Saucen, Dips, Brotaufstrichen und …

… Margarine

Denn Margarine basiert auf Pflanzenöl. Logisch, dass auch sie mit den Bienen verschwindet.
Margarine ohne Palmöl (Palmöl ist übrigens nicht von der Bestäubung der Bienen abhängig.)

Wurstkonserven, Salami & Co.

Was hat es mit den Bienen und der Wurst auf sich? Futtermittel für Schweine und Rinder sind nicht unbedingt von der Bestäubung der Bienen abhängig. Soja etwa befruchtet sich in der Regel selbst. Der Zusammenhang: „Biene bestäubt Soja, Soja wird an Schweine verfüttert, Schweine werden zu Wurst verarbeitet“, funktioniert also nicht.

Wenn die Bienen verschwinden, verschwindet die Wurst aus einem anderen Grund: In den meisten Würsten findet man Gewürze – und die wiederum sind zum Großteil von der Bestäubung durch die Bienen abhängig.

Auch wenn es den Bienen nicht unmittelbar hilft: Wir raten zu weniger Fleisch, und wenn aus artgerechter Haltung und in Bio-Qualität.

Die Liste ließe sich ewig weiterführen: Viele verarbeitete Lebensmittel gäbe es ohne die Bienen nicht mehr – in Ketchup, Aufstrichen, Fertiggerichten werden Gewürze, Senf und Öle eingesetzt, aber auch Honig. Kakao kommt in vielen süßen Produkten vor. Noch ist es nicht soweit. Zum Glück. Damit das so bleibt, müssen wir den Bienen helfen, denn eine Alternative ist nicht in Sicht. 

Quelle: Utopia


Avatar of Redaktion

Wasser ist elementar für das Leben. Und obwohl unser Planet theoretisch immer genug Wasser bereithält, ist das Trinkwasser vielerorts knapp – man spricht von einer globalen Wasserkrise. Zum Weltwassertag veröffentlichen die Vereinten Nationen einen Bericht, der die aktuelle Lage der Wasserkrise beschreibt und neue Lösungsansätze vorschlägt

 

Wenn wir unseren Planeten aus dem All betrachten, ist er vor allem blau – zu ganzen 70 Prozent ist unsere Erde mit Wasser bedeckt. Und trotzdem ist die Wasserknappheit eines der dringendsten Probleme unserer Zeit. Wie schlimm es wirklich aussieht und welche Lösungen für das Problem die besten sind, steht im neuen Weltwasserbericht der Vereinten Nationen.

 

Problem Wasserknappheit

 

Denn trotz der riesigen Wassermengen sind nur etwa drei Prozent davon trinkbares Süßwasser – und davon ist wiederum nur ein kleiner Teil überhaupt für Menschen erreichbar. Dennoch wäre prinzipiell genug Wasser für die gesamte Menschheit vorhanden. Eine ungleiche Verteilung und eine verstärkte Nachfrage führen jedoch zu einer globalen Wasserkrise.

 

So ist laut dem UNESCO Weltwasserbericht 2018 knapp die Hälfte der Weltbevölkerung von einem Wassermangel bedroht. Über dreieinhalb Milliarden Menschen leben in Regionen, in denen mindestens einen Monat im Jahr Wasserknappheit herrscht – Tendenz steigend. Wir haben es im Vergleich sehr gut: Deutschland gehört zu einem der wasserreichsten Länder der Welt – hier verbraucht jeder Mensch etwa 120 Liter Wasser pro Tag. Ganz anders sieht es aktuell in Kapstadt aus: Hier wird Wasser wegen einer Dürre zur Zeit nur kontrolliert an die Bevölkerung ausgegeben.

Warum gibt es Wassermangel?

 

Laut UNESCO sind die Gründe für den Wassermangel vielfältig. Zunächst einmal spielt das Bevölkerungswachstum eine große Rolle: Die Weltbevölkerung ist in den letzten 200 Jahren von einer auf mehr als sieben Milliarden Menschen gewachsen – und auch, wenn das Wachstum etwas langsamer wird, kommen jedes Jahr etwa 83 Millionen Menschen dazu. Da ist es kein Wunder, dass in manchen Regionen das Wasser knapp wird. Eine weitere Ursache für die Wasserkrise ist das gestiegene Konsumverhalten der Menschen – denn nicht nur die morgendliche Dusche und der Geschirrspüler sorgen für Wasserverbrauch, sondern auch und vor allem Konsumgüter. So verbrauchen wir durch das sogenannte „virtuelle Wasser“ täglich im Schnitt über 5000 Liter Wasser – zum Beispiel durch den Konsum von landwirtschaftlichen Produkten, die hohe Mengen an Wasser zur Herstellung benötigen. Die globale Nachfrage nach Wasser steigt laut UN pro Jahr um etwa ein Prozent. Zu guter Letzt bestärkt natürlich auch der Klimawandel und das damit veränderte Wetter die Wasserknappheit: feuchte Regionen werden noch feuchter und trockene immer trockener.

 

Das alles hängt natürlich irgendwie zusammen und ist auf das Verhalten der Menschen zurückzuführen. Die oben genannten Gründe tragen auch zur Zerstörung der natürlichen Ökosysteme bei – welche eine und vielleicht die wichtigste Ursache für die Wasserkrise ist. Der Großteil von Wäldern und Böden ist durch menschliche Nutzung geschädigt und die natürlichen Feuchtgebiete, die ein grundlegender Teil des Wasserkreislaufs sind, sind in den letzten 100 Jahren bis zu 70 Prozent zerstört worden. Die Folgen: Mehr Wasser verdunstet und weniger kann in den Böden gespeichert werden. So entstehen vielerorts – wie gerade in Südafrika – Dürren und die dortige Bevölkerung leidet unter dem Wassermangel.

 

Neben dem Problem der Wasserverfügbarkeit ist natürlich auch die Qualität des Wassers in vielen Regionen ein großes Thema: Wasserverschmutzung ist gerade in den Flüssen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas ein wachsendes Problem. Chemikalien, Krankheitserreger und Schadstoffe im Wasser werden durch steigende Bevölkerungszahlen und schlechte Abwassersysteme verursacht und stellen eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit dar.

 

UNESCO Weltwasserbericht 2018

 

Die UNESCO stellt jährlich anlässlich des Weltwassertages den Weltwasserbericht vor, in dem von dem World Water Assessment Programm weltweit verlässliche Daten zu den Wasserressourcen zusammengeführt werden. Die Ergebnisse diesen Jahres prognostizieren keine gute Zukunft für unsere Wasserverteilung: So sollen 2050 schätzungsweise fast sechs Milliarden Menschen von Wasserknappheit bedroht sein – nahezu doppelt so viele wie heute schon. Der Weltwasserbericht stellt aber auch Lösungen vor, die der Krise entgegenwirken können: die sogenannten naturbasierten Lösungen.

 

Naturbasierte Lösungen: Was ist das?

 

Der UN-Weltwasserbericht setzt 2018 zur Verbesserung der Wasserversorgung und Wasserqualität unserer Welt auf naturbasierte Lösungen. Solche Ansätze seien – so die Autoren – bis heute bei einer Lösungsfindung meist außer Acht gelassen worden, aber könnten eine wichtige Rolle für die Zukunft unserer Welt spielen.

 

Naturbasierte Lösungen – damit gemeint sind konkrete Reformen der Wasserwirtschaft, die auf natürliche oder naturähnliche Prozesse setzen sowie natürliche Maßnahmen zum Schutz des Wasserkreislaufes. Was kann das sein?

Die UN spricht in ihrem Bericht von Wiederaufforstung und auch der Begrünung von Städten. Darüber hinaus schlagen die Autoren des Berichts die Errichtung von künstlichen Feuchtgebieten und Wasserrückhaltebecken vor, die das Grundwasser anreichern sollen. Und auch die Landwirtschaft muss laut Wasserbericht stärker auf Nachhaltigkeit setzen. Dafür müsste mehr auf Pestizide verzichtet, Wasser effizienter genutzt und die Bodenbedeckung verbessert werden. Durch umweltfreundlichere Verfahren in der Wasserbewirtschaftung könnte sich die landwirtschaftliche Produktion so laut dem Bericht weltweit um etwa 20 Prozent erhöhen.

 

Die naturbasierten Lösungen sollen laut Weltwasserbericht auch die Folgen von Naturkatastrophen mindern – etwa, indem ein künstlich errichtetes Feuchtgebiet als natürliche Barriere bei einer Überschwemmung dient. Obwohl die naturbasierten Lösungen viele Vorteile haben, fallen heute auf diese laut den Autoren des Berichts nur weniger als ein Prozent der gesamten Investitionen der Wasserbewirtschaftungs-Infrastruktur.

 

Quelle: Enorm-Magazin

Text: Merle Xenia Hansen

Wasserkrise: diese Organisationen und Unternehmen helfen

 

Um das Problem der Wasserknappheit zu bekämpfen, muss sich also vor allem die Wasserbewirtschaftung hin zu natürlicheren Prozessen entwickeln. Die Folgen des Wassermangels, die heute in vielen Ländern der Welt zu spüren sind, werden jedoch auch mit diesen Lösungen nicht sofort verschwinden. Zum Glück gibt es viele Organisationen und Unternehmen, die mit vielfältigen Projekten Menschen in Not helfen.

 

Viele größere NGOs setzen gleich mehrere Wasserprojekte um – dazu gehören unter anderem Unicef, Brot für die Welt oder Ingenieure ohne Grenzen. Aber auch kleinere Organisationen und Unternehmen kämpfen für eine bessere Wasserversorgung und -qualität.

 

Viva Con Agua

 

Der gemeinnützige Verein setzt sich für einen Zugang zu sauberem Trinkwasser ein – überall auf der Welt. Dafür fördert die entwicklungspolitische Non-Profit-Organisation seit 2006 Wasserprojekte rund um den Globus.

 

Stop the Water while using me

 

Dieses Unternehmen setzt sich gleich doppelt für das Wasser ein: zum einen, indem es mit seinen Produkten von „Stop the Water while using me“ (zum Beispiel Handseife oder Zahnpasta) direkt zum Wassersparen anregt und zum anderen, indem von dem Erlös mit der Initiative „Good Water Projects“ innovative und nachhaltige Projekte rund um das Thema Wasser finanziert werden.

 

Das WASH-Netzwerk

 

Das Netzwerk WASH wurde 2012 von mehreren deutschen NGOs aus den Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe gegründet. Das Netzwerk veranstaltet zum Beispiel Aktionstage rund um die Themen Wasser- und Sanitärversorgung sowie Hygiene.

 

Arche Nova

 

Die Dresdner Initiative ist eine alteingesessene gemeinnützige Hilfsorganisationen, die weltweit Menschen in Not hilft und dabei den Fokus auf die Versorgung mit sauberem Wasser legt.

 

Drip by Drip

 

Diese Non-Profit Organisation setzt sich für Wasserprojekte in Ländern ein, die mit den Konsequenzen der globalen Textilindustrie zu kämpfen haben – denn die Herstellung von Kleidung verbraucht Unmengen an Wasser. Dafür setzt Drip by Drip mehrere Projekte um: zum Beispiel den Aufbau von Abwassersystemen oder neue Lösungen für eine wasserschonendere Textilindustrie.

 

Auch viele Start-ups beschäftigen sich heute mit dem Problem der Wasserknappheit und begeistern mit innovativen Lösungen, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. So will Blue Ben beispielsweise wassersparende Mode produzieren, indem es einen kompostierbaren Sweater entwickelt hat, der in der Fertigung 90 Prozent weniger Wasser verbraucht als herkömmlicherweise. Showerloop hat eine Dusche erfunden, die das Wasser recycelt und so nur zehn Liter verbraucht. Eine andere Idee kommt aus Südamerika und sorgt dafür, dass beim Duschen bis zu 40 Liter Wasser eingespart werden können. Wiederum andere Vorreiter entwickelten ein Buch, das Wasser reinigen kann. Diese und viele weitere Unternehmen und Organisationen geben am Weltwassertag Hoffnung auf eine bessere (nassere) Zukunft.

 

Übrigens: Es gibt viele einfache Möglichkeiten, um den eigenen Wasserverbrauch herunterzufahren. Zum Beispiel das Wasser abzustellen, während man sich die Haare wäscht oder Geschirr nicht abzuspülen, bevor es in den Geschirrspüler kommt. Grundsätzlich gilt aber: Der eigene Wasserverbrauch hierzulande ist nicht so relevant wie der des „virtuellen Wassers“, welches wir durch unseren Konsum verbrauchen. Denn das wird in den Regionen verbraucht, wo Wasser knapp ist – zum Beispiel durch die Produktion von Kleidung oder Fleisch (und leider auch Avocados).


Avatar of netzreich

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt. Treffen die Worte von Mahatma Gandhi zu, ist Deutschland eine echte Hochkultur und ein wahres Paradies für Heimtiere. Geht es um die tierischen Begleiter, sitzt der Geldbeutel besonders locker. Futter, Käfige, Halsbänder, Arztbesuche, Urlaubs-Pensionen, Hunde-Schulen – für all das und noch viel mehr geben die Deutschen über 9,1 Milliarden Euro aus. Das entspricht einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt von 0,32 Prozent, laut einer mit „Wirtschaftsfaktor Heimtierhaltung“ überschriebenen Studie der Universität Göttingen. Diese weist auch nach, dass dadurch 200000 Arbeitsplätze entstanden sind.

Und ein Ende ist nicht in Sicht. Für 2015 vermeldet der Industrieverband Heimtierbedarf ein Wachstum von 2,2 Prozent. Der Star dabei ist der Hund. Über Mangelernährung kann der sich wahrlich nicht beklagen. Um 4,6 Prozent legte der Markt für Hundefutter im Vorjahr zu. In absoluten Zahlen sind das über 1,3 Milliarden Euro und wenn das Wachstum so weiter geht, ist er bald Umsatzprimus. Den Titel trägt noch der „ewige Rivale auf vier Pfoten“, die Katze. Für 1,6 Milliarden Euro geht derzeit Katzennahrung über die Ladentheke. Und das, obwohl hierzulande deutlich häufiger Gemiaut wird als Gebellt (12,9 Millionen zu 7,9 Millionen).

Bei der Betrachtung des Gesamtmarktes hat Bello längst die Mieze abgehängt. Die Göttinger Wissenschaftler beziffern den Umsatz der Hundehaltung auf 4,6 Milliarden Euro (Katzen: 3,3 Milliarden Euro), das sind mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes der Heimtierbranche. Ein Segment boomt dabei besonders, das mit der gesunden Ernährung. Futter in Lebensmittelqualität mit Rohstoffen aus der Region und ohne Zusatzstoffe, das ist ein unbestreitbarer Trend. „Ich ernähre mich gesund, also soll mein Hund das auch“, beschreibt Anna Jetter vom Auenland-Konzept in Geislingen das. Die Futtermanufaktur für Tiernahrung verzeichnet ein steigendes Interesse an solchen Produkten. „Vor allem sind die Besitzer deutlich besser informiert und hinterfragen vieles kritisch.“ Dem trägt das Auenland-Konzept Rechnung. Zwei Mitarbeiterinnen tun nichts anders, als den ganzen Tag telefonische Ernährungsfragen zu beantworten. 

Steigt die Nachfrage, steigt ebenso das Angebot. Abzulesen an der Zahl der Start-ups. Einer davon ist Carnupuru – eine Wortschöpfung, die soviel wie „Pures Fleisch“ bedeutet. Pur bedeutet in dem Fall Hunde- und Katzenfutter in Lebensmittelqualität, ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker. Zwei Jahre investierte Gründer Sascha Traber in die Planung. Und was unternahm der Stuttgarter nicht alles im Vorfeld. Tüftelte lange Zeit gemeinsam mit Tierärzten an den richtigen Rezepturen herum, informierte sich ausgiebig bei Hundetrainern und löcherte jeden Hundebesitzer, der ihm über den Weg lief. „Es gibt zwar jede Menge Marktanalysen, aber der beste Weg die wahren Kundenwünsche herauszufinden, ist das persönliche Gespräch.“ Ein Prinzip, dem er treu bleibt. Nach jeder Bestellung ruft der 32-Jährige die Kunden an und holt sich die entsprechende Resonanz ein. „Natürlich funktioniert das irgendwann nicht mehr. Aber bis dahin habe ich hoffentlich schon genügend Informationen gesammelt.“
Die zahlreichen Neugründungen sieht Anna Jetter sehr gelassen: „Ich habe schon viele kommen und wieder gehen sehen.“ Auf jeden Fall kann sie auf eine Menge Erfahrung zurückblicken. Immerhin existiert das Auenland-Konzept bereits seit 14 Jahren. „Das ist kein leichtes Business, zu dem viel Herzblut und Wissen gehören.“ Immerhin fügt sie in typisch schwäbischem Understatement hinzu, dass man davon leben könne.

Damit ist auch schon die erste Gemeinsamkeit mit Carnupuru genannt. Sascha Treiber bezeichnet sich selbst als „schwäbischen Kassenwart“. So emotional das Thema ist, so rational betreibt der Betriebswirt das Geschäft. „Es muss sich rechnen“, ist einer seiner Lieblingssätze. Bestellungen unter 49 Euro – völlig unrentabel. Der Betriebswirt hat alles genau durchkalkuliert. Standardisierte Prozesse, Wachstum nicht um jeden Preis, Konzentration auf das Wesentliche, lauten seine Maxime. Letzteres heißt in seinem Fall Konzentration auf den Verkauf, seine Stärke. Alles andere ist vollautomatisiert oder an Dienstleister ausgelagert. Zum Pragmatismus gehört auch, dass er den Job als Einkäufer in der Automobilindustrie nicht aufgibt. „Das habe ich von meinen Großeltern gelernt, nicht alles auf eine Karte zu setzen.“
Auf jeden Fall scheint sein Plan aufzugehen. Seit rund drei Monaten ist er nun auf dem Markt. „Von Anfang an profitabel“, verkündet er nicht ohne stolz. Und die Anfangsinvestition von 10000 Euro habe sich wohl bis Mitte nächsten Jahres amortisiert. „Dazu brauchen andere deutlich länger.“

Der Geschäftsplan sieht ebenso für 2017 vor, den stationären Handel als weitere Verkaufsschiene zu gewinnen – allerdings beschränkt auf Bio-Märkte. Bisher setzt er auf den eigenen Online-Shop. Auch das eine Gemeinsamkeit mit dem Auenland-Konzept. „Solch ein Geschäftsmodell ist eigentlich nur möglich mit einem Direktverkauf“, weiß Anna Jetter aus ihrer langjährigen Praxis. Start-up und Auenland-Konzept teilen ebenfalls die Entstehungsgeschichte. Bei Sascha Traber waren es seine beiden Katzen, die auf konventionelles Futter allergisch reagierten, Hautauschschlag und Kratzattacken inklusive. „Ich dachte, das geht doch besser“. Beim Denken ist es bei ihm ebenso nicht geblieben wie bei der Gründerin vom Auenland-Konzept. Die Tierheilpraktikerin stellte immer häufiger den Zusammenhang industriell gefertigter Futtermittel und zahlreicher Beschwerden der vierbeinigen Patienten fest. Haarausfall, stumpfes Fell, Ohrenentzündungen, Durchfall, Verstopfung, Diabetes, Zahnausfall, Gelenkprobleme, Krebs –die Liste ist lang mit möglichen Folgen. „Nicht jedes Tier reagiert so, aber die Allergien nehmen wie beim Menschen zu“, so Anna Jetter.

Deshalb legen beide größten Wert auf beste Inhaltsstoffe und eine entsprechende Herstellung nach Lebensmittelstandard. Wenngleich sie dabei unterschiedliche Wege gewählt haben. Sascha Traber setzt komplett auf eine handverlesene Fremdproduktion. „Alles wird dabei von mir vorgegeben und zudem machen wir unabhängig davon noch eigene Analysen von jeder Charge.“ Dagegen setzt Anna Jetter auf die eigene Herstellung. Erst kürzlich investierte das Auenland-Konzept in eine neue Produktionsstätte. „Das menschliche Auge ist nach wie vor die beste Qualitätskontrolle.“
Und Qualität spielt eine immer größere Rolle, zumal „der Stellenwert von Hund und Katze inzwischen ein anderer ist“, haben beide festgestellt. Oder wie es die Studie der Universität Göttingen beschreibt: „Viele frühere Nutztiere oder gar ‚Schädlinge’ werden heute in der Wohnung gehegt und gepflegt, bereichern unser Leben und sind uns viel Wert.“   


Kontaktieren Sie uns
captcha

Tel.: 0721 - 560 4480 - 0
Fax: 0721 - 560 4480 - 9

E-Mail: info@fairantwortung.org
Internet: www.fairantwortung.org