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Wasser ist elementar für das Leben. Und obwohl unser Planet theoretisch immer genug Wasser bereithält, ist das Trinkwasser vielerorts knapp – man spricht von einer globalen Wasserkrise. Zum Weltwassertag veröffentlichen die Vereinten Nationen einen Bericht, der die aktuelle Lage der Wasserkrise beschreibt und neue Lösungsansätze vorschlägt

 

Wenn wir unseren Planeten aus dem All betrachten, ist er vor allem blau – zu ganzen 70 Prozent ist unsere Erde mit Wasser bedeckt. Und trotzdem ist die Wasserknappheit eines der dringendsten Probleme unserer Zeit. Wie schlimm es wirklich aussieht und welche Lösungen für das Problem die besten sind, steht im neuen Weltwasserbericht der Vereinten Nationen.

 

Problem Wasserknappheit

 

Denn trotz der riesigen Wassermengen sind nur etwa drei Prozent davon trinkbares Süßwasser – und davon ist wiederum nur ein kleiner Teil überhaupt für Menschen erreichbar. Dennoch wäre prinzipiell genug Wasser für die gesamte Menschheit vorhanden. Eine ungleiche Verteilung und eine verstärkte Nachfrage führen jedoch zu einer globalen Wasserkrise.

 

So ist laut dem UNESCO Weltwasserbericht 2018 knapp die Hälfte der Weltbevölkerung von einem Wassermangel bedroht. Über dreieinhalb Milliarden Menschen leben in Regionen, in denen mindestens einen Monat im Jahr Wasserknappheit herrscht – Tendenz steigend. Wir haben es im Vergleich sehr gut: Deutschland gehört zu einem der wasserreichsten Länder der Welt – hier verbraucht jeder Mensch etwa 120 Liter Wasser pro Tag. Ganz anders sieht es aktuell in Kapstadt aus: Hier wird Wasser wegen einer Dürre zur Zeit nur kontrolliert an die Bevölkerung ausgegeben.

Warum gibt es Wassermangel?

 

Laut UNESCO sind die Gründe für den Wassermangel vielfältig. Zunächst einmal spielt das Bevölkerungswachstum eine große Rolle: Die Weltbevölkerung ist in den letzten 200 Jahren von einer auf mehr als sieben Milliarden Menschen gewachsen – und auch, wenn das Wachstum etwas langsamer wird, kommen jedes Jahr etwa 83 Millionen Menschen dazu. Da ist es kein Wunder, dass in manchen Regionen das Wasser knapp wird. Eine weitere Ursache für die Wasserkrise ist das gestiegene Konsumverhalten der Menschen – denn nicht nur die morgendliche Dusche und der Geschirrspüler sorgen für Wasserverbrauch, sondern auch und vor allem Konsumgüter. So verbrauchen wir durch das sogenannte „virtuelle Wasser“ täglich im Schnitt über 5000 Liter Wasser – zum Beispiel durch den Konsum von landwirtschaftlichen Produkten, die hohe Mengen an Wasser zur Herstellung benötigen. Die globale Nachfrage nach Wasser steigt laut UN pro Jahr um etwa ein Prozent. Zu guter Letzt bestärkt natürlich auch der Klimawandel und das damit veränderte Wetter die Wasserknappheit: feuchte Regionen werden noch feuchter und trockene immer trockener.

 

Das alles hängt natürlich irgendwie zusammen und ist auf das Verhalten der Menschen zurückzuführen. Die oben genannten Gründe tragen auch zur Zerstörung der natürlichen Ökosysteme bei – welche eine und vielleicht die wichtigste Ursache für die Wasserkrise ist. Der Großteil von Wäldern und Böden ist durch menschliche Nutzung geschädigt und die natürlichen Feuchtgebiete, die ein grundlegender Teil des Wasserkreislaufs sind, sind in den letzten 100 Jahren bis zu 70 Prozent zerstört worden. Die Folgen: Mehr Wasser verdunstet und weniger kann in den Böden gespeichert werden. So entstehen vielerorts – wie gerade in Südafrika – Dürren und die dortige Bevölkerung leidet unter dem Wassermangel.

 

Neben dem Problem der Wasserverfügbarkeit ist natürlich auch die Qualität des Wassers in vielen Regionen ein großes Thema: Wasserverschmutzung ist gerade in den Flüssen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas ein wachsendes Problem. Chemikalien, Krankheitserreger und Schadstoffe im Wasser werden durch steigende Bevölkerungszahlen und schlechte Abwassersysteme verursacht und stellen eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit dar.

 

UNESCO Weltwasserbericht 2018

 

Die UNESCO stellt jährlich anlässlich des Weltwassertages den Weltwasserbericht vor, in dem von dem World Water Assessment Programm weltweit verlässliche Daten zu den Wasserressourcen zusammengeführt werden. Die Ergebnisse diesen Jahres prognostizieren keine gute Zukunft für unsere Wasserverteilung: So sollen 2050 schätzungsweise fast sechs Milliarden Menschen von Wasserknappheit bedroht sein – nahezu doppelt so viele wie heute schon. Der Weltwasserbericht stellt aber auch Lösungen vor, die der Krise entgegenwirken können: die sogenannten naturbasierten Lösungen.

 

Naturbasierte Lösungen: Was ist das?

 

Der UN-Weltwasserbericht setzt 2018 zur Verbesserung der Wasserversorgung und Wasserqualität unserer Welt auf naturbasierte Lösungen. Solche Ansätze seien – so die Autoren – bis heute bei einer Lösungsfindung meist außer Acht gelassen worden, aber könnten eine wichtige Rolle für die Zukunft unserer Welt spielen.

 

Naturbasierte Lösungen – damit gemeint sind konkrete Reformen der Wasserwirtschaft, die auf natürliche oder naturähnliche Prozesse setzen sowie natürliche Maßnahmen zum Schutz des Wasserkreislaufes. Was kann das sein?

Die UN spricht in ihrem Bericht von Wiederaufforstung und auch der Begrünung von Städten. Darüber hinaus schlagen die Autoren des Berichts die Errichtung von künstlichen Feuchtgebieten und Wasserrückhaltebecken vor, die das Grundwasser anreichern sollen. Und auch die Landwirtschaft muss laut Wasserbericht stärker auf Nachhaltigkeit setzen. Dafür müsste mehr auf Pestizide verzichtet, Wasser effizienter genutzt und die Bodenbedeckung verbessert werden. Durch umweltfreundlichere Verfahren in der Wasserbewirtschaftung könnte sich die landwirtschaftliche Produktion so laut dem Bericht weltweit um etwa 20 Prozent erhöhen.

 

Die naturbasierten Lösungen sollen laut Weltwasserbericht auch die Folgen von Naturkatastrophen mindern – etwa, indem ein künstlich errichtetes Feuchtgebiet als natürliche Barriere bei einer Überschwemmung dient. Obwohl die naturbasierten Lösungen viele Vorteile haben, fallen heute auf diese laut den Autoren des Berichts nur weniger als ein Prozent der gesamten Investitionen der Wasserbewirtschaftungs-Infrastruktur.

 

Quelle: Enorm-Magazin

Text: Merle Xenia Hansen

Wasserkrise: diese Organisationen und Unternehmen helfen

 

Um das Problem der Wasserknappheit zu bekämpfen, muss sich also vor allem die Wasserbewirtschaftung hin zu natürlicheren Prozessen entwickeln. Die Folgen des Wassermangels, die heute in vielen Ländern der Welt zu spüren sind, werden jedoch auch mit diesen Lösungen nicht sofort verschwinden. Zum Glück gibt es viele Organisationen und Unternehmen, die mit vielfältigen Projekten Menschen in Not helfen.

 

Viele größere NGOs setzen gleich mehrere Wasserprojekte um – dazu gehören unter anderem Unicef, Brot für die Welt oder Ingenieure ohne Grenzen. Aber auch kleinere Organisationen und Unternehmen kämpfen für eine bessere Wasserversorgung und -qualität.

 

Viva Con Agua

 

Der gemeinnützige Verein setzt sich für einen Zugang zu sauberem Trinkwasser ein – überall auf der Welt. Dafür fördert die entwicklungspolitische Non-Profit-Organisation seit 2006 Wasserprojekte rund um den Globus.

 

Stop the Water while using me

 

Dieses Unternehmen setzt sich gleich doppelt für das Wasser ein: zum einen, indem es mit seinen Produkten von „Stop the Water while using me“ (zum Beispiel Handseife oder Zahnpasta) direkt zum Wassersparen anregt und zum anderen, indem von dem Erlös mit der Initiative „Good Water Projects“ innovative und nachhaltige Projekte rund um das Thema Wasser finanziert werden.

 

Das WASH-Netzwerk

 

Das Netzwerk WASH wurde 2012 von mehreren deutschen NGOs aus den Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe gegründet. Das Netzwerk veranstaltet zum Beispiel Aktionstage rund um die Themen Wasser- und Sanitärversorgung sowie Hygiene.

 

Arche Nova

 

Die Dresdner Initiative ist eine alteingesessene gemeinnützige Hilfsorganisationen, die weltweit Menschen in Not hilft und dabei den Fokus auf die Versorgung mit sauberem Wasser legt.

 

Drip by Drip

 

Diese Non-Profit Organisation setzt sich für Wasserprojekte in Ländern ein, die mit den Konsequenzen der globalen Textilindustrie zu kämpfen haben – denn die Herstellung von Kleidung verbraucht Unmengen an Wasser. Dafür setzt Drip by Drip mehrere Projekte um: zum Beispiel den Aufbau von Abwassersystemen oder neue Lösungen für eine wasserschonendere Textilindustrie.

 

Auch viele Start-ups beschäftigen sich heute mit dem Problem der Wasserknappheit und begeistern mit innovativen Lösungen, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. So will Blue Ben beispielsweise wassersparende Mode produzieren, indem es einen kompostierbaren Sweater entwickelt hat, der in der Fertigung 90 Prozent weniger Wasser verbraucht als herkömmlicherweise. Showerloop hat eine Dusche erfunden, die das Wasser recycelt und so nur zehn Liter verbraucht. Eine andere Idee kommt aus Südamerika und sorgt dafür, dass beim Duschen bis zu 40 Liter Wasser eingespart werden können. Wiederum andere Vorreiter entwickelten ein Buch, das Wasser reinigen kann. Diese und viele weitere Unternehmen und Organisationen geben am Weltwassertag Hoffnung auf eine bessere (nassere) Zukunft.

 

Übrigens: Es gibt viele einfache Möglichkeiten, um den eigenen Wasserverbrauch herunterzufahren. Zum Beispiel das Wasser abzustellen, während man sich die Haare wäscht oder Geschirr nicht abzuspülen, bevor es in den Geschirrspüler kommt. Grundsätzlich gilt aber: Der eigene Wasserverbrauch hierzulande ist nicht so relevant wie der des „virtuellen Wassers“, welches wir durch unseren Konsum verbrauchen. Denn das wird in den Regionen verbraucht, wo Wasser knapp ist – zum Beispiel durch die Produktion von Kleidung oder Fleisch (und leider auch Avocados).


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Reise lieber ungewöhnlich!


Good Travel präsentiert vier Unterkünfte, in denen es sich nicht nur nachhaltig, sondern auch einfach mal anders leben lässt: naturverbunden und entschleunigt

 

Warum reisen Menschen? Auch wenn Urlaub heute vor allem der Erholung dient – von der Arbeit, dem tristen Alltag – ist Neugier doch eine treibende Komponente. Die Lust auf Neues, auf Ungewöhnliches und Exotisches macht den wirklichen Reiz eines Urlaubs aus. Deswegen sind wir auf der Suche nach immer neuen, immer ausgefalleneren Destinationen in den entlegendsten Winkeln der Erde.

 

Dabei vergessen wir, dass schon vor unserer Haustür – bildlich gesprochen – die verrücktesten Dinge warten; Unterkünfte, die nicht nur ungewöhnlich sind, weil sie am anderen Ende der Welt stehen, sondern weil sie es wirklich sind – auch wenn sie im östlichsten Zipfel Sachsens stehen. Denn sind wir einmal ehrlich: Bettenburg bleibt Bettenburg, egal ob in Deutschland, auf Mallorca oder Bali. Und das Frühstücksbüfett ist sowieso überall gleich.

 

Deswegen präsentiert Good Travel vier Unterkünfte, die beweisen: Man muss nicht weit reisen (und vor allem nicht mit dem Flugzeug), um einen durch und durch außergewöhnlichen Urlaub zu erleben. Das Beste daran: Alle Destinationen erfüllen besondere Ansprüche an Nachhaltigkeit und faires und grünes Reisen.

 

Les Cabanes de Marie

 

In der französischsprachigen Schweiz stehen ein antiker Wohnwagen und drei Baumhäuser, versteckt im Hinterland von Lausanne. Die „Cabanes de Marie“ sind nach den Kindern der Gastgeber Marie und Renaud de Goumoëns benannt, was das individuelle Flair jeder Unterkunft unterstreicht. Mal sind es Traumfänger und ausladende Felle, mal asiatische Möbel und Kunst.

 

Jeder Gast wird morgens durch die Klänge der Natur geweckt – oder vom Duft des Frühstückskorbs, den die Gastgeber jeden Tag per Flaschenzug in die Baumhäuser befördern. Das Essen besteht in erster Linie aus saisonalen, frischen Zutaten aus der Region, darunter selbstgemachte Marmeladen, frisches Brot oder verschiedene Käsesorten.

 

Bei den „Cabanes de Marie“ dreht sich alles um Naturverbundenheit und die Natur als Rückzugsort. Deswegen gibt es ganz in der Nähe auch einen Sommer-Lernparcours. Dieser führt durch den Wald, dessen Flora und Fauna. So lernen die Gäste all die Vögel, Pflanzen, Fische, Früchte, Bäume und Insekten kennen, zwischen denen sie einen ganz besonderen Urlaub verbringen.

 

La Subida

 

Schon einmal etwas vom Furlanischen gehört? An der Grenze von Italien und Slowenien wird diese Sprache von ein paar hunderttausend Menschen in der Region Friaul gesprochen – und ist dort sogar als offizielle Amtssprache anerkannt. Hier hat die Familie Sirk ein naturnahes Country Resort gebaut.

 

Das Herz des Hotels „La Subida“ bildet das Wohnhaus der Familie. Inmitten der hügeligen Mischwälder haben die Sirks zunächst die Häuser „della Nonna“ gebaut – bereits in den 80er Jahren, nach dem Vorbild traditioneller Bauernsiedlungen mit weißgetünchten Wänden und warmen Terracotta- oder Holzböden.

 

Mittlerweile haben sich die moderneren „Case del Bosco“ hinzugesellt – moderne Baumhäuser, die nur drei Wände haben. Die vierte ist durch eine große Glasfront ersetzt, die einen unverstellten Blick auf die Baumkronen der Umgebung eröffnen. Wer will kann auch eine Nacht im Himmelbett auf dem Heuboden verbringen oder ein gemütliches Wannenbad zwischen meterhohen Gräsern genießen.

 

Egal ob das hauseigene Elektromobil „Beba“, die regionalen Zutaten, der behutsame Umgang mit Natur und Umgebung oder die kreativen, an die ursprüngliche Natur angelehnten Well-Being-Angebote: Im „La Subida“ gehen Luxus und Nachhaltigkeit Hand in Hand.

 

Kulturinsel Einsiedel

 

Auf diesem sehr speziellen Campingplatz sieht man als erster in ganz Deutschland die Sonne aufgehen – denn die Kulturinsel Einsiedel liegt am östlichsten Zipfel Sachsens, der Neißeaue. Und wer davon noch nicht aufgeweckt genug ist, wird es spätestens, wenn er den Park erkundet.

 

Baumhäuser, Jurten, Spielplätze, Burgen und Schlösser aus Holz, unterirdische Geheimgänge, Wipfelpfade, verrückte Tiere, simple Wellnesseinrichtungen und wilde Wasserspiele – das gesamte Areal lädt förmlich zum Spielen und Entdecken ein. Ebenso fühlt man sich aber auch in märchenhafte Umgebungen versetzt, in denen man dem Alltag wunderbar für ein paar Stunden oder Tage entkommen kann.

 

Der Park existiert seit 2003, alle paar Jahre kommen immer wieder neue Unterkünfte hinzu – 2005 das erste Deutsche Baumhaushotel, zuletzt 2013 ganz spezielle Baumbetten wie das Fassbaumhaus, die Mühle und die Baumjurte.

 

Wem die Kulturinsel noch nicht spannend genug ist, der kann zu Fuß, mit dem Rad oder der Bahn die Natur der Umgebung erkunden, bis hin zu zahlreichen Badeseen, die die alten Tagebaulöcher hinterlassen haben. Die einmaligen Unterkünfte und die verspielten Details des gesamten Parks sind eine explizite Einladung an Kinder – und alle, die sich das Kind im Geiste über Jahre bewahrt haben.

 

Urnatur

 

Diese Ferienhäuser sind ein klassischer Fall von „der Name ist Programm“. Wer in seinem Urlaub der Natur nicht nur nah sein will, sondern komplett in sie eintauchen will, ist hier im schwedischen Ödeshög genau richtig. Die Cottages sind minimalistisch eingerichtet, für Licht, Wärme und Kochen muss man sich sein Feuer schon einmal selbst machen.

 

Die Ferienanlage ist aber kein Ort für radikale Aussteiger, im Gegenteil. Den Gastgeber Ulrike Krynitz und Håkan Strotz geht es darum, ihre Gäste anzuleiten und ihnen die Natur nahezubringen. Sie sollen nicht nur wunderbar erholt, sondern auch mit neuem Wissen und Inspiration nach Hause fahren.

 

Die Hütten und Baumhäuser wurden in jahrelanger Handarbeit errichtet und eingerichtet, wobei ausschließlich natürliche Materialien zum Einsatz kamen. Rund um und in der Ferienanlage laufen zahlreiche Tiere frei herum, die umliegenden Wälder und der nahe See laden zum Erkunden, Entdecken und Entspannen ein.

 

Apropos entspannen: Das Urnatur bietet außerdem ein Wellnessprogramm an, das sich nahtlos in das Konzept einfügt. Sauna, Sweatlodge und der Badezuber unter freiem Himmel müssen alle von den Gästen per Hand erhitzt werden, zudem gibt es morgendliche Yoga-Sessions. Damit hat das Urnatur ein umwerfendes Angebot für Naturfreunde, abenteuerlustige Entdecker und Menschen, die natürliche Erholung suchen.

 

Das Reiseportal Good Travel präsentiert eine handverlesene und bunte Auswahl nachhaltiger Urlaubsziele. Vom Öko-Campingplatz in Irland, dem familiengeführten B&B in Spanien bis hin zu sorgsam restaurierten Design-Häusern in Europas Metropolen oder dem luxuriösen Yoga-Retreat auf einer kleinen, griechischen Insel – die über 100 Unterkünfte bieten für jeden Anspruch und Geldbeutel genau das Richtige. Dafür sorgen auch die fünf Nachhaltigkeitskriterien Umwelt, Architektur, Food, Soziales und Well-Being. Sie erleichtern die Suche und betonen den individuell-nachhaltigen Charakter jeder Unterkunft.

 

 

Quelle: enorm-magazin

Text und Fotos: Good Travel


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Im Jahr 2014 stellte eine Gemeinde in der Nähe von Amsterdam, den ersten Solarradweg weltweit fertig. Die Resonanz nach zwei Jahren überraschte selbst die Ingenieure

Fahrrad fahren ist gut für die Seele, frische Luft, körperliche Betätigung und das Gefühl sich umweltfreundlich fortzubewegen, tragen zu einer wohltuenden Stimmung bei. Umso besser, wenn die Radwege einen doppelten Zweck erfüllen und zusätzlich auch noch Strom erzeugen.

Die Gemeinde Krommenie, 25 Kilometer von Amsterdam entfernt, stellte im Jahr 2014 mit dem Projekt Solaroad den ersten Solarradweg weltweit fertig und machte so international auf sich aufmerksam. Jetzt, nach über zwei Jahren hat er nach Angaben alle Erwartungen übertroffen und sogar die Ingenieure selbst überrascht. Das sagte zumindest Projektsprecher Sten de Wit dem Portal Newsgreen.
Direkt neben der Fahrbahn aus Glas verläuft eine zweite Fahrspur, die keine Solarzellen enthält. Sie dient für Experimente mit verschiedenen Oberflächenbeschichtungen. Diese Experimente sind auch nötig. 

Auch wenn die Testphase nicht reibungslos lief und sich nach kurzer Zeit ein Teil der Beschichtung löste, weil das Material zu empfindlich auf die Wetterbedingungen reagiert hatte, fanden die Entwickler Wege und Lösungen, um die Probleme zu beheben. Ein halbes Jahr später konnten sich dann die Ergebnisse schon sehen lassen: Trotz der schwächeren Sonne im Winter, hatte der 70 Meter lange Radweg mehr als 3000 kWh produziert, was ausreicht, um eine Person ein ganzes Jahr lang mit Strom zu versorgen. 

Nach dem ersten Jahr addierte sich der Wert sogar auf 9800 kWh und erreichte somit, nach Angaben der Entwickler, den obersten Anschlag der möglich war. Die Spezialisten von Solaroad rechneten auf Basis der Ergebnisse zudem aus, dass rund ein Fünftel der 140 000 Kilometer Radwege in den Niederlanden, sinnvoll zur Erzeugung von Ökostrom genutzt werden könnten.

Straßen bieten theoretisch riesiges Energiepotential
Das Potential von mit Solarzellen ausgestatteten Verkehrsflächen ist gigantisch: So umfasst die Verkehrsfläche in Deutschland etwa 18.000 Quadratkilometer. Vollständig mit Solarzellen bestückt, würden die öffentlichen Plätze, Flughäfen, Parkplätze und die 650.000 Kilometer Straßen gut doppelt so viel Strom liefern, wie Deutschland im ganzen Jahr verbraucht. Klar ist aber auch: Weil die Solarzellen als Straßenbelag nicht optimal zur Sonne ausgerichtet werden können, bleiben sie etwa um ein Drittel unter ihrem Potential.

Wer sich selbst ein Bild von diesem zukunftsweisenden Energieprojekt machen möchte: Die SolaRoad befindet sich in Krommenie, nahe der Landstraße N203, ganz in der Nähe der Texaco-Tankstelle. Für das Navi hier die GPS-Koordinaten: 52 Grad und 49 Minuten nördliche Breite und 4 Grad und 76 Minuten östliche Länge.

TEXT: Barbara Bork FOTOS:  Solaroad 


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Auf Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern kommen neue handelsrechtliche Berichtspflichten für nichtfinanzielle Informationen zu: Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hat den Entwurf eines CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2014/95/EU (sog. CSR-Richtlinie) vorgelegt. Diese nichtfinanziellen Angaben sollen zumindest die Umwelt-, Arbeitnehmer-, und Sozialbelange sowie die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung der Korruption beinhalten (§ 289c HGB‑E). Die EU-Mitgliedstaaten sind verpflichtet, die Richtlinie bis zum 6. Dezember 2016 in nationales Recht umzusetzen. Die neuen Vorschriften sollen für Geschäftsjahre gelten, die am 1. Januar 2017 oder im Verlauf des Kalenderjahres 2017 beginnen.

Mit dem nun vorliegenden Referentenentwurf werden entsprechend der Richtlinie insbesondere für große kapitalmarktorientierte Unternehmen, Kreditinstitute und Versicherungen mit im Jahresdurchschnitt mehr als 500 Mitarbeitern neue handelsrechtliche Berichtspflichten für nichtfinanzielle Informationen eingeführt. Die wesentlichen Neuerungen sehen gesetzliche Vorgaben zum Lagebericht beziehungsweise Konzernlagebericht vor. Zukünftig soll der Lagebericht der betroffenen Unternehmen um eine nichtfinanzielle Erklärung erweitert werden. Diese kann entweder einen besonderen Abschnitt im Lagebericht bilden oder wahlweise als separater Bericht erfolgen (§ 289b HGB‑E). Diese nichtfinanziellen Angaben sollen zumindest die Umwelt-, Arbeitnehmer-, und Sozialbelange sowie die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung der Korruption beinhalten (§ 289c HGB‑E). Darüber hinaus lässt der Referentenentwurf die Verwendung von Rahmenwerken für die Berichterstattung ausdrücklich zu (§ 289d HGB‑E).

Die Vorschriften zur "Erklärung zur Unternehmensführung" (§ 289a HGB) werden verschoben in § 289f HGB‑E. Analoge Vorschriften sind für den Konzernlagebericht vorgesehen.

Durch den Abschlussprüfer ist nur zu prüfen, ob die nichtfinanzielle Erklärung oder der gesonderte nichtfinanzielle Bericht vorgelegt wurde. Eine inhaltliche Prüfung erfolgt nicht (§ 317 Abs. 2 Satz 4 HGB‑E).

Weiterhin werden die bestehenden Straf- und Bußgeldvorschriften deutlich erweitert und entsprechend den Sanktionen im Bereich des WpHG von 50.000 Euro auf bis zu 10 Millionen Euro erhöht.

 


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