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FAIRE INFORMATION

1. FairBook „Weißbuch der Nachhaltigkeit“ für die TechnologieRegion Karlsruhe

 

Mit dem Fairbook - Weißbuch der Nachhaltigkeit wurde ein neuer und innovativer wissenschaftlicher Ansatz entwickelt, um Nachhaltigkeit erfassen, bewerten und vergleichen zu können. Dieses Instrumentarium ermöglicht die Erfassung, Bewertung und Vergleichbarkeit von Nationen, Regionen, Kommunen, Institutionen, Unternehmen wie auch einzelner Personen gleichermaßen. Damit wurde ein universell einsatzbares System für Nachhaltigkeit geschaffen. In einem zweiten Schritt durchlief das wissenschaftliche Modell einem ersten Praxistest. Als Grundlage dienten hierzu Grundlagen aus der TechnologieRegion Karlsruhe.

Beginn: Juni 2016

Ende: Juni 2018


Ideengeber und Koordinator des Projekts: Fairantwortung gAG Andrea Alexa Kuszák, Vorstand

Wissenschaftliches Konzept und Erstellung: Hochschule Karlsruhe – Technik und Wissenschaft Prof. Dr. Christoph Hupfer

Schirmherr: Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe Dr. Frank Mentrup


Wir danken allen Unterstützern, die dieses Projekt gefördert haben:

• BGV Badische Versicherungen
• BNI Region Südwest
• Edeka Südwest Fleisch
• KMK Karlsruher Messe- und Kongress GmbH
• KVV Karlsruher Verkehrsverbund
• PSD Bank Karlsruhe – Neustadt
• Sparkasse Karlsruhe
• Stadtwerke Ettlingen GmbH
• Stadtwerke Karlsruhe GmbH
• 4L Management GmbH

& den Kommunen der Technologieregion Karlsruhe

 

Präambel

Mit dem Weißbuch der Nachhaltigkeit wird erstmals ein wissenschaftliches Modell entwickelt, das Nachhaltigkeit erfassbar, messbar und vergleichbar macht – unabhängig vom untersuchten Gegenstand. Diese Bestandsaufnahme erfolgt auf wissenschaftlicher Basis unter Einbeziehung verschiedener handelnder Akteure der Region. Als Grundlage dient die von allen Staaten anerkannte Agenda 2030 der UNO mit ihren 17 Zielen. Damit sind die allgemeine Akzeptanz und die universelle Vergleichbarkeit der Untersuchung gewährleistet.


Akteure

Ideengeberin sowie Koordinatorin des Projektes ist die gemeinnützige Unternehmerinitiative Fairantwortung. Das wissenschaftliche Konzept und die Erstellung des Weißbuchs liegen in den Händen der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Die Schirmherrschaft hat Karlsruhes Oberbürgermeister übernommen und alle Gesellschafter der TechnologieRegion Karlsruhe unterstützen das Vorhaben. Partner aus der Wirtschaft fördern das Projekt.


Aufbau

Das Weißbuch besteht aus zwei Teilen, einer Makro- wie einer Mikroebene. Erstere analysiert und bildet die gesamte Region anhand der 17 Ziele der Agenda 2030 ab und bildet das daraus entwickelte Instrumentarium zur Erfassung und Bewertung von Nachhaltigkeit ab. Nach der wissenschaftlichenUntersuchung folgt ein deskriptiver Teil, in dem die konkreten Maßnahmen der handelnden Akteure in Sachen Nachhaltigkeit aufgelistet sind. Dadurch entsteht eine Dokumentation der bereits erfolgten Aktivitäten, die wiederum als Anregung zur Nachahmung dienen sollen.

 

Nutzen für die Region

Erstmals besteht die Möglichkeit, den Stand in Sachen Nachhaltigkeit in seiner Gesamtheit zu erfassen und zu ermitteln. Diese Ist-Analyse kann und soll der Auftakt sein, ausgewiesene Stärken weiter zu stärken und Schwächen gezielt zu beheben. Das Weißbuch ist somit der Auftakt, um sich permanent und vor allem gezielt und strukturiert mit diesem Thema zu beschäftigen. Und natürlich ist das Weißbuch ein wichtiges Instrument zur Positionierung des Standorts nach innen wie nach außen. Es zeigt den Menschen, in welcher innovativen und zukunftsgerichteten Region sie leben und arbeiten und fördert deren Bereitschaft, hier zu bleiben. Es ist ein Anreiz, für nicht hier lebende Menschen, hierher zu kommen. Das Weißbuch unterstützt damit die Wirtschaft bei der Suche nach Fachkräften.

Nutzen für die Partner

Für die Partner bietet sich die Gelegenheit, ihre Nachhaltigkeits-Maßnahmen systematisch anhand der Agenda 2030 erfassen zu lassen, sie zu analysieren und auf den Prüfstand zu stellen. Mit der Erfassung und Dokumentation der Nachhaltigkeits-Maßnahmen aller Akteure der Region entsteht zugleich ein Referenzmaß. Die Dokumentation dient zudem als Nachschlagewerk mit zahlreichen praktischen Tipps und Anregungen und steht den Partnern zur freien Verfügung. Somit erhält jeder Partner eine eigene Ist-Analyse, die sich beispielsweise in den Geschäftsbericht respektive den CSR-Bericht übernehmen lässt.

 

Das Weißbuch ist darüber hinaus ein gutes Marketinginstrument – intern wie extern. Mitarbeitern (aktuellen wie potenziellen) zeigt es, wie wichtig das Unternehmen dieses Thema nimmt und welche Anstrengungen unternommen werden

Fotos: Artis/Uli Deck


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Eine junge deutsche Architektin hat eine Anlage entwickelt, welche die Meere von Müll befreien könnte: Die schwimmende Plattform soll Plastik ganz einfach aus dem Wasser filtern. Das Projektteam will nun so richtig loslegen.

 

Es sieht aus wie ein riesiger Kamm und könnte unsere Ozeane retten: das „Pacific Garbage Screening“ (PGS). Noch ist die Anlage in der Entwicklungsphase, doch die Idee ist vielversprechend. Das PGS ist eine riesige schwimmende Plattform, die durch ihre spezielle Bauweise Plastikmüll aus dem Meer filtern soll. So könnten die Meere gereinigt und tausende Meereslebewesen gerettet werden. Denn für Fische, Meeressäuger und Vögel stellt Plastikmüll eine große Gefahr dar: Sie verheddern sich darin, fressen ihn versehentlich und sterben daran.

 

So funktioniert das Pacific Garbage Screening

Plastik schwimmt nicht nur an der Oberfläche der Meere – ein Großteil des Mülls sinkt unter die Wasseroberfläche. Die Strömungen und Umwälzungen in den Meeren ziehen die Kunststoffteile unter Wasser, ein Großteil treibt in den obersten 50 Metern. Ohne Strömungen würde Plastik an der Oberfläche schwimmen wie in einem Swimmingpool, denn Plastik ist leichter als Wasser.

 

Soweit der theoretische Hintergrund des Projekts. Die PGS-Plattform soll architektonisch so konzipiert sein, dass sie die Strömungen beruhigen kann und das Plastik wieder an die Oberfläche treibt. 35 Meter lange „Kiele“ bilden unter der Anlage eine Art Kanalsystem von etwa 400 Metern Länge.

 

„Das Wasser strömt durch das Kanalsystem, dabei werden die Bewegungen des Meers punktuell beruhigt“,

 

erklärt uns die Initiatorin des Projekts, Marcella Hansch. Das Plastik kann nun also durch seinen eigenen Auftrieb an die Oberfläche steigen und dort abgeschöpft werden.

 

„Wir wissen aufgrund von ersten Berechnungen, dass dieses Prinzip funktioniert“, sagt Hansch. Das Projekt Pacific Garbage Screening war ihre Masterarbeit im Fach Architektur. Vor vier Jahren entwarf sie die Anlage, inzwischen steht hinter dem Projekt ein 15-köpfiges Team von Ehrenamtlichen.

 

Keine Gefahr für Meereslebewesen

Der Vorteil der Plattform gegenüber ähnlichen Projekten: „Das System braucht keine Netze, Rechen oder Filteranlagen, die für Meerestiere gefährlich werden können“, sagt Hansch. Der Plastikmüll kann ganz einfach von der Oberfläche abgesammelt werden.

 

Einsatz im Müllstrudel

Aufgrund der globalen Meeresströmungen sammelt sich der Müll auf offener See in fünf riesigen Meeresstrudeln. Im Pazifik hat sich inzwischen der sogenannte „Great Pacific Garbage Patch“ (pazifischer Müllstrudel) gebildet, in dem sich extrem viel Plastik angesammelt hat. Insbesondere innerhalb solcher Hotspots könnte die PGS-Anlage eingesetzt werden, um das Wasser von Müll zu reinigen.

 

Hier kann sich die Plattform die natürliche Meeresströmung zunutze machen: Die Anlage, die jeweils etwa 400 Meter breit und lang sein soll, könnte durch starke Seile im Meeresboden verankert werden und so fest an einem Ort treiben. Die Verankerung soll dabei nur die „Vorderseite“ der Plattform (die offene Seite des „Kamms“) fixieren, so kann sich die gesamte Anlage optimal zur Strömung ausrichten.

 

Im hinteren Bereich des PGS sollen Maschinenräume, Lagerräume und Wohnräume für die Crew liegen. Der Vision der Erfinderin zufolge könnte die Anlage außerdem auch als Forschungsstation dienen.

Aus Plastikmüll werden neue Rohstoffe

Plastik wird im Meer vom Salzwasser angegriffen und lässt sich dann meist nicht mehr recyceln. Doch anstatt es an Land zu verbrennen, haben sich Hansch und ihr Team einen sinnvollen Verwendungszweck ausgedacht: Sie wollen den Müll mittels der sogenannten Plasma-Vergasung zu Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid umwandeln. Der Wasserstoff soll als Brennstoff für Brennstoffzellen genutzt werden und so als Energiequelle für den Betrieb der Anlage dienen.

 

Das Kohlenstoffdioxid, welches aus dem Plastikmüll entsteht, könnte extra gezüchtete Algenkulturen auf der Wasseroberfläche innerhalb der Anlage ernähren. Diese Algen-Biomasse wiederum könnte als Ausgangsmaterial für biologisch abbaubaren Algenkunststoff dienen – der Kreislauf wäre geschlossen. „Was diesen zweiten Schritt angeht, braucht es aber noch einiges an Forschung“, sagt Hansch.

 

Projekt mit Symbolcharakter

Das Team hinter dem Pacific Garbage Screening sieht sein Projekt als „schwimmenden Symbolträger für das größte Umweltproblem unserer Zeit.“ Die Hoffnung: Das Projekt könnte nicht nur eines Tages die Meere reinigen, sondern auch noch mehr Aufmerksamkeit für die Problematik schaffen.

 

Die Anlage bezieht alle wesentlichen Aspekte des Müllproblems in den Meeren mit ein – von der Entfernung des Mülls aus dem Wasser über die Aufbereitung bis zur Nutzung als Rohstoff für einen umweltfreundlicheren Kunststoff. Auch wenn manches noch etwas vage ist: Diese ganzheitliche Strategie macht das Projekt zu einer spannenden – und hoffentlich realisierbaren – Zukunftsvision.

 

Jetzt könnt ihr das Projekt unterstützen

Das Great Pacific Garbage Screening will nun“endlich Vollgas geben“ und hat dazu ein Crowdfunding gestartet. Bis 15.7.2018 läuft der Finanzierungszeitraum. „Wir haben ganz viele Pläne, ganz viele Ideen. Aber da wir komplett ehrenamtlich arbeiten haben wir einfach noch zu wenig Zeit und zu wenig Kapazitäten, um uns für den Schutz unserer Meere einzusetzen“, schreibt das Team auf Startnext. „Wir wollen, dass das Ding endlich schwimmt!“.

 

Quelle und Fotos: Utopia

 

 

 

 


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apic.ai gewinnt das Latitude49-Stipendium

 

 

Der Wettbewerb um das Stipendium ist beendet, die mehrköpfige Jury hat das GewinnerTeam gekürt: apic.ai retten Bienen mit künstlicher Intelligenz. Das Start-up hat ein System

entwickelt, das Bienen beim Betreten und Verlassen ihrer Bienenstöcke visuell erfasst. Die Bilddaten werden mit neuronalen Netzen ausgewertet. Damit lässt sich erkennen, ob die

Bienen genug zu fressen finden, wie sich ihr Nahrungsangebot während eines Jahres verändert und wann die Bienen schwärmen. Zudem kann die Software gefährliche Parasiten

auf den Bienen erkennen und „den Imkern helfen, schnell und minimal-invasiv zu arbeiten“, so Gründerin Katharina Luise Schmidt, die die eigene Familientradition der Imkerei auf

moderne Weise fortführt. „Erhalt der biologischen Vielfalt“, so ambitioniert lautet das Ziel von Schmidt, wissenschaftlicher Mitarbeiterin im Gründerlabor der Hochschule Karlsruhe,

und ihren Teammitgliedern Matthias Diehl, Promotionsstudent am Karlsruher Forschungszentrum Informatik und Frederic Jan Tausch, Informatikstudent am KIT.

 

Pitchtraining und Coaching – der Auswahlprozess

Insgesamt zogen sieben herausragende Teams in das Finale um das Latitude49-Stipendium ein. Noch vor dem eigentlichen Pitch wurden die Finalist*innen vom Kooperationspartner CyberForum e.V. darauf vorbereitet, sich der Öffentlichkeit vorzustellen und durften darüber hinaus an einer mehrstündigen Gründerberatung im Rahmen des EXI Gründungsgutscheins 2.0 teilnehmen. Projektleiterin Yella Hoepfner zeigte sich von der Themenvielfalt und dem Anspruch der eingereichten Projekte beeindruckt: „Gemeinsam ist den meisten, dass sie virtuelle Orte schaffen möchten, um Menschen zu verbinden, wie die Bewerber*innen von ato.black, oder Technologien entwickeln, die uns alle voranbringen, wie


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Die Bienen sterben, aber was bedeutet das eigentlich für uns?
Die Antwort: Viele Dinge würde es ohne die Tiere nicht mehr geben – und das gilt nicht nur für Obst und Gemüse.

Stell dir vor, du willst im Supermarkt einkaufen – doch die Regale sind leer. Es gibt nichts von dem, was auf deiner Einkaufsliste steht: Keine Äpfel oder Himbeeren, keine Gurken, Erbsen oder Bohnen, keine Margarine, keinen Honig, keinen Kaffee, kein Shampoo, keine Gummibärchen oder Schokolade, nicht mal mehr Wattepads liegen im Supermarktregal.

So oder so ähnlich würde es wohl aussehen, wenn es keine Bienen mehr gibt. Denn: Ein Drittel unserer Nahrung ist von der Bestäubung der Bienen und anderer Insekten abhängig. Und die Bestände gehen seit Jahren zurück: Die Hälfte der 450 Wildbienen-Arten in Deutschland ist bedroht oder bereits ausgestorben, der Insektenbestand schrumpft ebenfalls drastisch, um mehr als 75 Prozent in den letzten 30 Jahren. Wenn wir nicht bald etwas gegen das Bienen- und Instektensterben tun, werden die Tiere komplett verschwinden – und mit ihnen diese elf Dinge:

Beeren: Johannisbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren

Erdbeerkuchen, Vanilleeis mit heißen Himbeeren, Blaubeermarmelade, Johannisbeersaft – gäbe es alles nicht mehr, ohne die Bienen. Denn Beeren und viele andere Obstsorten sind zu einem großen Teil von der Bestäubung durch die Bienen abhängig.

Weitere Obstsorten, die es ohne die Bienen nicht mehr gäbe: Aprikosen, Äpfel, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen, Mangos oder Kiwis.

Fruchtsaft

Gibt es kein Obst mehr, gibt es folglich auch keine verarbeiteten Produkte mehr, die Obst enthalten: Apfelsaft und Co. verschwinden ebenfalls, wenn die Bienen sterben.

Damit das nicht passiert, kannst du zum Beispiel die ökologische Landwirtschaft unterstützen, indem du Bio-Säfte kaufst. Hier findest du noch mehr Dinge, die du tun kannst, um den Bienen zu helfen.

Kosmetik: Deo, Cremes und Spülungen

Was haben Kosmetikprodukte mit den Bienen zu tun? In Deos, Cremes und Spülungen sind pflanzliche Inhaltsstoffe etwa aus Zitrusfrüchten oder Shea-Butter enthalten, die von der Bestäubung der Insekten abhängig sind. Viele konventionelle Kosmetikprodukte würden verschwinden – pflanzliche Inhaltsstoffe findet man aber vor allem in zertifizierter Naturkosmetik.  Und das wäre der schlimmere Verlust, denn Naturkosmetik ist gesünder, weniger umweltschädlich und kommt ohne erdölbasierte Inhaltsstoffe aus.

Kakao – und mit ihm alles, in dem Schokolade drin ist

Der Kakaobaum wird überwiegend durch Insekten bestäubt, im intensiven Anbau auch von Hand. Das ist sogar relativ rentabel – ersetzen kann es die Arbeit der Bienen aber nicht. Ohne die Bienen gibt es also keinen Kakao mehr und damit auch keine Schokolade, kein Schokomüsli, keinen Schokokuchen, keine Schokoriegel. Keine schöne Vorstellung, oder?

Gemüse: Gurken, Kürbisse, Auberginen, Avocado

Tatsächlich gäbe es ohne die Bienen noch eine Menge Gemüse: Salat- oder Kohlsorten benötigen zur Ausprägung ihrer Frucht keine Bestäubung bzw. sind nicht auf die Bienen angewiesen, weil sie sich selbst vermehren können oder windbestäubt werden.

Sogenannte Frucht-Gemüsesorten wie Gurken, Kürbisse, Auberginen, Avocado dagegen sind besonders von der Bestäubung durch die Bienen abhängig – weswegen es diese Sorten nicht mehr gäbe. Und damit auch keine Vielfalt bei der Gemüseauswahl.

Gummibärchen

Ohne die Bienen keine Gummibärchen. Klar, wegen der Früchte im Fruchtgummi – oder? Ja, aber nicht nur: Gummibärchen von Haribo & Co. sind mit Bienenwachs beschichtet, damit sie schön glänzen und in der Packung nicht zusammenkleben.

Baumwolle – und damit ein Großteil unserer Kleidung

Die Hälfte der weltweit hergestellten Kleidung besteht aus Baumwolle – und die wird es nicht mehr geben, wenn die Bienen weg sind.

Du hilfst den Bienen, wenn du dich für Kleidung aus Bio-Baumwolle entscheidest, zum Beispiel indem du Mode fairer Labels kaufst. Denn: Bio-Baumwolle schont die Bienen, weil beim Anbau keine Pestizide eingesetzt werden.

Noch besser: Kleidung gebraucht kaufen, leihen oder weniger konsumieren. Auch das hilft am Ende den Bienen: Je weniger Baumwolle produziert wird, desto weniger Monokultur gibt es und desto diverser wird der Lebensraum für die Bienen.

Raps- und Sonnenblumenöl

Raps kann sich zwar selbst bestäuben, es entstehen dann aber nur aus etwa 50 Prozent der Blüten fortpflanzungsfähige Samen. Wenn die Bienen mithelfen sind es 90 Prozent. Ähnliches gilt für Sonnenblumenöl. Hier werden 20 Prozent der Blüten zu Samen, mit den Bienen sind es 90 Prozent.

Raps- und Sonnenblumenöl wird vielseitig einsetzt: In Fertiggerichten und -produkten, in Chips, Kuchen, Saucen, Dips, Brotaufstrichen und …

… Margarine

Denn Margarine basiert auf Pflanzenöl. Logisch, dass auch sie mit den Bienen verschwindet.
Margarine ohne Palmöl (Palmöl ist übrigens nicht von der Bestäubung der Bienen abhängig.)

Wurstkonserven, Salami & Co.

Was hat es mit den Bienen und der Wurst auf sich? Futtermittel für Schweine und Rinder sind nicht unbedingt von der Bestäubung der Bienen abhängig. Soja etwa befruchtet sich in der Regel selbst. Der Zusammenhang: „Biene bestäubt Soja, Soja wird an Schweine verfüttert, Schweine werden zu Wurst verarbeitet“, funktioniert also nicht.

Wenn die Bienen verschwinden, verschwindet die Wurst aus einem anderen Grund: In den meisten Würsten findet man Gewürze – und die wiederum sind zum Großteil von der Bestäubung durch die Bienen abhängig.

Auch wenn es den Bienen nicht unmittelbar hilft: Wir raten zu weniger Fleisch, und wenn aus artgerechter Haltung und in Bio-Qualität.

Die Liste ließe sich ewig weiterführen: Viele verarbeitete Lebensmittel gäbe es ohne die Bienen nicht mehr – in Ketchup, Aufstrichen, Fertiggerichten werden Gewürze, Senf und Öle eingesetzt, aber auch Honig. Kakao kommt in vielen süßen Produkten vor. Noch ist es nicht soweit. Zum Glück. Damit das so bleibt, müssen wir den Bienen helfen, denn eine Alternative ist nicht in Sicht. 

Quelle: Utopia


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Wie Alama-Schmuck Massai Frauen in Tansania fördert

eine schöne wie gute Idee: Das europäische Label ALAMA verkauft fair produzierten Schmuck von Massai Frauen.

die Ketten Ringe und Armbänder entsprechen den Originalen, die von ihnen selbst getragen werden. Das verwendetet Leder und die Glassteine kommen aus dem Umland, das Plastik ist recycelt. Jede Frau, die für Alama arbeitet, verdient das Doppelte von dem, was sie bekäme, wenn sie ihren Schmuck im Alleingang auf Touristenmärkten von Tansania anbieten würde.

Schmuckstücke mit Charity-Charakter gibt es zuhauf. Während die einen Armbänder für den guten Zweck verkaufen, schmelzen die anderen für kleine Extrakollektionen ethisch korrektes Gold ein. Alama ist dagegen ein umfassenden Projekt. Auf diese Idee sind zwei Freundinnen während eines Tansania. Aufenthalts gekommen:

Elisabeta Tudor, Journalistin aus Frankreich, und Nini Gollong, Set- und Interiordesignerin aus Berlin. Ihre Markenphilosophie bezeichen sie treffend als "culture-to-wear".

Quelle: Vogue


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