Gefiltert nach Kategorie Lebensmittel Filter zurücksetzen

Avatar of Redaktion

Die Bienen sterben, aber was bedeutet das eigentlich für uns?
Die Antwort: Viele Dinge würde es ohne die Tiere nicht mehr geben – und das gilt nicht nur für Obst und Gemüse.

Stell dir vor, du willst im Supermarkt einkaufen – doch die Regale sind leer. Es gibt nichts von dem, was auf deiner Einkaufsliste steht: Keine Äpfel oder Himbeeren, keine Gurken, Erbsen oder Bohnen, keine Margarine, keinen Honig, keinen Kaffee, kein Shampoo, keine Gummibärchen oder Schokolade, nicht mal mehr Wattepads liegen im Supermarktregal.

So oder so ähnlich würde es wohl aussehen, wenn es keine Bienen mehr gibt. Denn: Ein Drittel unserer Nahrung ist von der Bestäubung der Bienen und anderer Insekten abhängig. Und die Bestände gehen seit Jahren zurück: Die Hälfte der 450 Wildbienen-Arten in Deutschland ist bedroht oder bereits ausgestorben, der Insektenbestand schrumpft ebenfalls drastisch, um mehr als 75 Prozent in den letzten 30 Jahren. Wenn wir nicht bald etwas gegen das Bienen- und Instektensterben tun, werden die Tiere komplett verschwinden – und mit ihnen diese elf Dinge:

Beeren: Johannisbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren

Erdbeerkuchen, Vanilleeis mit heißen Himbeeren, Blaubeermarmelade, Johannisbeersaft – gäbe es alles nicht mehr, ohne die Bienen. Denn Beeren und viele andere Obstsorten sind zu einem großen Teil von der Bestäubung durch die Bienen abhängig.

Weitere Obstsorten, die es ohne die Bienen nicht mehr gäbe: Aprikosen, Äpfel, Kirschen, Pfirsiche, Pflaumen, Mangos oder Kiwis.

Fruchtsaft

Gibt es kein Obst mehr, gibt es folglich auch keine verarbeiteten Produkte mehr, die Obst enthalten: Apfelsaft und Co. verschwinden ebenfalls, wenn die Bienen sterben.

Damit das nicht passiert, kannst du zum Beispiel die ökologische Landwirtschaft unterstützen, indem du Bio-Säfte kaufst. Hier findest du noch mehr Dinge, die du tun kannst, um den Bienen zu helfen.

Kosmetik: Deo, Cremes und Spülungen

Was haben Kosmetikprodukte mit den Bienen zu tun? In Deos, Cremes und Spülungen sind pflanzliche Inhaltsstoffe etwa aus Zitrusfrüchten oder Shea-Butter enthalten, die von der Bestäubung der Insekten abhängig sind. Viele konventionelle Kosmetikprodukte würden verschwinden – pflanzliche Inhaltsstoffe findet man aber vor allem in zertifizierter Naturkosmetik.  Und das wäre der schlimmere Verlust, denn Naturkosmetik ist gesünder, weniger umweltschädlich und kommt ohne erdölbasierte Inhaltsstoffe aus.

Kakao – und mit ihm alles, in dem Schokolade drin ist

Der Kakaobaum wird überwiegend durch Insekten bestäubt, im intensiven Anbau auch von Hand. Das ist sogar relativ rentabel – ersetzen kann es die Arbeit der Bienen aber nicht. Ohne die Bienen gibt es also keinen Kakao mehr und damit auch keine Schokolade, kein Schokomüsli, keinen Schokokuchen, keine Schokoriegel. Keine schöne Vorstellung, oder?

Gemüse: Gurken, Kürbisse, Auberginen, Avocado

Tatsächlich gäbe es ohne die Bienen noch eine Menge Gemüse: Salat- oder Kohlsorten benötigen zur Ausprägung ihrer Frucht keine Bestäubung bzw. sind nicht auf die Bienen angewiesen, weil sie sich selbst vermehren können oder windbestäubt werden.

Sogenannte Frucht-Gemüsesorten wie Gurken, Kürbisse, Auberginen, Avocado dagegen sind besonders von der Bestäubung durch die Bienen abhängig – weswegen es diese Sorten nicht mehr gäbe. Und damit auch keine Vielfalt bei der Gemüseauswahl.

Gummibärchen

Ohne die Bienen keine Gummibärchen. Klar, wegen der Früchte im Fruchtgummi – oder? Ja, aber nicht nur: Gummibärchen von Haribo & Co. sind mit Bienenwachs beschichtet, damit sie schön glänzen und in der Packung nicht zusammenkleben.

Baumwolle – und damit ein Großteil unserer Kleidung

Die Hälfte der weltweit hergestellten Kleidung besteht aus Baumwolle – und die wird es nicht mehr geben, wenn die Bienen weg sind.

Du hilfst den Bienen, wenn du dich für Kleidung aus Bio-Baumwolle entscheidest, zum Beispiel indem du Mode fairer Labels kaufst. Denn: Bio-Baumwolle schont die Bienen, weil beim Anbau keine Pestizide eingesetzt werden.

Noch besser: Kleidung gebraucht kaufen, leihen oder weniger konsumieren. Auch das hilft am Ende den Bienen: Je weniger Baumwolle produziert wird, desto weniger Monokultur gibt es und desto diverser wird der Lebensraum für die Bienen.

Raps- und Sonnenblumenöl

Raps kann sich zwar selbst bestäuben, es entstehen dann aber nur aus etwa 50 Prozent der Blüten fortpflanzungsfähige Samen. Wenn die Bienen mithelfen sind es 90 Prozent. Ähnliches gilt für Sonnenblumenöl. Hier werden 20 Prozent der Blüten zu Samen, mit den Bienen sind es 90 Prozent.

Raps- und Sonnenblumenöl wird vielseitig einsetzt: In Fertiggerichten und -produkten, in Chips, Kuchen, Saucen, Dips, Brotaufstrichen und …

… Margarine

Denn Margarine basiert auf Pflanzenöl. Logisch, dass auch sie mit den Bienen verschwindet.
Margarine ohne Palmöl (Palmöl ist übrigens nicht von der Bestäubung der Bienen abhängig.)

Wurstkonserven, Salami & Co.

Was hat es mit den Bienen und der Wurst auf sich? Futtermittel für Schweine und Rinder sind nicht unbedingt von der Bestäubung der Bienen abhängig. Soja etwa befruchtet sich in der Regel selbst. Der Zusammenhang: „Biene bestäubt Soja, Soja wird an Schweine verfüttert, Schweine werden zu Wurst verarbeitet“, funktioniert also nicht.

Wenn die Bienen verschwinden, verschwindet die Wurst aus einem anderen Grund: In den meisten Würsten findet man Gewürze – und die wiederum sind zum Großteil von der Bestäubung durch die Bienen abhängig.

Auch wenn es den Bienen nicht unmittelbar hilft: Wir raten zu weniger Fleisch, und wenn aus artgerechter Haltung und in Bio-Qualität.

Die Liste ließe sich ewig weiterführen: Viele verarbeitete Lebensmittel gäbe es ohne die Bienen nicht mehr – in Ketchup, Aufstrichen, Fertiggerichten werden Gewürze, Senf und Öle eingesetzt, aber auch Honig. Kakao kommt in vielen süßen Produkten vor. Noch ist es nicht soweit. Zum Glück. Damit das so bleibt, müssen wir den Bienen helfen, denn eine Alternative ist nicht in Sicht. 

Quelle: Utopia


Avatar of Redaktion

Wasser ist elementar für das Leben. Und obwohl unser Planet theoretisch immer genug Wasser bereithält, ist das Trinkwasser vielerorts knapp – man spricht von einer globalen Wasserkrise. Zum Weltwassertag veröffentlichen die Vereinten Nationen einen Bericht, der die aktuelle Lage der Wasserkrise beschreibt und neue Lösungsansätze vorschlägt

 

Wenn wir unseren Planeten aus dem All betrachten, ist er vor allem blau – zu ganzen 70 Prozent ist unsere Erde mit Wasser bedeckt. Und trotzdem ist die Wasserknappheit eines der dringendsten Probleme unserer Zeit. Wie schlimm es wirklich aussieht und welche Lösungen für das Problem die besten sind, steht im neuen Weltwasserbericht der Vereinten Nationen.

 

Problem Wasserknappheit

 

Denn trotz der riesigen Wassermengen sind nur etwa drei Prozent davon trinkbares Süßwasser – und davon ist wiederum nur ein kleiner Teil überhaupt für Menschen erreichbar. Dennoch wäre prinzipiell genug Wasser für die gesamte Menschheit vorhanden. Eine ungleiche Verteilung und eine verstärkte Nachfrage führen jedoch zu einer globalen Wasserkrise.

 

So ist laut dem UNESCO Weltwasserbericht 2018 knapp die Hälfte der Weltbevölkerung von einem Wassermangel bedroht. Über dreieinhalb Milliarden Menschen leben in Regionen, in denen mindestens einen Monat im Jahr Wasserknappheit herrscht – Tendenz steigend. Wir haben es im Vergleich sehr gut: Deutschland gehört zu einem der wasserreichsten Länder der Welt – hier verbraucht jeder Mensch etwa 120 Liter Wasser pro Tag. Ganz anders sieht es aktuell in Kapstadt aus: Hier wird Wasser wegen einer Dürre zur Zeit nur kontrolliert an die Bevölkerung ausgegeben.

Warum gibt es Wassermangel?

 

Laut UNESCO sind die Gründe für den Wassermangel vielfältig. Zunächst einmal spielt das Bevölkerungswachstum eine große Rolle: Die Weltbevölkerung ist in den letzten 200 Jahren von einer auf mehr als sieben Milliarden Menschen gewachsen – und auch, wenn das Wachstum etwas langsamer wird, kommen jedes Jahr etwa 83 Millionen Menschen dazu. Da ist es kein Wunder, dass in manchen Regionen das Wasser knapp wird. Eine weitere Ursache für die Wasserkrise ist das gestiegene Konsumverhalten der Menschen – denn nicht nur die morgendliche Dusche und der Geschirrspüler sorgen für Wasserverbrauch, sondern auch und vor allem Konsumgüter. So verbrauchen wir durch das sogenannte „virtuelle Wasser“ täglich im Schnitt über 5000 Liter Wasser – zum Beispiel durch den Konsum von landwirtschaftlichen Produkten, die hohe Mengen an Wasser zur Herstellung benötigen. Die globale Nachfrage nach Wasser steigt laut UN pro Jahr um etwa ein Prozent. Zu guter Letzt bestärkt natürlich auch der Klimawandel und das damit veränderte Wetter die Wasserknappheit: feuchte Regionen werden noch feuchter und trockene immer trockener.

 

Das alles hängt natürlich irgendwie zusammen und ist auf das Verhalten der Menschen zurückzuführen. Die oben genannten Gründe tragen auch zur Zerstörung der natürlichen Ökosysteme bei – welche eine und vielleicht die wichtigste Ursache für die Wasserkrise ist. Der Großteil von Wäldern und Böden ist durch menschliche Nutzung geschädigt und die natürlichen Feuchtgebiete, die ein grundlegender Teil des Wasserkreislaufs sind, sind in den letzten 100 Jahren bis zu 70 Prozent zerstört worden. Die Folgen: Mehr Wasser verdunstet und weniger kann in den Böden gespeichert werden. So entstehen vielerorts – wie gerade in Südafrika – Dürren und die dortige Bevölkerung leidet unter dem Wassermangel.

 

Neben dem Problem der Wasserverfügbarkeit ist natürlich auch die Qualität des Wassers in vielen Regionen ein großes Thema: Wasserverschmutzung ist gerade in den Flüssen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas ein wachsendes Problem. Chemikalien, Krankheitserreger und Schadstoffe im Wasser werden durch steigende Bevölkerungszahlen und schlechte Abwassersysteme verursacht und stellen eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit dar.

 

UNESCO Weltwasserbericht 2018

 

Die UNESCO stellt jährlich anlässlich des Weltwassertages den Weltwasserbericht vor, in dem von dem World Water Assessment Programm weltweit verlässliche Daten zu den Wasserressourcen zusammengeführt werden. Die Ergebnisse diesen Jahres prognostizieren keine gute Zukunft für unsere Wasserverteilung: So sollen 2050 schätzungsweise fast sechs Milliarden Menschen von Wasserknappheit bedroht sein – nahezu doppelt so viele wie heute schon. Der Weltwasserbericht stellt aber auch Lösungen vor, die der Krise entgegenwirken können: die sogenannten naturbasierten Lösungen.

 

Naturbasierte Lösungen: Was ist das?

 

Der UN-Weltwasserbericht setzt 2018 zur Verbesserung der Wasserversorgung und Wasserqualität unserer Welt auf naturbasierte Lösungen. Solche Ansätze seien – so die Autoren – bis heute bei einer Lösungsfindung meist außer Acht gelassen worden, aber könnten eine wichtige Rolle für die Zukunft unserer Welt spielen.

 

Naturbasierte Lösungen – damit gemeint sind konkrete Reformen der Wasserwirtschaft, die auf natürliche oder naturähnliche Prozesse setzen sowie natürliche Maßnahmen zum Schutz des Wasserkreislaufes. Was kann das sein?

Die UN spricht in ihrem Bericht von Wiederaufforstung und auch der Begrünung von Städten. Darüber hinaus schlagen die Autoren des Berichts die Errichtung von künstlichen Feuchtgebieten und Wasserrückhaltebecken vor, die das Grundwasser anreichern sollen. Und auch die Landwirtschaft muss laut Wasserbericht stärker auf Nachhaltigkeit setzen. Dafür müsste mehr auf Pestizide verzichtet, Wasser effizienter genutzt und die Bodenbedeckung verbessert werden. Durch umweltfreundlichere Verfahren in der Wasserbewirtschaftung könnte sich die landwirtschaftliche Produktion so laut dem Bericht weltweit um etwa 20 Prozent erhöhen.

 

Die naturbasierten Lösungen sollen laut Weltwasserbericht auch die Folgen von Naturkatastrophen mindern – etwa, indem ein künstlich errichtetes Feuchtgebiet als natürliche Barriere bei einer Überschwemmung dient. Obwohl die naturbasierten Lösungen viele Vorteile haben, fallen heute auf diese laut den Autoren des Berichts nur weniger als ein Prozent der gesamten Investitionen der Wasserbewirtschaftungs-Infrastruktur.

 

Quelle: Enorm-Magazin

Text: Merle Xenia Hansen

Wasserkrise: diese Organisationen und Unternehmen helfen

 

Um das Problem der Wasserknappheit zu bekämpfen, muss sich also vor allem die Wasserbewirtschaftung hin zu natürlicheren Prozessen entwickeln. Die Folgen des Wassermangels, die heute in vielen Ländern der Welt zu spüren sind, werden jedoch auch mit diesen Lösungen nicht sofort verschwinden. Zum Glück gibt es viele Organisationen und Unternehmen, die mit vielfältigen Projekten Menschen in Not helfen.

 

Viele größere NGOs setzen gleich mehrere Wasserprojekte um – dazu gehören unter anderem Unicef, Brot für die Welt oder Ingenieure ohne Grenzen. Aber auch kleinere Organisationen und Unternehmen kämpfen für eine bessere Wasserversorgung und -qualität.

 

Viva Con Agua

 

Der gemeinnützige Verein setzt sich für einen Zugang zu sauberem Trinkwasser ein – überall auf der Welt. Dafür fördert die entwicklungspolitische Non-Profit-Organisation seit 2006 Wasserprojekte rund um den Globus.

 

Stop the Water while using me

 

Dieses Unternehmen setzt sich gleich doppelt für das Wasser ein: zum einen, indem es mit seinen Produkten von „Stop the Water while using me“ (zum Beispiel Handseife oder Zahnpasta) direkt zum Wassersparen anregt und zum anderen, indem von dem Erlös mit der Initiative „Good Water Projects“ innovative und nachhaltige Projekte rund um das Thema Wasser finanziert werden.

 

Das WASH-Netzwerk

 

Das Netzwerk WASH wurde 2012 von mehreren deutschen NGOs aus den Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe gegründet. Das Netzwerk veranstaltet zum Beispiel Aktionstage rund um die Themen Wasser- und Sanitärversorgung sowie Hygiene.

 

Arche Nova

 

Die Dresdner Initiative ist eine alteingesessene gemeinnützige Hilfsorganisationen, die weltweit Menschen in Not hilft und dabei den Fokus auf die Versorgung mit sauberem Wasser legt.

 

Drip by Drip

 

Diese Non-Profit Organisation setzt sich für Wasserprojekte in Ländern ein, die mit den Konsequenzen der globalen Textilindustrie zu kämpfen haben – denn die Herstellung von Kleidung verbraucht Unmengen an Wasser. Dafür setzt Drip by Drip mehrere Projekte um: zum Beispiel den Aufbau von Abwassersystemen oder neue Lösungen für eine wasserschonendere Textilindustrie.

 

Auch viele Start-ups beschäftigen sich heute mit dem Problem der Wasserknappheit und begeistern mit innovativen Lösungen, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. So will Blue Ben beispielsweise wassersparende Mode produzieren, indem es einen kompostierbaren Sweater entwickelt hat, der in der Fertigung 90 Prozent weniger Wasser verbraucht als herkömmlicherweise. Showerloop hat eine Dusche erfunden, die das Wasser recycelt und so nur zehn Liter verbraucht. Eine andere Idee kommt aus Südamerika und sorgt dafür, dass beim Duschen bis zu 40 Liter Wasser eingespart werden können. Wiederum andere Vorreiter entwickelten ein Buch, das Wasser reinigen kann. Diese und viele weitere Unternehmen und Organisationen geben am Weltwassertag Hoffnung auf eine bessere (nassere) Zukunft.

 

Übrigens: Es gibt viele einfache Möglichkeiten, um den eigenen Wasserverbrauch herunterzufahren. Zum Beispiel das Wasser abzustellen, während man sich die Haare wäscht oder Geschirr nicht abzuspülen, bevor es in den Geschirrspüler kommt. Grundsätzlich gilt aber: Der eigene Wasserverbrauch hierzulande ist nicht so relevant wie der des „virtuellen Wassers“, welches wir durch unseren Konsum verbrauchen. Denn das wird in den Regionen verbraucht, wo Wasser knapp ist – zum Beispiel durch die Produktion von Kleidung oder Fleisch (und leider auch Avocados).


Avatar of Redaktion

Es ist die Farbe der Hoffnung. Und der Natur. Mit diesem leichten, grünen Rezept machen wir uns bereit für den Frühling:

 

PETERSILIENSUPPE MIT KARAMELLISIERTEM HUHN

für 4 Personen:

  • 200 g Petersilienwurzeln
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 5 EL Olivenöl
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Sahne
  • 1 Bund Petersilie
  • Salz, weißer Pfeffer, Zitronensaft
  • 300 g Hähnchenbrustfilet
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • Zitronenblätter, Zitronenzesten

 

Petersilienwurzel schälen und klein schneiden. Schalotten und Knoblauch schälen, fein hacken. Alles in 2 EL heißem Öl andünsten. Mit Brühe und Sahne ablöschen und zugedeckt zehn Minuten köcheln lassen. Die Petersilie waschen, trocknen, die Blätter grob hacken. In die Suppe geben und alles fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Dann Hähnchenbrustfilets waschen, trocknen und schräg in dünne Streifen schneiden. Mit Pfeffer würzen und in heißem Öl auf beiden Seiten anbraten, bis das Fleisch gar ist. Salzen. Dann mit Zucker bestreuen, das Fleisch wenden und bei mittlerer Hitze kurz karamellisieren lassen. Die Suppe in Schalen anrichten, Zitronenblätter und Fleisch dazugeben, mit Zitronenzesten und Gremolata (aus Zitrone, Petersilie, Minze, Knoblauch, Olivenöl) garnieren.

Quelle: ELLE Decorastion


Avatar of Redaktion

Vom religiösen Brauch ist das Fasten längst zum Gesundheits-Trend geworden. Wir erklären, was dahinter steckt, worauf man beim Heilfasten achten sollte und welche nachhaltigen Ideen es für die Fastenzeit gibt.

 

Fasten – sowohl Heilfasten als auch der religiöse Brauch – ist der freiwillige und bewusste Verzicht auf Nahrungs- oder Genussmittel für einen bestimmten Zeitraum. Dabei kann entweder vollständig verzichtet werden oder nur auf einzelne Dinge wie zum Beispiel Süßigkeiten, Fleisch, Alkohol oder Rauchen.

 

Warum fastet man?

In vielen Religionen, beispielsweise im Judentum, im Christentum und dem Islam, ist das Fasten eine alte Tradition. Dabei sind die Auslegungen ganz unterschiedlich, meist soll der Verzicht jedoch der Reinigung der Seele dienen, der Buße, der Abwehr des Bösen, dem Streben nach Konzentration, der Erleuchtung oder der Erlösung.

Neben dem religiösen Fasten gibt es das sogenannte Heilfasten. Schon der griechische Arzt Hippokrates soll vor fast zweieinhalb Jahrtausenden von dieser Heilmethode gesprochen haben. Die Heilfastenkur soll der Entschlackung des Körpers und/oder der Reinigung der Seele dienen.

Das Heilfasten ist in den vergangenen Jahren zum Trend geworden, Fastenkuren werden immer beliebter. In Deutschland bieten einige Krankenhäuser und Kliniken Heilfasten als Fastentherapien an. Die Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung e. V. (ÄGHE) schätzt, dass jährlich rund 10.000 Patienten eine Heilfastenkur machen.

Die Gründe für das Heilfasten sind ganz unterschiedlich: Während einige Menschen ganz gezielt bei bestimmten Krankheiten fasten, wenden andere das Heilfasten zur „Entgiftung“ des Körpers und der Seele an. Manch einer nutzt das Heilfasten auch als Diät und versucht, durch die Fastenkur abzunehmen.

Wann ist 2018 Fastenzeit?

Im Christentum fastet man traditionell die 40 Tage vor Ostern, also von Aschermittwoch bis einschließlich Karsamstag. In diesem Jahr liegt der Beginn der sechswöchigen Fastenzeit am 14. Februar, das Ende der Fastenzeit ist am 29. März 2018. Es ist nicht ratsam, über die komplette Dauer der „Fastenzeit“ streng zu fasten. Wer eine Heilfastenkur, einen Fastenurlaub oder ein Fastentag macht, tut das aber meist ganz unabhängig von der traditionellen Fastenzeit.

Ist Fasten gesund und kann man durch Fasten abnehmen?

Ob Fasten gesund ist oder nicht wird in der Wissenschaft unterschiedlich bewertet. Die ÄGHE spricht sich für positive Wirkungen bei vielen Krankheiten aus – beispielsweise metabolischen Erkrankungen, chronischen Schmerzsyndromen oder psychosomatischen Störungen.

Der Bundeszentrum für Ernährung weist auf mögliche Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Unterzuckerung, Schwindel, Kreislaufprobleme, Muskelkrämpfe und vorübergehende Sehstörungen hin. Schwangere, Stillende, Menschen mit Untergewicht oder Erkrankungen wie Demenz, Leber- oder Niereninsuffizienz sollten lieber nicht fasten.

Es kann nicht schaden, bei Gelegenheit mit dem Arzt zu sprechen und abzuklären, ob eine Fastenkur für dich und deine aktuelle Situation wirklich gesund ist.

Wer auf Nahrung verzichtet, wird zweifelsohne an Gewicht verlieren. Dennoch sollte man nicht fasten, nur um abzunehmen: Die Deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG) sieht strenges Fasten kritisch, befürchtet Verluste der Muskelmasse und den Jojo-Effekt. Sie lehnt Fasten bei Übergewicht ab.

Freiheit Wandern

So klappt’s mit dem Sabbatical

Raus aus dem Job und seine Träume verwirklichen – das wollen immer mehr Menschen. Aber wie organisiert man ein Sabbatical?…

8 Tipps zum nachhaltigen Fasten

Statt auf jegliche Nahrung zu verzichten, könntest du auch einfach die Fastenzeit nutzen, um auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten.

Hier sind acht nachhaltige Vorschläge:

Iss nur regionale Lebensmittel – am besten nur solche, die gerade Saison haben oder aus regionaler Lagerung stammen. Überlege dir, auf welche Region du dich begrenzen möchtest: deinen Landkreis, einen Radius von 150 Kilometern, dein Bundesland oder ganz Deutschland? Wenn du konsequent bist, wirst du auf einiges verzichten müssen – doch du kannst diese Chance auch nutzen, um bewusst herauszufinden was wann um dich herum wächst und produziert wird. Schau doch mal in unserem Saisonkalender nach, was gerade frisch verfügbar ist!

Iss kein Fleisch. Weniger Fleisch zu essen, ist gut für die Umwelt und schadet auch nicht deiner Gesundheit. Hier sind 10 Tipps, um ein bisschen veganer zu werden.

Oder du gehst noch einen Schritt weiter und probierst mal für ein par Wochen die vegane Ernährung aus. Einen Versuch ist es wert, oder?

Kaufe nur Bio-Produkte ein. Viel zu teuer, denkst du jetzt vielleicht. Doch stimmt das wirklich? Probiere es doch einfach mal aus.

Iss keine verarbeiteten Produkte. Frisches selbstgekochtes Essen ist gesünder, umweltschonender und leckerer als Fertiggerichte. Und auch fertige Produkte wie Instantgemüsebrühe kann man schnell und einfach selber machen.

Halte dich an die 5-am-Tag-Regel: Jeden Tag zwei Hände voll Obst und drei Hände voll Gemüse. Das ist eigentlich eine ganz einfache Regel!

Kaufe nur Fair-Trade-Produkte. Sicher wird dein Einkauf etwas aufwändiger und vielleicht musst du auch auf ein paar Dinge verzichten. Aber beim Fasten geht es ja gerade um den bewussten Verzicht!

Kaufe nur unverpackte Lebensmittel ein – sozusagen Plastik- und Müll-Fasten. Das erfordert zwar ein kleines bisschen Aufwand und Vorbereitung, doch mit diesen 4 einfachen Tipps klappt das bestimmt.

Quelle: Utopia


Kontaktieren Sie uns
captcha

Tel.: 0721 - 915 461 - 50

E-Mail: info@fairantwortung.org
Internet: www.fairantwortung.org