Gefiltert nach Kategorie Garten Filter zurücksetzen

Avatar of Redaktion

Wasser ist elementar für das Leben. Und obwohl unser Planet theoretisch immer genug Wasser bereithält, ist das Trinkwasser vielerorts knapp – man spricht von einer globalen Wasserkrise. Zum Weltwassertag veröffentlichen die Vereinten Nationen einen Bericht, der die aktuelle Lage der Wasserkrise beschreibt und neue Lösungsansätze vorschlägt

 

Wenn wir unseren Planeten aus dem All betrachten, ist er vor allem blau – zu ganzen 70 Prozent ist unsere Erde mit Wasser bedeckt. Und trotzdem ist die Wasserknappheit eines der dringendsten Probleme unserer Zeit. Wie schlimm es wirklich aussieht und welche Lösungen für das Problem die besten sind, steht im neuen Weltwasserbericht der Vereinten Nationen.

 

Problem Wasserknappheit

 

Denn trotz der riesigen Wassermengen sind nur etwa drei Prozent davon trinkbares Süßwasser – und davon ist wiederum nur ein kleiner Teil überhaupt für Menschen erreichbar. Dennoch wäre prinzipiell genug Wasser für die gesamte Menschheit vorhanden. Eine ungleiche Verteilung und eine verstärkte Nachfrage führen jedoch zu einer globalen Wasserkrise.

 

So ist laut dem UNESCO Weltwasserbericht 2018 knapp die Hälfte der Weltbevölkerung von einem Wassermangel bedroht. Über dreieinhalb Milliarden Menschen leben in Regionen, in denen mindestens einen Monat im Jahr Wasserknappheit herrscht – Tendenz steigend. Wir haben es im Vergleich sehr gut: Deutschland gehört zu einem der wasserreichsten Länder der Welt – hier verbraucht jeder Mensch etwa 120 Liter Wasser pro Tag. Ganz anders sieht es aktuell in Kapstadt aus: Hier wird Wasser wegen einer Dürre zur Zeit nur kontrolliert an die Bevölkerung ausgegeben.

Warum gibt es Wassermangel?

 

Laut UNESCO sind die Gründe für den Wassermangel vielfältig. Zunächst einmal spielt das Bevölkerungswachstum eine große Rolle: Die Weltbevölkerung ist in den letzten 200 Jahren von einer auf mehr als sieben Milliarden Menschen gewachsen – und auch, wenn das Wachstum etwas langsamer wird, kommen jedes Jahr etwa 83 Millionen Menschen dazu. Da ist es kein Wunder, dass in manchen Regionen das Wasser knapp wird. Eine weitere Ursache für die Wasserkrise ist das gestiegene Konsumverhalten der Menschen – denn nicht nur die morgendliche Dusche und der Geschirrspüler sorgen für Wasserverbrauch, sondern auch und vor allem Konsumgüter. So verbrauchen wir durch das sogenannte „virtuelle Wasser“ täglich im Schnitt über 5000 Liter Wasser – zum Beispiel durch den Konsum von landwirtschaftlichen Produkten, die hohe Mengen an Wasser zur Herstellung benötigen. Die globale Nachfrage nach Wasser steigt laut UN pro Jahr um etwa ein Prozent. Zu guter Letzt bestärkt natürlich auch der Klimawandel und das damit veränderte Wetter die Wasserknappheit: feuchte Regionen werden noch feuchter und trockene immer trockener.

 

Das alles hängt natürlich irgendwie zusammen und ist auf das Verhalten der Menschen zurückzuführen. Die oben genannten Gründe tragen auch zur Zerstörung der natürlichen Ökosysteme bei – welche eine und vielleicht die wichtigste Ursache für die Wasserkrise ist. Der Großteil von Wäldern und Böden ist durch menschliche Nutzung geschädigt und die natürlichen Feuchtgebiete, die ein grundlegender Teil des Wasserkreislaufs sind, sind in den letzten 100 Jahren bis zu 70 Prozent zerstört worden. Die Folgen: Mehr Wasser verdunstet und weniger kann in den Böden gespeichert werden. So entstehen vielerorts – wie gerade in Südafrika – Dürren und die dortige Bevölkerung leidet unter dem Wassermangel.

 

Neben dem Problem der Wasserverfügbarkeit ist natürlich auch die Qualität des Wassers in vielen Regionen ein großes Thema: Wasserverschmutzung ist gerade in den Flüssen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas ein wachsendes Problem. Chemikalien, Krankheitserreger und Schadstoffe im Wasser werden durch steigende Bevölkerungszahlen und schlechte Abwassersysteme verursacht und stellen eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit dar.

 

UNESCO Weltwasserbericht 2018

 

Die UNESCO stellt jährlich anlässlich des Weltwassertages den Weltwasserbericht vor, in dem von dem World Water Assessment Programm weltweit verlässliche Daten zu den Wasserressourcen zusammengeführt werden. Die Ergebnisse diesen Jahres prognostizieren keine gute Zukunft für unsere Wasserverteilung: So sollen 2050 schätzungsweise fast sechs Milliarden Menschen von Wasserknappheit bedroht sein – nahezu doppelt so viele wie heute schon. Der Weltwasserbericht stellt aber auch Lösungen vor, die der Krise entgegenwirken können: die sogenannten naturbasierten Lösungen.

 

Naturbasierte Lösungen: Was ist das?

 

Der UN-Weltwasserbericht setzt 2018 zur Verbesserung der Wasserversorgung und Wasserqualität unserer Welt auf naturbasierte Lösungen. Solche Ansätze seien – so die Autoren – bis heute bei einer Lösungsfindung meist außer Acht gelassen worden, aber könnten eine wichtige Rolle für die Zukunft unserer Welt spielen.

 

Naturbasierte Lösungen – damit gemeint sind konkrete Reformen der Wasserwirtschaft, die auf natürliche oder naturähnliche Prozesse setzen sowie natürliche Maßnahmen zum Schutz des Wasserkreislaufes. Was kann das sein?

Die UN spricht in ihrem Bericht von Wiederaufforstung und auch der Begrünung von Städten. Darüber hinaus schlagen die Autoren des Berichts die Errichtung von künstlichen Feuchtgebieten und Wasserrückhaltebecken vor, die das Grundwasser anreichern sollen. Und auch die Landwirtschaft muss laut Wasserbericht stärker auf Nachhaltigkeit setzen. Dafür müsste mehr auf Pestizide verzichtet, Wasser effizienter genutzt und die Bodenbedeckung verbessert werden. Durch umweltfreundlichere Verfahren in der Wasserbewirtschaftung könnte sich die landwirtschaftliche Produktion so laut dem Bericht weltweit um etwa 20 Prozent erhöhen.

 

Die naturbasierten Lösungen sollen laut Weltwasserbericht auch die Folgen von Naturkatastrophen mindern – etwa, indem ein künstlich errichtetes Feuchtgebiet als natürliche Barriere bei einer Überschwemmung dient. Obwohl die naturbasierten Lösungen viele Vorteile haben, fallen heute auf diese laut den Autoren des Berichts nur weniger als ein Prozent der gesamten Investitionen der Wasserbewirtschaftungs-Infrastruktur.

 

Quelle: Enorm-Magazin

Text: Merle Xenia Hansen

Wasserkrise: diese Organisationen und Unternehmen helfen

 

Um das Problem der Wasserknappheit zu bekämpfen, muss sich also vor allem die Wasserbewirtschaftung hin zu natürlicheren Prozessen entwickeln. Die Folgen des Wassermangels, die heute in vielen Ländern der Welt zu spüren sind, werden jedoch auch mit diesen Lösungen nicht sofort verschwinden. Zum Glück gibt es viele Organisationen und Unternehmen, die mit vielfältigen Projekten Menschen in Not helfen.

 

Viele größere NGOs setzen gleich mehrere Wasserprojekte um – dazu gehören unter anderem Unicef, Brot für die Welt oder Ingenieure ohne Grenzen. Aber auch kleinere Organisationen und Unternehmen kämpfen für eine bessere Wasserversorgung und -qualität.

 

Viva Con Agua

 

Der gemeinnützige Verein setzt sich für einen Zugang zu sauberem Trinkwasser ein – überall auf der Welt. Dafür fördert die entwicklungspolitische Non-Profit-Organisation seit 2006 Wasserprojekte rund um den Globus.

 

Stop the Water while using me

 

Dieses Unternehmen setzt sich gleich doppelt für das Wasser ein: zum einen, indem es mit seinen Produkten von „Stop the Water while using me“ (zum Beispiel Handseife oder Zahnpasta) direkt zum Wassersparen anregt und zum anderen, indem von dem Erlös mit der Initiative „Good Water Projects“ innovative und nachhaltige Projekte rund um das Thema Wasser finanziert werden.

 

Das WASH-Netzwerk

 

Das Netzwerk WASH wurde 2012 von mehreren deutschen NGOs aus den Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe gegründet. Das Netzwerk veranstaltet zum Beispiel Aktionstage rund um die Themen Wasser- und Sanitärversorgung sowie Hygiene.

 

Arche Nova

 

Die Dresdner Initiative ist eine alteingesessene gemeinnützige Hilfsorganisationen, die weltweit Menschen in Not hilft und dabei den Fokus auf die Versorgung mit sauberem Wasser legt.

 

Drip by Drip

 

Diese Non-Profit Organisation setzt sich für Wasserprojekte in Ländern ein, die mit den Konsequenzen der globalen Textilindustrie zu kämpfen haben – denn die Herstellung von Kleidung verbraucht Unmengen an Wasser. Dafür setzt Drip by Drip mehrere Projekte um: zum Beispiel den Aufbau von Abwassersystemen oder neue Lösungen für eine wasserschonendere Textilindustrie.

 

Auch viele Start-ups beschäftigen sich heute mit dem Problem der Wasserknappheit und begeistern mit innovativen Lösungen, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. So will Blue Ben beispielsweise wassersparende Mode produzieren, indem es einen kompostierbaren Sweater entwickelt hat, der in der Fertigung 90 Prozent weniger Wasser verbraucht als herkömmlicherweise. Showerloop hat eine Dusche erfunden, die das Wasser recycelt und so nur zehn Liter verbraucht. Eine andere Idee kommt aus Südamerika und sorgt dafür, dass beim Duschen bis zu 40 Liter Wasser eingespart werden können. Wiederum andere Vorreiter entwickelten ein Buch, das Wasser reinigen kann. Diese und viele weitere Unternehmen und Organisationen geben am Weltwassertag Hoffnung auf eine bessere (nassere) Zukunft.

 

Übrigens: Es gibt viele einfache Möglichkeiten, um den eigenen Wasserverbrauch herunterzufahren. Zum Beispiel das Wasser abzustellen, während man sich die Haare wäscht oder Geschirr nicht abzuspülen, bevor es in den Geschirrspüler kommt. Grundsätzlich gilt aber: Der eigene Wasserverbrauch hierzulande ist nicht so relevant wie der des „virtuellen Wassers“, welches wir durch unseren Konsum verbrauchen. Denn das wird in den Regionen verbraucht, wo Wasser knapp ist – zum Beispiel durch die Produktion von Kleidung oder Fleisch (und leider auch Avocados).


Avatar of Redaktion

In die Fantasiewelten zwischen ihren Leder- und Leineneinbänden sind wir scho nmehr als einmal abgetaucht. Doch jetzt stehen sie bereits seit Jahren ausgelesen im Regal. 

Zeit, um für unsere dicksten Lieblingsbücher ein neues Daseinskapitel aufzuschlagen: als Pflanzenübertöpfe für Sukkulenten und Kanonierblumen.

Wir haben die genügsamen, pflegeleichten Dickblattgewächse mit Kakteenerde in kleine eckige Schüssel gepflanzt. Die Gefäße sollten in Höhe, Länge und Breite weniger Zentimeter messen, als die alten Wälzer. Nun entweder auf dem Buchdeckel oder auf der ersten Seite des aufgeschlagenen Buches mit einem Bleistift die Außenumrisse der Schüsseln vorzeichnen und mit einem Stanleymesser ausschneiden. Dann durch den gesamten Buchblock vorarbeiten, der hintere Buckdeckel bleibt ganz. Die Pflanztöpfe in den Ausschnitt stellen und die Erde mit Kiesel bedecken.

Unsere alten Wälzer zeigen sich jetzt von einer völlig neuen Seite!

Quelle: Servus
Text: Alice Fernau & Laura Winkler
Foto: Michaela Gabler

 

 


Avatar of Redaktion

Unternehmerinitiative Fairantwortung setzt ein sichtbares Zeichen der Nachhaltigkeit

Die Allee der Nachhaltigkeit ist komplett. 26 Bäume prägen nun die Pflugfeldstraße im Baden-Badener Stadtteil Oos. Aber nicht irgendwelche Bäume wurden dort gepflanzt. Sondern ausschließlich solche, die der Klimawandel nichts anhaben kann. "Im Sommer müssen sie langen, heißen Trockenperioden widerstehen und im Winter die Kälte oder den Starkregen. Nicht jeder mitteleuropäische Baum ist für diese Spannbreite auf Dauer resistent genug", erklärte Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen. Deshalb stammen die Bäume aus allen Kontinenten, ausgesucht von Experten. Zwölf davon wurden vor einem Jahr gepflanzt, 14 weitere folgten nun. Ermöglicht hat dies die Unternehmerinitiative Fairantwortung. Damit wolle man ein Zeichen setzen, sagte Vorstand Andrea-Alexa Kuszák. „"Jeder spricht über Nachhaltigkeit, aber in Wirklichkeit sieht und hört man kaum etwas davon", beschreibt sie die Idee hinter der Allee. "Wir wollten Sichtbarkeit schaffen. Hier kann man den Bäumen quasi beim Wachsen zusehen."

„Besonders erfreulich ist es, für dieses Vorhaben, zahlreiche Unternehmen und Persönlichkeiten aus Baden-Baden wie der gesamten Region gewonnen zu haben“, freut sich Alexa-Andrea Kuszák. Fairantwortung setzt sich für ein Miteinander von Mensch und Natur ein. „Wirtschaftlicher Erfolg und Umweltbewusstsein sind kein Widerspruch“, machte sie deutlich. Dafür wirbt die in Karlsruhe gegründete und rund 120 Mitglieder und Unterstützer zählende Initiative. „Zum anderen ist es uns ein Anliegen, sichtbar zu machen, dass in der Wirtschaft, in den Unternehmen schon sehr viel in Sachen Nachhaltigkeit passiert, ohne dass darüber gesprochen wird. Und für beide Ziele ist diese Allee der Nachhaltigkeit ein sichtbares Zeichen und ein nachahmenswertes Beispiel.“

Lobende Worte für das Projekt fand auch Margret Mergen. „Das zeigt, dass sich die Wirtschaft sehr wohl mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit und damit der Bewahrung der Schöpfung verbunden fühlt", betonte sie und fügte hinzu: "Ich bin dankbar, weil es auch für die Stadt Baden-Baden eine Bereicherung ist."

 

Bei den gepflanzten Bäumen handelt es sich um Arten aus verschiedenen Erdteilen, unter anderem um Exemplare der Silberlinde, des Eisenholzbaums, der Stadtulme, der Baummagnolie oder der japanischen Zelkove und der ungarischen Eiche. Für die gesamte Allee hat Fairantwortung entsprechende Baumpaten organisiert, die für den Erwerb der Bäume wie für die Pflege aufkommen.

Fairantwortung setzt sich für ein Miteinander von Mensch und Natur ein. „Wirtschaftlicher Erfolg und Umweltbewusstsein sind kein Widerspruch“, machte sie deutlich. Dafür wirbt die in Karlsruhe gegründete und rund 120 Mitglieder und Unterstützer zählende Initiative. „Zum anderen ist es uns ein Anliegen, sichtbar zu machen, dass in der Wirtschaft, in den Unternehmen schon sehr viel in Sachen Nachhaltigkeit passiert, ohne dass darüber gesprochen wird. Und für beide Ziele ist diese Allee der Nachhaltigkeit ein sichtbares Zeichen und ein nachahmenswertes Beispiel.“

Für alle Aktivitäten von Fairantwortung gilt dabei ein Grundprinzip: „Fairantwortung ist pragmatisch und nicht ideologisch“, machte Andrea-Alexa Kuszák deutlich. Den erhobenen Zeigefinger gibt es bei der Initiative nicht. Es geht darum, möglichst viele mit auf die Reise der Nachhaltigkeit zu nehmen und das Bewusstsein dafür zu schärfen. „Dieser Ansatz bringt für das Miteinander von Mensch und Natur deutlich mehr als Gebote und Verbote“, führte sie weiter aus.

Besonders dankte Andrea-Alexa Kuszák der Oberbürgermeisterin von Baden-Baden: „Sie sind eine Unterstützerin der ersten Stunde von Fairantwortung. Und auch bei diesem Projekt kam sofort die Zusage.“ Ebenso herzlich dankte sie den Fördern und Unterstützern: „Ohne sie wäre diese Allee der Nachhaltigkeit nicht möglich gewesen.“ 


Alexandra und Ralph Suikat (Ettlingen), Biologische Heilmittel Heel (Baden-Baden), die neue Welle (Karlsruhe), Etherington E2R Consulting (München), E. Wertheimer GmbH (Baden-Baden), Fairantwortung gAG (Karlsruhe), Henriette und Paul Heinze (Baden-Baden), Stiftung Sparkasse Baden-Baden (Baden-Baden), Termotek GmbH (Baden-Baden), Rolf J. Wertheimer (Baden-Baden), RIZZI & Co. (Baden-Baden), Mercedes Benz Werke (Gaggenau und Rastatt), Canbaum GmbH (Baden-Baden), Grenke AG (Baden-Baden), HaLog MCI GmbH & Co. KG (Baden-Baden), Ebner Stolz (Karlsruhe), Heike Schauz und Eric Brieden (Baden-Baden).

 

Fairantwortung:

Fairantwortung ist eine Unternehmerinitiative und ein Bürgerforum gleichermaßen. In Karlsruhe 2013 gegründet, steht Fairantwortung mit seinen rund 120 Mitgliedern und Unterstützern für ein Miteinander von Mensch und Natur.  Ökonomisches Denken und „fairantwortliches“ Leben und Handeln sind kein Widerspruch – das zeigen wir an konkreten Lösungen auf, verstehen uns dabei als Ideengeber, Informationsplattform und Mitmachgemeinschaft. Fairantwortung handelt Heute für Morgen.

Dabei geht es uns nicht um Verbote. Es geht nicht um Verzicht. Es geht nicht um den erhobenen Zeigefinger. Fairantwortung will zeigen, dass man Gutes für Mensch und Natur tun kann, ohne auf Lebensqualität, auf Genuss, auf gewohnte Standards zu verzichten. Das gilt im Privaten wie bei der Arbeit. Es geht darum, zu sensibilisieren und Alternativen aufzuzeigen.

Ökonomisch. Ökologisch. Logisch!  

 

 

 

 


Avatar of Redaktion

Wer kommt schon auf die Idee, einen Wald um 90 Grad zu drehen und auf Wände und Fassaden von Gebäuden zu packen? Alina Schick. Sie und ihr Team vom Start-up Visioverdis haben den GraviPlant entwickelt, mit dem Bäume horizontal aus Wänden wachsen können.

Warum und welchen Nutzen das hat, erklärt die Unternehmerin im Interview mit dem Enorm-Magazin: https://enorm-magazin.de/ein-ganzer-wald-einer-wand

Vertikaler Garten? Wer hierbei nur an Efeufassaden und Spalierobst denkt, der irrt. Denn mittlerweile ist der Trend des Vertical Gardenings auch in Deutschland angekommen und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Was ein Vertical Garden nun konkret ist und worauf zu achten ist, wenn Sie einen solchen anlegen wollen, lesen Sie hier.

Was ist ein Vertical Garden überhaupt?
Unter dem Begriff Vertical Garden versteht man generell alle Bepflanzungen, die vertikal angebracht sind und/oder wachsen.

So sind Spalierobst oder mit Efeu oder wildem Wein bepflanzten Häuserfassaden altbekannte Arten des vertikalen Gärtnerns, aber in letzter Zeit kommen immer mehr ausgeklügelte Systeme auf den Markt, die es ermöglichen, auch Beete in die Höhe zu pflanzen. Denn insbesondere in Großstädten, wo oft nur wenig Garten- und Balkonflächen zum Gärtnern zur Verfügung stehen, gilt es den Platz, den man hat, sinnvoll zu nutzen. Was also nicht in der Breite geht, muss in die Höhe wachsen. So sind vertikal angebrachte Pflanzkübel auf Ständern oder an der Hauswand, mehrstöckige Hochbeete sowie bepflanzbare Säulen schnell umgesetzte Projekte des vertical gardenings, die nicht nur platzsparend, sondern dekorativ zugleich sind.

Die sicherlich spektakulärste Variante und Königsdisziplin des vertikalen Gärtnerns sind die nicht bodengebundenen und autarken Wandsysteme, die mehrere Quadratmeter Wand als dichter Pflanzteppich bedecken. Diese Systeme sind anders als Efeuwände oder Spaliere sind nicht direkt mit dem Boden verbunden und können daher auch nicht Wasser und Nährstoffe direkt aus dem Boden ziehen. Daher bedürfen diese eines eigenen Bewässerungssystems.

Der französische Botaniker, Patrick Blanc, vielfach als Pionier des vertical gardenings bezeichnet, hat sich seit Ende der 1980er Jahre mit seinen Fassadenbegrünungen und grünen Kunstwerken drinnen wie draußen weltweit einen Namen gemacht. Diese auch als living walls benannten Pflanzteppiche wirken sich als begrünte Fassaden positiv auf die energetischen Eigenschaften des Hauses aus, da bei Kälte weniger Wärme über die Wand nach außen verloren geht, und an heißen Tagen angenehme Verdunstungskälte entsteht. Zudem filtern die Pflanzen Schadstoffe aus der Luft, ein nicht zu unterschätzender Vorteil in dicht besiedelten und stark abgasbelasteten Großstädten.

Mittlerweile werden begrünte Wände oder Raumteiler gerade aus diesem Grund auch für den Innenbereich immer interessanter, da sie den Raum nicht nur optisch aufwerten, sondern das Raumklima im Innern maßgeblich verbessern. So bieten Dienstleister weltweit in diesem Bereich ausgeklügelte Wandsysteme an, die mittels Sensoren und Software überwacht und mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden.
Nicht nur aufgrund der Dimensionen der begrünten Wände, sondern auch, weil diese Systeme hohe Anschaffungs- und Folgekosten aufgrund der Bewässerung der Pflanzen bedeuten, ist ein derartiger Vertical Garden oft teuer. Wer zuhause nur wenig Platz zur Verfügung hat und deshalb gerne in die Höhe gärtnern will, muss sich aber nicht zwingend in immense Kosten stürzen. Denn auf dem Markt sind mittlerweile zahlreiche Systeme in allen Größen und Preisklassen zu haben: Seien es fertige modulare Systeme zum Bepflanzen, Filzteppiche oder spezielle Pflanzkästen zur Befestigung an Hauswänden. Oder aber man wird selbst kreativ und baut sich selbst aus Fensterläden, Bilderrahmen, halben Rohren oder Paletten den Unterbau für einen eigenen Vertikal Garden.


Augen auf bei der Pflanzenwahl!
Grundsätzlich empfiehlt es sich, auf Pflanzen zurückzugreifen, die starke Wurzeln haben, damit diese sich schon mal einigermaßen aus eigener Kraft in der Befestigung halten können. Dies gilt weniger für Pflanzen in vertikal angebrachten Pflanzkübeln, sondern vor allem für Pflanzen, die nahezu oder komplett horizontal in einer Verankerung stecken und somit nur wenig zusätzlichen Rückhalt haben.

Zudem sollten Sie bei der Pflanzenwahl auf den perfekten Grad der Flexibilität achten. Das heißt, die Pflanzen sollten nicht zu holzig sein, da diese dazu neigen, kerzengerade in die Horizontale zu wachsen. Je nach Wuchshöhe, könnte die gerade auf einem Balkon oder bei wenig Platz ein Hindernis darstellen und die gewonnene Fläche im freien so wieder eingeschränkt werden. Zu dünne und damit biegsame Pflanzenstängel jedoch tendieren auf der anderen Seite dazu – auch aufgrund des Eigengewichts – schlapp herabzuhängen und insgesamt ein tristes Bild abgeben können. Generell bieten sich sämtliche buschige und krautartige Pflanzen an, da diese weder zu starr noch zu weich sind.

Die 8 besten Pflanzenarten für Vertikales Gärtnern

  • Begonien (Begonia)
  • Stauden wie Hostas
  • Moose
  • Sukkulenten
  • Wachsblumen wie Hoya carnosa
  • Bubiköpfchen (Soleirolia soleirolii)
  • Bromelien (Bromeliaceae)
  • Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium perlatum)


Achten Sie darauf, Pflanzen, die ein ähnliches Lichtbedürfnis haben, dicht nebeneinander zu pflanzen. Außerdem gilt hier: Je höher das Bedürfnis nach Licht, desto weiter oben sollte die Pflanze stehen. Je mehr Schatten bevorzugt wird, desto niedriger sollte hingegen die Pflanze stehen. Auch sollte in diesem Zusammenhang die Wuchsgeschwindigkeit der gewählten Pflanzen beachtet werden. Denn unterschiedliche Wuchsgeschwindigkeiten ergeben im Laufe der Zeit nicht nur ein unruhiges Gesamtbild, sondern es entsteht vor allem das Problem, dass schnell wachsende Pflanzen kleineren Pflanzen, die unter Umständen sogar mehr Licht brauchen, das notwenige Licht nehmen.


Nicht alle Pflanzen werden es vielleicht auf Anhieb schaffen und wenn Pflanzen verwelken oder rausfallen, entstehen unschöne Lücken. Gerade in einem großen dichten Pflanzteppich fallen diese Lücken sofort ins Auge. Haben Sie daher immer ein paar Exemplare in der Hinterhand, um die Lücken schnell wieder aufzufüllen.
Warum sich nicht mal an einem vertikalen Gemüsebeet versuchen? Rankenden Pflanzen, wie Bohnen, Tomaten, Paprika oder Gurken wachsen grundsätzlich gern an Stangen oder Gestellen empor. Aber auch nicht rankende Pflanzen wie Salatpflanzen können im Sinne eines vertikalen Gartens angebaut werden. Verwenden Sie hierzu schmale Pflanzenkübel und befestigen Sie diese übereinander an einer Wand. Oder bepflanzen Sie aufgeschnittene Rohre. Das macht nicht nur optisch was her, sondern ermöglicht den heimischen Gemüseanbau auch bei wenig Platz im Garten oder auf dem Balkon.


Tipps zur Bewässerung eines Vertical Garden

Ein vertikaler Garten hat einen vergleichbar hohen Wasserbedarf wie Kübelpflanzen. Hinzu kommt jedoch, dass dieser aufgrund seines erhöhten Standorts deutlich mehr Sonne und Wind ausgesetzt ist. Daher brauchen die Pflanzen grundsätzlich etwas mehr Wasser als klassische Kübelpflanzen am Boden. Hierbei gilt die Regel: Je höher die Pflanze angebracht ist, desto höher ist auch der Wasserbedarf. Aber viel hilft nicht immer viel, da gerade bei vertikalen Beeten oder übereinander hängende Pflanzkübeln es dazu kommen kann, dass untere Pflanzenreihen dabei überwässert werden. Daher sollten in diesen unteren Reihen grundsätzlich Pflanzen vorhanden sein, die generell mehr Wasser vertragen oder ohnehin viel Wasser brauchen. Moose und Farne beispielweise kommen kurzzeitig mit einem Zuviel an Wasser recht gut klar.
Grundsätzlich ist es jedoch bei einem Vertical Garden jeder Art besser, lieber öfter und wohldosiert zu gießen anstatt unregelmäßig und viel auf Vorrat. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch zu erwähnen, grundsätzlich Blumenerde zu verwenden, da diese Feuchtigkeit besser speichert und dementsprechend nicht so schnell austrocknet.


Wer ein wirklich großes vertikales Beet an einer Hauswand, das nicht bodengebunden ist, anlegen möchte, sollte außerdem über ein eigenes Bewässerungssystem, z.B. aus Tropfschläuchen, nachdenken. Denn so können Sie auch an schwer erreichbaren Stellen eine Wasserversorgung gewährleisten und durch automatische oder halb-automatische Systeme viel Zeit einsparen. Lassen Sie sich hierzu am besten schon vor dem Anlegen des großen Pflanzteppichs von einem auf vertikales Gärtnern spezialisierten Gärtner beraten, um später nicht auf Probleme und vor allem auf welke Pflanzen zu stoßen.

Quelle: Garten & Freizeit


Avatar of Redaktion

Ein Vorgarten

14. März 2016, Garten

Die Ausgangssituation

Das Konzept

Das Entrée ist Einladung und Aushängeschild gleichermaßen

Praxen und Kanzleien, aber auch Ladenlokale von Antiquitätenhändlern oder Ateliers verstecken sich oftmals in Vorgärten oder hinter Hecken und Gartentoren. Termine in der Praxis oder Kanzlei führen über kurz oder lang dazu, dass der Patient oder Klient den Eingang findet. Was aber ist mit Touristen die gerne bummeln und einkaufen.

Ein „verwilderter“ Vorgarten steht so auch im übertragenen Sinne auch für die Geschäfte die sich im Haus befinden. Hohe Hecken, die keinen Einblick gewähren, verrostete Gartentore, die quietschen und eine nicht funktionierende Türklingel sorgen dafür, dass die Qualität und Menge der Menschen (des Qi) signifikant verringert werden. Oft findet sich hier weder Hinweisschild, noch Hausnummer oder eine entsprechende Beleuchtung.

Auch in Industriegebieten gibt es genug Firmen die in zweiter Reihe stehen und schlecht gefunden werden. Vor allem wenn im Navigationsgerät neue Straßen noch gar nicht zu finden sind. Hier wäre es von Vorteil wenn bereits auf der Homepage eine Anfahrtsbeschreibung zu finden ist.

Eine Rampe sorgt für ein gleichmäßiges Fließen der Energie – auch Behinderte haben so die Möglichkeit ins Haus zu kommen. Dieser Aspekt sollte bei einer Beratung generell untersucht und berücksichtigt werden.

Eine blühende und abwechslungsreiche Bepflanzung empfängt den Besucher oder Gast freundlich. Das Plätschern des Brunnens zieht die Aufmerksamkeit der Menschen ebenso an wie der bei Nacht beleuchtete Baum.

Genauso sollte es auch in Industriegebieten sein. Gut erkennbare, beleuchtete Logos und Firmennamen. Bunte Farbtupfer im Grau der wenig abwechlsungsreichen Gebäude. Flagge zeigen – im wahrsten Sinne des Wortes ist ein sehr gutes Mittel um Aufmerksamkeit zu erzielen.

Weitere Informationen unter www.apprico.de.


Kontaktieren Sie uns
captcha

Tel.: 0721 - 560 4480 - 0
Fax: 0721 - 560 4480 - 9

E-Mail: info@fairantwortung.org
Internet: www.fairantwortung.org